Neurologie in Meerbusch Hartung: Ein umfassender Überblick

Die Neurologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems befasst. Das Nervensystem umfasst das Gehirn, das Rückenmark und die peripheren Nerven. In Meerbusch gibt es verschiedene neurologische Praxen, darunter die Praxis Hartung, die ein breites Spektrum an neurologischen Leistungen anbietet. Dieser Artikel soll einen umfassenden Überblick über die Neurologie in Meerbusch Hartung geben und verschiedene Aspekte dieses Fachgebiets beleuchten.

Das Team der Praxis Hartung

Das Team der Praxis Hartung verfügt über eine jahrzehntelange Erfahrung auf dem Gebiet der Neurologie. Die Praxis wird von Frau Rau geleitet, die schwerpunktmäßig die organisatorischen Abläufe und das Praxismanagement wahrnimmt und die erste Ansprechpartnerin für die Patienten ist. Frau Pauen ist als Leiterin der Zusatzdiagnostik eine ausgewiesene Expertin im Bereich der Neurophysiologie sowie der psychometrischen Testung.

Zum Team gehören mehrere Fachärzte für Neurologie:

  • Dr. med. Thomas Hartung: Facharzt für Psychiatrie und Neurologie sowie für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie und Psychoanalyse. Er ist (Gruppen-)Lehranalytiker und arbeitet in eigener Praxis in Düsseldorf.
  • Prof. Dr. Dr. med. Diamandis Toutzaris: Neurologe. Im Vordergrund seiner Tätigkeit steht der Erhalt und die Wiederherstellung der Gesundheit. Als wesentlichen Teil seiner Arbeit versteht er aber auch die Begleitung chronisch erkrankter Patienten mit dem Ziel, Lebensqualität zu erhalten und stets beratend zur Seite zu stehen.
  • Dr. med. Marcus Belke: Neurologe, angestellter Arzt mit dem Schwerpunkt Epileptologie. Er ist weiterhin wissenschaftlicher Mitarbeiter des Epilepsiezentrums Hessen der Universität Marburg, mit dem eine Kooperation mit der Praxis besteht.
  • Sofia Koliousi: Fachärztin für Neurologie. Ihr medizinisches Interesse gilt dem gesamten Spektrum neurologischer Erkrankungen. Besondere Schwerpunkte liegen in der patientenorientierten Diagnostik und der individuellen Therapieplanung.

Schwerpunkte der Praxis

Im Vordergrund der Tätigkeit der Praxis Hartung steht der Erhalt und die Wiederherstellung der Gesundheit. Ein wesentlicher Teil der Arbeit ist die Begleitung chronisch erkrankter Patienten mit dem Ziel, Lebensqualität zu erhalten und stets beratend zur Seite zu stehen. Die Praxis bietet ein breites Spektrum an neurologischen Leistungen an, darunter:

  • Diagnostik: Die Praxis verfügt über moderne diagnostische Geräte, um neurologische Erkrankungen frühzeitig und präzise zu erkennen. Dazu gehören unter anderem EEG (Elektroenzephalographie), EMG (Elektromyographie), evozierte Potentiale und Ultraschalluntersuchungen der hirnversorgenden Gefäße.
  • Therapie: Die Praxis bietet ein breites Spektrum an therapeutischen Möglichkeiten, um neurologische Erkrankungen zu behandeln. Dazu gehören unter anderem medikamentöse Therapien, Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie.
  • Neuro-Rehabilitation: Die Praxis bietet auch Neuro-Rehabilitation an, um Patienten nach neurologischen Erkrankungen oder Verletzungen zu helfen, ihre Fähigkeiten wiederzuerlangen und ihre Lebensqualität zu verbessern.

Neuro-Rehabilitation im Detail

Neuro-Rehabilitation ist ein Bereich der Neurologie, der immer wichtiger wird, weil die Akutversorgung aus regulatorischen Gründen immer kürzer und eingeschränkter wird. Neuro-Rehabilitation hat dabei zwei Aspekte:

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  1. Fortführung der Therapien: Therapien werden fortgeführt, Komplikationen gemanagt, Ursachen erkannt und Wiedererkrankungen vorgebeugt.
  2. Training von Unabhängigkeit und Teilhabe: Unabhängigkeit und Teilhabe am alten Leben wird gezielt trainiert und gefördert.

Dieses Wiedererlernen ist deswegen möglich, weil unser Gehirn ein komplexes Lernorgan ist. Komplexität bedingt Lernen und Lernen bedingt Komplexität. Nach einer Gehirnverletzung ist unser Gehirn in besonderer Weise in der Lage neu und wieder zu lernen. Das ist die Grundlage der Funktionserholung. Es ist ein bisschen so, wie bei einem Neugeborenen, der auch sehr viel aufnehmen und lernen kann.

Für wen ist Neuro-Rehabilitation sinnvoll?

Neuro-Rehabilitation ist sinnvoll für Menschen, die einen Schlaganfall, eine Gehirnblutung, einen Hirnunfall, Erstickungsschädigungen des Gehirns oder eine Nervenentzündung hatten. Wer eine Neuro-Rehabilitation bekommt, ist eine knifflige Frage, weil leider nicht alle, die davon profitieren würden, eine Therapie erhalten, weil das System etwas undurchsichtig ist und man sich als Betroffener, Familienangehöriger oder behandelnder Arzt anstrengen muss, um an eine solche Neuro-Rehabilitation heranzukommen. Leider hört man immer wieder, dass die Betroffenen zu krank für eine Neuro-Rehabilitation seien.

Wichtige Prinzipien der Neuro-Rehabilitation

Eine gute Neuro-Rehabilitation beachtet vier K‘s:

  1. Kausa: Warum ist etwas passiert? Warum ist der Schlafanfall aufgetreten? Was kann ich machen, damit es nicht wieder passiert?
  2. Komplikationen: Wer im Bett liegt verliert Muskelmasse, wird schwach, die Knochen werden weniger belastbar, das Herz verliert Pumpleistung und der Stoffwechsel ist auch beeinträchtigt. Also müssen diese Komplikationen bekannt sein. Es muss auch auf Gerinnselneigung und Infektionsneigung geschaut werden. Patienten müssen aktiviert und mobilisiert werden.
  3. Kompetenzen: Beeinträchtigtes Gehen, Greifen, Schlucken und Sprechen müssen, so früh, gezielt und intensiv wie möglich trainiert werden.

Neuro-Enhancement in der Rehabilitation

Neuro-Enhancement gehört zu einer modernen und guten Neuro-Rehabilitation. Es ist ein bisschen in Verruf geraten, durch solche Begriffe wie Gehirndoping. Aber im Krankenhausbereich ist Neuro-Enhancement ein Segen. Warum? Verletzungen des Gehirns oder der Nerven betreffen nicht nur die Funktionen wie Motorik, Fühlen oder Sprache, sondern Gehirnverletzungen können auch Wachheit, Antrieb und Stimmung beeinträchtigen und da Patienten aktiv sein müssen und anstrengend trainieren müssen, sind solche Stimmungsbeeinträchtigungen oder Wachheitsbeeinträchtigungen, die meistens durch Mangel an Botenstoffen verursacht sind, sehr problematisch.

Rolle von Robotern in der Neuro-Rehabilitation

Roboter sind viel Technologie und sehr teuer, aber sie helfen bei einer Neuro-Rehabilitation enorm, denn Patienten, die sich noch nicht selbst aufrechthalten können, erlauben Roboter zum Beispiel, dass diese Patienten unterstützt werden und bereits gehen und greifen üben. So helfen die Roboter den Physiotherapeuten und Ergotherapeuten, früher, intensiver und mehr mit diesen Patienten zu trainieren.

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Dauer der Rehabilitation nach einem Schlaganfall

Es gibt keine festgelegten Zeiträume für Rehabilitationen. Rehabilitation ist sehr teuer, weil ein großes Team von Experten in einem koordinierten Orchester mit dem Betroffenen trainiert. Deswegen wird dieses große Team eingesetzt, solange wir sehen, dass ein Mensch sich verbessert, unabhängiger wird und mehr Teilhabe hat.

Was geschieht nach der Entlassung aus der Klinik?

Nach der Entlassung aus der Klinik können zwei Dinge passieren:

  1. Inaktiver Lebensstil: Patienten können wieder in ein inaktiven Lebensstil fallen und die Erkrankung verdrängen. Das ist nicht gut, weil sich dann die Einschränkungen nicht verbessern, weil Funktonen nicht trainiert werden, die Menschen schwächer werden, das Sturzrisiko sich erhöht, Schmerzen sich entwickeln und Depressionen sich entwickeln können.
  2. Aktiver Lebensstil: Andere Patienten schaffen es, aktiver zu bleiben und das Leistungsniveau, was sie erreicht haben, fortzuschreiten oder auszubauen und wieder ein sehr befriedigendes Leben zu führen.

Erfolgsfaktoren der Neuro-Rehabilitation

Der Erfolg einer Neuro-Rehabilitation, also der Wiedergewinnung an Selbstständigkeit und der Möglichkeit am alten Leben teilzunehmen, hängt natürlich davon ab, wie gut das Neuro-Rehabilitationteam ist und wie die Klinik ausgestattet ist. Es hängt natürlich auch davon ab, wie groß eine Gehirnschädigung war und wo eine Gehirnschädigung lag. Und wir wissen mittlerweile auch, dass der Gesundheitszustand vor einer Gehirnverletzung, zum Beispiel vor einem Schlaganfall ganz wichtig ist. Wenn jemand Risikofaktoren hatte, wie Bluthochdruck, geraucht hat, übergewichtig war und das Alter spielt auch eine Rolle. So ist auch das Gehirn, das verlorene Funktionen übernehmen kann, beeinträchtigt. Und auch dann sehen wir, dass der Erfolg beeinträchtigt ist. Also wenn sie wollen, können Sie sagen, eine Rehabilitation fängt vor der eigentlichen Erkrankung an.

Beitrag von Patienten und Angehörigen zum Erfolg

Der Patient selbst trägt das allermeiste zu einer Rehabilitation bei. Denn es geht um Training und Wiedererlernen und das muss letztendlich der Betroffene mit ärztlicher, pharmakologischer, technologischer und Expertenunterstützung bewerkstelligen. Auch mit der Unterstützung der Familie, die den Patienten trösten, bestärken, ihm Ausblick und Aussicht bieten.

Wer hilft Patienten und Angehörigen?

Die Ärzte stehen für Hilfe und Informationen zu Verfügung. Die Therapeuten, die trainieren und den Patienten sehr gut kennen, stehen beratend zur Verfügung. Es gibt in Neuro-Rehabilitationszentren Sozialarbeitern und vielfältige Beratungen, die auch die Hilfe für zu Hause ermöglichen.

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Vorbeugung

Um zum Beispiel einen erneuten Schlaganfall zu vermeiden, kann man das tun, was man im Leben auch macht, um Ereignisse zu vermeiden und sich fragen, warum es passiert ist. Schlaganfälle haben eine Ursache. Ursachen wie Herzrhythmusstörungen können behandeln werden. Dafür muss man die Ärzte fragen und dafür manchmal auch mal nachlesen und schauen, ob die Ursache erkannt worden ist und behandelt wurde. Nehme ich Medikamente dagegen ein? Welche Medikamente muss ich regelmäßig einnehmen? Ich kann meinen Blutdruck messen und zum Arzt gehen und sagen, mein Blutdruck ist so hoch, machen Sie was dagegen .Ich kann selbst sehr viel tun. Wenn ich zum Beispiel einen katastrophalen Schlaganfallrisikofaktor wie das Rauchen habe, kann ich mit dem Rauchen aufhören. Ich kann auch Hilfe suchen, um mit dem Rauchen aufzuhören.

Neue Entwicklungen in der Neuro-Rehabilitation

In den nächsten drei bis fünf Jahren werden wir bessere biologische neurophysiologische Therapien bekommen. Wir werden unterstützende Medikamente bekommen. Wir werden intelligentere Strategien entwickeln und neurophysiologische Intervention bekommen auf der einen Seite. Auf der anderen Seite werden wir auch sehen, dass die Prozesse wichtiger sind, der Informationsfluss von den notfallversorgenden Ärzten zu den Neuro-Rehabilitationen zu den nachbehandelnden Ärzten.

Erwartungen für die nächsten Jahre

In den nächsten 3-5 Jahren werden wir auf der einen Seite bessere, biologische, neurophysiologische Therapie bekommen. Auf der anderen Seite werden wir aber sehen, dass die Prozesse wichtig sind. Der Informationsfluss von den notfallversorgenden Ärzten zur Neuro-Rehabilitation, zu den nachbehandelnden Ärzten, das muss besser zusammengebracht werden.

Das Leistungsspektrum im Detail

Die Neuropraxis Fischeln bietet ein umfassendes Leistungsspektrum zur Diagnostik und Therapie neurologischer Erkrankungen an. Dazu gehören unter anderem:

  • Elektrophysiologische Untersuchungen:
    • EEG (Elektroenzephalographie): Messung der Hirnströme zur Diagnostik von Epilepsie, Schlafstörungen und anderen neurologischen Erkrankungen.
    • EMG (Elektromyographie): Messung der Muskelaktivität zur Diagnostik von Nerven- und Muskelerkrankungen.
    • NLG (Nervenleitgeschwindigkeit): Messung der Nervenleitgeschwindigkeit zur Diagnostik von Nervenschädigungen.
    • Evozierte Potentiale (VEP, AEP, SEP): Messung der Hirnaktivität als Reaktion auf bestimmte Reize zur Diagnostik von Sehstörungen, Hörstörungen und Sensibilitätsstörungen.
  • Ultraschalluntersuchungen:
    • Doppler- und Duplexsonographie der hirnversorgenden Gefäße: Untersuchung der Blutgefäße, die das Gehirn versorgen, zur Diagnostik von Durchblutungsstörungen und Gefäßerkrankungen.
  • Liquordiagnostik: Untersuchung des Nervenwassers zur Diagnostik von Entzündungen, Infektionen und anderen Erkrankungen des Nervensystems.
  • Botulinumtoxin-Therapie: Behandlung von Muskelverkrampfungen (z.B. bei Dystonie oder Spastik) mit Botulinumtoxin.
  • Infusionstherapien: Behandlung von neurologischen Erkrankungen mit Infusionen (z.B. bei Multipler Sklerose oder Migräne).
  • Psychometrische Testungen: Durchführung von psychologischen Tests zur Diagnostik von kognitiven Beeinträchtigungen (z.B. bei Demenz oder nach Schlaganfall).

Kooperationen und wissenschaftliche Tätigkeit

Die Praxis Hartung pflegt Kooperationen mit verschiedenen Kliniken und Forschungseinrichtungen, um eine optimale Versorgung der Patienten zu gewährleisten und an neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen teilzuhaben. Dr. Belke ist beispielsweise weiterhin wissenschaftlicher Mitarbeiter des Epilepsiezentrums Hessen der Universität Marburg. Prof. Dr. Dr. med. Diamandis Toutzaris war wissenschaftlicher Mitarbeiter der Neurologischen Klinik, Universitätsklinikum Düsseldorf (Prof. Dr. med. H.-P. Hartung) und Prüfarzt in zahlreichen klinischen Studien zur Multiplen Sklerose.

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