Die Neurologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems befasst. Dazu gehören das Gehirn, das Rückenmark, die peripheren Nerven und die Muskeln. Die Neurologische Klinik in Mainz bietet ein breites Spektrum an spezialisierten Leistungen an.
Spezialisierungen und Schwerpunkte
Die Neurologische Klinik in Mainz zeichnet sich durch verschiedene Spezialisierungen und Schwerpunkte aus, die eine umfassende Versorgung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen ermöglichen.
Gedächtnisambulanzen
Gedächtnisambulanzen sind spezialisiert auf die Diagnostik von Gedächtnisproblemen. Ärztinnen, Ärzte und andere Fachkräfte untersuchen dort, welche Ursachen den Gedächtnisproblemen zugrunde liegen und ob eine Demenzerkrankung wie Alzheimer vorliegt. In Deutschland gibt es rund 160 dieser Einrichtungen, die auch als Memory Kliniken oder Gedächtnissprechstunden bezeichnet werden. Die Überweisung erfolgt durch die Hausärztin oder den Hausarzt. Mit den neuen Alzheimer-Medikamenten kommt den Gedächtnisambulanzen eine zusätzliche Rolle zu: Erste Zentren koordinieren bereits die notwendigen Schritte für eine mögliche Behandlung mit Leqembi oder Kisunla und begleiten die erforderlichen Untersuchungen.
Einige Gedächtnisambulanzen in Deutschland sind:
- Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden, Universitäts-Gedächtnisambulanz
- Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzig, Gedächtnisambulanz
- Helios Park-Klinikum Leipzig Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Psychiatrische Institutsambulanz - Gedächtnissprechstunde
- Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik Altenburg, Gerontopsychiatrische Ambulanz / Gedächtnissprechstunde Altenburg
- Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Universitätsklinikums Halle, Gedächtnissprechstunde
- Universitätsklinikum Halle (Saale), Klinik und Poliklinik für Neurologie, Neurologie-Ambulanz, Gedächtnissprechstunde
- Universitätsklinikum Jena - Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Gedächtnissprechstunde Psychiatrische Ambulanz
- Gedächtniszentrum des Universitätsklinikums Jena, Klinik für Neurologie (in Kooperation mit der Klinik für Psychiatrie)
- HELIOS Klinikum Aue, Gedächtnissprechstunde
- Psychiatrische Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig- Krankenhaus, Gedächtnissprechstunde
- Charité Mitte Psychiatrische Institutsambulanz, Gedächtnissprechstunde
- Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge Abt. Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Gedächtnisambulanz
- Friedrich von Bodelschwingh-Klinik, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
- Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Modul Altersmedizin
- Charité Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Neurologie, MVZ Neurologie
- St. Joseph Krankenhaus Berlin-Weißensee, Memory-Klinik
- Charité - Universitätsmedizin Berlin Campus Berlin Buch, Gedächtnissprechstunde
- Ernst von Bergmann Klinikum, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Institutsambulanz 2 / Gedächtnissprechstunde
- Asklepios Fachklinikum Brandenburg Klinik für Gerontopsychiatrie, Gedächtnissprechstunde
- Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Gedächtnissprechstunde
- Asklepios Fachklinik Teupitz Klinik für Psychiatrie, Psychologie und Psychosomatik, Gedächtnissprechstunde
- Martin Gropius Krankenhaus GmbH Psychiatrische Institutsambulanz für Erwachsene, Memory-Klinik
- Ev. Krankenhaus Bethanien gGmbH Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Memory-Klinik
- Gedächtnissprechstunde / Forschungsambulanz Universitätsmedizin Rostock Sektion für Gerontopsychosomatik und dementielle Erkrankungen an der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin, Gedächtnissprechstunde
- Helios Kliniken Schwerin GmbH, Klinik für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie
Huntington-Krankheit
Ein weiterer Schwerpunkt der Neurologischen Klinik ist die Huntington-Krankheit. Dies umfasst die Identifizierung von Modifikatoren der Huntington-Krankheitsprogression. Die Klinik bietet eine umfassende Betreuung von Patienten mit Huntington-Krankheit, einschließlich Diagnostik, Therapie und genetischer Beratung. Es werden verschiedene Aspekte der Erkrankung untersucht, darunter:
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- Kognitive Funktionen: Veränderungen der kognitiven Kontrolle im präsymptomatischen Stadium der Huntington-Krankheit.
- Motorische Funktionen: Analyse der Gang- und Körperhaltung bei Patienten mit manifester und präsymptomatischer Huntington-Krankheit.
- Sprachliche Fähigkeiten: Untersuchung der motorischen Sprechleistung bei Huntington-Patienten.
- Behandlung: Einsatz von Cannabinoiden zur Behandlung von Dystonie bei Huntington-Krankheit.
Die Klinik beteiligt sich an klinischen Studien zur Erprobung neuer Therapieansätze für die Huntington-Krankheit, wie beispielsweise die zielgerichtete Reduktion der Huntingtin-Expression. Auch werden chirurgische Therapieansätze wie die tiefe Hirnstimulation des Pallidums bei juveniler Huntington-Krankheit untersucht.
Weitere neurologische Erkrankungen
Neben den genannten Schwerpunkten behandelt die Neurologische Klinik auch ein breites Spektrum weiterer neurologischer Erkrankungen, darunter:
- Friedreich-Ataxie: Untersuchung struktureller Veränderungen des zentralen Nervensystems mittels MRT.
- Bewegungsstörungen: Einsatz der tiefen Hirnstimulation bei Bewegungsstörungen.
- Schmerz: Behandlung von chronischen Schmerzen, wie beispielsweise Rückenschmerzen aufgrund von Superficial Siderosis.
Orthopädie
Neben Arbeits- und Wegeunfällen (D-Arzt-Verfahren) diagnostizieren und behandeln wir vor Ort alle angeborenen und erworbenen Veränderungen des Bewegungsapparates - wie beispielsweise die Arthrose. Zum Bewegungsapparat gehören die Gelenke, Wirbelsäule, Muskeln, Sehnen, Bänder, Nerven und Gefäße. Im Medzentrum Fürth stellt die konservative, ambulante Therapie ein wichtiges Behandlungsprinzip dar. Zu unseren Leistungen gehören neben Röntgendiagnostik, Ultraschall, Gipsverbänden, Tape-Behandlungen, Orthesenversorgung auch die Elektrotherapie. Eine Knochendichtemessung (DXA-Verfahren) kann ebenfalls in unseren Räumen durchgeführt werden. Nach einem Arbeits- oder Wegeunfall müssen Verletzte grundsätzlich einen sogenannten Durchgangsarzt bzw. D-Arzt aufsuchen. Auf diese Weise wird sicher gestellt, dass Versicherte schnell die bestmögliche Behandlung erhalten. Durchgangsärzte sind Fachärzte für Chirurgie oder Orthopädie mit besonderen Kenntnissen und Erfahrungen auf dem Gebiet der Unfallmedizin. Im Medzentrum Fürth führen Alexandros Samizopoulos, Dr. Fadel und Dr. Graf die fachärztliche Erstversorgung durch und entscheiden, ob eine Weiterbehandlung durch den Hausarzt ausreicht oder ob eine fachärztliche Behandlung notwendig ist. Diese kann der D-Arzt selbst durchführen oder die Überweisung an weitere Fachärzte oder in eine entsprechend ausgestattete Klinik veranlassen. Mit Dr. Tumoren der Hand und des Handgelenkes (z.B. Bandverletzungen an der Hand (z.B. Kindliche Fehlbildungen an der Hand (z.B.
Forschung
Die Neurologische Klinik in Mainz ist auch in der Forschung aktiv und beteiligt sich an verschiedenen Studien zur Verbesserung der Diagnostik und Therapie neurologischer Erkrankungen. Ein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Untersuchung von Biomarkern, die frühzeitig Hinweise auf neurologische Erkrankungen geben können.
Einige Beispiele für Forschungsaktivitäten sind:
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- Adenosin-A₁-Rezeptoren: Untersuchung der zerebralen Adenosin-A₁-Rezeptoren bei Patienten mit manifester und präsymptomatischer Huntington-Krankheit mittels PET.
- BDNF: Untersuchung der Expression von Brain-Derived Neurotrophic Factor (BDNF) in Astrozyten und dessen Auswirkungen auf Huntington-Modelle.
- Angiotensin II Typ 1 Rezeptor Autoantikörper: Detektion von Angiotensin II Typ 1 Rezeptor Autoantikörpern bei Huntington-Patienten.
- Genetische Faktoren: Untersuchung genetischer Faktoren, die den Beginn der Huntington-Krankheit beeinflussen.
- NPY und NPY2R: Untersuchung des Zusammenhangs zwischen dem Alter des Beginns der Huntington-Krankheit und funktionellen Promotorvarianten in NPY und NPY2R.
- CNR1: Untersuchung des Zusammenhangs zwischen CNR1-Variationen und dem Alter des Beginns der Huntington-Krankheit.
- ATG7: Untersuchung, ob der V471A-Polymorphismus im Autophagie-Gen ATG7 das Erkrankungsalter bei italienischen Huntington-Patienten verändert.
Kooperationen
Die Neurologische Klinik in Mainz kooperiert mit anderen Kliniken und Forschungseinrichtungen, um eine optimale Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Dazu gehören Kooperationen mit:
- Ruhr-Universität Bochum: Zusammenarbeit im Bereich der Huntington-Forschung.
- European Huntington Disease Network (EHDN): Teilnahme an europäischen Studien zur Huntington-Krankheit.
- Huntington Study Group (HSG): Beteiligung an internationalen Studien zur Huntington-Krankheit.
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