Einführung
Der Begriff "PNS-Programmdefinition" kann sich auf verschiedene Bereiche beziehen, von der Programmierung von Produktionssystemen bis hin zur Definition von Forschungsansätzen in der Medizin. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte, die mit dieser Bezeichnung in Verbindung stehen könnten, und bietet einen umfassenden Überblick über die jeweiligen Kontexte.
PNS in der Automatisierungstechnik
Problemstellung bei PNS-Programmen und Unterprogrammen
In der Automatisierungstechnik, insbesondere bei der Verwendung von PNS-Programmen (Programmierbare Nervensysteme) und Unterprogrammen, können spezifische Herausforderungen auftreten. Ein typisches Szenario ist die Steuerung von Produktionsabläufen, bei denen Roboter oder andere automatisierte Systeme bestimmte Aufgaben ausführen.
Ein Anwender beschreibt folgendes Problem: Er verwendet PNS-Programme und Unterprogramme. Er möchte in einem Unterprogramm anhalten (Hold, Programm pausiert), um ein Blechteil neu auszurichten und dann mit START fortfahren. Dies funktioniert grundsätzlich. Das Problem tritt auf, wenn er im Unterprogramm einen Punkt davor nochmals anfahren möchte, um von dort aus weiterzufahren. Sobald er auf T1 geht, um zum gewünschten Punkt zu fahren, wird das Programm abgebrochen.
Eine funktionierende Notlösung ist, dass bei aktivem AUTO-Modus das TP (Teach Pendant) eingeschaltet, ein Punkt davor angewählt und mit Start weitergefahren werden kann. Das System meldet zwar, dass von einer anderen Zeile gestartet wird, aber dies ist akzeptabel.
Mögliche Lösungsansätze und Überlegungen
Um dieses Problem zu lösen, sind verschiedene Ansätze denkbar:
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- Überprüfung der Programmstruktur: Eine detaillierte Analyse der Programmstruktur und der verwendeten Befehle im Unterprogramm könnte aufzeigen, warum das Programm beim manuellen Anfahren eines Punktes abbricht.
- Anpassung der Fehlerbehandlung: Möglicherweise muss die Fehlerbehandlung im PNS-Programm angepasst werden, um das manuelle Eingreifen und die anschließende Fortsetzung des Programms zu ermöglichen.
- Nutzung von Interrupts: Die Verwendung von Interrupts könnte eine Möglichkeit sein, das Programm gezielt zu unterbrechen und nach der manuellen Korrektur an der gewünschten Stelle fortzusetzen.
- Modifikation der Steuerung: Eine Anpassung der Steuerungsparameter könnte das Verhalten des Systems bei manuellen Eingriffen verbessern.
PNS in der Medizin: Psychiatrische Neurochirurgie
Definition und Zielsetzung
Ein weiteres Anwendungsfeld des Begriffs "PNS" findet sich in der Medizin, insbesondere in der psychiatrischen Neurochirurgie. Hier steht "PNS" für ein Verbundprojekt, dessen Ziel die umfassende Untersuchung psychiatrischer Neurochirurgie ist. Dabei wird die Bedeutung der tiefen Hirnstimulation mit der Bedeutung der Mikro-/Radiochirurgie verglichen und die internationale Gesetzgebung gegenübergestellt.
Anwendungsbereiche und ethische Fragestellungen
Als mögliche Anwendung wird beispielhaft die Behandlung pädophiler oder psychopathischer Straftäter untersucht. Hierzu arbeiten deutsche Verbundpartner aus Ethik und Recht eng mit internationalen Partnern in Spanien, Kanada und Belgien zusammen. Gemeinsam erarbeiten sie Empfehlungen für eine verantwortliche Entwicklung der psychiatrischen Neurochirurgie, um sie Fachgesellschaften und Ethikausschüssen zukommen zu lassen.
Ethische Fragen des gesamten Gebiets der psychiatrischen Neurochirurgie inklusive ablativer Methoden werden betrachtet. Internationale Medienberichte spielen eine kritische Rolle für die öffentliche Akzeptanz neuer Technologien und üben indirekt Einfluss auf die diesbezügliche Gesetzgebung aus. Daher wird auch die Berichterstattung der internationalen Medien über die psychiatrische Neurochirurgie untersucht.
Weiterhin werden ethische Fragen zur psychiatrischen Neurochirurgie (Tiefe Hirnstimulation sowie ablative stereotaktische Neurochirurgie) mit Hilfe empirischer Methoden untersucht. Insbesondere werden die Entscheidungsfindung von Patienten sowie deren Erfahrungen und die Erfahrungen ihrer Angehörigen mit der gewählten Behandlung betrachtet.
Juristische Aspekte
Im juristischen Teilpaket soll die aktuelle nationale und internationale Gesetzgebung analysiert werden. Die rechtlichen Voraussetzungen und Grenzen für die Anwendung der psychiatrischen Neurochirurgie sollen aufgezeigt und bewertet werden. Hierbei sollen vor allem rechtliche Herausforderungen sowie mögliche Vorlagen für gesetzgeberische Aktivitäten in den Fokus gesetzt werden.
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PNS im Kontext der Herzfrequenzvariabilität (HRV)
HRV als Indikator für Gesundheit und Fitness
In der modernen Wissenschaft gilt die Herzfrequenzvariabilität (HRV) als wichtiger Indikator für Gesundheit und Fitness. Als Marker für physiologische Belastbarkeit und Verhaltensflexibilität spiegelt sie die Fähigkeit des Körpers wider, sich effektiv an Stress und Umweltanforderungen anzupassen. Studien haben längst belegt, dass mittels HRV-Diagnostik Krankheitsgeschehen vorhergesagt werden kann, lange bevor am physischen Körper Veränderungen eingetreten sind.
PNS und SNS: Regenerations- und Belastungsindex
Die Analyse der HRV-Parameter PNS-Index und SNS-Index hilft bei der qualitativen Beurteilung der Trainingseinheit. Sie können Rückschlüsse auf die tatsächliche Belastung des Trainings auf den Organismus ziehen und ebenso, ob der Trainierende in den Erholungsphasen (Hyperoxie/ Normoxie) tatsächlich zur Ruhe kommt.
Der Regenerationsindex (PNS) wird aus den HRV-Parametern Mittleres RR-Intervall, RMSSD und SD1 errechnet, also jene Parameter, die die parasympathische Aktivität abbilden. Mit Hilfe des PNS können Rückschlüsse auf die Erholungsfähigkeit des Körpers gezogen werden.
- Der PNS Index = 0 bedeutet, dass der Erholungswert dem normalen Bevölkerungsdurchschnitt entspricht.
- Der PNS-Index > 0 bedeutet einen besseren Erholungswert.
- Ein PNS-Index < 0 ist demnach als unterdurchschnittlich zu interpretieren.
Der Belastungsindex (SNS) wird aus den HRV-Parametern Mittlere Herzrate, Stressindex und SD2 errechnet, also jene Parameter, die die sympathische Aktivität abbilden.
- Der SNS-Index > 0 bedeutet eine Stress-/Belastungssituation.
- Ein SNS-Index < 0 ist je nach Trainingsziel positiv zu bewerten.
Belastungsindex (SNS) als auch Regenerationsindex (PNS) nehmen im Mittel stets Werte zwischen -3 und +3 an. Bei einer Langzeitmessung im Tagesverlauf können aber durchaus höhere Werte erreicht werden, wenn außerordentliche Stressreaktionen aufgetreten sind.
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Weitere HRV-Parameter und ihre Bedeutung
Die HRV-Analyse umfasst sowohl lineare (zeitbezogene) als auch nicht-lineare (frequenzbezogene) Analysen. Zu den wichtigsten Parametern gehören:
- Mittlere RR in Millisekunden: Der arithmetische Mittelwert über alle RR-Intervalle einer Messung. Indikator für die Belastung.
- RMSSD (Root Mean Square of Successive Differences): Zeigt die Veränderung der Herzfrequenz zwischen zwei aufeinanderfolgenden Herzschlägen. Marker für die Erholungsfähigkeit des Körpers und Bewertung der parasympathischen Aktivität.
- Mittlere HR (Mittlere Herzrate/ Herzfrequenz): Wird üblicherweise während des Trainings gemessen.
- STRESSINDEX: Ergibt sich aus der Häufigkeitsverteilung gemessener RR-Intervalle und errechnet sich aus dem Verhältnis der Anzahl zur Varianz der RR Intervalle. Rückschlüsse auf die Regulationsfähigkeit des autonomen Nervensystems (ANS).
- RR Response (RR Distribution): Wird im Histogramm dargestellt und beschreibt die Häufigkeitsverteilung der unterschiedlichen RR-Intervalle.
- DFA (Detrended Fluctuation Analysis): Bestimmt den Grad der Zufälligkeit bzw. Regelmäßigkeit einer Zeitreihe.
- SD1 und SD2 / Poincaré: Grafische Darstellung der Verhältnisse von RR-Intervall zu RR+1 Intervall. SD1 beschreibt eher die parasympathische Einflussnahme, SD2 wird der sympathischen Einflussnahme zugeordnet.
Powerspektrum
Das Powerspektrum ist ein wichtiges Werkzeug in der Analyse der Herzfrequenzvariabilität (HRV), das verwendet wird, um die Verteilung der Frequenzen von Herzrhythmuskomponenten zu visualisieren und zu quantifizieren. Es wird in drei Hauptkomponenten unterteilt:
- Sehr starke Niederfrequenz (VLF, Very Low Frequency): umfasst Frequenzen unterhalb von 0,04 Hz.
- Niederfrequenz (LF, Low Frequency): liegt typischerweise zwischen 0,04 und 0,15 Hertz (Hz).
- Hochfrequenz (HF, High Frequency): liegt typischerweise zwischen 0,15 und 0,40 Hz.
Pornografie-Nutzungsstörung (PNS)
Definition und Hintergrund
Betroffene leiden unter einer sogenannten Pornografie-Nutzungsstörung (PNS). Dabei handelt es sich um eine psychische Erkrankung, die weitreichende Auswirkungen auf Partnerschaft, Sexualität, Familie und berufliches Umfeld haben kann. Wenn das Suchtverhalten und der Leidensdruck sehr groß sind, handelt es sich um eine behandlungsbedürfte Erkrankung.
Projekt "PornLoS"
Um eine verbesserte Versorgung von betroffenen Patientinnen und Patienten zu erproben, wurde das Innovationsfondsprojekt "PornLoS" (Pornografie-Nutzungsstörung effektiv behandeln - Leben ohne Suchtdruck) initiiert. Es wird seit Januar 2024 in den drei Bundesländern Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland durchgeführt.
Diagnose und Behandlung
Für die Diagnose einer PNS gibt es Kriterien, die erfüllt sein müssen. An erster Stelle stehen dabei Kontrollverlust und subjektives Leiden. Es wird von rund drei Prozent der Männer ab 20 Jahre und weniger als ein Prozent der Frauen betroffen. Es wird ein neuer Therapieansatz verfolgt, der aus Einzeltherapie, Gruppentherapie und Unterstützung durch eine App besteht.
Periphere Nervenstimulation (PNS) in der Schmerztherapie
Anwendung und Indikation
Bei der peripheren Neurostimulation wird ein elektrisches Feld generiert, über welches die Schmerzen dann gelindert werden. Die Indikation hierzu sind letztendlich konservativ therapieresistente, tief sitzende Rückenschmerzen. Es müssen relevante psychiatrische/ psychosomatische sowie operativ behandelbare Schmerzursachen ausgeschlossen werden.
Verfahren
Bei der PNS werden in lokaler Betäubung zunächst Probeelektroden in das Schmerzfeld subkutan, also unter die Haut implantiert und ausgeleitet. Auch hier folgt dann, ähnlich wie bei der epiduralen Rückenmarksstimulation zunächst eine Testphase, in der der Schmerzverlauf dokumentiert werden muss.
Das Nervensystem: ZNS und PNS
Anatomische und funktionelle Gliederung
Das Nervensystem kann man in einen anatomischen und in einen funktionellen Teil untergliedern, allerdings ist es untrennbar miteinander verflochten. Ohne Beachtung einer Grenze ziehen die erregungs-leitenden Nervenfasern vom zentralen zum peripheren Nervensystem und umgekehrt.
Das zentrale Nervensystem (ZNS), das aus dem Gehirn und dem Rückenmark besteht, hat die Aufgabe verschiedene Arten von sensorischen Informationen zu verarbeiten. Alle Teile des Nervensystems außerhalb des zentralen Nervensystems bilden das periphere Nervensystem (PNS). Dazu gehören Hirnnerven und ihre Äste als auch das Rückenmark und ihre in die Peripherie verlaufenden Äste, die sog. Spinalnerven.
Funktionen des Nervensystems
Die Kontrolle von Körperbewegungen wird ebenso wie die Regulation der Funktion der inneren Organe und die Erinnerung an vergangene Ereignisse durch das Nervensystem bestimmt. Bei der sensorischen Funktion erkennen bestimmte Sensoren bzw. Neuronen Reize (Rezeptor) im Körperinneren (z.B.
Bei der integrativen Funktion des Nervensystems werden sensorische Informationen verarbeitet. Dabei analysiert und speichert dieses Informationen und bereitet eine entsprechende Reaktion vor. Das Nervensystem kann eine entsprechende motorische Reaktion auslösen, wenn die sensorischen Informationen verarbeitet sind.
Glossar: Schmerzbezogene Begriffe
Um das Verständnis von Schmerztherapie und verwandten Themen zu erleichtern, folgt ein Glossar wichtiger Begriffe:
- Analgetikum: Ein Arzneimittel mit schmerzlindernder oder schmerzstillender Wirkung.
- Anästhesie: Empfindungslosigkeit gegenüber schmerzhaften und nicht schmerzhaften Reizen.
- Antidepressivum: Ein Arzneimittel gegen die Symptome bei Depression. Antidepressiva werden auch bei Ängsten oder zur Behandlung chronischer Schmerzen eingesetzt - auch ohne Vorliegen einer Depression.
- Antikonvulsivum: Medikamente, die zur Unterdrückung epileptischer Anfälle entwickelt wurden, von denen einige auch gegen Nervenschmerzen wirksam sind.
- Arthritis: Entzündung eines oder mehrerer Gelenke.
- Arthrose: Verschleißerkrankung der großen oder kleinen Gelenke.
- Aura bei Migräne: Individuell unterschiedliche Ausfallerscheinungen zumeist im Bereich des Sehens, Fühlens oder Bewegens, die einem Migränekopfschmerz unmittelbar vorausgehen können.
- Autogenes Training: Aufeinander aufbauende gedankliche Übungen, die zu einer körperlichen und seelischen Entspannung führen können.
- Bandscheibenvorfall: Das Heraustreten des inneren Kerns der Bandscheibe aus seiner Faserhülle in den Wirbelkanal.
- Belastungsschmerzen: Schmerzen, die bei über das normale Maß hinausgehender körperlicher Anstrengung oder mechanischer Belastung einer Körperregion auftreten.
- Bewegungsschmerzen: Schmerzen, die bei normaler körperlicher Anstrengung oder mechanischer Belastung einer Körperregion auftreten.
- Bio-psycho-soziales Schmerzmodell: Eine ganzheitliche Sichtweise, in der neben den körperlichen Aspekten auch seelische und soziale Faktoren und deren gegenseitige Beeinflussung als bedeutsam für chronische Schmerzen betrachtet werden.
- Biofeedback: Ein technisches Verfahren, bei dem Körperfunktionen wie die Muskelaktivität oder der Herzschlag gemessen und unmittelbar zurückgemeldet werden.
- Chronische Schmerzen: Schmerzen, die über ein individuell nachvollziehbares zeitliches Maß hinaus anhalten oder immer wiederkehren.
- Clusterkopfschmerz: Kopfschmerzerkrankung mit wiederkehrenden, sehr heftigen und einseitigen Attacken im Bereich von Schläfe und Auge.
- Computertomographie (CT): Schnittbildgebung mithilfe von Röntgenstrahlen.
- CRPS (Komplexes regionales Schmerzsyndrom): Oft infolge einer Verletzung - meist an Armen oder Beinen - auftretender und lang anhaltender Schmerz mit gesteigerter Schmerzempfindlichkeit.
- Dysästhesie/Parästhesie: Missempfindung, die nicht notwendigerweise mit Schmerzen verbunden ist, zum Beispiel ein Kribbeln auf der Haut.
- Evozierter Schmerz: Durch äußere Reize unmittelbar ausgelöster Schmerz, zum Beispiel durch Nadelstiche.
- Facettengelenke: Wirbelbogengelenke: paarige Gelenkverbindung benachbarter Wirbelkörper.
- Faszie: Faszien sind Umhüllungen der Organe, Muskeln und Muskelgruppen.
- Faszien-Therapie: Behandlung unbeweglicher und unelastischer Faszien.
- Fibromyalgie-Syndrom: Eine länger anhaltende Erkrankung mit Schmerzen in mehreren Körperbereichen und erhöhter Schmerzempfindlichkeit.
- Gelenkblockade: Einschränkung der Beweglichkeit eines Gelenks.
- Hypästhesie/Hypoästhesie: Vermindertes Empfinden von nicht schmerzhaften Reizen.
- Hyperalgesie: Gesteigertes Schmerzempfinden eines schmerzhaften Reizes.
- Hyperästhesie: Gesteigertes, aber schmerzloses Empfinden eines nicht schmerzhaften Reizes.
- Hypnose: Ein veränderter Bewusstseinszustand, der sich von Schlaf und Wachsein unterscheidet.
- Hypnotherapie: Eine Form der Psychotherapie, in der hypnotische Trance genutzt wird, um Gedanken und Erinnerungen neu zu verknüpfen, neue Lösungsmöglichkeiten für Probleme zu finden und körperliche Veränderungen für Heilungsprozesse zu fördern.
- Hypoalgesie: Vermindertes Schmerzempfinden eines schmerzhaften Reizes.
- Iatrogen: Durch Ärzte oder andere Therapeuten verursacht, zum Beispiel als Behandlungsfehler.
- Idiopathische Schmerzen: Schmerzen ohne erkennbare Ursache.
- Iliosakralgelenksblockade (ISG-Blockade): Bewegungseinschränkung des ohnehin straffen Gelenkes zwischen Kreuzbein und Darmbein durch Fehlbelastung, Bandlockerung oder Abweichen der Stellung der Gelenkflächen zueinander von der Norm.
- Injektion: Einbringung von Medikamenten mithilfe einer Spritze.
- Invasive Schmerzbehandlung: Behandlungsmethoden, bei denen Medikamente meist durch Injektionen mit Spritzen oder Katheter (dünne Schläuche) in den Körper eingebracht werden.
- Ischialgie: Sammelbezeichnung für Schmerzzustände im Versorgungsbereich des Ischiasnervs, der vom unteren Rücken über das Bein bis zum Fuß verläuft.
- Konservative Schmerztherapie: Behandlung von Schmerzen mithilfe medikamentöser Therapie, Psychotherapie, Physiotherapie (Krankengymnnastik) und/oder physikalischen Maßnahmen, z.B. der Anwendung von Wärme oder Kälte.
- Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch: Kopfschmerzen an mehr als 15 Tagen pro Monat, die infolge einer zu häufigen Einnahme von Schmerzmitteln auftreten.
- Krankheitsgewinn: Vom Patienten erlebte Vorteile, die aus einer Krankheit hervorgehen können.
- Leitlinien: Medizinische Leitlinien sind systematisch entwickelte Expertenaussagen mit Behandlungsempfehlungen.
- Lokalanästhetikum: Medikament, das eingespritzt werden kann und eine örtliche Betäubung verursacht.
- Magnetresonanztomografie (MRT): Für den Körper unbelastende Technik zur Schnittbildgebung mithilfe von Magnetfeldern, auch als Kernspintomografie bezeichnet.
- Medikamentenabhängigkeit: Zwingendes Verlangen nach einem bestimmten Medikament.
- Medikamentenfehlgebrauch: Für den Patienten ungünstige Anwendung eines Medikamentes außerhalb der vorgesehenen Zulassung.
- Medikamenteninteraktion: Beeinflussung einer Medikamentenwirkung durch ein anderes Medikament.
- Medikamentenmissbrauch: Körperlicher oder für die Psyche schädlicher Gebrauch von Medikamenten.
- Missempfindungen: Ungewöhnliche durch Gefühlsnerven vermittelte Sinneswahrnehmungen, z.B. ein Brennen, Kribbeln, Stechen oder Ameisenlaufen.
- Multimodale Schmerztherapie: Ein eng unter den beteiligten Berufsgruppen abgestimmtes, individuelles Behandlungskonzept aus medikamentöser, psychologischer und Physiotherapie.
- Multiprofessionelle Schmerztherapie: Eine Therapie, in der verschiedene Berufsgruppen fachübergreifend zusammenarbeiten.
- Myofaszialer Schmerz: Schmerzen, die von Muskulatur, dem Sehnen- oder Bindegewebe ausgehen und durch Verklebung des Gewebes bedingt sind.
- Nervenblockade: Unterbrechung der Nervenleitung, häufig im Sinn einer Unterdrückung der Schmerzweiterleitung.
- Nervenschmerzen: Siehe ->neuropathischer Schmerz
- Nervenwurzel: Unmittelbar an das Rückenmark angrenzendes Bündel von Nervenfasern, das Gefühlsnervenbahnen und auch motorische Nervenbahnen zu den Muskeln enthält.
- Neuralgie: Attackenförmiger Nervenschmerz.
- Neuritis: Entzündung eines Nervs.
- Neuromodulation: Beeinflussung der Erregbarkeit von Nervenzellen, z.B. durch ->Neurostimulation.
- Neuronal: Nerven betreffend.
- Neuronale Plastizität: Der Ausdruck beschreibt die Anpassungsvorgänge im schmerzverarbeitenden System von Rückenmark und Gehirn, die zu einer Aufrechterhaltung von Schmerzen beitragen können.
- Neuropathie: Schädigung eines Nerven, die schmerzhaft oder schmerzlos sein kann.
- Neuropathischer Schmerz: Schmerz als direkte Folge einer Schädigung der Gefühlsbahnen im Nervensystem.
- Neurostimulation: Erregung von Nerven, meist durch Stromimpulse.
- Neurostimulator: Elektronisches System, das aus einem Impulsgeber und Kabeln mit Elektroden besteht und schwache elektrische Impulse aussendet.
- Nozizeptiver Schmerz: Normales Schmerzerleben - ausgelöst durch Reize, die auf gesunde Schmerzfasern einwirken.
- Nozizeptor: Für die Wahrnehmung von Schmerzen verantwortlicher Nerv.
- NSAR (Nicht-steroidale Anti-Rheumatika): Gruppe von entzündungshemmenden Schmerzmitteln, die kein Kortison enthalten.
- Opioide /Opiate: Gruppe von stark wirksamen Schmerzmitteln.
- Osteoporose: Knochenerkrankung, die mit einer verminderten Knochenmasse und einer Verschlechterung des Knochengewebes einhergeht.
- Palliativmedizin: Medizinischer Bereich, in dem Menschen mit fortgeschrittenen und nicht mehr heilbaren Erkrankungen versorgt werden.
- Periduralanästhesie (auch: Epiduralanästhesie): Regionale Narkoseform, bei der ein örtlich wirkendes Schmerzmittel in die Nähe des Rückenmarks gespritzt wird.
- Periphere Nervenstimulation (PNS): Elektrische Reizung von Nerven durch unter die Haut eingebrachte Elektroden, meist an Armen oder Beinen.
- Periphere Sensibilisierung: Gesteigerte Empfindlichkeit von Schmerzfasern infolge andauernder Reizung, zum Beispiel als Hitzeüberempfindlichkeit bei Sonnenbrand.
- Periradikuläre Therapie (PRT): Einspritzung von schmerzstillenden Medikamenten direkt an eine Nervenwurzel im Bereich der Wirbelsäule.
- Perzeption: Vorgang und Inhalte der Körperwahrnehmung, z.B. das Spüren eines brennenden Schmerzes der Füße nach Nervenschädigung.
- Phantomschmerzen: Schmerzen, die außerhalb des eigenen Körpers erlebt werden, wo sich ein zuvor amputiertes Bein oder Arm befunden hatten.
- Plexus: Nervengeflecht.
- Polymyalgie: Schmerzhafte entzündliche Erkrankung mehrerer Muskeln.
- Polyneuropathie: Gleichzeitige Schädigung mehrerer Nerven, die schmerzlos oder schmerzhaft sein kann, zum Beispiel im Rahmen einer Zuckerkrankheit.
- Postoperativ: Die Tage oder Wochen nach einem chirurgischen Eingriff, abhängig von Ausmaß und Folgen der Operation.
- Progressive Relaxation: Ein Entspannungsverfahren, bei dem durch abwechselnde bewusste Anspannung und Entspannung der Muskeln die Körperwahrnehmung trainiert und Schmerzen günstig beeinflusst werden können.
- Propriozeptoren: Nervenendigungen, die Informationen aus Muskeln, Sehnen und Gelenkkapseln aufnehmen und zur Wahrnehmung der Stellung und Bewegung des Körpers im Raum beitragen.
- Psychopharmakon: Medikamente mit Einfluss auf die Psyche.
- Psychosomatik, Psychosomatische Medizin: Ein Fachgebiet der Medizin. Es beschäftigt sich mit Störungen, bedingt durch Zusammenhänge und Wechselwirkungen von Körper, Seele und Umwelt.
- Psychotherapie: Ein Überbegriff für verschiedene Therapieverfahren, die zur Behandlung seelischer Störungen eingesetzt werden.
- Radikulär/pseudoradikulär: Die Nervenwurzeln betreffend (radikulär) oder nur anscheinend (pseudo-) betreffend mit einer vergleichbaren Schmerzausstrahlung.
- Rezidivierend: Nach einer Heilung wiederkehrend.
- Ruheschmerzen: Anhaltende Schmerzen, die durch äußere Reize verstärkt werden können, meist aber ohne diese fortbestehen.
- Schmerzgedächtnis: Oberflächlicher Begriff. Dieser Ausdruck beschreibt die Anpassungsvorgänge im schmerzverarbeitenden System von Rückenmark und Gehirn, die zu einer Aufrechterhaltung von Schmerz beitragen können.
- Schmerzpumpe: Pumpe, die schmerzlindernde Medikamente enthält und diese über einen dünnen Schlauch entweder in das Blut oder an Nerven transportiert.
- Schmerzschwelle: Die geringste Reizstärke, die als schmerzhaft e…