Das Neurozentrum am Brückenkopf in Heidelberg, unter der Leitung von Dr. D. Lemke, Dr. C. Haubner und Dr. J. Koch, bietet Expertise in allen Bereichen der Prävention, Früherkennung und Behandlung von neurologischen und psychiatrischen Krankheitsbildern. Obwohl spezifische AD(H)S Diagnostik aktuell nicht angeboten wird, liegt ein weiterer Schwerpunkt auf Gutachten zu neurologisch-psychiatrischen Fragestellungen im Zentrum für neurologisch-psychiatrische Begutachtung Heidelberg (ZNPB). Neurologische und psychiatrische Behandlungen sind in deutscher, englischer und französischer Sprache möglich.
Praxis & Terminvereinbarung
Neurozentrum am BrückenkopfBrückenkopfstraße 1/2
69120 HeidelbergTelefon: 06221 878790Fax: 06221 8787911
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Aktuelle Informationen zur Patientenaufnahme
Aufgrund der Abschaffung der Neupatientenregelung der gesetzlichen Krankenkassen zum 01.01.23 können bis auf Weiteres nur in begrenztem Umfang neue Patientinnen und Patienten aufgenommen werden. Anfragen können weiterhin über das Terminanfrageformular auf der Homepage gestellt und Befunde übermittelt werden. In dringenden Fällen sind persönliche Anmeldungen durch die Hausärztin oder den Hausarzt als sogenannter „Hausarztvermittlungsfall“ möglich.
Hinweise zum Praxisbesuch
Die Maskenpflicht in Arztpraxen wurde aufgehoben. Aus Rücksichtnahme gegenüber Mitpatienten mit geschwächtem Immunsystem wird jedoch bei einem fieberhaften Infekt darum gebeten, die Praxis nicht zu betreten bzw. bei leichten Erkältungssymptomen freiwillig eine Mund-Nasen-Maske zu tragen. Zur Gewährleistung geordneter und zügiger Abläufe ist eine Terminvereinbarung und pünktliches Erscheinen unbedingt erforderlich. Aufgrund langfristiger Baustellen in und um Heidelberg herum ist die Anfahrt mit dem Auto, insbesondere zu den Stoßzeiten, erschwert. Es wird empfohlen, mindestens 30 Minuten zusätzliche Fahrtzeit einzuplanen, um pünktlich zu erscheinen. Zur Entlastung des Wartezimmers werden begleitende Angehörige gebeten, außerhalb der Praxis bis zum Abschluss der Behandlungen zu warten; sie werden bei Bedarf telefonisch hinzugerufen. Dies gilt nicht, wenn die Anwesenheit aus gesundheitlichen Gründen (z.B. Rollstuhl, Sturzneigung, Verwirrtheit) zwingend erforderlich ist.
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Leistungsspektrum und Schwerpunkte
Die Abteilung für Neurologie des Universitätsklinikums Heidelberg erbringt mit über 340 Mitarbeitern die gesamte neurologische Diagnostik und Therapie. Schwerpunkte sind Neuroonkologie, Vaskuläre Neurologie, Neuroimmunologie, Akut- und Intensivneurologie, Neurodegenerative Erkrankungen und Bewegungsstörungen sowie Systemische Neurowissenschaften. In der Gemeinschaftspraxis für Neurologie und Psychiatrie in Neckargemünd bei Heidelberg steht Facharzt Peer-Matti Weislogel für die Diagnostik neurologischer Krankheitsbilder und ihrer Therapie zur Seite.
Diagnostische Verfahren
Die Praxis bietet eine Vielzahl neurologischer Untersuchungsmethoden an:
- Elektroenzephalographie (EEG): Hierbei wird die elektrische Aktivität der Hirnrinde gemessen.
- Evozierte Potentiale: Messung der Funktionsfähigkeit der langen Nervenbahnen von den Beinen oder Armen zum Gehirn.
- Doppler-/Duplexsonographie: Untersuchung der hirnversorgenden Blutgefäße mittels Ultraschall.
- Nervenleitgeschwindigkeit (NLG): Erfassung von Störungen im peripheren Nervensystem.
- Elektromyographie (EMG): Messung der elektrischen Aktivität des Muskels.
Therapie mit Botulinumtoxin
Botulinumtoxin ist ein wirksames Neurotoxin, das in der Medizin zur Behandlung verschiedener neurologischer Krankheitsbilder eingesetzt wird. Zu diesen gehören neben der chronischen Migräne auch der Hemispasmus facialis, Blepharospasmus, zervikale Dystonie, Spastik, aber auch Sialorrhoe (vermehrter Speichelfluss), wie er bei vielen neurologischen Erkrankungen vorkommen kann. Botulinumtoxin wirkt, indem es gezielt die Freisetzung von Acetylcholin blockiert, einem Neurotransmitter, der für die Übertragung von Nervenimpulsen an Muskeln verantwortlich ist. Dadurch wird die Muskelaktivität vorübergehend reduziert oder vollständig unterdrückt, so dass Schmerzen, erhöhter Speichelfluss, unwillkürliche, störende Bewegungen/Zuckungen im Gesicht oder die erhöhte Muskelspannung reduziert werden.
Häufige neurologische Erkrankungen
Die Neurologie befasst sich mit der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems. Zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen gehören:
- Demenz: Eine gravierende Beeinträchtigung des Gedächtnisses, des logischen Denkens und anderer Leistungen des Gehirns.
- Polyneuropathie: Eine Schädigung peripherer Nerven, die vor allem bei Diabetes-Patienten auftritt.
- Tremor: Unwillkürliches, rhythmisches Kontrahieren einander entgegenwirkender Muskeln.
- Parkinson-Krankheit: Eine Gehirnerkrankung, die vorwiegend ältere Menschen betrifft und sich durch eine zunehmende Einschränkung der Bewegungsfähigkeit äußert.
- Restless-Legs-Syndrom (RLS): Eine schlafbezogene Bewegungsstörung, die hauptsächlich die Beine betrifft.
- Epilepsie: Wiederholte epileptische Anfälle, die durch eine übermäßige Aktivität einzelner Hirnbereiche oder des gesamten Gehirns verursacht werden.
- Rückenschmerzen: Ein Volksleiden, das am häufigsten die Lendenregion betrifft.
- Kopfschmerzen: Eine der häufigsten Schmerzformen, die viele Ursachen haben kann.
- Migräne: Anfallsartiger Kopfschmerz, der häufig einseitig und in unregelmäßigen Abständen auftritt.
- Schlaganfall (Apoplex): Eine plötzliche Durchblutungsstörung des Gehirns.
- Karpaltunnelsyndrom: Eine Kompression des Nervus medianus im Karpaltunnel.
- Schwindel: Ein Symptom, das viele Ursachen haben kann, darunter neurologische Erkrankungen.
- Hirnblutung (hämorrhagischer Infarkt): Das Platzen eines Blutgefäßes im Gehirn.
- Multiple Sklerose (MS): Eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung, die das Gehirn und/oder das Rückenmark betrifft.
- Chronische Schmerzen: Schmerzen, die ihre Warn- und Leitfunktion verloren haben und zu einem eigenständigen Krankheitsbild mutiert sind.
Wichtiger Hinweis
Dieser Text dient lediglich der Information zu neurologischen Erkrankungen und ersetzt keinesfalls eine Beratung durch einen Arzt. Bei Symptomen sollte Kontakt mit einem Arzt aufgenommen werden.
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Kooperationen und Fortbildung
Die Praxis legt Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit anderen Fachgebieten, insbesondere der Inneren Medizin. Oftmals gibt es bei neurologischen Erkrankungen internistische Ursachen oder Begleiterscheinungen, die einer internistischen Abklärung und Behandlung bedürfen. Entsprechend ist es bei vielen internistischen Krankheiten wichtig, Folgen auf neurologischem Gebiet zu erkennen und zu behandeln. Die Praxis arbeitet mit ausgesuchten Kooperationspartnern zusammen und legt Wert auf regelmäßige Fortbildungen aller Praxismitarbeiter, um Medizin auf aktuellem Stand bieten zu können.
Das Team
Das Team der Neuropraxis am Bismarckplatz besteht aus Dr.med. Hanna Hund und Dr.med. Christina Rasch. Beide Ärztinnen sind erfahrene Gutachterinnen. Dr. Hund ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Neurowissenschaftliche Begutachtung sowie Mitglied der Heidelberger Arbeitsgemeinschaft medizinischer Sachverständiger.
Peer-Matti Weislogel sammelte während seines Studiums der Humanmedizin an der Carl Gustav Carus Universität Dresden bereits erste Erfahrungen im Bereich der Neurologie sowie der Inneren Medizin und Chirurgie und war unter anderem in der Uniklinik Heidelberg tätig.
In der Praxisgemeinschaft mit Dr. Andreas Dienerowitz und Dr. Klaus Remde werden Innere Medizin und Neurologie eigenständig und unabhängig voneinander angeboten, aber im Interesse der Patienten bei Bedarf eng miteinander verzahnt.
Terminvereinbarung in der Neurologie Heidelberg
Eine Terminvereinbarung ist in der Regel sinnvoll und kann telefonisch unter 06221-20472 oder online erfolgen. In Notfällen stehen die Ärzte selbstverständlich auch ohne Voranmeldung zur Verfügung. Die Sprechzeiten sind auf der Webseite einsehbar. Ein Kontaktformular für die Mitteilung eines Terminwunsches steht ebenfalls zur Verfügung. Parkplätze sind im Lindenweg oder in der Lucas-Cranach-Straße vorhanden.
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Hinweis zu besonderen Ereignissen
Am Dienstag, den 11.11.2025 bleibt die Praxis aufgrund einer Fortbildungsveranstaltung geschlossen. In neurologischen Notfällen wenden Sie sich bitte an die Uniklinik Heidelberg, Neurologische Ambulanz (Telefon: 06221/567211) und in psychiatrischen Notfällen an die Notfallambulanz Klinik für Allgemeine Psychiatrie.
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