Pochende Schmerzen im Bauch: Ursachen, Diagnose und Behandlung

Ein pochendes Gefühl im Bauch kann beunruhigend sein. Es kann verschiedene Ursachen haben, von harmlosen Darmbewegungen bis hin zu ernsthaften Erkrankungen wie einem Aortenaneurysma. Dieser Artikel untersucht die möglichen Ursachen für pochende Schmerzen im Bauch, die Diagnosemethoden und die verfügbaren Behandlungsoptionen.

Einführung

Ein Pochen im Bauch kann sich wie ein pulsierender Herzschlag anfühlen und wird oft durch den Blutfluss in den Arterien verursacht. Während gelegentliches Pochen normal sein kann, sollten anhaltende oder sich verschlimmernde Symptome ärztlich abgeklärt werden.

Mögliche Ursachen für Pochen im Bauch

1. Darmaktivität

Ein Klopfen oder Pochen im Bauch kann ein Zeichen dafür sein, dass der Darm aktiv ist. Der Dick- und Enddarm befinden sich im unteren Bauch und bringen unverdauliche Nahrungsteile in eine Form, die ausgeschieden werden kann. Manchmal kündigt sich dadurch aber auch Durchfall an. Vergeht dieser jedoch wieder, ist das harmlos.

2. Blinddarmentzündung

Das Pochen im Unterleib kann aber auch Hinweis auf eine Blinddarmentzündung sein. Als Symptom einer Blinddarmentzündung beginnt das Klopfen meist in der Bauchnabelgegend und wandert dann tiefer in den rechten Unterbauch.

3. Aortenaneurysma

Ein Aneurysma im Bauch kann sich durch ein Pochen im Bauch bemerkbar machen. Bei einem Aneurysma handelt es sich um eine Ausstülpung einer Schlagader. Ein Aneurysma ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Platzt die Ader, weil Sie zu groß ist, kommt es zu inneren Blutungen. Zuerst verursachen Aneurysmen keine Schmerzen oder andere Anzeichen.

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4. Roemheld-Syndrom

Beim Roemheld-Syndrom führt Luft im Darm zu Beschwerden am Herzen. Die Ursachen für die Entstehung der Gase sind unterschiedlich. Dass sich Gas im Verdauungstrakt bildet, ist völlig normal. Überschüssige Gase lässt der Körper wieder heraus - durch Aufstoßen oder Flatulenzen (Blähungen). Wenn jedoch mehr Gas entsteht, als der Körper loswerden kann, kann dies zu unangenehmen Beschwerden führen; etwa zu Magenschmerzen oder Darmkrämpfen.

5. Weitere Ursachen

Klopft es im Bauch, ist dies oft ein Zeichen dafür, dass der Darm aktiv ist. Denn der Dick- und Enddarm befinden sich im unteren Bauch und bringen unverdaulichen Nahrungsteile in eine Form, die Sie ausscheiden können. Manchmal kündigt sich dadurch aber auch Durchfall an.

Diagnose

Um die Ursache für das Pochen im Bauch zu ermitteln, wird der Arzt zunächst eine Anamnese erheben und eine körperliche Untersuchung durchführen. Dabei wird er nach den genauen Symptomen fragen und den Bauch abtasten, um mögliche Auffälligkeiten festzustellen.

Bildgebende Verfahren

  • Ultraschalluntersuchung: Eine Ultraschalluntersuchung des Bauches kann helfen, ein Aneurysma der Bauchschlagader zu erkennen und dessen Durchmesser zu bestimmen.

  • Computertomographie (CT): Eine CT-Untersuchung kann detailliertere Bilder der Bauchorgane und Blutgefäße liefern und somit bei der Diagnose von Aneurysmen, Entzündungen oder anderen Erkrankungen hilfreich sein.

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  • Magnetresonanztomographie (MRT): Eine MRT-Untersuchung kann ebenfalls detaillierte Bilder der Bauchorgane und Blutgefäße liefern und ist besonders nützlich, um Weichteile und Blutgefäße darzustellen.

Weitere Untersuchungen

Je nach Verdacht kann der Arzt weitere Untersuchungen anordnen, wie z.B. Blutuntersuchungen, um Entzündungen oder andere Erkrankungen festzustellen.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlungsmöglichkeiten für ein Pochen im Bauch hängen von der zugrunde liegenden Ursache ab.

Konservative Behandlung

  • Beobachtung: Kleinere Aneurysmen der Bauchschlagader mit einem Durchmesser von weniger als 5,5 cm bei Männern und weniger als etwa 5 cm bei Frauen werden gewöhnlich regelmäßig beobachtet.

  • Lebensstiländerungen: Wer raucht, bekommt außerdem die Empfehlung, damit aufzuhören. Denn Rauchen gilt als entscheidender Risikofaktor, der ein Aneurysma schneller wachsen lässt. Bei Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck oder erhöhten Cholesterinwerten wird dazu geraten, diese zu behandeln. Neben einer Ernährungsumstellung mit Gewichtsabnahme und mehr Bewegung gibt es dazu wirksame Medikamente.

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  • Ernährungsumstellung: Es gibt Lebensmittel, die Blähungen fördern. Dazu zählen unter anderem Zwiebeln, Kohl, Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen, aber auch Müsli, frisches Brot und Rohkost. Kohlensäurehaltige Getränke wie Limonaden oder sprudelndes Mineralwasser steigern ebenfalls den Gasgehalt im Darm. Beim Roemheld-Syndrom ist es daher wichtig, dass Sie blähende Lebensmittel möglichst meiden und außerdem langsam essen und gut kauen, damit mit der Mahlzeit möglichst wenig zusätzliche Luft in den Verdauungstrakt gelangt.

  • Medikamente: Reicht eine Ernährungsumstellung und das Vermeiden bestimmter Lebensmittel nicht aus, gibt es spezielle Medikamente, die Gase so verändern, dass sie vom Körper besser aufgenommen oder abgesetzt werden können. Pflanzliche Arzneimittel mit ätherischem Fenchel-, Anis- oder Kümmelöl verhindern eine zu starke Gärung der Nahrung, die zu Gasbildung führt, und fördern die Verdauung. Medikamente aus der Gruppe der Prokinetika sorgen dafür, dass der Nahrungsbrei schneller verdaut wird und weniger Gärungsprozesse entstehen.

Operative Behandlung

  • Aneurysma-Operation: Wenn ein hohes Risiko besteht, dass ein Aneurysma reißt, ist ein operativer Eingriff eine Möglichkeit der Vorbeugung. Für gesetzlich krankenversicherte Männer gibt es ab 65 das Angebot, einmalig an einer kostenlosen Ultraschalluntersuchung der Bauchaorta teilzunehmen. Diese Früherkennung hat Vor- und Nachteile. Einerseits: Wenn ein Aneurysma rechtzeitig entdeckt wird, kann es operiert werden, bevor es lebensbedrohlich wird. Andererseits: Es werden Aneurysmen entdeckt, die nie gefährlich geworden wären. Die Diagnose kann dann selbst zur Belastung werden. Vor der Entscheidung für oder gegen die Früherkennung ist es sinnvoll, sich gut über die Vor- und Nachteile zu informieren.

  • Blinddarmoperation: Daher wird jeder entzündete Blinddarm schnellstmöglich entfernt. Dies ist eine gängige und unkomplizierte Operation.

Behandlung des Roemheld-Syndroms

Ist eine Grunderkrankung der Auslöser der vermehrten Luft im Magen-Darm-Trakt, muss eine entsprechende Therapie erfolgen. Bei Unverträglichkeiten ist es entscheidend, dass Sie auf die entsprechenden Lebensmittel verzichten. Darüber hinaus gibt es mehrere Möglichkeiten, überschüssige Luft im Körper zu vermeiden beziehungsweise zu reduzieren:

  • Umstellung der Ernährung: Es gibt Lebensmittel, die Blähungen fördern. Dazu zählen unter anderem Zwiebeln, Kohl, Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen, aber auch Müsli, frisches Brot und Rohkost. Kohlensäurehaltige Getränke wie Limonaden oder sprudelndes Mineralwasser steigern ebenfalls den Gasgehalt im Darm. Beim Roemheld-Syndrom ist es daher wichtig, dass Sie blähende Lebensmittel möglichst meiden und außerdem langsam essen und gut kauen, damit mit der Mahlzeit möglichst wenig zusätzliche Luft in den Verdauungstrakt gelangt.

  • Behandlung mit Medikamenten: Reicht eine Ernährungsumstellung und das Vermeiden bestimmter Lebensmittel nicht aus, gibt es spezielle Medikamente, die Gase so verändern, dass sie vom Körper besser aufgenommen oder abgesetzt werden können. Pflanzliche Arzneimittel mit ätherischem Fenchel-, Anis- oder Kümmelöl verhindern eine zu starke Gärung der Nahrung, die zu Gasbildung führt, und fördern die Verdauung. Medikamente aus der Gruppe der Prokinetika sorgen dafür, dass der Nahrungsbrei schneller verdaut wird und weniger Gärungsprozesse entstehen.

  • Weitere Maßnahmen: Soforthilfe gegen Blähungen, die das Roemheld-Syndrom auslösen können, verschafft Ihnen eine Wärmflasche auf dem Bauch. Auch Kräutertees wirken beruhigend, wenn sie zum Beispiel Kamillenblüten, Pfefferminzblätter oder Kümmel- und Fenchelsamen enthalten. Zur Vorbeugung gegen Blähungen hilft auch, Stress zu vermeiden und sich ausreichend zu bewegen. Insbesondere, wenn Sie berufsbedingt viel sitzen müssen, tut es der Verdauung gut, regelmäßig aufzustehen und spazieren zu gehen. Auch spezielle Übungen, die die Bauchmuskeln trainieren, können einem Roemheld-Syndrom vorbeugen.

Prävention

Einige Risikofaktoren für Aneurysmen der Bauchschlagader können beeinflusst werden, wie z.B. Rauchen, Bluthochdruck und erhöhte Cholesterinwerte. Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung und dem Verzicht auf Nikotin kann dazu beitragen, das Risiko für die Entstehung eines Aneurysmas zu verringern.

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