Selbsthilfegruppen für Epilepsie in Harburg und Umgebung: Ein Wegweiser

Epilepsie betrifft etwa 1 % der Bevölkerung, was allein in Hamburg etwa 17.000 Menschen bedeutet. Die Hamburger Epilepsie Gesellschaft e.V. (H.E.G.A.) setzt sich für die Belange dieser Menschen ein. Neben der H.E.G.A. gibt es weitere Anlaufstellen und Selbsthilfegruppen, die Betroffenen und ihren Angehörigen Unterstützung bieten. Dieser Artikel soll einen Überblick über diese Angebote speziell im Raum Harburg geben.

Die Hamburger Epilepsie Gesellschaft Alster e.V. (H.E.G.A.)

Die H.E.G.A. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich ausschließlich durch Spenden und Mitgliederbeiträge finanziert. Sie steht allen Interessierten offen, insbesondere durch die Zusammenarbeit von Fachleuten aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Pädagogik und Pflegediensten mit Betroffenen und Angehörigen soll eine umfassende Förderarbeit gewährleistet werden.

Epilepsie-Komplexbehandlung im Asklepios Klinikum Harburg

Das Asklepios Klinikum Harburg bietet eine stationäre Komplexbehandlung für schwer behandelbare Epilepsien an. Ziel dieser Behandlung ist es, die Anfallshäufigkeit und -schwere langfristig zu reduzieren. Das interdisziplinäre Team des Klinikums verfügt über langjährige Erfahrung in der Diagnostik und Behandlung neurologischer Krankheitsbilder und bietet umfassende Leistungen auf höchstem Niveau. Die Neurologie im Asklepios Klinikum Harburg wird von PD Dr. Franziska Scheibe geleitet.

Das Asklepios Klinikum Harburg ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Menschen mit neurologischen Erkrankungen. Das Klinikum bietet neben der Epilepsie-Komplexbehandlung auch Sprechstunden und Behandlungen für weitere neurologische Erkrankungen an. Dazu gehören unter anderem:

  • Huntington-Krankheit (in Kooperation mit der Psychiatrie)
  • Parkinson-Komplexbehandlung
  • Multiple Sklerose (Spezialisierte Behandlung nach §116b SGB V in der Multiple Sklerose-Ambulanz)
  • Schlaganfall (Zertifizierte Schlaganfallstation)
  • Trigeminusneuralgie
  • Periphere Nerventumore
  • Hirnarterien-Aneurysma
  • Gehirnblutungen (Subarachnoidalblutung)
  • Demenzen
  • Hydrocephalus (Wasserkopf)
  • Kopf- und Gesichtsschmerzen
  • Chronisches subdurales Hämatom (Bluterguss im Schädel)
  • Hirntumore
  • Carotisstenose (Verengung der Halsschlagader)
  • Hirnhangdrüsen-Tumore (Hypophysentumore)
  • Chronisches regionales Schmerzsyndrom (CRPS, Morbus Sudeck)
  • Hirnhauttumore (Meningeome)
  • Frührehabilitation bei peripheren Nervenschädigungen
  • Nervenengpasssyndrom (Engpassneuropathien)
  • Hirnmetastasen (sekundärer Krebs im Gehirn)
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Delir (Verwirrtheitszustände im Alter)
  • Schwindel
  • Altersbedingte Demenz

Weitere Selbsthilfegruppen und Anlaufstellen in der Region

Neben den genannten Einrichtungen gibt es eine Vielzahl weiterer Selbsthilfegruppen und Organisationen in der Region, die Unterstützung in verschiedenen Lebenslagen anbieten. Einige Beispiele sind:

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  • ADHS Deutschland e.V.: Selbsthilfegruppe für Erwachsene mit ADHS in Lübeck.
  • AGUS - Angehörige um Suizid e.V.: Anlaufstelle für Angehörige von Menschen, die durch Suizid verstorben sind.
  • Al-Anon Familiengruppen: Unterstützung für Menschen, deren Leben durch das Trinken eines anderen belastet ist.
  • Treff für Alleinerziehende: Möglichkeit zum Austausch und zur gegenseitigen Stärkung für Alleinerziehende.
  • Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE) e.V.: Interessenvertretung für Menschen mit seltenen Erkrankungen.
  • Alzheimer Gesellschaft Stormarn e.V.: Unterstützung und Beratung für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen.
  • Ambulante Hospizdienste: Begleitung und Beratung für Schwerkranke, Sterbende und ihre Angehörigen. (Ambulanter Hospizdienst - Hospiz Ahrensburg e. V. und Ambulanter Hospizdienst Reinbek e.V.)
  • Anderes Burnout Café BBuD e.V.: Selbsthilfegruppen zur emotionalen Entlastung und gegenseitigen Unterstützung bei Burnout.
  • Selbsthilfegruppen für Angehörige psychisch Erkrankter: Geschützter Rahmen für Austausch und neue Perspektiven.
  • Selbsthilfegruppen für Angehörige von Krebserkrankten: Unterstützung und Austausch in einem vertrauensvollen Rahmen.
  • Anonyme Alkoholiker: Gemeinschaft von Menschen, die sich gegenseitig bei der Genesung vom Alkoholismus unterstützen.
  • Aspies e.V.: Selbsthilfegruppe für Menschen mit Asperger-Syndrom.
  • Autismus Hamburg e. V.: Selbsthilfetreff für Eltern von Kindern mit Autismus.
  • Bauchspeicheldrüsenerkrankungen - Regionalgruppe Schleswig-Holstein der ADP e.V.: Austausch und Unterstützung für Menschen mit Bauchspeicheldrüsenerkrankungen.
  • BEST für alle Ahrensburg e. V.: Unbekannt.
  • Betreuungsverein Stormarn e.V.: Informationen und Unterstützung zu Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Betreuungsverfügung.
  • Bewohnerbeiräte: Interessenvertretung von Bewohnern in Wohnstätten für Menschen mit Behinderung.
  • Selbsthilfegruppen für Mütter von BPS-Betroffenen: Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung für Mütter von Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung.
  • Blaues Kreuz in der Ev. Kirche e. V. (BKE): Selbsthilfe-Organisation in der Suchtkrankenhilfe.
  • Selbsthilfegruppe für Frauen mit Brustkrebs 50plus: Austausch und Unterstützung für Frauen mit Brustkrebs.
  • BundesselbsthilfeVerband Kleinwüchsiger Menschen e. V.: Interessenvertretung für kleinwüchsige Menschen.
  • Bundesverband „Das frühgeborene Kind" e. V.: Unterstützung für Familien mit Frühgeborenen.
  • Bundesverband Burnout und Depression e. V. (BBuD): Angebote zur emotionalen Entlastung und Aufklärung über Burnout und Depression.
  • Bundesverband für Menschen mit Arm- und Beinamputationen e. V. (BMAB): Interessenvertretung für Menschen mit Arm- oder Beinamputation.
  • Bundesverband Skoliose-Selbsthilfe e. V.: Fachliche Informationen und Interessenvertretung für Menschen mit Skoliose.
  • Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e. V.: Verbesserung der Lebenssituation stotternder Menschen.
  • Patient*innen-Café: Ungezwungener Austausch für Krebspatienten.
  • CHARGE Syndrom e. V.: Unterstützung für Betroffene und Familien mit CHARGE-Syndrom.
  • CHRONISCH GLÜCKLICH e. V.: Unterstützung für Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED).
  • Selbsthilfegruppen für Angehörige suchtkranker Menschen: Unterstützung und Entlastung für Angehörige.
  • Selbsthilfegruppen für Frauen mit Suchterkrankungen: Geschützter Raum für Austausch und neue Perspektiven.
  • Selbsthilfegruppen für Menschen mit Abhängigkeit von illegalen Substanzen: Austausch und Unterstützung für Menschen mit Drogenproblemen.
  • DaSein Ambulanter Hospizdienst Oldesloe und Umgebung e.V.: Unterstützung für Schwerkranke, Sterbende und ihre Angehörigen.
  • Selbsthilfegruppen für Angehörige von Menschen mit Demenz: Austausch und Unterstützung für Angehörige.
  • Selbsthilfegruppen für Menschen mit Depressionen: Austausch und Unterstützung für Menschen mit Depressionen.
  • Deutsche Angst-Hilfe e.V.: Unterstützung und Informationen für Menschen mit Angststörungen.

Die Bedeutung von Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen bieten einen wertvollen Rahmen für Austausch, Unterstützung und Information. Betroffene können hier ihre Erfahrungen teilen, von anderen lernen und neue Perspektiven gewinnen. Dies kann dazu beitragen, die Erkrankung besser zu bewältigen und die Lebensqualität zu verbessern.

Selbsthilfegruppe Epilepsie Harburg Adresse

Die Suche nach einer spezifischen Selbsthilfegruppe für Epilepsie mit einer direkten Adresse in Harburg gestaltet sich schwierig. Es ist ratsam, sich an die oben genannten Organisationen wie die H.E.G.A. oder das Asklepios Klinikum Harburg zu wenden, um Informationen über lokale Angebote und Ansprechpartner zu erhalten. Auch die bundesweite Suchfunktion der Deutschen Epilepsievereinigung kann hilfreich sein, um eine passende Gruppe in der Nähe zu finden.

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