Selbsthilfegruppe Epilepsie Schwäbisch Gmünd: Ein umfassender Überblick

Die Selbsthilfegruppe für Anfallskranke in Schwäbisch Gmünd und Umgebung e.V. ist eine wichtige Anlaufstelle für Betroffene, Angehörige und Interessierte. Seit ihrer Gründung hat sie sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit Epilepsie und ihren Familien zu unterstützen, Vorurteile abzubauen und eine offene Auseinandersetzung mit der Erkrankung zu fördern.

Geschichte und Entwicklung

Die Selbsthilfegruppe für Anfallskranke in Gmünd wurde gegründet und konnte im Jahr 2024 ihr 30-jähriges Bestehen feiern. Klaus Meyer, der im Alter von 66 Jahren verstarb, kam 1994 aufgrund seines Krankheitsbildes zur Selbsthilfegruppe für Anfallskranke in Gmünd, die damals aus acht Mitgliedern bestand. Bereits beim zweiten Treffen bat man ihn, den Vorsitz der Gruppe zu übernehmen, den er dann 26 Jahre lang mit viel Herzblut und Sachverstand ausübte. Er konnte die Selbsthilfegruppe auf über 50 Mitglieder ausbauen, die überwiegend aus Schwäbisch Gmünd, aber auch aus dem Rems-Murr-Kreis, Aalen, und Ellwangen kommen.

Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Selbsthilfegruppe war die Einführung der "Gmünder Epilepsietage", eine Informationsveranstaltung rund um das Thema Epilepsie für Betroffene, Angehörige und Mediziner.

Ziele und Aufgaben

Die Selbsthilfegruppe für Anfallskranke in Schwäbisch Gmünd und Umgebung e.V. hat sich folgende Ziele gesetzt:

  • Unterstützung von Betroffenen und Angehörigen: Die SHG steht allen Betroffenen, Angehörigen und Interessierten mit Rat und Tat zur Seite.
  • Förderung des Erfahrungsaustauschs: Das monatliche Treffen der Selbsthilfegruppe für Anfallskranke in Schwäbisch Gmünd und Umgebung findet regelmäßig statt. Ab 19 Uhr sind alle Mitglieder in das Büro in der Kappelgasse 13 eingeladen. Der Erfahrungsaustausch unter den Betroffenen steht im Vordergrund. Die Gruppe ist jederzeit offen für neue Mitglieder.
  • Öffentlichkeitsarbeit: Die SHG setzt sich unermüdlich für die Belange von Betroffenen und Angehörigen der Anfallskrankheit ein. Es ist ihr ein wichtiges Anliegen, gegen die noch immer vorhandenen Vorurteile und Stigmatisierung dieses Krankheitsbildes in der Gesellschaft anzukämpfen. Daher lautet das Motto der Selbsthilfegruppe „Epilepsie braucht Offenheit“.
  • Fortbildung und Information: Die SHG organisiert regelmäßig Vorträge, Seminare und andere Veranstaltungen, um über Epilepsie aufzuklären und neue Behandlungsmöglichkeiten vorzustellen.

Aktivitäten und Angebote

Die Selbsthilfegruppe für Anfallskranke in Schwäbisch Gmünd und Umgebung e.V. bietet ein vielfältiges Angebot für ihre Mitglieder und Interessierte:

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  • Regelmäßige Gruppentreffen: Das Büro ist jeden 2. und 4. Mittwochnachmittag besetzt.
  • Sprechstunden:
  • Ausflüge und Grillfeiern: Im August fand das alljährliche Grillfest bei Birgit und Uwe Baur statt. Die Bewirtung und das Grillgut seien wieder ein Genuss gewesen, man freue sich schon wieder auf das kommende Fest.
  • Teilnahme an Fortbildungen und Fachveranstaltungen: Im November fand die Mitgliederversammlung der EPICURA in Kehl-​Kork statt, an der Klaus und Jutta Meyer teilnahmen. „Wir hatten den Kofferraum voll mit Korken gepackt für die Aktion „Korken für Kork“, so Meyer.
  • Organisation der Gmünder Epilepsietage: Die Selbsthilfegruppe für Anfallskranke in Schwäbisch Gmünd u. Umgebung e.V. lud im letzten Herbst zusammen mit den SHG-Paten Dr. Peter Scheidt, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. Tanja Weisbrod, Oberärztin und Neuropädiaterin, Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd, zum 14. Gmünder Epilepsietag ein. Die SHG stehe allen Betroffenen, Angehörigen und Interessierten mit Rat und Tat zur Seite.

Gmünder Epilepsietage

Die Gmünder Epilepsietage sind eine etablierte Informationsveranstaltung, die von der Selbsthilfegruppe in Zusammenarbeit mit Ärzten und anderen Fachleuten organisiert wird. Sie bieten eine Plattform für Betroffene, Angehörige und Mediziner, um sich über aktuelle Entwicklungen in der Epilepsiebehandlung zu informieren und sich auszutauschen.

Beispiele vergangener Veranstaltungen:

  • Der achte Gmünder Epilepsietag fand am Samstag, 23. November, von 13.30 bis 17 Uhr statt. Veranstaltungsort war die Krankenpflegeschule beim Stauferklinikum, Wetzgauer Straße 85 in Mutlangen. Zum Thema „Epilepsie und Mobilität“ referierte Dr. med. Christoph Kurth, Oberarzt am Epilepsiezentrum Kehl-Kork. Gabi Mucha, Leiterin der Wohnberatung Schwäbisch Gmünd, wird zum Thema „Epilepsie und Wohnen - Wie gestalte ich mein Wohnumfeld? Umbau und Finanzierung?“ nützliche Tipps und Anregungen geben. Abschließend kommt mit Michael Schäfer, 1. Vorsitzender der Epilepsie-Selbsthilfegruppe Darmstadt e.V. ein Betroffener zu Wort. Sein Vortrag steht unter dem Motto „Glücklich mit Epilepsie“.
  • Am Samstag, 28. Oktober, wird diese Tradition im Stauferklinikum fortgesetzt mit der nun 16. Auflage.
  • Die Selbsthilfegruppe für Anfallskranke in Schwäbisch Gmünd und Umgebung e.V. (SHG) sowie die Praxis Dr. med. Kirchmeier (Facharzt für Neurologie und Psychiatrie) luden am Samstag, 15. November 2014, zum 9. Gmünder Epilepsietag ein. Dabei konnte Dr. Die Veranstaltung begann mit einem Rückblick zum Vereinsjubiläum über 25 Jahre der Selbsthilfegruppe für Anfallskranke in Schwäbisch Gmünd und Umgebung e.V. vom 1.Vorsitzenden der SHG, Klaus Meyer. Klaus Meyer war stolz, als Höhepunkt der Veranstaltung den Ärztlichen Direktor des Epilepsiezentrums Kork, Prof. Dr. Bernhard Steinhoff, begrüßen zu können. Dieser referierte über das Thema „Epilepsie kann jeden treffen - in jedem Alter“.
  • In dem nun mittlerweile 29. Vereinsjahr sei zweifelsohne der 13.Gmünder Epilepsietag das Glanzlicht gewesen. Der Epilepsietag, der in Zusammenarbeit mit der Praxis Dr. med. Scheidt (Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie) gestaltet wurde, fand im November im Stauferklinkum statt. Den Auftakt der Veranstaltung machte die Epilepsie-​Botschafterin Anja Zeipelt mit dem Vortrag „Epilepsie, eine teuflische Krankheit?“ Sie ging auf die teils abenteuerlichen Betrachtungsweisen der Epilepsie ein, und zeigte auf, warum manche Menschen heute noch Angst vor Epilepsie haben. Meyer berichtete stolz, dass für den anschließenden Vortrag Dr. med. Keimer, Neuropädiater am Stauferklinkum als Referent gewonnen werden konnte. Mit seinem reichhaltigen und langjährigen Erfahrungsschatz auf dem Gebiet der Epilepsie stellte er in seinem Vortrag alternative Behandlungsmöglichkeiten vor. Abgerundet wurde die Veranstaltung dann mit einem Bericht von Doris Schäfer von der Epilepsie-​Selbsthilfegruppe Darmstadt, die die Epilepsie aus Sicht des Lebenspartners betrachtete. „Das war wieder eine rundum gelungene Veranstaltung“, zog Meyer sein Fazit.

Schwerpunkte der Vorträge

Die Vorträge auf den Gmünder Epilepsietagen decken ein breites Spektrum an Themen ab, darunter:

  • Diagnostik und Therapie von Epilepsie: Anschließend ging Prof. Steinhoff in seinem ersten Vortrag auf Probleme und Schwierigkeiten in der Epilepsiediagnostik und Epilepsietherapie ein. Als wichtigster Pfeiler für eine gute Diagnos-tik sei es, dass sich der Arzt beim Gespräch mit dem Patienten Zeit nehme und ihm auch zuhöre. Mit medikamentösen Therapien seien 2/3 aller Patienten praktisch anfallsfrei. Der „Stein der Weisen“ sei allerdings noch nicht gefunden, die Möglichkeiten der Therapie hätten sich jedoch wesentlich erweitert.
  • Alltagsleben mit Epilepsie: Gabi Mucha, Leiterin der Wohnberatung Schwäbisch Gmünd, wird zum Thema „Epilepsie und Wohnen - Wie gestalte ich mein Wohnumfeld? Umbau und Finanzierung?“ nützliche Tipps und Anregungen geben.
  • Rechtliche und soziale Fragen:
  • Erfahrungsberichte von Betroffenen: Abschließend kommt mit Michael Schäfer, 1. Vorsitzender der Epilepsie-Selbsthilfegruppe Darmstadt e.V. ein Betroffener zu Wort. Sein Vortrag steht unter dem Motto „Glücklich mit Epilepsie“. Abgerundet wurde die Veranstaltung dann mit einem Bericht von Doris Schäfer von der Epilepsie-​Selbsthilfegruppe Darmstadt, die die Epilepsie aus Sicht des Lebenspartners betrachtete.

Bedeutung der Selbsthilfegruppe

Die Selbsthilfegruppe für Anfallskranke in Schwäbisch Gmünd und Umgebung e.V. ist eine wichtige Stütze für Menschen mit Epilepsie und ihre Familien. Sie bietet ihnen einen Ort, an dem sie sich austauschen, informieren und gegenseitig unterstützen können. Durch ihre Öffentlichkeitsarbeit trägt die SHG dazu bei, Vorurteile abzubauen und das Verständnis für Epilepsie in der Gesellschaft zu fördern.

Aloisia Widmann-Bayer, Vorsitzende der Selbsthilfegruppe, betonte: „Die Selbsthilfegruppe hat ihm sehr viel zu verdanken. Ohne ihn wären wir nicht da, wo wir heute stehen.“

Klaus Meyer: Ein Leben im Dienst der Selbsthilfe

Klaus Meyer hat sich große Verdienste als Mitgründer der Selbsthilfegruppe für Anfallskranke in Schwäbisch Gmünd und Umgebung und langjähriger Vorsitzender erworben.

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Unermüdlicher Einsatz: Klaus Meyer setzte sich unermüdlich für die Belange von Betroffenen und Angehörigen der Anfallskrankheit ein. Es war ihm ein wichtiges Anliegen, gegen die noch immer vorhandenen Vorurteile und Stigmatisierung dieses Krankheitsbildes in der Gesellschaft anzukämpfen. Daher lautet das Motto der Selbsthilfegruppe „Epilepsie braucht Offenheit“. Meyer war es auch, der zusammen mit der Selbsthilfegruppe die „Gmünder Epilepsietage“ ins Leben rief - eine Informationsveranstaltung rund um das Thema Epilepsie für Betroffene, Angehörige und Mediziner.

Neben seinem Engagement in der Selbsthilfegruppe war Klaus Meyer auch in der Politik und in der Gewerkschaft aktiv.

Vorstand und Beirat

Bei den Wahlen wurde das komplette bisherige Vorstands-​Team einstimmig für weitere 5 Jahre gewählt: Klaus Meyer (1. Vorsitzender), Verena Bayer (2. Vorsitzende), Anne Kienle (Kassiererin), Peter Saile (Schriftführer), Kassenprüfer Rosi Eichenhöfer und Christian Alimovski. In den Beirat wurden Tanja Weisbrod, Stefan Kienle, Christa Seitzer und Jutta Meyer einstimmig gewählt.

Kontakt und Information

Selbsthilfegruppe für Anfallskranke in Schwäbisch Gmünd und Umgebung e.V.

Kappelgasse 13, 2. Stock

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73525 Schwäbisch Gmünd

info(at)epilepsie-gd.de

www.epilepsie-gd.de

Das Büro ist jeden 2. und 4. Mittwochnachmittag besetzt.

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