Das Vivantes Humboldt-Klinikum ist ein wichtiger Bestandteil der Berliner Gesundheitsversorgung. Dieser Artikel fasst eine Vielzahl von Patientenbewertungen und Informationen zusammen, um ein umfassendes Bild des Klinikums, insbesondere der Neurologie, zu vermitteln. Dabei werden sowohl positive als auch negative Aspekte beleuchtet, um potenziellen Patienten und Interessierten eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.
Einführung in das Vivantes Humboldt-Klinikum
Das Vivantes Humboldt-Klinikum ist ein großes Krankenhaus in Berlin, das ein breites Spektrum an medizinischen Fachgebieten abdeckt. Dazu gehören unter anderem Innere Medizin, Chirurgie, Neurologie, Gynäkologie und Urologie. Das Klinikum legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Behandlung von Schlaganfällen und Epilepsie. Die Klinik ermöglicht Medizinstudierenden auch das Praktische Jahr (PJ) zu absolvieren.
Fachbereiche und Leistungen
Das Vivantes Humboldt-Klinikum deckt zahlreiche Fachgebiete ab:
- Innere Medizin: Präventive und klinische Kardiologie, Nephrologie und Geriatrie, Gastroenterologie und Onkologie.
- Chirurgie: Bewegungschirurgie, Gefäßmedizin (Zentrum für Gefäßmedizin Nord).
- Seelische Gesundheit
- Urologie und Beckenbodenzentrum
- Gynäkologie und Geburtsmedizin: Gynäkologisches Krebszentrum (zertifiziert durch die Deutsche Krebsgesellschaft).
- Neurologie: Klinik für Neurologie, Stroke Unit, Zentrum für Epilepsie.
- Anästhesie, Schmerztherapie und Interdisziplinäre Intensivmedizin
- Radiologie und Interventionelle Therapie
- Interdisziplinäre Kurzaufnahme der Rettungsstelle (INKA)
Die Klinik für Neurologie bietet spezielle Schwerpunkte in der Schlaganfallbehandlung (Stroke Unit mit 12 Betten) und Epilepsie (Station 5.2 mit Zimmern zur 72-Stunden-Video-EEG-Überwachung). Auf der neurologischen Normalstation werden auch andere neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Bewegungsstörungen behandelt, jedoch oft nur zur Erstdiagnose, da Patienten danach an spezialisierte Zentren überwiesen werden.
Erfahrungen von Patienten und Angehörigen
Die Erfahrungen von Patienten und ihren Angehörigen mit dem Vivantes Humboldt-Klinikum sind vielfältig. Einige berichten von sehr positiven Erlebnissen, während andere deutliche Kritik äußern.
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Positive Erfahrungen
Viele Patienten loben die medizinische Kompetenz und freundliche Betreuung durch das Personal, insbesondere in der Stroke Unit und auf Station 20. Häufig genannt werden:
- Freundlichkeit und Empathie: Viele Bewertungen heben die Freundlichkeit, Empathie und Hilfsbereitschaft des Pflegepersonals hervor. Patienten fühlen sich gut umsorgt und verstanden.
- Kompetente Behandlung: Mehrere Patienten berichten von erfolgreichen Operationen und einer kompetenten Behandlung durch Ärzte und Therapeuten.
- Schnelle Diagnostik: Im Falle eines Schlaganfallverdachts werden die notwendigen Untersuchungen schnell eingeleitet und durchgeführt.
- Gute Organisation: Einige Patienten empfinden die Abläufe als rational und gut durchstrukturiert.
- Wertschätzung als PJler: PJler (Medizinstudenten im Praktischen Jahr) fühlen sich wertgeschätzt und in das Team integriert.
Einige konkrete Beispiele:
- Ein Patient berichtet von einer zügigen und sehr freundlichen Aufnahme und Operation.
- Ein anderer Patient lobt die liebevolle Umsorgung und kompetente Behandlung auf der Stroke Unit.
- Mehrere Patienten heben die Freundlichkeit und Kompetenz des Teams in der Schulterchirurgie hervor.
- Eine Patientin mit Epilepsie fühlte sich von Frau Dr. Ratdke sehr gut betreut und konnte sie jederzeit mit Fragen "nerven".
Negative Erfahrungen
Es gibt jedoch auch zahlreiche negative Bewertungen, die auf erhebliche Mängel hinweisen:
- Lange Wartezeiten: In der Notaufnahme müssen Patienten oft sehr lange Wartezeiten in Kauf nehmen.
- Unfreundliches Personal: Einige Patienten berichten von unfreundlichem und überfordertem Personal, insbesondere in der Notaufnahme und auf bestimmten Stationen.
- Mangelnde Information: Patienten bemängeln, dass sie nicht ausreichend über ihre Behandlung und Medikation informiert werden.
- Schlechte Organisation: Es kommt vor, dass Operationen verschoben werden oder dass Patienten auf der Station vergessen werden.
- Hygienemängel: Einige Patienten kritisieren die mangelnde Sauberkeit in den Zimmern und Bädern.
- Unzureichende Schmerzversorgung: Es gibt Berichte darüber, dass Patienten nicht ausreichend mit Schmerzmitteln versorgt werden.
- Fehlende Wertschätzung: Einige Patienten fühlen sich als "Nummer" behandelt und nicht als Mensch wahrgenommen.
- Mangelnde Palliativversorgung: Ein Angehöriger berichtet von einer unzureichenden palliativen Versorgung eines Patienten auf der Neurologie.
- Mängel in der Komfortstation: Einige Patienten bemängeln, dass die Komfortstation ihren Preis nicht wert ist, da es Mängel in der Ausstattung und im Service gibt.
Einige konkrete Beispiele:
- Ein Patient berichtet von einer 6-stündigen Wartezeit in der Notaufnahme und mangelnder Auskunft über die Behandlung.
- Ein anderer Patient kritisiert die unfreundliche Behandlung auf Station 41 und die mangelnde Versorgung mit Essen und Medikamenten.
- Ein Angehöriger berichtet, dass seine Mutter trotz Fieber und Infektion nach kurzer Zeit aus der Notaufnahme entlassen wurde und später verstarb.
- Mehrere Patienten bemängeln die mangelnde Sauberkeit in den Zimmern und Bädern.
- Ein Patient berichtet von unzureichender Schmerzversorgung und Vernachlässigung.
Vivantes Humboldt-Klinikum Tagesklinik f. Neurologie
Die Vivantes Humboldt-Klinikum Tagesklinik f. Neurologie bietet keine Videosprechstunden an. Es liegen keine Angaben zu verfügbaren Terminen vor. Um einen Termin zu vereinbaren, wird empfohlen, die Tagesklinik direkt zu kontaktieren. Bisher gibt es kein Feedback von Patient:innen. Die Tagesklinik hat keine detaillierten Angaben zu ihren Leistungen gemacht. Es wird empfohlen, die Tagesklinik zu kontaktieren, um herauszufinden, ob die gewünschte Leistung angeboten wird.
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Ausstattung und Services
Das Vivantes Humboldt-Klinikum bietet verschiedene Ausstattungen und Services:
- Zimmerausstattung: Einzelzimmer mit eigenem Bad (teilweise), Zwei-Bett-Zimmer mit Bad (teilweise), Rooming-in, Familienzimmer in der Geburtsmedizin, Unterbringung von Begleitpersonen (ja).
- Barrierefreiheit: Zimmerausstattung mit rollstuhlgerechten Sanitäranlagen (auf einigen Stationen), rollstuhlgerechter Zugang zu Serviceeinrichtungen, bauliche Maßnahmen für Menschen mit Demenz oder geistiger Behinderung (gesicherte Unterbringung in der Klinik für Psychiatrie).
- Service für Patienten aus dem Ausland: Dolmetscherdienst (über den Gemeindedolmetscherdienst Berlin organisiert), fremdsprachiges Personal (kann bei Bedarf organisiert werden).
Verbesserungspotenzial
Einige Patienten haben konkrete Vorschläge zur Verbesserung des Klinikums:
- Rauchfreier Gemeinschaftsraum: Der Raucherraum sollte in einen Gemeinschaftsraum umgewandelt werden.
- Gemütlichere Bibliothek: Die Bibliothek sollte gemütlicher gestaltet werden.
- Mehr Therapiemöglichkeiten: Es sollten mehr Einzel- und Gruppentherapien angeboten werden.
- Gesündere Ernährung: Es sollte mehr vegetarische und vegane Auswahl beim Essen geben.
- Alternativen zu Koffein und Kuhmilch: Es sollten entkoffeinierter Kaffee und Alternativprodukte zur Kuhmilch angeboten werden.
- Mehr Gemeinschaftsaktivitäten: Es sollten mehr gemeinsame Aktivitäten im Freien angeboten werden.
- Kritischer Blick auf die Medikation: Die Medikation sollte kritisch überprüft werden.
- Mehr Musik, weniger Fernsehen: Es sollte mehr Musik und weniger Fernsehen geben.
- Sportprogramm und Sportraum: Es sollte ein Sportprogramm und ein Sportraum eingerichtet werden.
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