Parkinson: Ursachen für dicke Hände, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Parkinson-Krankheit, auch bekannt als Morbus Parkinson oder idiopathisches Parkinson-Syndrom (IPS), ist eine fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, die vor allem das zentrale Nervensystem betrifft. Sie ist gekennzeichnet durch den Verlust von Dopamin produzierenden Nervenzellen in der Substantia nigra, einem Bereich im Mittelhirn, der für die Koordination von Bewegungen zuständig ist. Obwohl die Krankheit viele verschiedene Symptome hat, verbinden die meisten Menschen sie mit dem typischen Zittern. Allerdings leiden nicht alle Betroffenen unter dem sogenannten Ruhetremor (Parkinson-Tremor), der im Verlauf der Krankheit zunehmen und sich zunächst nur an den Händen zeigen kann. Dieser Artikel beleuchtet die vielfältigen Ursachen und Symptome von Parkinson, insbesondere im Hinblick auf dicke Hände, und bietet einen umfassenden Überblick über Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten.

Ursachen von Parkinson

Die genauen Ursachen von Parkinson sind bis heute nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren eine Rolle spielt, darunter:

  • Genetische Faktoren: In etwa 5 bis 10 Prozent der Fälle tritt Parkinson aufgrund erblicher Faktoren auf. Hierbei wurden in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte in der Forschung erzielt, die zur Identifizierung von Genmutationen geführt haben, die mit der Krankheit in Verbindung stehen.
  • Umweltfaktoren: Die Exposition gegenüber bestimmten Umweltgiften wie Pestiziden und Herbiziden wird als möglicher Risikofaktor diskutiert.
  • Alter: Das Risiko, an Parkinson zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Die meisten Betroffenen erhalten die Diagnose im Alter von etwa 60 Jahren.
  • Oxidativer Stress und Entzündungen: Diese Prozesse können zur Schädigung von Nervenzellen im Gehirn beitragen und somit die Entstehung von Parkinson begünstigen.

Symptome von Parkinson

Parkinson manifestiert sich durch eine Vielzahl von Symptomen, die von Person zu Person unterschiedlich sein können. Die Symptome können in motorische und nicht-motorische Symptome unterteilt werden.

Motorische Symptome

Die vier Hauptsymptome (Kardinalsymptome) von Parkinson sind:

  1. Akinese (Bewegungsarmut): Verlangsamte Bewegungsabläufe, Schwierigkeiten, Bewegungen zu initiieren, Verlust an Spontaneität. Der Patient kann Bewegungen nur noch verlangsamt ausführen. Erst nach einer gewissen Verzögerung gelingt es ihm, Arm oder Bein in Gang zu bringen. Der Patient empfindet dies als Verlust an Spontanität, was auch eine psychologische Belastung darstellt. Die Akinese tritt häufig unvorhersehbar auf. In einem Moment kann der Patient sich noch frei bewegen, im nächsten Moment gelingen ihm Bewegungsroutinen nicht mehr. Was früher schnell erledigt war, etwa das An- und Ausziehen, dauert jetzt lange, manchmal Stunden.
  2. Rigor (Muskelsteife): Erhöhter Muskeltonus, der zu Steifigkeit und Schmerzen führt. Normalerweise kommt es beim Anspannen eines Muskels automatisch zum Entspannen des Gegenmuskels. Beim Morbus Parkinson ist diese feine Balance gestört. Die Folge wird als Steifigkeit am ganzen Körper empfunden. Gleichzeitig fühlen sich die Patienten schwach, weil die Bewegungskraft die Steifigkeit der Gegenmuskeln zusätzlich überwinden muss. Besonders deutlich wird der Rigor, wenn eine zweite Person den Arm des Parkinson-Erkrankten passiv beugt oder streckt.
  3. Tremor (Zittern): Unwillkürliches Zittern, meist in Ruhe, das typischerweise in den Händen beginnt (Pillendreher-Phänomen). Das Zittern tritt insbesondere in Ruhe in Ruhe und ist meist unverkennbar. Auch wenn der Patient versucht, die Hände ruhig zu halten, bewegen sich doch Daumen und Endglieder der Finger in einem gleichmäßigen Rhythmus hin und her. Häufig sind es vier bis sechs, manchmal bis zu neun Bewegungen pro Sekunde! Manche Patienten bewegen Daumen und Finger so zueinander, als ob sie eine Kugel in ihr bewegen würden. Der Tremor beginnt häufig an der Hand, er kann jedoch auch zuerst an den Füßen und im Kiefer auftreten. Jeder Versuch, das Zittern zu unterdrücken, misslingt.
  4. Posturale Instabilität (Haltungsinstabilität): Gestörte Gleichgewichtsreflexe, die zu Gangunsicherheit und erhöhter Sturzgefahr führen. Die Reflexe, die normalerweise dafür sorgen, dass wir auch in Bewegung unseren Körper automatisch ausbalancieren können, sind bei Parkinson-Erkrankten gestört. Eine Störung dieser Reflexe bewirkt, dass der Betroffene sich bei einer plötzlichen, unvorhergesehenen Bewegung nicht mehr problemlos „fangen“ kann. Es kommt zu einer Gangunsicherheit. Die Patienten haben oft eine gebückte Haltung mit leicht gebeugten Knien. Wenn die Erkrankung fortschreitet, fällt auch das Gehen immer schwerer. Manche schlurfen oder machen eine Serie von kleinen Schritten, als wenn sie sich beeilen müssten (Fachwort: Festination). Richtungsänderungen fallen schwer, Bagatell-Hindernisse (etwa ein im Wege liegender Stock) können oft kaum überwunden werden.

Nicht-motorische Symptome

Neben den motorischen Symptomen können auch eine Reihe von nicht-motorischen Symptomen auftreten, die die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen können:

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  • Kognitive Beeinträchtigungen: Gedächtnisprobleme, Schwierigkeiten mit Multitasking, Konzentrationsstörungen, Demenz.
  • Psychische Veränderungen: Depressionen, Angstzustände, Apathie (Teilnahmslosigkeit), Reizbarkeit.
  • Schlafstörungen: Schlaflosigkeit, REM-Schlaf-Verhaltensstörung, Tagesmüdigkeit.
  • ** vegetative Funktionsstörungen:** Verstopfung, Blasenfunktionsstörungen, sexuelle Dysfunktion, orthostatische Hypotonie (Blutdruckabfall beim Aufstehen), vermehrter Speichelfluss (Sialorrhoe).
  • ** Sensorische Störungen:** Verlust des Geruchssinns (Hyposmie/Anosmie), Schmerzen, Missempfindungen.

Dicke Hände bei Parkinson

Obwohl dicke Hände nicht als ein Kardinalsymptom von Parkinson gelten, können sie dennoch im Zusammenhang mit der Erkrankung auftreten. Mögliche Ursachen hierfür sind:

  • Rigor: Die Muskelsteife kann auch die Muskeln in den Händen betreffen, was zu einer vermeintlichen oder tatsächlichen Verdickung der Hände führen kann.
  • Dystonie: Diese Bewegungsstörung kann zu unwillkürlichen Muskelkontraktionen in den Händen führen, was ebenfalls eine Verdickung verursachen kann.
  • Ödeme: Infolge von Bewegungsmangel oder Herz-Kreislauf-Problemen können sich Flüssigkeitsansammlungen (Ödeme) in den Händen bilden, was zu einer Schwellung führt.
  • Arthritis: Da Parkinson häufig im höheren Alter auftritt, können auch altersbedingte Erkrankungen wie Arthritis zu Schwellungen und Verdickungen der Hände beitragen.
  • Erhöhte Verletzungsgefahr: Eine erhöhte Verletzungsgefahr besteht bei der REM-Schlaf-Verhaltensstörung, da Patientinnen und Patienten im Schlaf Bewegungen aus ihren Träumen ausführen.

Frühzeichen von Parkinson

Parkinson beginnt oft schleichend und unscheinbar. Viele dieser Symptome werden häufig zuerst von Angehörigen und Freunden bemerkt und seltener von den Patientinnen und Patienten selbst. Die Betroffenen nehmen im Frühstadium der Erkrankung eher wahr, dass Arme und Beine sich schwerfälliger bewegen lassen. Vielleicht dauert das Aufstehen oder Hinsetzen plötzlich länger als früher. Dadurch wird mehr Zeit für alltägliche Vorgänge wie Waschen, Anziehen, Einkaufen oder Kochen benötigt, was gerade bei älteren Menschen häufig für eine ganz normale Alterserscheinung gehalten wird. Im weiteren Verlauf intensivieren sich die jeweiligen Symptome und neue kommen hinzu, etwa der Ruhe-Tremor.

Diagnose von Parkinson

Die Diagnose von Parkinson basiert hauptsächlich auf einer neurologischen Untersuchung und der Anamnese des Patienten. Es gibt keinen spezifischen Bluttest oder bildgebendes Verfahren, das die Krankheit eindeutig nachweisen kann.

Die Diagnose wird in der Regel von einem Neurologen gestellt, der folgende Aspekte berücksichtigt:

  • Klinische Untersuchung: Beurteilung der motorischen Fähigkeiten, Reflexe, Koordination und des Gleichgewichts.
  • Anamnese: Erhebung der Krankengeschichte, einschließlich der Symptome, des Beginns und des Verlaufs.
  • Ausschluss anderer Erkrankungen: Durchführung von Tests, um andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen auszuschließen (z. B. Schlaganfall, Hirntumor, andere Formen von Parkinsonismus).
  • Test auf L-Dopa-Ansprechen: Verabreichung von L-Dopa, einem Medikament, das Dopamin im Gehirn ersetzt. Eine Verbesserung der Symptome nach der Einnahme von L-Dopa unterstützt die Diagnose Parkinson.

Behandlung von Parkinson

Parkinson ist bis heute nicht heilbar. Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Die Behandlung umfasst in der Regel eine Kombination aus Medikamenten, Physiotherapie, Ergotherapie und gegebenenfalls chirurgischen Eingriffen.

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Medikamentöse Therapie

Die medikamentöse Therapie ist ein wichtiger Bestandteil der Parkinson-Behandlung. Die am häufigsten verwendeten Medikamente sind:

  • L-Dopa (Levodopa): Wird im Gehirn in Dopamin umgewandelt und gleicht den Dopaminmangel aus. L-Dopa ist das wirksamste Medikament zur Behandlung der motorischen Symptome von Parkinson.
  • Dopaminagonisten: Aktivieren Dopaminrezeptoren im Gehirn und ahmen die Wirkung von Dopamin nach.
  • MAO-B-Hemmer: Verhindern den Abbau von Dopamin im Gehirn und erhöhen so die Dopaminkonzentration.
  • COMT-Hemmer: Verlängern die Wirkung von L-Dopa, indem sie den Abbau von Dopamin verhindern.
  • Amantadin: Kann bei der Behandlung von Dyskinesien (unwillkürliche Bewegungen) helfen, die als Nebenwirkung von L-Dopa auftreten können.
  • Anticholinergika: Können bei der Behandlung von Tremor und Dystonie eingesetzt werden.

Nicht-medikamentöse Therapie

Neben der medikamentösen Therapie spielen auch nicht-medikamentöse Behandlungen eine wichtige Rolle:

  • Physiotherapie: Verbesserung der Beweglichkeit, Kraft, Koordination und des Gleichgewichts.
  • Ergotherapie: Anpassung des Lebensumfelds und Erlernen von Strategien zur Bewältigung alltäglicher Aufgaben.
  • Logopädie: Verbesserung der Sprach- und Schluckfunktion.
  • Ernährungstherapie: Beratung zur optimalen Ernährung, um Mangelernährung und Verdauungsprobleme zu vermeiden.
  • Psychotherapie: Unterstützung bei der Bewältigung von Depressionen, Angstzuständen und anderen psychischen Problemen.

Tiefe Hirnstimulation (THS)

Die tiefe Hirnstimulation (THS) ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem Elektroden in bestimmte Bereiche des Gehirns implantiert werden. Die Elektroden senden elektrische Impulse aus, die die Gehirnaktivität modulieren und die Symptome von Parkinson lindern können. Die THS kann insbesondere bei Patienten mit fortgeschrittener Parkinson-Krankheit in Betracht gezogen werden, bei denen die medikamentöse Therapie nicht mehr ausreichend wirksam ist.

Ernährung bei Parkinson

Eine ausgewogene Ernährung ist für Parkinson-Patienten von großer Bedeutung, da sie dazu beitragen kann, die allgemeine Gesundheit zu erhalten, die Medikamentenwirkung zu optimieren und bestimmte Symptome zu lindern.

  • Ausgewogene Ernährung: Achten Sie auf eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, magerem Eiweiß und gesunden Fetten.
  • Ballaststoffe: Eine ballaststoffreiche Ernährung kann helfen, Verstopfung vorzubeugen, einem häufigen Problem bei Parkinson.
  • Flüssigkeitszufuhr: Trinken Sie ausreichend Wasser, um Dehydration zu vermeiden.
  • Eiweiß: Achten Sie auf eine ausreichende Eiweißzufuhr, da Eiweiß die Aufnahme von L-Dopa beeinträchtigen kann. Es kann hilfreich sein, Eiweiß vor allem abends zu konsumieren.
  • Vitamine und Mineralstoffe: Achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen, insbesondere Vitamin D und Kalzium, um Osteoporose vorzubeugen.
  • Individuelle Anpassung: Die Ernährung sollte an die individuellen Bedürfnisse und Vorlieben des Patienten angepasst werden. Eine Ernährungsberatung kann hierbei hilfreich sein.

Tipps für die häufigsten Ernährungs- und Verdauungsstörungen

Eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Störungen der Nahrungszufuhr und der Verdauung sind bei Morbus Parkinson bekannt. Ernährungsstörungen wirken sich mehrfach negativ auf den Krankheitsverlauf aus. Eine verringerte Darmmotilität führt zu einer verminderten Aufnahme der Medikamente in den Blutkreislauf. Die verminderte Nahrungsaufnahme resultiert in einer zunehmenden Mangelernährung mit Störungen im Elektrolyt- und Vitaminhaushalt. Durch Schluckstörungen kann es nicht selten zu einer Aspiration (Verschlucken von Nahrungsteilen in die Luftröhre) mit nachfolgenden Lungenentzündungen kommen.

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  • Darmträgheit: Die Darmträgheit gehört zu den gravierendsten vegetativen Störungen bei Morbus Parkinson und kann zu Völlegefühl, Blähungen und Bauchschmerzen führen. Bereits in der Frühphase der Erkrankung leidet jeder vierte Betroffene an Verstopfung. Im weiteren Krankheitsverlauf können es bis 80% aller Betroffenen sein. Empfehlung: Die richtige Ernährung kann dabei helfen, Verstopfungen zu lösen. Dafür sollte vor allem ballaststoffreiche Nahrung wie Vollkornprodukte auf dem Plan stehen. Zusätzlich kann eine Flüssigkeitsaufnahme von mindestens 2 Liter Wasser pro Tag bei Darmträgheit helfen.
  • Mangelndes Geschmacksempfinden: Das Geschmacksempfinden ist im Laufe der Parkinsonerkrankung häufig eingeschränkt und bewirkt, dass viele Betroffene die Speisen zu stark würzen und ein zu hoher Salzkonsum entsteht. Diese erhöhte Salzaufnahme kann Ursache für weitere Ernährungs- und Verdauungsstörungen sein und sollte daher unterlassen werden. Empfehlung: Trotz der beschriebenen Geschmacksveränderungen sollte vermieden werden, dass Patienten zu stark würzen. Wenn möglich sollten die Speisen vom Partner abgeschmeckt werden. Insbesondere ist ein ausgiebiges Nachsalzen der Speisen zu vermeiden. Um den Geschmack der Speisen zu verbessern, können Küchenkräuter verwenden werden.
  • Übelkeit und Erbrechen: Übelkeit, Bauchschmerzen und auch Erbrechen treten bei etwa 10% der Betroffenen auf. Diese Symptome können auch beim unbehandelten Morbus Parkinson vorkommen, werden jedoch deutlich häufiger bei der Behandlung mit L-Dopa-Medikamenten beobachtet. In manchen Fällen treten diese Beschwerden nur vorübergehend zu Beginn der Medikamenteneinnahme auf. In dieser Zeit kann die Nahrungsaufnahme erschwert sein. Empfehlung: Zunächst gilt es, mit der L-Dopa-Medikation langsam zu beginnen und die Dosis vorsichtig zu steigern. Dies geschieht natürlich immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt. Zusätzlich muss aber bei einer über einen längeren Zeitraum bestehenden Übelkeit und Erbrechen eine Magen-Darm-Abklärung erfolgen, da neben Morbus Parkinson auch primäre Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes an den Beschwerden schuld sein können. Nach Ausschluss einer Magen-Darm-Erkrankung gilt es, durch Aufteilung der Essensmengen, der richtigen L-Dopa-Dosierung und anderen diätetischen Maßnahmen, die Übelkeit zu beherrschen. Fallweise ist auch eine spezifische Medikation mit z. B. Domperidon erforderlich.
  • Schluckstörungen: Die Nahrungsaufnahme kann bei Betroffenen durch Störungen des Schluckens zu einem Hauptproblem neben der Beeinträchtigung der Beweglichkeit werden. Die Häufigkeit von Schluckstörungen bei Morbus Parkinson wird mit 50-75% angegeben und ist abhängig von der Schwere der Erkrankung. Empfehlungen für Schluckstörungen bei Parkinson: Logopädie, Physiotherapie. In den Therapiesitzungen werden die beteiligten Muskelgruppen gekräftigt und Bewegungsabläufe eingeübt. Mit Hilfe von entsprechenden Schluck- und Haltungsübungen (wie zum Beispiel „Kinn zur Brust“) kann der Ablauf des Schluckens verbessert werden. Anpassung der Nahrungskonsistenz. Meist sind die Schluckstörungen bei einzelnen Nahrungskonsistenzen verstärkt (z. B. klare Suppe mit Petersilie oder Reis, bröselige Speisen). Das Eindicken von Suppe und warmen/kalten Getränken kann eine wichtige Hilfestellung bei Problemen mit der Flüssigkeitsaufnahme darstellen. Eine Reihe von geschmacksneutralen Produkten guter Qualität steht zur Verfügung. Hilfsmittel: Strohhalm, Schnabelbecher, Tellerranderhöhung sind bei starkem Tremor erforderlich. Suppen können auch aus einer Schnabeltasse getrunken werden. Oft können Getränke besser mittels Strohhalmes aufgenommen werden. Ernährung mit Hilfe einer Sonde (PEG). Diese Maßnahme ist erforderlich, wenn die oral zugeführte Nahrung nicht mehr ausreicht, um den Flüssigkeits- und Nährstoffbedarf zu decken. Dabei wird eine Kunststoffsonde in lokaler Anästhesie durch die Bauchwand gelegt, wodurch die Nahrung direkt in den Magen verabreicht werden kann. Es ist sinnvoll, soweit möglich, zusätzlich zur Sondennahrung zu essen. Die PEG-Sonde wird unter der Kleidung getragen, sie ist für Außenstehende also nicht sichtbar. Sonden über die Nase sind für die Langzeittherapie nicht geeignet - wunde Stellen in der Nase und Speiseröhre können schon nach 2 Wochen entstehen.

Leben mit Parkinson

Die Diagnose Parkinson kann für Betroffene und ihre Angehörigen eine große Herausforderung darstellen. Es ist wichtig, sich über die Krankheit zu informieren, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und Strategien zur Bewältigung der Symptome zu entwickeln.

  • Selbsthilfegruppen: Der Austausch mit anderen Betroffenen kann sehr hilfreich sein.
  • Psychologische Unterstützung: Ein Psychologe oder Psychotherapeut kann bei der Bewältigung von Ängsten, Depressionen und anderen psychischen Problemen helfen.
  • Anpassung des Lebensstils: Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Schlaf können dazu beitragen, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.
  • Hilfsmittel: Die Verwendung von Hilfsmitteln wie Gehstöcken, Rollatoren oder speziellen Essbestecken kann die Selbstständigkeit im Alltag erhalten.

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