Osteopathie: Migräne, Erstverschlimmerung und mehr – Ein umfassender Überblick

Die Osteopathie ist eine manuelle Behandlungsmethode, die sich in der Praxis hauptsächlich auf Schmerzen, Funktionsstörungen und allgemeine Probleme des Bewegungsapparates konzentriert. Dabei verfolgt sie einen ganzheitlichen Ansatz. Dieser Artikel beantwortet häufige Fragen zur Osteopathie, von den Grundlagen bis zu möglichen Nebenwirkungen wie der Erstverschlimmerung bei Migräne.

Was ist Osteopathie?

Der Begriff "Osteopathie" stammt von A.T. Still und setzt sich aus den griechischen Wörtern "Osteon" (Knochen) und "Pathos" (Leiden) zusammen. Die osteopathische Therapie ist ein ganzheitliches Diagnose- und Therapieverfahren, dessen Grundlagen auf den Arzt Dr. A.T. Still (ab ca. 1874) zurückgehen. Ganzheitlich, weil - je nach Symptom(en) - mehrere Aspekte körperlicher und/oder seelischer Natur in die Diagnose und Therapie einbezogen werden. Typische Beschwerden, die mit osteopathischen Techniken behandelt werden können, sind akute und chronische Schmerzen des gesamten Bewegungsapparates, insbesondere der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule („Ischias / Hexenschuss“). Die osteopathischen Techniken sind manuelle - also mit den Händen ausgeführte - Techniken, zu denen auch die Methoden der Chirotherapie und der klassischen manuellen Medizin gehören. Durch gezielte Anwendung osteopathischer Techniken an Muskeln, Sehnen, Bindegewebe (Faszien), Haut, Nerven, Knochen und Organen wird der Körper in die Lage versetzt, Selbstheilungsprozesse zu aktivieren und in sein gesundheitliches Gleichgewicht zurück zu finden.

Kosten einer osteopathischen Behandlung

Die Kosten für eine osteopathische Behandlung variieren je nach Aufwand und Art der Behandlung. Hier eine Übersicht:

  • Erstanamnese und Behandlung chronischer Beschwerden: ca. 90 bis 190 € (30-70 Minuten)
  • Folgebehandlungen: ca. 30 bis 145 € (10-45 Minuten)
  • Behandlungen von Säuglingen und Kindern: ca. 40 bis 110 € (10-30 Minuten)
  • Kurze Behandlungen bei akuten Schmerzen: ca. 20 - 75€ (5-15 Minuten)

Kostenerstattung durch Krankenkassen

Die Abrechnung der Behandlungen erfolgt privat gemäß der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Private Krankenkassen übernehmen in der Regel die vollen Kosten. Viele gesetzliche Krankenkassen erstatten einen Teil der Kosten. Informationen dazu finden Sie unter www.osteokompass.de oder direkt bei Ihrer Krankenkasse.

Ist Osteopathie gefährlich?

Manuelle osteopathische Verfahren sind nicht gefährlich. Die Behandlung wird so ausgeführt, dass die Bewegungsausschläge an den Gelenken oder der Wirbelsäule niemals über den natürlichen Bewegungsumfang hinaus gehen. D.h. kein Körperteil wird unnatürlich oder in größerem Umfang bewegt als Sie es nicht auch selbst tun könnten und oftmals bereits getan haben. Im Rahmen der Behandlung durch den Arzt können sich allerdings die ausgeführten Bewegungsabfolgen und Geschwindigkeiten von den eigenen aktiven Bewegungsmöglichkeiten unterscheiden. Bei manchen Therapieverfahren wird gerade hierdurch der therapeutische Effekt erzielt.

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Nebenwirkungen osteopathischer Behandlungen

Die Anwendung osteopathischer Techniken kann manchmal zu unerwünschten Wirkungen wie Muskelschmerzen, Gelenksteifigkeit, Müdigkeit oder Schmerzverstärkung führen. Dies kommt ab und zu vor, tritt dann nach Stunden bis 2 Tagen auf und verschwindet in der Regel wieder innerhalb von Stunden bis 2 oder 3 Tagen. Solche Reaktionen - auch wenn sie unangenehm sein können - sind meist ein gutes Signal! Der Körper reagiert offensichtlich auf die Therapie.

Kontraindikationen

Die Grenzen der Osteopathie sind erreicht, wenn die manuelle Annäherung an den Patienten nicht für die Erkrankung oder Problematik des Patienten angemessen ist. Akute lebensbedrohliche Notfallsituationen oder schwere Erkrankungen wie z.B. Tumorleiden gehören nicht in erster Linie zum Tätigkeitsbereich osteopathischer Medizin. Als begleitende Maßnahmen können osteopathische Behandlungen aber sehr wohl von hohem Wert sein. Beispielsweise kann die Osteopathie bei intensivmedizinisch versorgten Patienten (z. B. Frühgeborenen in der Neonatologie) unterstützen oder als Ergänzung zu einer Krebsbehandlung den Allgemeinzustand der Patienten stabilisieren und verbessern. Auch manuelle Behandlungen wie die Manipulation - oftmals "Einrenken" genannt - gehören zum Spektrum der osteopathischen Behandlung. Osteoporose, schwere Infektionen an Knochen oder Knochenbrüche sind z.B. Kontraindikationen für die Durchführung von Manipulationen.

Behandlungsdauer

Die Behandlung akut aufgetretener Schmerzen an der Lendenwirbelsäule und dem Kreuzbein, wie z.B. ein am Morgen oder Vorabend erlittener, sehr schmerzhafter und einschränkender "Hexenschuss", ist oftmals innerhalb von 10-15 Minuten behandelbar und benötigt oft keine Folgebehandlung.Für die Behandlung chronischer oder rezidivierend (wiederkehrend) auftretender Schmerzen ist eine umfangreichere Untersuchung und Anamnese sinnvoll. Hier sind 50-70 Minuten bei einem ersten Termin und 30-60 Minuten bei evtl. erforderlichen Folgeterminen nicht ungewöhnlich.

Grundprinzipien der Osteopathie

  • Im Menschen besteht eine dynamische Wechselbeziehung zwischen Körper, Geist und Seele.
  • Eine Eigenschaft dieser dynamischen Wechselwirkung besteht in der Möglichkeit des Körpers zu Selbstheilung und Selbstregulation. Es gibt viele innere und äußere Einflüsse, die diese Möglichkeit schwächen und auf diese Weise die Entstehung einer Krankheit begünstigen können.
  • Das Neuromuskuloskelettale-System* spielt bei der Möglichkeit zur Selbstheilung und Selbstregulation eine außerordentlich bedeutsame Rolle. (* Mit dem Neuromuskuloskelettalen-System ist das Zusammenspiel aus Nerven, Muskeln, Knochen sowie das verbindende Bindegewebe (Faszien) gemeint.
  • Struktur und Funktion beeinflussen einander wechselseitig. Nur ein harmonisches Zusammenwirken aller unterschiedlichen Strukturen mit ihren spezifischen Funktionen lässt den Körper optimal und uneingeschränkt funktionieren.

Ablauf einer osteopathischen Behandlung

Die Behandlung erfolgt für jeden Patienten individuell und angepasst an das Beschwerdebild und ist - je nach persönlichem Bedarf des Patienten - sehr unterschiedlich. Eine vernünftige Behandlung basiert auf den Grundprinzipien der Osteopathie und muss „evidence-based" (auf wissenschaftlicher Grundlage) erfolgen. Die Osteopathie kann gut mit anderen Heilmethoden kombiniert werden, die die Selbstheilung und Selbstregulation unterstützen. Im Mittelpunkt steht aber immer die/der zu Behandelnde und deren/dessen Individualität (Einzigartigkeit) und dementsprechend individuelle Problematik. Diese/r übernimmt die primäre Verantwortung für ihre/seine Therapie, Gesundheit und Krankheitsvorbeugung.

Beispiele:

  • Akuter Schmerz: Ein selbstständiger 45jähriger Schreiner der sich "beim Umdrehen schlagartig den Rücken verrenkt hat". Dieser bedarf einer eingehenden aber trotzdem schnellen orientierenden Befragung, neurologischen und allgemein orientierenden Untersuchung, um strukturelle Veränderungen wie Bandscheibenprolaps (vorfall), Fraktur (Knochenbruch) oder Nervenkompression (Einengung) weitestgehend auszuschließen. Direkt anschließend erfolgt die Behandlung, um die Beschwerden zügig und effektiv deutlich zu reduzieren und die weitere Arbeitsfähigkeit zu ermöglichen. Je nach Ausprägung und Vorgeschichte können Untersuchung und Behandlung in 10-15 Minuten erfolgt sein: mittels Muskelenergietechnik und/oder HVLA und/oder Myofaszialer Behandlung, selten unterstützt durch eine Spritze, manchmal unterstützt durch Verordnung von Medikamenten.
  • Chronische Beschwerden: Eine berufstätige Mutter von 2 Kindern und regelmäßige Golfspielerin leidet vor und während der Monatsblutung unter Unterleibs- und Kopfschmerzen und manchmal niedrigem Blutdruck. Sport ist dann zumeist nicht möglich. Früher wurde auch regelmäßig gejoggt. Dabei kam es über 5 Jahre verteilt 3-4 x zu Stürzen mit späteren Schmerzen im Sprunggelenk und Prellungen beider Hände und Unterarme, die aber innerhalb von Tagen bis Wochen problemlos verheilten. Rückenschmerzen kommen immer mal wieder vor, Schmerzen an den Fersen ebenso. Manchmal ist eine Schmerztablette notwendig, die dann zumindest die Beschwerden lindert. Beim oder nach dem Golfen zieht es manchmal in der rechten Schulter und/oder Halswirbelsäule und Rücken. Das Umdrehen beim Einparken ist bei Weitem schwieriger als noch vor 10 Jahren. zu erfassen und 2.) durch eine eingehende umfassende körperliche Untersuchung sicht- und/oder tastbare Befunde zu erheben um 3.) gemeinsam Entscheidungen für die Behandlung zu treffen und diese 4.) zum Teil noch im gleichen Termin und zum Teil in evtl. mehreren weiteren Terminen umzusetzen. (Gemeinsam entscheiden bedeutet nicht, dass Sie die Qual der Wahl haben, sich für die richtige Behandlung zu entscheiden; wir wissen was zu tun ist. Gemeinsam zu entscheiden bedeutet, dass wir gemeinsam den für Sie möglichen Weg planen. Z.B. Anleitungen für Eigenübungen geben, weil andere berufliche und häusliche Termine keine Zeit für Physiotherapie lassen oder umgekehrt, ergänzende physiotherapeutische Behandlung in der Praxis, weil es mit den Eigenübungen einfach nicht klappen will. Oder ergänzende Verordnung von Medikamenten oder auch Untersuchungen, uvm).

Vorbereitung auf eine Behandlung

  1. Manuelle Therapie: Der Arzt muss den Körper betasten, nicht nur dort, wo Schmerzen bestehen. Die Ursache kann in einem anderen Bereich des Körpers liegen. Z.B. können Schmerzen an der Ferse ihre Ursache an der Lendenwirbelsäule oder dem 1sten Halswirbel haben. Darum gehört zur körperlichen Untersuchung das Entkleiden (Slip/Unterhose und BH können anbehalten werden). Wem es unangenehm oder nicht möglich ist, den direkten Hautkontakt zuzulassen oder wer schnell friert, sollte bequeme Kleidung tragen, die eine gute Beweglichkeit ermöglicht. Dies sind z.B. Sportleggins und Sport-BH und/oder Träger-T-shirt sowie dünne Socken. Wo erforderlich kann die Untersuchung durch eine solche Kleidung hindurch erfolgen.
  2. Ganzheitliche Betrachtung: Der Arzt benötigt Informationen über Ihre persönliche und Krankheitsgeschichte, z.B. Erkrankungen, Operationen, Traumata, Vorbehandlungen, etc. Es kommt nicht selten vor, dass sich scheinbar unbedeutende Details als Ursache für die Beschwerden herausstellen. Darum ist es hilfreich, möglichst viel zu erfahren und schon vor dem Behandlungstermin über die ein oder andere Frage nachzudenken. Oft hilft dies, sich zu Erinnern. Darum haben wir unsere Frage-, Aufklärungs- und Einverständnisbögen für Sie unter SERVICE / DOWNLOADS zur Verfügung gestellt oder senden Ihnen diese auch gerne per Fax oder Post zu. Sofern möglich schauen Sie sich die Bögen bereits vor dem Termin an und wir bearbeiten diese dann mit Ihnen gemeinsam in der Praxis am Behandlungstermin. Wir freuen uns aber auch, wenn wir uns auf Ihren Termin vorbereiten können und Sie die Bögen vorab ausfüllen und uns zukommen lassen (z.B. Wir versuchen soweit als möglich auf die Benutzung von Straßenschuhen in den Behandlungsräumen zu verzichten. Tragen Sie nach Möglichkeit Socken mit denen Sie auch daheim auf dem Fußboden laufen würden oder bringen andere Socken mit, wenn Sie auf fremden Böden nicht Barfuß gehen mögen. (Die Behandlungsräume sind mit gewärmten Holzfußböden ausgestattet, die mindestens 1x täglich oder zwischendurch bei Bedarf gereinigt werden).Bitte bringen Sie zum Termin alte Befunde, Aufbissschienen oder Zahnspangen sowie Behandlungsunterlagen und Aufnahmen, soweit vorhanden, mit.

Anwendungsgebiete der Osteopathie

Typische Anwendungsgebiete sind in erster Linie akute und chronische Schmerzen des Bewegungsapparates, insbesondere der Wirbelsäule und der Gelenke. Des Weiteren aber auch:

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  • Bewegungsapparat: Gelenkprobleme, Verstauchungen, Wirbelsäulenbeschwerden, Schleudertrauma, Schulter-Nackenbeschwerden uvm.
  • Internistischer Bereich: Verdauungsstörungen, Sodbrennen, Organsenkung, Operationsfolgen, funktionelle Herzbeschwerden, Reizmagen, Atemnot uvm.
  • Hals-Nasen-Ohren-Bereich: Kopfschmerzen, Migräne, Reizungen der Nasennebenhöhlen, Schwindel, Tinnitus, Kiefergelenksproblematik uvm.
  • Urogenitaler Bereich: Menstruationsbeschwerden, Schwangerschaft, Geburtsvorbereitung und -nachsorge, klimakterische Beschwerden uvm.
  • Kinderheilkunde: Geburtsbedingte Schädel- und Gesichtsverformungen, Schiefhals, KiSS-Syndrom, Skoliose, Entwicklungsverzögerungen, Lern- und Konzentrationsstörungen, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS), Kinder mit sensomotorischen Integrationsstörungen (Wahrnehmungen aus der Umwelt können nicht korrekt verarbeitet werden), Kinder mit spastischen Fehlhaltungen, chronischen Kopfschmerzen (deren Ursache neurologisch nicht erklärbar ist), uvm.

Erstverschlimmerung nach Osteopathie

Was ist eine Erstverschlimmerung?

Der Begriff "Erstverschlimmerung" ist vor allem aus der Homöopathie bekannt, wo er beschreibt, dass sich Symptome nach der Behandlung zunächst verschlimmern können. Auch in der Osteopathie kann dies vorkommen.

Warum tritt eine Erstverschlimmerung auf?

Die Osteopathie vermittelt dem Körper als Behandlungsmethode sanfte Optimierungseinflüsse. Demnach werden gezielte Techniken an die Anforderungen des Patienten ausgewählt, die die Funktionalität fördern sollen. Infolge dieser beschriebenen Vorgehensweise ist in den meisten Fällen mit Verbesserungen der Symptome sowie einer Entlastung nach den Behandlungen zu rechnen. Jedoch werden die Wirkungen der Osteopathie nicht nur während der Behandlungen entfaltet. Während bei einer osteopathischen Therapie an den Ursachen der Beschwerden angesetzt wird und damit weitreichende Veränderungen an der Statik und innerhalb des Organismus herbeigeführt werden, so muss der Körper im Nachgang einer Behandlung allerdings die Hauptarbeit verrichten: Die herbeigeführten Impulse müssen nun vom Körper aufgenommen, verarbeitet und übernommen werden. Diese Prozesse, die zum Teil unbewusst stattfinden, sind stets mit Arbeit und Energie des Körpers verbunden. Ähnlich wie jeder Körper unterschiedlich funktioniert und Symptomen unterschiedliche Ursachen und Kompensationsmechanismen vorausgehen, erfährt natürlich auch jeder Patient eine individuelle Behandlung. Und ebenso individuell reagiert auch jeder Körper unterschiedlich auf eine Therapie. Mittels einer osteopathischen Behandlung sollen die Ursachen der Beschwerden ermittelt und aufgelöst werden. Demzufolge wird an der „Wurzel“ der Problematik angesetzt. Eine Erstverschlimmerung lässt sich zum einen damit begründen, dass ein „Reiz“ auf einen „Reiz“ gesetzt wurde. Zum anderen ist der Körper nach dem längeren Vorliegen der Symptome noch nicht in der Lage, die getätigten Impulse umzusetzen. Der Körper agiert vorübergehend destabilisiert und ist noch auf der Suche nach dem Gleichgewicht sowie der Balance innerhalb der Statik.

Symptome einer Erstverschlimmerung

  • Muskelschmerzen
  • Gelenksteifigkeit
  • Müdigkeit
  • Schmerzverstärkung
  • Verschlimmerung durch Müdigkeit oder leicht erhöhte Temperatur
  • Vegetative Reaktionen (Hitzewallungen, Frösteln, Übelkeit, Kreislaufreaktionen)

Dauer einer Erstverschlimmerung

In der Regel hält eine Erstverschlimmerung für ein paar Stunden und manchmal auch wenige also vielleicht ein bis maximal 5 Tage an.

Was tun bei einer Erstverschlimmerung?

  • Ruhe gönnen
  • Stress vermeiden
  • Ausreichend trinken
  • Wärme anwenden
  • Leichte Dehnübungen durchführen
  • Den behandelnden Therapeuten kontaktieren

Erstverschlimmerung bei Migräne

Wer unter Migräne leidet, weiß genau, wie sehr das die Lebensqualität beeinträchtigt. Dieser Kopfschmerz mit charakteristisch pochendem Schmerz tritt häufig zusammen mit weiteren Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Reizbarkeit oder Persönlichkeitsveränderungen auf. Häufig wird berichtet, dass dem Schmerz Nackensymptome vorausgehen, manchmal entwickeln sich diese aber auch gleichzeitig mit den Kopfschmerzen. Bei Migräne kann die Osteopathie helfen, die Gelenkfunktion der Wirbelsäule wiederherzustellen und die Muskelspannung zu normalisieren. Eine Untersuchung von 218 Patienten, welche an Migräne litten, verglich die Wirksamkeit von Amitriptylin mit den Effekten osteopathischer und chiropraktischer Techniken. Nach zwei Monaten Therapie zeigte die Gruppe, welche auf diese Weise behandelt wurde, eine deutliche Verbesserung der Migränesymptome. Fragen Sie uns, wie wir Ihnen bei Migräne weiterhelfen können.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Wenn die Beschwerden der Erstverschlimmerung sehr stark sind oder länger als eine Woche anhalten, sollte ein Arzt konsultiert werden.

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Fazit

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode, die bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt werden kann. Eine Erstverschlimmerung ist möglich, aber in der Regel harmlos und zeigt, dass der Körper auf die Behandlung reagiert. Bei Unsicherheiten sollte immer der behandelnde Therapeut oder ein Arzt konsultiert werden.

Ergänzende Therapieangebote

Neben der Osteopathie für Erwachsene bieten wir als zertifizierte Osteopathen in unserer Praxis für Osteopathie Hamburg auch Kinderosteopathie, Sportosteopathie, Osteopathie in der Schwangerschaft, Frauengesundheit, Osteopathie für Senioren sowie Osteopathie in der Psychosomatik an. Zusätzlich haben wir noch Chiropraktik, das Dry Needling sowie die Faszientherapie als ergänzende Therapiemaßnahmen im Angebot. Des Weiteren finden Sie in unseren Räumlichkeiten Traditionelle Chinesische Medizin samt Akupunktur sowie Tuina. Als psychologische Betreuung steht Ihnen das psychologische Coaching und die Hypnose zur Verfügung.

Forschungsprojekt DO-Touch.NET

Fundierte Antworten auf die Frage nach den Nebenwirkungen werden derzeit in einem spannenden Forschungsprojekt namens DO-Touch.NET mit VOD-Mitgliedern unter der Leitung von Dr. Brian Degenhardt von der A.T. Still University (Kirksville, USA) ermittelt. Das Projekt dient einerseits der Dokumentation professionellen osteopathischen Arbeitens, der Wissenschaft und Qualitätssicherung, anderseits kann es einen wichtigen Beitrag zu dem Ziel leisten, die Osteopathie als eigenständigen Beruf zu etablieren. Im August 2017 hat DO-Touch.NET die Studie abgeschlossen, deren Ziel die fundierte Untersuchung eventueller Nebenwirkungen der Osteopathie ist. Das DO-Touch.NET der A.T. Still University (Kirksville, USA) versteht sich als Forschungsnetzwerk und hat seit 2015 auch eine Zweigstelle in Deutschland. Ziel ist die Durchführung von Forschungsprojekten, Initiierung von Mitgliedertreffen und der Erhebung von Daten zu Themen der osteopathischen Medizin. Die Studie versucht, die Häufigkeit und Schwere von Nebenwirkungen durch die Osteopathie-Behandlung zu bewerten. Außderdem untersucht sie einen Zusammenhang dieser Nebenwirkungen mit der vom behandelnden Osteopathen verwendeten Methoden und den behandelten Körperregionen.

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