Migräne-Kranit® Zäpfchen: Wirksame Linderung bei Migräne und Schmerzen

Migräne kann das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen. Starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit sind häufige Begleiterscheinungen. Migräne-Kranit® Zäpfchen mit dem Wirkstoff Phenazon bieten eine zuverlässige Hilfe bei Migräneattacken, besonders wenn Übelkeit und Erbrechen die Einnahme von Tabletten erschweren.

Was ist Migräne-Kranit®?

Migräne-Kranit® ist ein Arzneimittel, das zur Behandlung von Migränekopfschmerzen und anderen Schmerzen eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Phenazon, der schmerzlindernd, fiebersenkend und in geringem Maße entzündungshemmend wirkt. Migräne-Kranit® ist in Form von Zäpfchen erhältlich, was besonders bei Übelkeit und Erbrechen von Vorteil ist, da die Aufnahme des Wirkstoffs nicht über den Magen-Darm-Trakt erfolgt.

Anwendungsgebiete von Migräne-Kranit®

Migräne-Kranit® Zäpfchen werden angewendet zur:

  • Akuten Behandlung der Kopfschmerzen von Migräneanfällen mit und ohne Aura.
  • Linderung von leichten bis mäßig starken Schmerzen.

Wirkungsweise von Phenazon

Phenazon wirkt hauptsächlich schmerzlindernd, fiebersenkend und in geringem Maße entzündungshemmend. Es wird vermutet, dass Phenazon die Produktion von Prostaglandinen hemmt. Prostaglandine sind Botenstoffe, die eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Schmerzen und Entzündungen spielen. Durch die Hemmung der Prostaglandinproduktion kann Phenazon Schmerzen lindern und Entzündungen reduzieren. Der fiebersenkende Effekt wird wahrscheinlich durch einen direkten Einfluss auf das Temperaturregulationszentrum im Gehirn vermittelt.

Anwendung und Dosierung von Migräne-Kranit® Zäpfchen

Die Anwendung und Dosierung von Migräne-Kranit® Zäpfchen sollte stets nach den Anweisungen des Arztes oder Apothekers erfolgen. Falls keine anderslautende Verordnung vorliegt, gelten folgende Empfehlungen:

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Akute Behandlung von Migräneanfällen

  • Erwachsene und Jugendliche über 15 Jahre: 2 Zäpfchen (entsprechend 1000 mg Phenazon) für die Akutbehandlung der Kopfschmerzen von Migräneanfällen mit und ohne Aura. Bei Bedarf können mehrmals täglich in Abständen von 4 bis 8 Stunden weitere Zäpfchen angewendet werden.
  • Die maximale Tagesgesamtdosis sollte 8 Zäpfchen nicht überschreiten.

Leichte bis mäßig starke Schmerzen

  • Erwachsene und Jugendliche über 15 Jahre: 1-2 Zäpfchen (entsprechend 500-1000 mg Phenazon) bei Bedarf mehrmals täglich in Abständen von 4 bis 8 Stunden.
  • Die maximale Tagesgesamtdosis sollte 8 Zäpfchen nicht überschreiten.

Hinweise zur Anwendung

  • Die Zäpfchen werden möglichst nach dem Stuhlgang tief in den After eingeführt.
  • Zur Verbesserung der Gleitfähigkeit kann das Zäpfchen in der Hand erwärmt oder kurz in heißes Wasser getaucht werden.
  • Im höheren Lebensalter, bei reduziertem Allgemeinzustand und bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion sollte die Dosis vermindert werden. In diesen Fällen sollte die Tagesgesamtdosis 3 Zäpfchen (entsprechend 1500 mg Phenazon) nicht überschreiten.
  • Phenazonhaltige Arzneimittel sollten ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3-4 Tage angewendet werden.

Gegenanzeigen

Migräne-Kranit® Zäpfchen dürfen nicht angewendet werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Phenazon, Pyrazolone und Phenylbutazon oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels.
  • Genetisch bedingtem Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (Erbkrankheit mit Gefahr der Auflösung der roten Blutkörperchen).
  • Akuter hepatischer Porphyrie (Erbkrankheit mit Bildungsstörung des roten Blutfarbstoffs).
  • Schwangerschaft und Stillzeit.
  • Säuglingen und Kindern unter 15 Jahren.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Migräne-Kranit® Zäpfchen ist erforderlich bei:

  • Patienten, bei denen bereits Blutbildschäden festgestellt wurden. In diesem Fall sollte das Arzneimittel nur unter ärztlicher Überwachung des Blutbildes angewendet werden.
  • Patienten mit bekannten Allergien oder bestimmten Erkrankungen mit möglicher allergischer Ursache (auch in der Vorgeschichte), da diese vermehrt zu einer Schockreaktion (plötzliches Kreislaufversagen) neigen. Dies betrifft besonders Patienten mit Asthma bronchiale, chronischen Entzündungen der Atemwege, Schmerz- und Rheumamittelallergie (Analgetika-Intoleranz) oder Allergie gegen andere Arzneimittel, Lebensmittel, Konservierungsmittel, alkoholische Getränke sowie Allergie gegen Pelze oder Haarfarbstoffe.
  • Älteren Menschen und Patienten mit akuten Leberschäden, da bei diesen Patienten die Wirkung von Migräne-Kranit® stärker ist und länger anhält.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Die gleichzeitige Anwendung von Migräne-Kranit® Zäpfchen mit anderen Arzneimitteln kann zu Wechselwirkungen führen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.

  • Bei gleichzeitiger Anwendung mit Warfarin kann die Wirkung von Warfarin abgeschwächt werden.
  • Bei längerer Anwendung mit enzyminduzierenden Substanzen wie z. B. Phenytoin, Carbamazepin, Barbiturate, Spironolacton oder Rifampicin kann die Wirkdauer von Phenazon verkürzt sein.
  • Bei gleichzeitiger Anwendung mit Cimetidin und/oder Disulfiram sowie Betarezeptorenblockern wie z. B. Propranolol, mit Calcium-Antagonisten wie Verapamil oder Diltiazem, mit Antiarrhythmika wie Amiodaron, mit oralen Kontrazeptiva oder Ketoconazol kann der Abbau und/oder die Ausscheidung von Phenazon verlangsamt werden.

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann auch Migräne-Kranit® Zäpfchen Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Mögliche Nebenwirkungen sind:

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  • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen): Hautveränderungen mit Rötung und Juckreiz, Entzündungen, Hautausschläge mit verschiedenen Erscheinungsformen, Knötchen, Bläschen und Nesselsucht.
  • Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen): Schwellungen mit Wasseransammlung, Entzündungen und Schwellungen der Schleimhäute, vor allem im Rachen, Hautausschläge bis hin zur Ablösung und Auflösung der Haut (fixe Exantheme, Urtikaria, in besonders seltenen Fällen: makulopapulöse Exantheme, Erythema multiforme, Erythema nodosum, angioneurotische Ödeme sowie toxische epidermale Nekrolyse). Schwere allergische Sofortreaktion mit Schockanzeichen.

Bei den ersten Anzeichen eines Schockzustandes (kalter Schweiß, Atemnot, Schwindel, Übelkeit, Benommenheit, Beklommenheitsgefühl in der Herzgegend, Pulsjagen und Blutdruckabfall) ist sofort der nächsterreichbare Arzt zu Hilfe zu rufen!

In Einzelfällen sind Blutbildveränderungen nach der Anwendung von Migräne-Kranit® Zäpfchen nicht auszuschließen.

Bei Auftreten schwerer Nebenwirkungen sollen Migräne-Kranit® Zäpfchen nicht mehr angewendet werden; bitte wenden Sie sich in diesem Fall umgehend an Ihren Arzt.

Überdosierung

Anzeichen einer Überdosierung sind Zittern, Krampfanfälle, Sehstörungen, Hautausschläge und Bewusstlosigkeit. Bei diesen Anzeichen ist sofort ein Arzt zu kontaktieren.

Schwangerschaft und Stillzeit

Migräne-Kranit® Zäpfchen dürfen in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden, da keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen und der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht.

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Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Wichtige Hinweise

  • Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben!
  • Die gewohnheitsmäßige Anwendung von Schmerzmitteln kann zu einer dauerhaften Nierenschädigung führen. Werden mehrere Schmerzmittel kombiniert, oder sind in einem Schmerzmittel mehrere Wirkstoffe enthalten, erhöht sich das Risiko dafür.
  • Vorsicht bei Allergie gegen Schmerzmittel!

Aufbewahrung

Migräne-Kranit® Zäpfchen sind vor Licht geschützt und nicht über 30 °C zu lagern. Arzneimittel sind für Kinder unzugänglich aufzubewahren.

Migräne: Ursachen und alternative Behandlungen

Die Ursachen von Migräne sind noch nicht vollständig geklärt, aber es wird angenommen, dass der körpereigene Botenstoff Serotonin eine Rolle spielt. Ein Ungleichgewicht im Serotoninspiegel kann dazu führen, dass die Schmerzfilter im Gehirn nicht mehr richtig funktionieren, was zu einer schmerzhaften Gefäßerweiterung führt.

Triptane als Alternative

Triptane sind eine weitere Klasse von Medikamenten, die speziell zur Behandlung von Migräne und Clusterkopfschmerzen eingesetzt werden. Sie wirken, indem sie die Blutgefäße im Gehirn verengen und die Freisetzung von Entzündungsstoffen reduzieren. Triptane sind in der Regel nur auf Rezept erhältlich und sollten nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.

Die 10-20-Regel bei Schmerzmitteln

Sowohl bei Triptanen als auch bei anderen Schmerzmitteln sollte die sogenannte 10-20-Regel beachtet werden. Diese besagt, dass Kopfschmerzpatienten die Mittel nicht häufiger als an zehn Tagen im Monat einnehmen sollten, um einen Medikamentenübergebrauch zu vermeiden. Ein Medikamentenübergebrauch kann zu chronischen Kopfschmerzen führen, die schwer zu behandeln sind.

Weitere Maßnahmen bei Migräne

Neben der medikamentösen Behandlung gibt es auch eine Reihe von nicht-medikamentösen Maßnahmen, die bei Migräne helfen können:

  • Regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Ausreichend Bewegung
  • Stressabbau
  • Vermeidung von bekannten Auslösern (z.B. bestimmte Lebensmittel, Alkohol, Wetterwechsel)

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