Zovirax Duo ist ein rezeptfreies Medikament zur Behandlung von Lippenherpes, das eine Zweifach-Wirkformel besitzt. Es kombiniert Aciclovir, einen antiviralen Wirkstoff, der die Vermehrung der Herpesviren stoppt, mit Hydrocortison, einem entzündungshemmenden Wirkstoff, der die durch die Viren ausgelöste Entzündungsreaktion des Körpers bekämpft. Im Idealfall kann Zovirax Duo bei frühzeitiger Anwendung die Bildung von Lippenherpesbläschen sogar verhindern oder die Heildauer verkürzen und die sichtbaren Symptome verringern, sollte doch ein Bläschen entstehen.
Anwendungsgebiete von Zovirax Duo
Zovirax Duo Creme wird zur Behandlung von frühen Anzeichen eines Lippenherpes (z. B. Kribbeln, Juckreiz oder Rötung) angewendet. Ziel ist es, das Fortschreiten des Lippenherpes zum Bläschenstadium zu verhindern.
Anwendung von Zovirax Duo
Die Behandlung mit Zovirax Duo sollte so schnell wie möglich bei den ersten Anzeichen oder Beschwerden begonnen werden. Die Creme wird 5 Tage lang 5-mal täglich auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Vor und nach der Behandlung sollten die Hände gründlich gewaschen werden. Zovirax Duo ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden. Tragen Sie das Arzneimittel auf die Lippen und die angrenzenden, betroffenen Bereiche auf. Die Anwendung sollte nicht vor dem Essen erfolgen. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit den Augen. Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 5 Tage anwenden. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen. Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen.
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Inhaltsstoffe von Zovirax Duo
Ein Gramm Creme enthält 50 mg Aciclovir und 10 mg Hydrocortison. Weitere Inhaltsstoffe sind dickflüssiges Paraffin, weißes Vaselin, Isopropylmyristat (Ph. Eur.), Natriumdodecylsulfat, Cetylstearylalkohol (Ph. Eur.), Poloxamer 188, Propylenglycol, Citronensäure-Monohydrat, Natriumhydroxid, Salzsäure und gereinigtes Wasser.
Gegenanzeigen von Zovirax Duo
Zovirax Duo darf nicht angewendet werden bei:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Hautschäden durch andere Virusinfektionen der Haut
- Pilzinfektion der Haut
- Bakteriell bedingte oberflächliche Entzündung
- Hautinfektion durch Parasiten
Unter Umständen ist Vorsicht geboten bei:
- Abwehrschwäche, z.B. HIV-Infektionen, Organtransplantationen, langzeitig hochdosierte Kortisonbehandlung
Zovirax Duo sollte in der Regel nicht bei Kindern unter 12 Jahren angewendet werden. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte vor der Anwendung ein Arzt konsultiert werden.
Unerwünschte Wirkungen von Zovirax Duo
Als unerwünschte Wirkungen können auftreten:
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- Trockene Haut (Xerodermie)
- Hautschuppung
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Kortikoid-Allergie (z.B. Kortison)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Propylenglykol!
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben.
Zovirax Duo und Nervenschäden: Eine differenzierte Betrachtung
Obwohl in den Informationen zu Zovirax Duo keine direkten Nervenschäden als typische Nebenwirkung aufgeführt werden, ist es wichtig, die Inhaltsstoffe und potenziellen Risiken im Kontext von Nervenschädigungen durch andere Erkrankungen zu betrachten.
Aciclovir und Nervensystem
Aciclovir ist ein Virostatikum, das spezifisch gegen Herpesviren wirkt. In seltenen Fällen kann Aciclovir neurologische Nebenwirkungen verursachen, insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen oder bei hoher Dosierung. Diese Nebenwirkungen können sich in Form von Zittern, Verwirrtheit, Halluzinationen oder Krampfanfällen äußern. Es gibt jedoch keine direkten Hinweise darauf, dass die topische Anwendung von Aciclovir in Zovirax Duo zu Nervenschäden führt.
Hydrocortison und Nervensystem
Hydrocortison ist ein Kortikosteroid, das entzündungshemmend wirkt. Die topische Anwendung von Kortikosteroiden ist im Allgemeinen sicher, aber bei längerer Anwendung oder auf großen Hautflächen können systemische Effekte auftreten. Es gibt keine direkten Hinweise darauf, dass die topische Anwendung von Hydrocortison in Zovirax Duo zu Nervenschäden führt.
Externe Faktoren und Nervenschäden
Es ist wichtig zu beachten, dass Nervenschäden verschiedene Ursachen haben können, die nicht direkt mit der Anwendung von Zovirax Duo in Verbindung stehen.
Diabetes und Neuropathie:
Mehr als die Hälfte der Diabetiker entwickeln im Laufe der Erkrankung Nervenschäden, die sich meist zuerst an den Füßen zeigen. Oft kribbeln die Füße, brennen oder schmerzen. Manchmal geht sogar das Gefühl ganz verloren und die Füße oder auch Hände fühlen sich taub an. Besonders häufig entstehen Nervenschäden, wenn der Blutzucker über lange Zeit nur unzureichend eingestellt war. Dann lagern sich Abbauprodukte in den Nervenzellen ab und sie können nicht mehr richtig arbeiten. Besonders die langen Nerven, die bis in die Füße reichen, sind anfällig für Schäden. Sie können im Laufe des Diabetes jedoch in allen Organen auftreten, sodass es auch an den Augen, im Magen-Darm-Trakt, an der Blase oder Herz und Nieren zu Problemen kommt.
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Gefahr Amputation:
Wenn das Schmerzempfinden durch Nervenschäden beeinträchtigt ist, werden Verletzungen an den Füßen häufig nicht bemerkt. Da die Füße schlechter durchblutet werden, heilen Wunden dort auch weniger gut. Sie entzünden und infizieren sich bei Diabetikern leichter, bis hin ins tiefere Gewebe. Die beste Möglichkeit, Nervenschäden vorzubeugen und ein Fortschreiten zu verhindern, sind gut eingestellte Blutzuckerwerte. Auch auf Nervengifte wie Alkohol und Nikotin sollte möglichst verzichtet werden. Schon bei den ersten Missempfindungen sollte der Arzt darauf angesprochen werden. In vielen Fällen besteht die Möglichkeit, mit Medikamenten gegenzusteuern. Neben den verordneten Medikamenten gibt es weitere Behandlungsansätze. Bei dem Reizstromverfahren TENS (Transkutane elektrische Nervenstimulation) zum Beispiel werden Elektroden auf die Haut geklebt. Sie geben elektrische Impulsen ab, die die Nerven stimulieren. Für die Funktion der Nerven spielen die Vitamine B1, B6, und B12 und Folsäure eine wichtige Rolle. Die Einnahme dieser B-Vitamine ist bei Nervenschmerzen sinnvoll. Ein Mangel an B-Vitaminen, zum Beispiel durch die Einnahme bestimmter Medikamente, kann die Nerven schädigen oder ihre Funktion beeinträchtigen sowie zu Taubheitsgefühlen und Kribbeln führen. Vitamin B1 - auch Thiamin genannt - muss regelmäßig über die Nahrung aufgenommen werden, da der Körper keine großen Mengen speichern kann. Gute Lieferanten sind Erbsen, Haferflocken, Sonnenblumenkerne und Vollkornbrot. Außerdem ist Vitamin B1 empfindlich gegenüber Wärme, Luft und Wasser, sodass die Lebensmittel möglichst schonend zubereitet werden sollten. Bei Vitamin B6 gibt es in der Regel keinen Mangel, da es sich in vielen Lebensmitteln, vor allem in Fleisch und in grünem Gemüse, findet.
Weitere Tipps:
- Ausreichend bewegen. Am besten eine Sportart wählen, die Spaß macht, und auch im Alltag körperlich immer aktiv sein.
- Öfter ein Fußbad nehmen und die Füße anschließend eincremen, um Verhornungen vorzubeugen.
- Schuhe nur nachmittags kaufen, sodass sie groß genug sind und nicht drücken.
- Eine Nahrungsergänzung kann helfen, Nervenbeschwerden wie Kribbeln, Brennen und Taubheit zu lindern. Entsprechende Präparate enthalten zum Beispiel die Vitamin-B1-Vorstufe Benfotiamin, die vom Körper 5-mal besser aufgenommen werden kann als das eigentliche Vitamin B1. Ein weiterer nervenschützender Stoff, der bei diabetischer Neuropathie infrage kommt, ist die Alpha-Liponsäure. Sie fängt schädigende Abbauprodukte ab und verbessert so die Blutversorgung der Nerven.
- Füße kontrollieren: Kontrollieren Sie als Diabetiker täglich Ihre Füße auf kleinere Verletzungen. Sie werden bei Nervenschäden oft nicht bemerkt und können schnell zu Komplikationen führen. In Ihrer Apotheke erhalten Sie Fußcremes speziell für Diabetiker. Nutzen Sie zur Fußpflege nur Instrumente, die die Haut nicht verletzen, und gehen Sie zur medizinischen Fußpflege.
EndWarts Extra gegen Stielwarzen
Es ist wichtig zu beachten, dass bei der Anwendung von EndWarts Extra gegen Stielwarzen ein Risiko von Haut- bzw. Nervenschädigungen besteht, insbesondere im Falle einer zu langen Anwendung oder wenn kein Schutzpflaster angewendet wird.