Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die sich durch wiederkehrende, oft sehr starke Kopfschmerzen auszeichnet. Die Schmerzen können von Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit begleitet sein. Die Behandlung von Migräne ist komplex und erfordert einen individuellen Therapieansatz. In Esslingen und Umgebung gibt es verschiedene Spezialisten und Einrichtungen, die sich auf die Schmerztherapie bei Migräne spezialisiert haben.
Medizinische Einrichtungen und Spezialisten in Esslingen und Umgebung
MVZ Dr. Roth & Kollegen GbR
Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Dr. Roth & Kollegen GbR bietet eine umfassende neurologische und psychiatrische Versorgung an. Um die Zusammenarbeit zu erleichtern, wird darum gebeten, zum ersten Termin einen ausgefüllten Anamnesebogen mitzubringen. Das Praxisteam des MVZ Dr. Roth & Kollegen ist aufgrund von Personalengpässen im MVZ Nellingen Montag bis Freitag vormittags telefonisch nicht besetzt. Mittwochnachmittags ist die Rezeption nur für vereinbarte Termine geöffnet.
NeuroPraxis Kirchheim an der medius KLINIK KIRCHHEIM
Die NeuroPraxis Kirchheim an der medius KLINIK KIRCHHEIM bietet eine langfristige ambulante Behandlung zur Weiterversorgung von stationären Patientinnen und Patienten mit neurologischen Krankheitsbildern an. Die Neurologen der Praxis verfügen über langjährige klinische Erfahrung und beziehen neueste medizinische Entwicklungen in ihre Behandlungen ein. Durch die fachliche und räumliche Kooperation mit der Klinik für Neurologie an der medius KLINIK KIRCHHEIM wird eine medizinisch hochwertige Behandlung von der ersten Beratung und Diagnose bis zur Durchführung von komplexen Therapien gewährleistet. Das MVZ NeuroPraxis Kirchheim ist für alle Krankenkassen zugelassen und eine Terminvereinbarung ist notwendig. Das Leistungsspektrum umfasst psychiatrische Untersuchungen, diagnostische Einschätzungen, Beratung und Behandlung, Arzneimitteltherapie sowie psychiatrische Gespräche und Diagnostikverfahren.
Zentrum für Schmerztherapie der medius Kliniken
Das Zentrum für Schmerztherapie der medius Kliniken betreut Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen. Die Fachärzte verfügen über ein umfassendes Know-How und viel Erfahrung. Von der Planung des Behandlungsablaufs bis zur Nachsorge wird hochprofessionell und stets nach dem neuesten Stand der Forschung gearbeitet, um bestmögliche Ergebnisse und maximale Lebensqualität zu erzielen. Die ambulante Schmerztherapie eignet sich vor allem dann, wenn bereits konservative Maßnahmen wie Physiotherapie oder medikamentöse Behandlungen nicht ausreichend helfen. Bei der stationären Behandlung arbeiten die Spezialisten mit Psychologen, Physiotherapeuten und weiteren Spezialisten wie z. B. Onkologen zusammen.
Praxis Sascha Veit Heilpraktiker u. Ergotherapeut
Sascha Veit ist Heilpraktiker und Ergotherapeut und bietet in seiner Praxis in der Heilbronner Straße verschiedene Therapieansätze zur Schmerzbehandlung an. Er analysiert die Schmerzsymptomatik genau und behandelt die entsprechenden Punkte manuell oder mit Dry Needling. Seine Behandlungsschwerpunkte liegen auf der Behandlung von Schmerzen, die einen starken Verlust an Lebensqualität bedeuten können. Vor der eigentlichen Behandlung führt er ein ausführliches Gespräch und eine gründliche Untersuchung durch, um die Auslöser für die Schmerzen zu finden. Er setzt sein umfassendes Wissen über muskuläre-skelettale Zusammenhänge ein, um muskuläre Beschwerden zu behandeln. Er behandelt auch Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Tinnitus und Sehstörungen, die durch Blockierungen der Halswirbelsäule und Brustwirbelsäule mitverursacht werden können. Verspannungen und Verhärtungen in der Muskulatur und ihrer Faszien können diese Beschwerden ebenfalls hervorrufen. Sascha Veit ist ein sehr guter Triggerpunkt Therapeut. Er analysiert die Schmerzsymptomatik genau und behandelt die entsprechenden Punkte manuell oder mit Dry Needeling.
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Therapieansätze bei Migräne
Die Therapie von Migräne zielt darauf ab, die Häufigkeit und Intensität der Attacken zu reduzieren und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Es gibt verschiedene Therapieansätze, die je nach Bedarf und individueller Situation eingesetzt werden können.
Medikamentöse Therapie
- Akuttherapie: Bei akuten Migräneattacken werden Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder Triptane eingesetzt. Triptane sind speziell zur Behandlung von Migräne entwickelter Wirkstoffe, die die Weite der Blutgefäße im Gehirn regulieren und die Freisetzung von entzündlichen Eiweißstoffen stoppen.
- Prophylaxe: Wenn Migräneattacken häufig auftreten, kann eine vorbeugende Behandlung mit Medikamenten wie Betablockern, Antidepressiva oder Antiepileptika sinnvoll sein.
Nicht-medikamentöse Therapie
- Physiotherapie: Physiotherapeutische Anwendungen können helfen, Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich zu lösen und die Körperhaltung zu verbessern.
- Entspannungstechniken: Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung, autogenes Training oder Yoga können helfen, Stress abzubauen und die Migränefrequenz zu reduzieren.
- Biofeedback: Biofeedback ist eine Methode, bei der Patienten lernen, Körperfunktionen wie Herzfrequenz oder Muskelspannung bewusst zu beeinflussen.
- Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Mahlzeiten können helfen, Migräneattacken vorzubeugen. Bestimmte Nahrungsmittel wie Alkohol, Käse oder Schokolade können bei manchen Menschen Migräne auslösen.
- Verhaltenstherapie: Eine Verhaltenstherapie kann helfen, Stressoren zu identifizieren und Strategien zur Stressbewältigung zu entwickeln.
Migränetherapie nach Kern
Bernhard Kern hat die Migränetherapie nach Kern begründet. Schwerpunkt der Therapie sind physiotherapeutische Anwendungen und Anleitung zur Selbsthilfe. Er hat in den letzten 20 Jahren ca.
Dry Needling
Das Dry Needling ist eine gute Ergänzung zur manuellen Triggerpunkttherapie. Es wird verwendet, um Triggerpunkte in der Muskulatur zu behandeln, die für Beschwerden bzw. Schmerzen verantwortlich sind.
Zusätzliche Aspekte der Migränebehandlung
Depression und Angststörung
Viele Migränepatienten haben ein höheres Risiko, zusätzlich an einer Depression oder Angststörung zu erkranken. Es ist wichtig, diese Begleiterkrankungen zu erkennen und zu behandeln.
Schmerzmanagement
Auch als Migränepatient muss man nicht mit Schmerzen leben. Ein »Aushalten« ist kein Zeichen persönlicher Stärke. Das Gegenteil ist der Fall: Denn Schmerz erzeugt stets mehr Schmerz. Es ist wichtig, sich aktiv mit dem Schmerz auseinanderzusetzen und Strategien zur Schmerzbewältigung zu entwickeln.
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Mitarbeit des Patienten
Eine erfolgreiche Migränetherapie basiert auch auf der Mitarbeit des Patienten. Je genauer man sich selbst kennt, desto besser kann das Zusammenspiel von Prophylaxe und akuter Behandlung wirken.
Wichtige Hinweise für Patienten
- Bringen Sie zum ersten Termin Ihre Notizen bezüglich Ihren Beschwerden und Fragen, die Sie an Ihren Arzt stellen wollen, mit.
- Alle früheren Arzt-, Befund- oder Krankenhausberichte in Kopie (wenn diese beim Hausarzt sich befinden) sollten vorgelegt werden.
- Ggf. in Ihrem Besitz befindliche Röntgenbilder und MRT/CT Bilder mit schriftlichen Befund (keine CD) sind hilfreich.
- Die vollständige Liste Ihrer Medikamente, vor allem die Namen und Dosierung aller bereits früher eingenommenen Neurologischen und Psychiatrischen Medikamente, sollte bereitgehalten werden.
- Beim Aufnahmetermin werden Sie nochmals ausreichend Gelegenheit haben, Ihre Beschwerden, deren Entstehungsgeschichte und die Auswirkungen auf Ihren Alltag in eigenen Worten zu beschreiben.
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