Die Neurologie in Remscheid bietet ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen für Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur. Ein wichtiger Baustein hierbei ist die Magnetresonanztomographie (MRT), die an verschiedenen Standorten in Remscheid durchgeführt wird. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die neurologische Versorgung in Remscheid, die Rolle der MRT und die beteiligten Institutionen.
Demographischer Wandel und die Bedeutung der Altersmedizin
Der demographische Wandel in Deutschland, mit einer Verdopplung der Anzahl der über 65-Jährigen in den letzten hundert Jahren, stellt die Medizin vor große Herausforderungen. Eine ganzheitliche Behandlung ist erforderlich, wie sie die Altersmedizin (Geriatrie) an der Sana Fabricius-Klinik Remscheid seit vielen Jahren erfolgreich anbietet. Hier werden ältere Patienten mit orthopädischen, internistischen, neurologischen, chirurgischen, rheumatologischen und psychiatrischen Diagnosen behandelt. Ziel ist ein umfassendes Therapieangebot, bei dem auch die seelische Verfassung und die soziale Situation berücksichtigt werden. Die wichtigsten Ziele jeder geriatrischen und orthopädischen Behandlung an der Sana Fabricius-Klinik Remscheid sind die Linderung akuter Beschwerden, die Wiederherstellung höchstmöglicher Selbstständigkeit und die Verhinderung von Pflegebedürftigkeit.
Die Neurologische Klinik am Sana-Klinikum Remscheid
Die Neurologische Klinik des Sana-Klinikums Remscheid versorgt 41 Betten, darunter 6 Betten auf der Stroke Unit, die von der Deutschen Schlaganfall-Hilfe zertifiziert ist. Weitere Betten befinden sich auf der konservativen interdisziplinären Privatstation sowie auf der interdisziplinären Intensivstation und der Intermediate Care Station. Insgesamt betreut die Neurologische Klinik etwa 50 bis 60 Patienten.
Die Hauptaufgabe der Neurologischen Klinik besteht in der Versorgung stationärer Patienten mit Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems sowie der Muskulatur. Zu den Leistungsschwerpunkten gehören:
- Schlaganfälle (zertifizierte Stroke Unit)
- Epilepsien
- M. Parkinson
- Hirntumore
- Multiple Sklerose
- Chronische oder akute Schmerzsyndrome
- Rückenschmerzen
- Bandscheibenvorfälle
- Hirnhautentzündung (Meningitis)
- Neuromuskuläre Krankheiten
- Polyneuropathien
- Guillain-Barré-Syndrom
- Muskelkrankheiten
- Demenzen
Auf der Stroke Unit werden Patienten mit akutem Schlaganfall aufgenommen, untersucht und behandelt. Besondere Kompetenz besteht in der Akuttherapie. Eine Auswertung des Instituts für Qualität im Gesundheitswesen Nordrhein (IQN) aus dem Jahr 2006 hob den kurzen Zeitraum zwischen dem Eintreffen im Krankenhaus und der Lysetherapie hervor.
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MRT-Standorte in Remscheid und ihre Leistungen
Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist ein wichtiges bildgebendes Verfahren in der Neurologie, um detaillierte Darstellungen des Gehirns, des Rückenmarks und der Nerven zu erhalten. In Remscheid gibt es verschiedene Standorte, die MRT-Untersuchungen anbieten:
Med 360° Standort Remscheid
Der Med 360° Standort Remscheid befindet sich in der ehemaligen Röntgenabteilung des Sana Klinikums Remscheid und besteht seit 2010. Hier werden ambulante Patienten aus dem Umkreis und stationäre Patienten des Sana Klinikums Remscheid betreut. Die enge räumliche und kollegiale Verzahnung mit dem Klinikum ermöglicht kurze Wege zu den Fachabteilungen.
Der Standort verfügt über eine moderne Geräteausstattung, darunter zwei 1,5 Tesla MRT, ein 128 Zeilen CT und ein 16 Zeilen CT sowie zwei Röntgenarbeitsplätze und eine Durchleuchtung. Es werden Untersuchungen aller Körperregionen angeboten. Über das interne Med 360° Netzwerk können Befunde mit Kollegen aus anderen Standorten oder Fachbereichen besprochen und/oder Spezialisten herangezogen werden.
Radiologie Remscheid Sana-Klinikum
Das MVZ für Radiologie und Nuklearmedizin befindet sich im Erdgeschoss des Zentralgebäudes des Sana-Klinikums. Hier werden folgende Leistungen angeboten:
- Konventionelle Röntgendiagnostik
- Dünndarmdarstellung
- Gallenblasenuntersuchung
- Colonkontrasteinlauf
- Durchleuchtungsuntersuchung des Magen-Darm-Trakts
- Nierenuntersuchung mittels Röntgenverfahren
- Speiseröhren- (Oesophagus-) Untersuchung
- Computertomographie (CT) des gesamten Körpers, einschließlich CT-gesteuerter Punktionen mit Probeentnahmen
- Kardio-CT
- Kernspintomographie (MRT) aller Körperregionen, einschließlich MRT Kopf, MRT Knie und MRT Herz (Kardio MRT)
Brustdiagnostik 360° in der Alleestrasse
Der Standort Brustdiagnostik 360° in der Alleestrasse in Remscheid (ehemals Dünkelohklinik) ist spezialisiert auf die Diagnostik der weiblichen und männlichen Brust. Hier kommt eine digitale Vollfeld-Detektor-Mammographie mit minimaler Strahlenexposition zum Einsatz. Es werden auch hochauflösende Brustultraschalluntersuchungen (3D/4D) mit Farbdoppleruntersuchungen und Elastographien durchgeführt. Auffällige Befunde können mittels minimalinvasiver Biopsieverfahren abgeklärt werden.
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Weitere diagnostische und therapeutische Leistungen
Neben der MRT werden in Remscheid weitere diagnostische und therapeutische Leistungen angeboten, darunter:
- Aneurysmacoiling
- Ballonkatheterdilatation (PTA)
- Brust-Volumen-Scanner (ABVS)
- Chemoembolisation von Tumoren
- Chemonukleolyse/CT
- Colon-CT
- Computertomographie (CT)
- CT-Angiographie
- CT-gesteuerte Biopsien/Drainagen
- CT-gesteuerte Sympathikolysen
- Direkte CT-Arthrographie
- Direkte MR-Arthrographie
- Digitale Mammographie
- Doppler, 3D/4D, Elastographie
- DSA
- Epidurale Therapie (PRT)/CT
- Facetteninfiltrationen/CT
- Fisteldarstellungen
- Ganzkörper MRT
- Galaktographie
- Gefäßdarstellung
- Hydro-MRT (MR-Sellink)
- Intradiskale Therapie/CT
- Kardio-CT
- Kardio-MRT
- Knochendichtemessung (DXA)
- Krebsfrüherkennung
- Myelo-CT
- MR-Angiographie
- MRT-Mamma
- Offenes MRT
- Periradikuläre Therapie (PRT)/CT
- Prostata-MRT
- Radiofrequenzablation
- Röntgen
- Shuntangiographien
- Teilkörper-MRT
- Ultraschall
- Ultraschall gesteuerte Biopsie
- Vakuum-Assistierte-Biopsie (VAB) / Tomobiopsie
- Vertebroplastie / Kyphoplastie/CT
- 3D-Rekonstruktionen
Anbindung und Erreichbarkeit
Das Sana-Klinikum Remscheid ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Aus Richtung Innenstadt (Friedrich-Ebert-Platz) erreicht man das Klinikum mit der Buslinie 653, Richtung Ehringhausen. Die Haltestelle befindet sich unmittelbar vor dem Klinikum.
Mit dem Auto aus Richtung Köln oder Dortmund über die A1 kommend die Abfahrt „Remscheid“ nehmen und rechts auf die B 229 in Richtung Remscheid-Zentrum fahren. Nach ca. 1 km nach einer kleinen Anhöhe links abbiegen und dabei auf der Lenneper Straße bleiben - Richtung SG-Burg, Wermelskirchen, Bliedinghausen, Krankenhaus. Bis zum Zentralpunkt geradeaus, dann der Straßenführung geradeaus folgen. Nach ca. 2 km befindet sich das Sana-Klinikum Remscheid auf der linken Seite.
Patienteninformation
Für Patienten, die erstmalig in einer der radiologischen Einrichtungen in Remscheid vorstellig werden, ist es wichtig, folgende Dokumente mitzubringen:
- Eine gültige Krankenversichertenkarte
- Eine gültige Überweisung
- Bereits existierende Vorbefunde (Arztbriefe aus Krankenhäusern bzw. von niedergelassenen Kollegen, Röntgen-/CT-/MRT-Bilder und die Befunde dazu, ggf. auch vorliegende Laborwerte und/oder OP-Berichte)
Es wird gebeten, vereinbarte Termine wahrzunehmen oder rechtzeitig telefonisch abzusagen, da andere Patienten möglicherweise auf einen Termin warten.
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Ärzte und ihre Spezialisierungen
Prof. Dr. med. Ulrich Sliwka ist ein erfahrener Neurologe am Sana-Klinikum Remscheid. Er ist spezialisiert auf die Behandlung von Schlaganfällen (zertifizierte Stroke Unit), Epilepsien, Meningitis, Enzephalitis, Akutneurologie einschließlich neurologischer Intensivmedizin, peripher-neurologischen Erkrankungen wie fokale Neuropathien und Wurzelkompression, Schmerztherapie bei neuropathischen Schmerzen und anderen Schmerzsyndromen sowie Bewegungsstörungen wie komplizierte Einstellungen bei M. Parkinson.
Patienten loben Prof. Dr. Sliwka für seine fachliche Kompetenz, seine Empathie und seine Fähigkeit, Befunde verständlich zu erklären. Auch das Pflege-, Ergo- und Physioteam sowie die weiteren Versorgungsmitarbeiterinnen werden positiv erwähnt.
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