Parkinson Selbsthilfegruppe Krefeld: Unterstützung und Erfahrungsaustausch

Einführung

Die Parkinson-Krankheit ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die das Leben der Betroffenen und ihrer Familien stark beeinflussen kann. In solchen Situationen ist der Austausch mit anderen Betroffenen und Experten von unschätzbarem Wert. Die Parkinson Selbsthilfegruppe Krefeld bietet seit vielen Jahren eine Plattform für Information, Unterstützung und Gemeinschaft.

Entstehung und Entwicklung der Selbsthilfeorganisation

Im Oktober 1981 schlossen sich erstmals Parkinson-Patienten zu einer Selbsthilfeorganisation zusammen. Diese Bewegung wuchs stetig, und inzwischen besteht ein Bundesverband mit über 20.000 Mitgliedern und mehr als 450 Regionalgruppen und Kontaktstellen. Diese Entwicklung zeigt den großen Bedarf an Unterstützung und Austausch für Menschen mit Parkinson und ihre Angehörigen.

Die Regional-/Kontaktgruppe Krefeld

Die Regional-/Kontaktgruppe Krefeld wurde 1985 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, Betroffene der Parkinson-Krankheit (Morbus Parkinson) zusammenzubringen. Im Vordergrund steht dabei der Informations- und Erfahrungsaustausch. Da die Krankheit äußerst unterschiedliche Ausprägungen hat, ist es sehr hilfreich, sich mit anderen Patienten auszutauschen.

Ziele und Aktivitäten der Selbsthilfegruppe

Die Parkinson Selbsthilfegruppe Krefeld bietet eine Vielzahl von Aktivitäten und Unterstützungsmöglichkeiten für ihre Mitglieder:

  • Informationsaustausch: Betroffene können sich über verschiedene Aspekte der Krankheit austauschen, wie z.B. Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Bewältigungsstrategien.
  • Erfahrungsaustausch: Mitglieder teilen ihre persönlichen Erfahrungen im Umgang mit der Krankheit, was anderen Betroffenen Mut und Hoffnung geben kann.
  • Regelmäßige Treffen: Die Gruppe trifft sich regelmäßig, um sich auszutauschen, Vorträge anzuhören und gemeinsam aktiv zu sein.
  • Gemeinsame Aktivitäten: Neben den Treffen werden auch gemeinsame Aktivitäten wie Ausflüge und Bewegungsübungen angeboten.

Terminplanung und Treffpunkt

Die Parkinson Selbsthilfegruppe Krefeld trifft sich regelmäßig. Wenn keine Ausflüge stattfinden, ist der Treffpunkt jeden 3. im ORH Haus (Oscar Romero Haus) in Krefeld Gartenstadt.

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Ein Beispiel für einen Terminplan ist der 20. Januar 2026, 15:00-17:00 Uhr im Oscar Romero Haus am Insterburger Platz/Platanenstr. 7a, 47829 Krefeld. Dieser Termin beinhaltet üblicherweise:

  1. Kaffee trinken
  2. Bewegung im Sitzen
  3. Das gemeinsame Singen der "Parki Hymne"
  4. Planung für das kommende Jahr
  5. Einladung von Experten, wie z.B. einem Neurologen aus Willich

Das Parkinson-Telefon: Eine wichtige Anlaufstelle für Fragen und Unsicherheiten

Die Paracelsus-Elena-Klinik, Deutschlands älteste und größte Parkinsonfachklinik, hat ein Parkinson-Telefon eingerichtet, um Betroffenen und Angehörigen eine unkomplizierte Möglichkeit zu bieten, sich Rat zu spezifischen Fragen einzuholen.

Warum wurde das Parkinson-Telefon ins Leben gerufen?

Die Klinik stellte fest, dass es außerhalb der regulären medizinischen Sprechstunden kaum Möglichkeiten für Parkinsonpatienten und ihre Angehörigen gibt, sich zu spezifischen Fragen beraten zu lassen. Lange Wartezeiten bei Fachärzten und begrenzte Informationsmöglichkeiten verstärkten diesen Bedarf. Insbesondere bei frisch diagnostizierten Patienten sind die Fragen und Unsicherheiten oft groß.

Das Angebot des Parkinson-Telefons:

  • Regelmäßige Termine: Jeden Dienstag von 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr stehen Experten am Parkinson-Telefon zur Verfügung.
  • Kostenlos und unkompliziert: Das Parkinson-Telefon ist kostenlos, ohne vorherige Terminvergabe und ohne Überweisung oder Versichertenkarte nutzbar.
  • Kompetente Beratung: Unter anderem steht die langjährige Chefärztin und Neurologin Prof. Dr. med. Claudia Trenkwalder am Telefon zur Verfügung.
  • Erreichbarkeit: Das Parkinson-Telefon ist unter der Nummer 0561-6009 275 erreichbar.

Das Parkinson-Telefon bietet eine wertvolle Ergänzung zu den bestehenden Informations- und Beratungsangeboten und ermöglicht es Betroffenen und Angehörigen, schnell und unkompliziert Antworten auf ihre Fragen zu erhalten.

Morbus Parkinson: Eine Übersicht

Die Parkinson-Krankheit, auch Morbus Parkinson genannt, ist eine chronisch fortschreitende neurologische Erkrankung.

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Ursachen und Symptome

Die Krankheit ist nach dem englischen Arzt Dr. James Parkinson benannt, der sie 1817 erstmals als "Schüttellähmung" beschrieb. Sie betrifft bestimmte Gebiete des Gehirns und führt zu einem Mangel des Botenstoffes Dopamin. Dies führt zu verschiedenen motorischen und nicht-motorischen Symptomen.

Hauptsymptome:

  • Tremor (Zittern): Unkontrollierbares Zittern, meist in Ruhe.
  • Hypo-/Akinese (Bewegungshemmung): Verlangsamung und Verminderung der Bewegungen.
  • Rigor (Muskelsteifigkeit): Erhöhte Muskelspannung und Steifigkeit.
  • Bradykinese (Verlangsamung der Bewegungsabläufe): Verlangsamte Ausführung von Bewegungen.

Nicht-motorische Frühsymptome:

  • Riechstörung: Verminderung oder Verlust des Geruchssinns.
  • Depression: Gedrückte Stimmung, Interessenverlust und Antriebslosigkeit.
  • Obstipation (Verstopfung): Weniger als drei Stuhlentleerungen pro Woche.
  • REM-Schlaf-Verhaltensstörung: Ausleben von Träumen im Schlaf, z.B. durch Um-sich-Schlagen.

Motorische Frühsymptome:

  • Asymmetrischer Beginn: Symptome treten zunächst auf einer Körperseite stärker auf.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose von Morbus Parkinson kann oft erst nach Jahren gestellt werden, da die ersten Symptome unspezifisch sind. Die Klinik Königshof verfügt über moderne Zusatzverfahren zur sicheren und schnellen Diagnose der Parkinsonerkrankung.

Da Morbus Parkinson nicht heilbar ist, zielt die Behandlung darauf ab, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Wichtige Therapieansätze:

  • Medikamentöse Therapie:
    • Levodopa: Wird im Körper zu Dopamin umgewandelt und gleicht den Dopaminmangel aus.
    • Dopamin-Agonisten: Wirken ähnlich wie Dopamin im Gehirn.
    • MAO/ und COMT-Hemmer: Verhindern den Abbau von Levodopa und Dopamin.
  • Multimodale Parkinson-Komplexbehandlung: Eine Kombination aus medizinischer Therapie und Rehabilitation, bestehend aus:
    • Physiotherapie: Verbesserung der Beweglichkeit und Koordination.
    • Sport- und Ergotherapie: Förderung der Selbstständigkeit im Alltag.
    • Neuropsychologie: Behandlung von kognitiven Beeinträchtigungen.
    • Logopädie: Verbesserung der Sprach- und Schluckfunktion.
  • Tiefe Hirnstimulation (THS): Ein operativer Eingriff, bei dem Elektroden in bestimmte Hirnbereiche implantiert werden, um die Symptome zu lindern.

Bedeutung der Selbsthilfe

Neben den medizinischen Behandlungen spielt die Selbsthilfe eine wichtige Rolle im Umgang mit Morbus Parkinson. Der Austausch mit anderen Betroffenen kann helfen, die Krankheit besser zu verstehen, Bewältigungsstrategien zu entwickeln und soziale Kontakte zu pflegen.

Die Klinik Königshof: Kompetenzzentrum für gerontoneurologische Erkrankungen

Die Klinik Königshof ist ein wichtiger Ansprechpartner für Menschen mit Parkinson und anderen gerontoneurologischen Erkrankungen.

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Schwerpunkte der Klinik Königshof:

  • Behandlung gerontoneurologischer Erkrankungen: Neben Parkinson werden auch Demenz und Epilepsie behandelt.
  • Vielfältige und individuelle Hilfe: Die Klinik bietet ein breites Spektrum an Therapieangeboten, die auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten abgestimmt sind.
  • Multimodale Parkinson-Komplexbehandlung: Eine umfassende Therapie, die medizinische und rehabilitative Ansätze kombiniert.
  • Moderne Diagnoseverfahren: Die Klinik verfügt über alle modernen Zusatzverfahren zur sicheren und schnellen Diagnose der Parkinsonerkrankung.

Die Klinik Königshof legt großen Wert auf eine ganzheitliche Betreuung der Patienten und bietet ihnen eine individuelle und kompetente Unterstützung.

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