Einführung
Die Osteopathie ist eine ganzheitliche medizinische Disziplin, die darauf abzielt, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und die Widerstandsfähigkeit gegenüber krankhaften Einflüssen zu stärken. Sie basiert auf den Prinzipien, dass Struktur und Funktion eng miteinander verbunden sind und dass Störungen in einem Bereich des Körpers Auswirkungen auf andere Bereiche haben können. Die osteopathische Untersuchung der Beckenregion konzentriert sich auf die umfassende Beurteilung der anatomischen, physiologischen und biomechanischen Zusammenhänge, um Dysfunktionen zu erkennen und zu behandeln.
Grundlagen der Osteopathie
A Little History
Die Osteopathie wurde von dem amerikanischen Arzt Dr. A. T. Still begründet. Still erkannte die Bedeutung der strukturellen Integrität des Körpers für die Gesundheit und entwickelte eine Methode zur Diagnose und Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates.
Osteopathie und ganzheitliche Medizin
Die Osteopathie betrachtet den Menschen als eine Einheit von Körper, Geist und Seele. Sie berücksichtigt die komplexen Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Systemen des Körpers und zielt darauf ab, das Gleichgewicht wiederherzustellen.
Grundprinzipien der Osteopathie
Still erkannte folgende grundlegende Gesetze bzw. Prinzipien:
- Der Körper ist eine Einheit: Alle Strukturen und Funktionen des Körpers sind miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig.
- Struktur und Funktion bedingen einander: Abnorme strukturelle Veränderungen können zu Funktionsstörungen führen und umgekehrt.
- Der Körper besitzt selbstregulierende Mechanismen: Der Körper ist in der Lage, sich selbst zu heilen und zu regulieren, solange die strukturelle Integrität gewährleistet ist.
- Die arterielle Regel ist oberstes Gebot: Eine gute Durchblutung ist essentiell für die Gesundheit und Funktion aller Gewebe.
Belastung und Belastbarkeit
In der Osteopathie wird das Konzept von Belastung und Belastbarkeit berücksichtigt. Der Körper ist in der Lage, bestimmte Belastungen zu kompensieren, aber wenn die Belastung die Belastbarkeit übersteigt, können Dysfunktionen entstehen.
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Die somatische Dysfunktion
Eine somatische Dysfunktion ist eine Beeinträchtigung der Beweglichkeit oder Funktion eines Gelenks, Muskels, einer Faszie oder eines Organs. Sie kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, wie z.B. Traumata, Fehlbelastungen, Entzündungen oder Stress. Somatische Dysfunktionen können lokale Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen, aber auch Auswirkungen auf andere Bereiche des Körpers haben.
Anatomie und Physiologie des Beckengürtels
Multidisziplinäre Betrachtung des Beckensyndroms
Das Becken ist ein komplexes anatomisches Gebilde, das eine zentrale Rolle für die Stabilität und Beweglichkeit des Körpers spielt. Das Beckensyndrom erfordert eine multidisziplinäre Betrachtung, die sowohl orthopädische, neurologische als auch osteopathische Aspekte berücksichtigt.
Rheologie des menschlichen Gewebes
Die Rheologie befasst sich mit den Fließeigenschaften von Materialien. Im menschlichen Körper spielen die rheologischen Eigenschaften der Gewebe, insbesondere der Faszien, eine wichtige Rolle für die Beweglichkeit und Funktion.
Anatomische Besonderheiten des Beckens
Das Becken besteht aus den beiden Hüftbeinen (Ilia), dem Kreuzbein (Sacrum) und dem Steißbein (Os coccygis). Die Hüftbeine sind über die Symphysis pubica miteinander verbunden, während das Kreuzbein durch die Iliosakralgelenke (ISG) mit den Hüftbeinen artikuliert.
Blutversorgung der Beckenknochen und Beckenorgane aus funktioneller Sicht
Die Beckenknochen und Beckenorgane werden von verschiedenen Arterien versorgt. Eine gute Durchblutung ist essentiell für die Funktion und Regeneration der Gewebe.
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Nervenversorgung des Beckens und der Beckenorgane aus funktioneller Sicht
Das Becken wird von Nerven aus dem lumbosakralen Plexus und dem autonomen Nervensystem innerviert. Diese Nerven steuern die Muskulatur, die Sensibilität und die Funktion der Beckenorgane. In einer neueren Veröffentlichung von Espinosa-Medina und Kollegen wird postuliert, dass die sakralen Spinalneurone - bislang als parasympathisch klassifiziert - dem sympathischen Nervensystem zugeordnet werden sollten. In der Untersuchung von Mäuseembryonen zeigten die präganglionären Neurone der Sakralregion charakteristische biochemische Eigenschaften sympathischer Nervenfasern. Der emeritierte Professor Dr. Die parasympathische und sympathische Innervation der Beckenorgane.
Faszien und Bindegewebsräume des Beckens
Faszien sind bindegewebige Strukturen, die Muskeln, Organe und andere Gewebe umhüllen und miteinander verbinden. Sie spielen eine wichtige Rolle für die Kraftübertragung, die Stabilität und die Beweglichkeit des Körpers. Im Becken gibt es verschiedene Faszien und Bindegewebsräume, die für die Funktion der Beckenorgane und die Stabilität des Beckengürtels von Bedeutung sind.
Beckenveränderungen in der Schwangerschaft und bei Geburt
In der Schwangerschaft kommt es zu hormonell bedingten Veränderungen des Bindegewebes, die zu einer erhöhten Beweglichkeit der Beckengelenke führen. Dies ermöglicht eine Anpassung des Beckens an das wachsende Kind und erleichtert die Geburt. Nach der Geburt kann es zu Instabilitäten und Schmerzen im Becken kommen.
Von der Biomechanik zur Pathologie des Beckengürtels
Tensegrity und Self-Locking Mechanism
Das Becken ist ein Tensegrity-System, d.h. ein System, das durch ein Zusammenspiel von Zug- und Druckkräften stabilisiert wird. Der Self-Locking Mechanismus beschreibt die Fähigkeit des Beckens, sich unter Belastung selbst zu stabilisieren.
Kinetik und Statik des Beckens
Die Kinetik befasst sich mit den Bewegungen des Beckens, während die Statik die Stabilität des Beckens unter Belastung beschreibt.
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Beweglichkeit der Ilia
Die Ilia (Hüftbeine) sind in der Lage, sich in verschiedenen Richtungen zu bewegen. Diese Bewegungen sind wichtig für die Anpassung des Beckens an unterschiedliche Belastungen und Bewegungen.
Beweglichkeit des Sakrums
Das Sakrum (Kreuzbein) ist über die Iliosakralgelenke (ISG) mit den Ilia verbunden. Das Sakrum kann sich in Bezug auf die Ilia bewegen, was für die Stoßdämpfung und die Anpassung an unterschiedliche Belastungen wichtig ist.
Unphysiologische ISG-Beweglichkeit
Eine unphysiologische ISG-Beweglichkeit kann zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Beckenbereich führen.
Beweglichkeit des Os coccygis
Das Os coccygis (Steißbein) ist über Bänder mit dem Sakrum verbunden. Das Os coccygis kann sich in Bezug auf das Sakrum bewegen, was für die Stuhlkontinenz und die Geburtsmechanik wichtig ist.
Beweglichkeit im lumbosakralen Übergang
Der lumbosakrale Übergang ist der Bereich, in dem die Lendenwirbelsäule auf das Sakrum trifft. Die Beweglichkeit in diesem Bereich ist wichtig für die Flexibilität und Stabilität der Wirbelsäule.
Biomechanik der Beckenmuskulatur
Die Beckenmuskulatur spielt eine wichtige Rolle für die Stabilität und Beweglichkeit des Beckens. Sie umfasst Muskeln wie den M. iliopsoas, die Gesäßmuskulatur, die Adduktoren und die Beckenbodenmuskulatur.
Biomechanische Zusammenhänge bei iliosakralen und coxofemoralen Bewegungseinschränkungen
Bewegungseinschränkungen im Iliosakralgelenk (ISG) und im Hüftgelenk (Coxofemoralgelenk) können sich gegenseitig beeinflussen und zu komplexen biomechanischen Problemen führen.
Das Iliopsoas-Syndrom
Das Iliopsoas-Syndrom ist eine Schmerzzustand, der durch eine Verspannung oder Entzündung des M. iliopsoas verursacht wird. Es kann zu Schmerzen im unteren Rücken, in der Hüfte und im Leistenbereich führen.
Screening
Einführung
Das Screening ist ein wichtiger Bestandteil der osteopathischen Untersuchung. Es dient dazu, Hinweise auf mögliche Dysfunktionen im Beckenbereich zu finden.
Anamnese
Die Anamnese ist ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten, in dem Informationen über die Krankengeschichte, die aktuellen Beschwerden und die Lebensumstände gesammelt werden.
Einige Provokationstests
Provokationstests sind spezielle Tests, die dazu dienen, Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen im Beckenbereich auszulösen. Sie können Hinweise auf die Ursache der Beschwerden geben.
Schema für die Untersuchung und Behandlung des Beckens
Für die Untersuchung und Behandlung des Beckens gibt es ein strukturiertes Schema, das sicherstellt, dass alle relevanten Aspekte berücksichtigt werden.
Allgemein orientierende Tests
Allgemein orientierende Tests dienen dazu, einen ersten Eindruck von der Beweglichkeit und Funktion des Beckens zu gewinnen.
Untersuchung der parietalen Beckenregion
Die parietale Beckenregion umfasst die Knochen, Gelenke, Muskeln und Faszien des Beckens. Die Untersuchung dieser Strukturen ist wichtig, um Dysfunktionen zu erkennen und zu behandeln.
Becken-Behandlungstechniken
Einteilung
Die Becken-Behandlungstechniken können in verschiedene Kategorien eingeteilt werden, z.B. nach der Art der Technik (manuell, instrumentell) oder nach dem Ziel der Behandlung (Schmerzlinderung, Verbesserung der Beweglichkeit).
Behandlungstechniken für Läsionen des Coxofemoralgelenks
Für Läsionen des Coxofemoralgelenks (Hüftgelenk) gibt es verschiedene Behandlungstechniken, die darauf abzielen, die Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu lindern.
Behandlungstechniken für Läsionen des Iliosakralgelenks
Für Läsionen des Iliosakralgelenks (ISG) gibt es verschiedene Behandlungstechniken, die darauf abzielen, die Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu lindern.
Behandlungstechniken für Läsionen an der Symphysis pubica
Für Läsionen an der Symphysis pubica gibt es verschiedene Behandlungstechniken, die darauf abzielen, die Stabilität zu verbessern und Schmerzen zu lindern.
Behandlungstechniken für Läsionen am Sakroiliakalgelenk
Für Läsionen am Sakroiliakalgelenk gibt es verschiedene Behandlungstechniken, die darauf abzielen, die Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu lindern.
Behandlung von Läsionen am lumbo sakralen Übergang durch Lumbar Roll
Die Lumbar Roll ist eine Technik, die zur Behandlung von Läsionen am lumbosakralen Übergang eingesetzt wird. Sie zielt darauf ab, die Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu lindern.
Untersuchung und Behandlung mit dem "Spontaneous Release by Positioning"
Die "Spontaneous Release by Positioning" (SRP) ist eine Technik, bei der der Patient in eine Position gebracht wird, die die Spannung im Gewebe reduziert und eine spontane Entspannung ermöglicht.
Untersuchung und Behandlung des M. Iliopsoas
Der M. iliopsoas ist ein wichtiger Muskel für die Stabilität und Beweglichkeit des Beckens. Die Untersuchung und Behandlung dieses Muskels kann bei verschiedenen Beschwerden im Beckenbereich hilfreich sein.
Weitere osteopathische Ansätze
Viszerale Osteopathie
Die Organe in der thorakalen- abdominalen und Beckenkavität sind im Verhältnis zu einander beweglich. Pathologische Erkrankungen können diese Beweglichkeit stören und einschränken. Dies wird als viszerale Fixation bezeichnet. Kann der Körper diese viszeralen Fixationen nicht kompensieren oder ausgleichen, so können daraus funktionelle Störungen entstehen. Aufgabe der viszeralen Osteopathie sowie der gesamten Osteopathie ist es, diese Fixationen zu finden, zu erkennen, um dann mit viszeralen Techniken die Bewegungsverluste der Organe aufzuheben, bzw. die ursprünglichen physiologischen Funktionen wieder herzustellen. die vom autonomen Nervensystem gesteuerten Bewegungen wie z.B. Die Motrizität ist eine passive Verlagerung von Organen, hervorgerufen durch die Willkürmotorik des Bewegungsapparates. Unter Mobilität versteht man die Bewegung zwischen 2 Organen oder die Bewegungen zwischen Organ und Rumpfwand, im Einklang mit dem Diaphragma thorakolumbalis und der Atmung.
Craniosacrale Therapie
In einer ganzheitlichen Osteopathischen Betrachtung wird bei einer Craniosacralen Therapie das Myofasziale (z.B. Eine wichtige Funktion dieses Systems ist die Produktion, Zirkulation und Absorption der cerebrospinalen Flüssigkeiten (Liquor cerebrospinalis, kurz Liquor). Erste Untersuchungen auf diesem Gebiet wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von William G. Sutherland, D.O.
S.I.O. (OMT Osteopathische Manuelle Therapie)
S.I.O. versteht sich als Integrationskonzept von viszeralen, faszialen, neurovegetativen, embryologischen, parietalen und Reflextechniken. Es hat sich gezeigt, dass eine Häufung von Symptomen in den verschiedenen Schlüsselregionen zu komplexen Störmustern führen, die in dieser Kursserie durch ein Schnellscreening diagnostiziert und beurteilt werden sollen. Ein Beispiel dafür wäre eine sensomotorische Korrelation zwischen okulomotorischen Störungen(Schwindel) und Kiefergelenksproblemen (CMD, Tinnitus) mit dem Einhergehen einer Funktionsstörung in den Kopfgelenken(Kopfschmerz/Migräne). Weiterführend lassen sich myofasziale Dysbalancen im Diaphragma und der Beckenregion finden.
Beckenverwringung
Die Beckenverwringung ist eine schmerzhafte Verdrehung des Beckens aufgrund von Verspannungen der Muskulatur oder Blockaden im ISG- oder Hüftbereich. Unbehandelt kann es zu Spätfolgen wie Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Schwindel kommen.
Ursachen
Was können die Ursachen für eine Beckenverwringung sein?
- Anatomische Beinlängendifferenz (Angeboren oder durch Frakturen, Wachstumsstörungen oder Operationen).
- Muskelverkürzungen oder -verspannungen (Besonders in der Lenden- und Hüftmuskulatur, z. B. des M. iliopsoas).
- Einseitige Belastungen im Alltag.
- Rheumatische Erkrankungen (Entzündliche Prozesse).
- Bandscheibenprobleme.
- Traumatische Erlebnisse.
- Psychische Traumata (z. B. Missbrauch, Unfälle) manifestieren sich oft körperlich.
- Hormonelle Dysbalancen.
- Körperlicher und psychischer Stress erhöhen durch die gesteigerte Ausschüttung des Stresshormons Cortisol den Muskeltonus.
Symptome
An welchen Symptomen erkennt man eine Beckenverwringung? Die Beckenverwringung kann sich durch die Kombination vieler verschiedener Symptome bemerkbar machen, was die Diagnosestellung oft verlangsamt oder erschwert. Häufig treten zunächst Rückenschmerzen auf, welche in Hüfte, Leiste oder ins Bein ausstrahlen können. Außerdem können Kopf- oder Nackenschmerzen auftreten, welche ebenfalls in die Schulter- oder Armregion ausstrahlen können.In einigen Fällen treten zudem auch Schwindel oder Störungen der Sinnesorgane wie Sehstörungen oder Tinnitus auf. Zudem können aus einer unbehandelten Beckenverwringung auch Fehlhaltungen und Fehlstellungen wie z.B.
Diagnostik
Um die Diagnose Beckenverwringung korrekt zu stellen müssen Mediziner unterschiedlicher Fachrichtung eng zusammenarbeiten, da diese sich durch viele verschiedene Symptome bemerkbar machen kann. Die Sonografie stellt ein nicht invasives, strahlungsfreies Untersuchungsinstrument dar, welches in der weiteren Diagnostik der Beckenverwringung eingesetzt werden kann. Durch die Röntgendiagnostik können insbesondere knöcherne Strukturen eindeutig dargestellt und auf Verletzungen beurteilt werden. Ergänzend zu Anamnese, körperlicher Untersuchung, Ultraschall- und Röntgendiagnostik kann ein MRT als strahlungsfreies, bildgebendes Verfahren zum Einsatz kommen, um Schädigungen an Weichteilgeweben wie z.B. Die 3D Wirbelsäulenvermessung ist ein strahlungsfreies Messverfahren, welches im Rahmen der Diagnostik der Beckenverwringung zum Einsatz kommen kann.
Therapie
Die Therapie der Beckenverwringung besteht aus mehreren unterschiedlichen Akspekten. Zunächst sollte die Ursache gefunden und wenn möglich beseitigt werden, da andauernder Stress oder Über- sowie Fehlbelastungen z.B. Sind die Ursachen erkannt können mit Hilfe geschulter Physiotherapeuten oder Sportmediziner Dehn- und Entspannungsübungen erlernt werden, welche regelmäßig wiederholt zum Lösen der Verspannungen beitragen können. Die Osteopathie beschreibt ein traditionelles alternativmedizinisches Verfahren zur Behandlung von Beschwerden des Bewegungsapparates und der knöchernen und muskulären Strukturen wie z.B.
Selbsthilfe
Durch welche Übungen können Sie Beckenverwringung selbst lösen? Eine Beckenverwringung (Beckenschiefstand oder Beckenfehlstellung) kann oft durch gezielte Übungen verbessert oder gelöst werden, insbesondere wenn muskuläre Dysbalancen oder Fehlbelastungen die Ursache sind. Automobilisation Durch eine Rotation des Oberkörpers nach links und eine Wendung des Beckens nach rechts (oder umgekehrt) kann man versuchen vorsichtig und langsam die Beckenverwringung selbst zu lösen. Hierbei sollten keine Schmerzen verursacht werden. Senken Sie das Bein kontrolliert wieder ab.
Prognose
Ist Beckenverwringung heilbar? Eine Beckenverwringung ist fast immer heilbar. Wenn die Muskelspannung im Bereich des Beckens harmonisiert wird, stellt sich das Becken in aller Regel wieder in eine normale (physiologische) Position.
Ernährung und Stressbewältigung
Nicht nur Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln und Allergien nehmen rapide zu. Sondern auch stressinduzierte Probleme. Die WHO bezeichnet STRESS als eines der größten Gesundheitsprobleme des 21. In der physiotherapeutischen Praxis sind immer mehr Patienten anzutreffen mit Beschwerden am Bewegungsapparat aufgrund von funktionellen Problemen innerer Organe. Als Hilfsmittel dient z.B. Dabei wird ausführlich und ressourcenorientiert auf förderliche und schädliche Bewältigungsstrategien eingegangen, wie man solche erkennt und therapeutisch modifizieren kann. In diesem Kursmodul erfahren Sie, wie Sie Gesundheit und Leistungsfähigkeit durch gezielte Ernährungsstrategien und Supplementierung unterstützen und optimieren können. - Die Grundlagen der Ernährung: Erfahren Sie alles über Nährstoffe, die der Körper benötigt, um gesund zu bleiben und optimal zu funktionieren. - Ernährung im medizinisch, therapeutischen Kontext: Sie erfahren, wie bestimmte Nahrungsmittel und Nährstoffe zum Beispiel entzündungshemmend wirken können und wie Sie durch Ernährung verschiedene pathologische Zustände positiv beeinflussen können. - Die Wichtigkeit der Darmgesundheit: Das Mikrobiom unseres Darms spielt eine zentrale Rolle für die Gesundheit. Eine Dysbalance zwischen nützlichen und schädlichen Bakterien - auch Dysbiose genannt - kann zu einer gestörten Verdauung, erhöhter Entzündungsneigung und einer geschwächten Immunabwehr führen. Außerdem kann auf lange Zeit das Risiko für chronische Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen und sogar psychische Probleme steigen. Ein gesundes Mikrobiom ist daher entscheidend für das allgemeine Wohlbefinden und eine optimale Körperfunktion. - Die Welt der Supplements: In diesem Teil des Kurses lernen Sie, welche Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein können, wie Sie diese richtig dosieren und welche Produkte eher gemieden werden sollten bzw. Die Ernährung ist mehr als nur der tägliche Genuss von Nahrungsmitteln - sie ist die Basis der Gesundheit. In einer Zeit, in der chronische Erkrankungen und entzündliche Prozesse immer weiter zunehmen, ist es umso wichtiger, die Ernährung als wirksames und nachhaltiges Werkzeug zu erkennen.
Kieferorthopädische Aspekte
Immer mehr werden die Zusammenhänge zwischen Skelettdeformitäten wie Skoliosen, Haltungsfehlern, Gebissanomalien und Fehlentwicklungen deutlicher. Dieses findet in beide Richtungen statt (AUF- oder absteigende Problematik). Die Frage die sich bei komplexer funktioneller kieferorthopädischer und zahnmedizinischer Behandlung stellt ist somit nicht nur ob solche Fehlstellungen und Haltungsfehler vorhanden sind sondern ob sie unter der Therapie entstehen. Form follows function - ein Grundprinzip der osteopathischen Behandlung, hatten ihre Pioniere der Natur abgeschaut. Die physische Gestalt erscheint nicht a priori gesetzt, sondern als ein Ergebnis der Bewegung, der Funktion. In der Kieferorthopädie lassen sich ein hoher Prozentsatz der Dysgnathien auf eine (Dys)Funktionsbeteiligung zurückführen, nur ein kleiner Teil scheint genetisch bedingt.
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