Polyneuropathie, eine Erkrankung, die durch Schädigung mehrerer peripherer Nerven gekennzeichnet ist, kann verschiedene Ursachen haben. Eine davon ist ein Mangel an Vitamin B1 (Thiamin). Dieser Artikel beleuchtet die Rolle von hochdosiertem Vitamin B1, insbesondere in Form von Benfotiamin, bei der Behandlung von Polyneuropathie, wobei die Ursachen, Symptome, Diagnose und verschiedene Therapieansätze berücksichtigt werden.
Einführung in die Polyneuropathie
Bei einer Neuropathie liegen Schäden an den Nerven vor. Meist sind bei der Erkrankung gleich mehrere periphere Nerven betroffen, weshalb Ärzte auch von Polyneuropathie sprechen. Sie kann verschiedenste Ursachen haben. Sehr oft entwickelt sie sich jedoch bei Menschen mit der Zuckerkrankheit Diabetes mellitus. Etwa 30 von 100 Menschen mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes haben eine periphere diabetische Neuropathie.
Die Bedeutung von Vitamin B1 (Thiamin)
Thiamin oder Vitamin B1 ist ein wasserlösliches Vitamin, das zum Vitamin B-Komplex gehört. Da der menschliche Körper Thiamin nicht selbst bilden und nur in geringen Mengen für kurze Zeit speichern kann, muss der essentielle Biofaktor regelmäßig über die Ernährung aufgenommen werden.
Funktionen von Thiamin
Vitamin B1 (Thiamin) befindet sich in der Zellmembran der Nervenzellen und ist somit an der Informationsübermittlung zwischen den Nerven und der Muskulatur beteiligt. Der essentielle Biofaktor gilt als „Nervenvitamin“. Der Grund: Die Energiegewinnung in den Nervenzellen erfolgt hauptsächlich durch einen Abbau von Glukose. Gehirn und Nervenzellen sind also auf Energie aus Kohlenhydraten angewiesen. Daher ist eine ausreichende Versorgung mit Thiamin für die gesunde Funktion der Nervenzellen unerlässlich.
Ursachen und Folgen eines Thiaminmangels
Ein Thiaminmangel kann zum einen durch eine verminderte Aufnahme des Biofaktors über die Ernährung, vor allem bei Reduktionsdiäten und Essstörungen, bedingt sein. Zum anderen steigt in bestimmten Lebenssituationen der Thiaminbedarf an. So benötigen schwangere und stillende Frauen mehr Thiamin. Auch Leistungssportler und Menschen, die körperlich schwer arbeiten, haben aufgrund ihres erhöhten Stoffwechsels einen höheren Bedarf des Biofaktors. Patienten, die sich einer Hämodialyse unterziehen müssen, haben ebenfalls einen erhöhten Bedarf, da das Thiamin bei der Dialyse größtenteils aus dem Blut gefiltert wird. Die Einnahme von Diuretika („Entwässerungstabletten“) erhöht die Thiaminausscheidung über die Nieren. Insbesondere bei älteren Menschen, die bereits durch eine eingeschränkte Ernährung zu wenig Thiamin aufnehmen, kann sich eine zusätzliche Diuretika-Zufuhr negativ auswirken. Zudem kann die Resorption von Thiamin über den Darm vermindert sein, z.B. bei chronischen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Zöliakie oder nach Darmteilentfernungen oder -operationen. Zu den wichtigsten Risikogruppen allerdings zählen Patienten mit einem Diabetes mellitus und Menschen mit Alkoholabusus.
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Aufgrund seiner physiologischen Bedeutung für den Kohlenhydratstoffwechsel führt ein Thiamin-Mangel zu Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels. Insbesondere die Organe, die zur Energiegewinnung Glukose verbrauchen - Nervensystem und Muskulatur, auch die Herzmuskulatur - leiden unter einem Mangel des Biofaktors. Zunächst kommt es zu einem subklinischen Vitamin B1-Mangel, der sich durch unspezifische Symptome wie Muskelschwäche und verminderte Leistungsfähigkeit sowie erhöhte Reizbarkeit und leichte Depressionen zeigt. Da der Organismus nur geringe Mengen Thiamin und diese nur kurze Zeit speichern kann, kann es schnell zu einem manifesten Mangel des Biofaktors kommen. Dieser zeigt sich durch periphere Neuropathien mit Empfindungsstörungen v. a. in den Füßen, wie Kribbeln, Brennen und Taubheitsgefühl sowie neuropathischen Schmerzen. Insbesondere Diabetiker entwickeln eine diabetische Neuropathie mit der Gefahr eines diabetischen Fußsyndroms. Weiterhin kann es zu zerebralen Störungen mit Schwindel, Gangunsicherheit, Bewusstseinsstörungen sowie Schlaflosigkeit und Leistungsschwäche kommen. Die kognitiven Störungen in Folge eines Vitamin-B1-Mangels können sich bis zur Entwicklung einer Demenz ausweiten. Typisch sind auch kardiovaskuläre Störungen, insbesondere Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz (Herzschwäche). Da Thiamin von essentieller Bedeutung für den Energiestoffwechsel ist und als Coenzym bei energieerzeugenden Reaktionen zur Ankurbelung der Herzkontraktion fungiert, kann ein Thiaminmangel zur Herzschwäche beitragen. Über diesen Mechanismus kann eine Herzinsuffizienz verursacht oder verschlimmert werden.
Thiaminbedarf
Laut Empfehlungen der D-A-CH-Fachgesellschaften, der Gesellschaften für Ernährung in Deutschland, Österreich und der Schweiz, benötigen gesunde Personen folgende Mengen des Biofaktors Thiamin:
- Männer (19 - 24 Jahre): 1,3 mg/Tag
- Männer 25 - 65 Jahre: 1,2 mg/Tag
- Männer über 65 Jahren: 1,1 mg/Tag
- Frauen ab 19 Jahren: 1,0 mg/Tag
- Schwangere (2. Trimester): 1,2 mg/Tag
- Schwangere (3. Trimester): 1,3 mg/Tag
- Stillende: 1,3 mg/Tag
Vitamin B1-Mangel und Diabetes
Zu der Neuropathie bei Menschen mit Diabetes kann ein Vitamin-B1-Mangel ursächlich beitragen. Dieses Vitamin gilt als „Nervenvitamin“, weil es für die Funktion des Nervensystems unverzichtbar ist. Eine Unterversorgung mit Vitamin B1 (Thiamin) kann daher in Schäden des peripheren Nervensystems münden oder diese verstärken. Belegt wurden diese Zusammenhänge durch mehrere Studien mit Diabetikern. Sie haben 75 bis sogar 90 Prozent weniger Vitamin B1 im Blutplasma als Menschen ohne Zuckerkrankheit. Der Grund ist, dass sie einerseits einen erhöhten Bedarf an Vitamin B1 haben und andererseits ihr Körper verstärkt Thiamin über die Nieren ausscheidet. Die Neuropathie kann sich durch unangenehme Symptome bemerkbar machen: Kribbeln in den Beinen und Füßen, Taubheitsgefühle sowie Brennen oder Schmerzen in den Füßen - Beschwerden, die den Zuckerkranken besonders nachts oder in Ruhe zu schaffen machen. Bei etwa der Hälfte der Betroffenen verläuft die Neuropathie jedoch vermeintlich frei von Symptomen.
Erhöhter Bedarf und Ausscheidung bei Diabetikern
Insbesondere Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für einen Vitamin B1-Mangel. Bei erhöhtem Blutzuckerspiegel steigt der Vitamin B1-Bedarf, zudem erhöht sich bei Diabetikern die Ausscheidung von Vitamin B1 über die Nieren auf das 3- bis 4-Fache. Anhand einer Studie konnte gezeigt werden, dass der Thiamin-Blutplasmaspiegel bei Diabetikern um durchschnittlich 75 % niedriger ist als bei Nicht-Diabetikern. In der Folge des Thiaminmangels werden Kohlenhydratstoffwechsel und Energiegewinnung aus Glukose gestört, was zu einer Nervenschädigung führt.
Symptome der Neuropathie bei Diabetikern
Mögliche Symptome sind Schmerzen, Kribbeln oder Taubheit an den Extremitäten wie etwa an den Füßen und Unterschenkeln. Eine späte Komplikation der Neuropathie ist wiederum das gefürchtete diabetische Fußsyndrom. Die Neuropathie kann sich durch unangenehme Symptome bemerkbar machen: Kribbeln in den Beinen und Füßen, Taubheitsgefühle sowie Brennen oder Schmerzen in den Füßen - Beschwerden, die den Zuckerkranken besonders nachts oder in Ruhe zu schaffen machen.
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Hochdosierte Vitamin B1-Therapie
Bei einem nachgewiesenen Thiaminmangel kann die therapeutische Zufuhr des Biofaktors um ein Vielfaches höher liegen als von den D-A-CH-Gesellschaften empfohlen.
Benfotiamin: Eine fettlösliche Vorstufe von Vitamin B1
Um Neuropathien in Folge eines Vitamin B1-Mangels auf oralem Weg zu behandeln, empfiehlt sich das besser bioverfügbare Benfotiamin, das in Studien auch zu einer Linderung der neuropathischen Symptome wie Missempfindungen, Taubheitsgefühle und Schmerzen in den Füßen führte. Auch bei Menschen mit chronischem Alkoholabusus gilt Vitamin B1-Mangel als häufige Ursache einer Polyneuropathie mit Nervenschäden. Eine Studie zeigte, dass diese Patienten ebenfalls von einer Thiaminsubstitution mittels Benfotiamin profitieren konnten.
Der Wirkstoff Benfotiamin ist eine fettlösliche Vorstufe (Prodrug) von Thiamin (Vitamin B1) und wird im Körper sehr gut aufgenommen und schnell in seine wirksame Form umgewandelt.
Vorteile von Benfotiamin gegenüber Thiamin
Aufgrund seiner relativ langsamen Aufnahme und begrenzten Bioverfügbarkeit wird das wasserlösliche Thiamin daher im therapeutischen Dosisbereich häufig durch Benfotiamin, eine fettlösliche Vorstufe von Thiamin, ersetzt. Es konnte gezeigt werden, dass Benfotiamin 5-mal besser vom Körper aufgenommen wird als wasserlösliches Thiamin. Aufgrund seiner lipidlöslichen Eigenschaften gelangt Benfotiamin auch ohne Transporter direkt in die Zelle und wird dort in seine biologisch aktive Form, das Thiamindiphosphat, umgewandelt. Im Gegensatz zum wasserlöslichen Vitamin B1 kann der Körper Benfotiamin deutlich (ungefähr fünfmal) besser aufnehmen. Anders als das Vitamin B1 benötigt Benfotiamin keinen Transporter, um vom Darm in die Blutbahn zu gelangen.
Empfohlene Tagesdosis
In Bezug auf Empfehlungen zur Tagesdosis zum Ausgleich eines Mangels können vor allem Studien zur Wirkungsweise von Benfotiamin bei Patienten mit diabetischer Polyneuropathie herangezogen werden. Hier liegen die Empfehlungen bei 300 bis 600 mg pro Tag.
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Sicherheit von hochdosiertem Vitamin B1
Eine Vitamin B1-Überdosierung durch eine übermäßige Aufnahme über Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel ist nicht bekannt. Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) schätzt das gesundheitliche Risiko bei Verwendung von Thiamin-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln bzw. Thiamin-angereicherten Lebensmitteln als gering ein. Für den Biofaktor wurde kein Tolerable Upper Intake Level (UL) abgeleitet und auch bei Verzehr von Mengen weit oberhalb der Zufuhrreferenzwerte wurden bislang keine nachteiligen Gesundheitseffekte beobachtet.
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Weitere Therapieansätze bei Polyneuropathie
Neben der Behandlung mit hochdosiertem Vitamin B1 gibt es weitere Therapieansätze, die bei Polyneuropathie in Betracht gezogen werden können.
Medikamentöse Behandlung
In der Nationalen Versorgungsleitlinie „Neuropathie bei Diabetes im Erwachsenenalter“ sind als hilfreiche Medikamente einige Antidepressiva, Pregabalin und ausgewählte Schmerzmittel aufgeführt.
Alpha-Liponsäure
Als zusätzliche Behandlungsoption des oxitativen Stress der Nervenzellen ist das Antioxidans Alpha-Liponsäure, das seit vielen Jahren in der Behandlung der diabetischen Polyneuropathie eingesetzt wird.
Elektroakupunktur
Eine gute nichtmedikamentöse Behandlungsmöglichkeit der neuropathischen Schmerzen der Füße ist die durchgeführte Elektroakupunktur.
Vitamin B-Komplex
Vitamin B12 ist mit anderen B Vitaminen grundlegend für die Erneuerung (Regneration) von geschädigten Nerven. Insbesondere geschädigte Nerven haben einen erhöhten Vitamin B und Folsäurebedarf. Die Vitamin-B-Kur besteht aus der gezielten Zufuhr der lebensnotwendigen B-Vitamine B1, B6, B12 und Folsäure (Vitamin B9). Ein Mangel an diesen Vitaminen kann zu Nervenschäden, Erschöpfung und weiteren Beschwerden führen. Die B-Vitamine sind für ein funktionierendes Nervensystem unverzichtbar. Ein Mangel kann Nervenschmerzen auslösen, die sich durch die gezielte Zufuhr von Vitamin B oft beheben lassen, solange keine irreversiblen Schäden vorliegen.
Wichtige Hinweise zur Einnahme von Vitamin B-Komplex forte Hevert
Vitamin B Komplex forte Hevert enthält die hochdosierten B-Vitamine Vitamin B1 (Thiamin), Vitamin B6 (Pyridoxin) und Vitamin B12 (Cyanocobalamin). Dieser einzigartige Neuro-Tri-Komplex verbessert die Stoffwechselprozesse in den Zellen, besonders in den Nervenzellen und trägt so zur Regeneration und zum Schutz der Nerven bei.
Überempfindlichkeit gegen Thiaminnitrat (Vitamin B1), Pyridoxinhydrochlorid (Vitamin B6), Cyanocobalamin (Vitamin B12) oder einen der sonstigen Bestandteile. In Schwangerschaft und Stillzeit ist “Vitamin B Komplex forte Hevert” aufgrund seiner Wirkstoffmenge nur zur Behandlung eines nachgewiesenen Vitamin B1- und B6-Mangels sinnvoll und nur anzuwenden, wenn der Arzt dies für unbedingt erforderlich hält. Die Sicherheit einer Anwendung in der vorliegenden Dosierung ist bislang nicht belegt. Vitamin B1, B6 und B12 gehen in die Muttermilch über. Aufgrund der Bestandteile Vitamin B1 (Thiaminnitrat) und Vitamin B12 (Cyanocobalamin) können in Einzelfällen Schweißausbrüche, Tachykardie und Hautreaktionen mit Juckreiz und Urticaria auftreten. Bei langfristiger Einnahme von Tagesdosen über 50 mg Vitamin B6 (Pyridoxinhydrochlorid) sowie bei kurzfristiger Einnahme von Dosen im Grammbereich wurden periphere sensorische Neuropathien beobachtet. Photosensitivität wurde bei sehr hohen Tagesdosen beschrieben. Vitamin B1 (Thiaminnitrat) wird durch 5-Fluoruracil inaktiviert, da 5-Fluoruracil kompetitiv die Phosphorylierung von Thiamin zu Thiaminpyrophosphat hemmt. Bei Langzeitbehandlung mit Furosemid kann ein Thiamindefizit durch vermehrte renale Ausscheidung entstehen. Vitamin B6 (Pyridoxin) kann zu einer Wirkungsabschwächung von L-Dopa führen.
Prävention und Früherkennung
Wichtig ist es daher, eine Neuropathie möglichst frühzeitig zu erkennen und zeitnah mit einer entsprechenden Therapie zu beginnen. Am besten ist es natürlich, die Nervenschäden schon im Ansatz zu verhindern. So lassen sich Spätkomplikationen wie ein diabetischer Fuß oftmals vermeiden. Achten Sie daher auf dauerhaft gut eingestellte Blutzuckerwerte. Das gilt sowohl bei einem Typ-1- als auch Typ-2-Diabetes. Dadurch lässt sich das Risiko für die Entstehung der Neuropathie vermindern sowie das Fortschreiten bremsen. Nehmen Sie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt wahr. Durch verschiedene Untersuchungen und Tests lässt sich herausfinden, ob sich eine Neuropathie anbahnt oder sogar schon vorliegt. Menschen mit Typ-1-Diabetes sollten spätestens fünf Jahre nach der ersten Diagnose zu einem Neuropathie-Screening gehen. Personen mit Typ-2-Diabetes sollten das Screening direkt ab dem Zeitpunkt der Diagnose wahrnehmen. Unabhängig vom Diabetestyp sollten Sie die Kontrollen auf eine Neuropathie mindestens einmal pro Jahr wiederholen. Suchen Sie sich regelmäßige Unterstützung bei der medizinischen Fußpflege. Denn Fachleute können meist besser herausfinden, wie es um Ihre Füße steht. Widmen Sie Ihren Füßen aber auch selbst jeden Tag Ihre Aufmerksamkeit. Kleinere Wunden oder Druckstellen lassen sich per Selbsttest für die Füße schneller aufspüren.
Ernährung und Vitamin B1-reiche Lebensmittel
Thiamin ist in Lebensmitteln tierischen und pflanzlichen Ursprungs enthalten. Unter den Lebensmitteln tierischen Ursprungs sind vor allem Schweinefleisch, Leber und einige Fischsorten wie Thunfisch, Scholle und Lachs gute Thiamin-Lieferanten. Bei den Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs enthalten Hefe, Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkorngetreide, Kartoffeln und Spargel ausreichende Mengen des Biofaktors.
Allerdings reagiert Vitamin B1 sehr empfindlich auf Hitze, weshalb der Thiamin-Gehalt durch Erhitzen und Kochen der Lebensmittel um bis zu 30 % abnehmen kann. Thiamin ist wasserlöslich, wodurch beim Kochen ein Teil ins Kochwasser verloren geht. Auch durch falsche Lagerung der Lebensmittel wird der Thiamingehalt reduziert, da der Biofaktor empfindlich auf Sauerstoff und UV-Einfluss reagiert.
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