Schüssler Salze Nr. 7 bei Multipler Sklerose Steifheit: Eine sanfte Unterstützung?

Multiple Sklerose (MS) ist eine komplexe neurologische Erkrankung, die sich bei jedem Betroffenen anders äußert. Ein häufiges und oft sehr belastendes Symptom ist die Spastik, also eine erhöhte Muskelspannung, die zu Steifheit und unwillkürlichen Muskelkontraktionen führen kann. Während die Schulmedizin verschiedene Behandlungsansätze bietet, suchen viele MS-Patienten auch nach komplementären Methoden, um ihre Beschwerden zu lindern. In diesem Zusammenhang werden oft Schüssler Salze genannt, insbesondere das Salz Nr. 7, Magnesium phosphoricum. Doch was steckt dahinter und kann es tatsächlich bei MS-bedingter Steifheit helfen?

Multiple Sklerose und Spastik: Ein Überblick

Multiple Sklerose (MS) kann eine Vielzahl von neurologischen Symptomen und Einschränkungen hervorrufen, von denen die „Spastik“ eine ist. Laut der Quelle www.meinalltagmitms.de leiden etwa 80 Prozent aller MS-Erkrankten unter Spastik. Die Beschwerden können dabei übrigens variieren und haben einen signifikanten Einfluss auf den Alltag und die Lebensqualität der Betroffenen.

Was ist Spastik?

Spastik bezeichnet einen medizinischen Zustand, der durch eine erhöhte Eigenspannung der Skelettmuskulatur gekennzeichnet ist. Dieser Zustand tritt stets in Verbindung mit einer Schädigung des Gehirns oder Rückenmarks auf. Die erhöhte Spannung der Muskulatur führt zu einem erhöhten Muskeltonus, was auch als Spasmus bezeichnet wird. Diese Muskeltonuserhöhung kann dazu führen, dass die Extremitäten des Betroffenen in unflexible Haltungsmuster gezwungen werden. Je nachdem, welcher Teil des Gehirns oder Rückenmarks betroffen ist, können verschiedene Muskelgruppen beeinflusst werden. Neben der Beeinflussung verschiedener Muskelgruppen kann die Spastik auch in ihrer Intensität variieren, von leichter Muskelsteifigkeit bis hin zu intensiven und schmerzhaften Kontraktionen. Diese unfreiwilligen Muskelkontraktionen können sich auf die Bewegungsfreiheit und die motorischen Fähigkeiten der betroffenen Person auswirken. Spastik kann als Symptom bei verschiedenen Erkrankungen auftreten, die das zentrale Nervensystem betreffen. Dazu zählen beispielsweise die Multiple Sklerose, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), ein Schädel-Hirn-Trauma, Hirnentzündungen, Hirntumore sowie Schlaganfälle.

Behandlungsmöglichkeiten der Spastik bei MS

Die Behandlung der Spastik bei MS kann eine Kombination aus verschiedenen Ansätzen umfassen, wie zum Beispiel:

  • Medikamente: Es gibt spezifische Medikamente, die darauf abzielen, die Spastik zu reduzieren, wie Muskelrelaxantien, Antispastika oder Baclofen-Pumpen.
  • Physiotherapie: Gezielte Übungen und Physiotherapie können helfen, die Muskeln zu dehnen und die Beweglichkeit zu verbessern.
  • Ergotherapie: Ergotherapeuten können bei der Entwicklung von Techniken und Hilfsmitteln unterstützen, die den Alltag erleichtern.
  • Injektionen: In einigen Fällen können Botulinumtoxin-Injektionen in bestimmte Muskeln eingesetzt werden, um die Spastik zu lindern.
  • Anpassungen im Alltag: Hilfsmittel wie Gehhilfen oder spezielle Schuhe können eingesetzt werden, um das Gehen zu erleichtern und Stürze zu verhindern.

Die Behandlung sollte immer individuell auf die Bedürfnisse und den Schweregrad der Spastik jedes MS-Patienten abgestimmt werden. Deshalb ist es wichtig, dass Betroffene mit ihren Ärzten und Therapeuten zusammenarbeiten, um die beste Behandlungsstrategie zu finden.

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Schüssler Salze: Eine alternative Therapieform

Im 19. Jahrhundert entwickelte der deutsche Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler eine Therapieform mit Mineralsalzen, die er als Biochemie bezeichnete. Heute sind die Präparate unter den Namen Schüßler Salze und „Biochemische Heilweise“ bekannt - und werden nach wie vor genutzt. Denn nach der Lehre von Schüßler entstehen allerlei Krankheiten und Beschwerden durch Störungen im Mineralhaushalt des Körpers. Indem ein Patient fehlende Salze in stark verdünnter Form einnimmt, soll der Körper in die Lage versetzt werden, Defizite ausgleichen zu können. Insgesamt gibt es zwölf Schüßler Salze, die ihr Erfinder selbst bestimmte. Später kamen 15 Ergänzungssalze hinzu. Jedes der Salze hat die Aufgabe, bestimmte Zellen im Körper zu unterstützen.

Das Schüssler Salz Nr. 7: Magnesium phosphoricum

Bei Rückenschmerzen durch verspannte Muskeln, Muskelkater oder Zerrungen kann der Alleskönner bei Schmerzen helfen: das Schüßler Salz Nr. 7 (Magnesium phosphoricum). Magnesium phosphoricum, das Schüssler Salz Nr. 7, spielt eine zentrale Rolle bei der Entspannung von Muskeln und Nerven. Es wird oft als "heiße Sieben" angewendet, indem man zehn Tabletten in heißem Wasser auflöst und schluckweise trinkt. Diese Anwendungsform soll besonders krampflösend wirken.

Die Rolle von Magnesium im Körper

Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff, der an zahlreichen Prozessen im Körper beteiligt ist, darunter:

  • Muskelfunktion: Magnesium ist wichtig für die Kontraktion und Entspannung der Muskeln. Ein Mangel kann zu Muskelkrämpfen, Verspannungen und Zittern führen.
  • Nervenfunktion: Magnesium spielt eine Rolle bei der Reizübertragung in den Nerven. Ein Mangel kann Nervosität, Reizbarkeit und Schlafstörungen verursachen.
  • Energiestoffwechsel: Magnesium ist an der Umwandlung von Nahrung in Energie beteiligt. Ein Mangel kann Müdigkeit und Erschöpfung fördern.

Anwendung von Magnesium phosphoricum

Schüssler Salz Nr. 7 (Magnesium Phosphoricum). Es ist auch gut für Fingernägel, Haare … (Gabriele)

Magnesium phosphoricum wird traditionell bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt, die mit Muskelverspannungen und Nervosität einhergehen. Dazu gehören:

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  • Muskelkrämpfe, z. B. Wadenkrämpfe
  • Menstruationsbeschwerden
  • NervöseUnruhe und Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen und Migräne

Es ist in Form von Tabletten, Pulver oder Salbe erhältlich. Die Tabletten lässt man im Mund zergehen, um die Aufnahme über die Mundschleimhaut zu ermöglichen. Die Salbe kann direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden.

Schüssler Salze Nr. 7 bei MS-bedingter Steifheit: Was sagen die Erfahrungen?

Hier findest du Erfahrungswerte von Personen mit MS, die über Probleme und Erfahrungen mit Spastik berichten:

  • Ich nehme tagsüber Kalium und abends zum Schlafen unter anderem Magnesium ein, damit sind meine Krämpfe größtenteils weg. (Andrea)

Die Erfahrungen von MS-Patienten mit Schüssler Salzen bei Spastik sind unterschiedlich. Einige berichten von einer Linderung der Beschwerden, während andere keine Wirkung feststellen. Es ist wichtig zu beachten, dass die Wirkung von Schüssler Salzen wissenschaftlich nicht eindeutig belegt ist. Viele Anwender berichten jedoch von positiven Effekten, insbesondere in Bezug auf Muskelentspannung und Reduktion von Krämpfen.

Mögliche Wirkungsweise bei Spastik

Obwohl die wissenschaftliche Grundlage fehlt, gibt es verschiedene Erklärungsansätze für die potenzielle Wirkung von Magnesium phosphoricum bei Spastik:

  • Entspannung der Muskulatur: Magnesium phosphoricum soll die Entspannung der Muskulatur fördern und so die Steifheit reduzieren.
  • Beruhigung des Nervensystems: Durch die beruhigende Wirkung auf das Nervensystem kann Magnesium phosphoricum dazu beitragen, unwillkürliche Muskelkontraktionen zu verringern.
  • Verbesserung der Magnesiumversorgung: Ein Magnesiummangel kann Spastik verstärken. Magnesium phosphoricum soll den Körper dabei unterstützen, Magnesium besser aufzunehmen und zu verwerten.

Dosierung und Anwendung

Vom jeweiligen Salz sollen circa drei- bis sechsmal täglich jeweils ein bis drei Tabletten eingenommen werden. Schüßler Salze in Form von Salben versprechen gegen Schmerzen mehr Erfolg als Tabletten, da sie direkt an der schmerzenden Stelle wirken können.

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Die Dosierung von Schüssler Salzen ist oft individuell und hängt von der Intensität der Beschwerden ab. Es wird empfohlen, sich von einem Arzt oder Heilpraktiker beraten zu lassen, um die optimale Dosierung und Anwendungsform zu ermitteln.

Die "Heiße Sieben": Bei akuten Krämpfen hat sich die "Heiße Sieben" bewährt. Dabei werden 10 Tabletten Magnesium phosphoricum in heißem Wasser aufgelöst und langsam getrunken. Die Wärme soll die entspannende Wirkung des Magnesiums verstärken.

Was ist bei der Anwendung von Schüssler Salzen zu beachten?

Auch wenn Schüßler Salze oft zu den homöopathischen Mitteln gezählt werden, liegt der Therapieform eine andere Theorie zugrunde. In der Homöopathie wird Ähnliches durch Ähnliches geheilt. Das heißt eine Substanz, die Beschwerden hervorruft, wird in starker Verdünnung gegen genau die bestehenden Beschwerden eingesetzt. Bei den Schüßler Salzen gilt stattdessen die Annahme, dass ein Mangel an Mineralien eine Erkrankung im Körper hervorruft. Wird das fehlende Salz also in starker Verdünnung verabreicht, soll der Körper dadurch einen Impuls empfangen, den Mangel eigenständig auszugleichen. Wie in der klassischen Homöopathie werden auch die Inhaltsstoffe der Schüßler Salze stark verdünnt verabreicht - dies wird als Potenzierung bezeichnet. Bei den Schüßler Salzen kommt vor allem die Potenz D6 oder D12 vor. Für die Wirkung der Schüßler Salze gibt es bisher keinen wissenschaftlichen Nachweis, jedoch sind auch keine Nebenwirkungen bekannt. Daher können auch Schwangere, Stillende und Kinder die Salze einnehmen. Der Körper braucht Mineralien wie Calcium und Magnesium, damit die Zellen ihre Funktionen voll erfüllen können. Schüßler Salze enthalten zwar Spuren davon - allerdings so wenig, dass der Mineralienhaushalt an sich dadurch nicht beeinflusst wird. Unseren Bedarf müssen wir durch andere Quellen wie Lebensmittel oder Mineralwasser decken.

Bevor Sie Schüssler Salze zur Behandlung von MS-bedingter Steifheit einsetzen, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Absprache mit dem Arzt: Informieren Sie Ihren Arzt über die Anwendung von Schüssler Salzen, um mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auszuschließen.
  • Kein Ersatz für schulmedizinische Behandlung: Schüssler Salze sollten nicht als Ersatz für eine notwendige schulmedizinische Behandlung angesehen werden. Sie können jedoch eine sinnvolle Ergänzung sein.
  • Individuelle Wirkung: Die Wirkung von Schüssler Salzen ist individuell unterschiedlich. Es kann einige Zeit dauern, bis sich eine Besserung der Beschwerden einstellt.
  • Qualität der Präparate: Achten Sie auf hochwertige Schüssler Salze von renommierten Herstellern.
  • Antlitzanalyse: Auch eine sogenannte Antlitzanalyse kann weiterhelfen: Bei dieser Methode liest ein geübter Homöopath dem Patienten einen Mangel an Salzen buchstäblich vom Gesicht ab. Der Homöopath nimmt Farbe, Feuchtigkeit, Reinheit und Porentiefe des Gesichts sowie den Zustand von Kopfhaut, Hals und Ohren in Augenschein, um daraus Rückschlüsse auf den Stoffwechsel des Betroffenen zu ziehen. So sollen zum Beispiel eine gräuliche Gesichtsfarbe sowie eingefallene Schläfen auf einen Mangel am Schüßler Salz Nr.

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