Vanilleextrakt zur Linderung von Migräne und Kopfschmerzen: Ein natürlicher Ansatz

Kopfschmerzen sind ein weit verbreitetes Leiden, von dem Millionen Menschen weltweit betroffen sind. In Deutschland kämpfen etwa vier bis fünf Prozent der Bevölkerung täglich mit Kopfschmerzen, während 70 Prozent anfallsweise oder chronisch darunter leiden. Angesichts dieser hohen Prävalenz ist es nicht verwunderlich, dass der Markt für Schmerzmittel boomt. Allerdings haben Medikamente oft Nebenwirkungen, weshalb viele Menschen nach alternativen, natürlichen Behandlungsmethoden suchen. Vanilleextrakt, insbesondere in seiner reinen und biologischen Form, hat sich als vielversprechendes Hausmittel gegen verschiedene Arten von Kopfschmerzen, einschließlich Migräne, erwiesen.

Ursachen und Arten von Kopfschmerzen

Es gibt über 160 verschiedene Arten von Kopfschmerzen, wobei Spannungskopfschmerzen, stressbedingte Kopfschmerzen und Kopfschmerzen im Zusammenhang mit Erkältungen zu den häufigsten gehören. Diese Kopfschmerzarten äußern sich oft durch ein unangenehmes Ziehen, Drücken, Pochen oder eine Überempfindlichkeit gegenüber Lärm und Licht. Starke Kopfschmerzen und Migräne unterscheiden sich jedoch in Intensität und Verlauf deutlich von normalen Kopfschmerzen. Sie treten oft plötzlich auf und können stundenlang auf einem fast unerträglichen Niveau anhalten. Begleitsymptome wie Sehstörungen und Übelkeit sind bei Migräne und heftigen Kopfschmerzattacken keine Seltenheit.

Vanilleextrakt als natürliches Heilmittel

Schon die alten Ägypter wussten um die schmerzlindernden Eigenschaften der Vanille. Die Schote der Vanille kann fast alle Arten von Kopfschmerzen lindern, sogar bei chronischen Beschwerden. Der Hauptwirkstoff in Vanille, Eugenol, wirkt antiseptisch und schmerzlindernd. Darüber hinaus kann Eugenol verstopfte Blutgefäße wieder frei machen, was die Durchblutung fördert und somit Kopfschmerzen beseitigen kann.

Anwendung von Vanilleextrakt

Für die Anwendung bei Kopfschmerzen wird empfohlen, vor dem Zubettgehen einen Teelöffel reinen Vanilleextrakts mit etwa 200 ml Wasser zu verdünnen und einzunehmen. Es ist ratsam, einen Vanilleextrakt in Bio-Qualität zu verwenden, um sicherzustellen, dass er frei von schädlichen Zusatzstoffen ist.

Vanille in der Aromatherapie

Vanilleextrakt findet auch in der Aromatherapie Anwendung. Der süßliche und warme Duft der Vanille kann bei Ängstlichkeit, Schlafstörungen oder Anspannung helfen. Insbesondere Kinder empfinden den Duft oft als beruhigend und schlaffördernd. Vanille kann als Raumduft oder Kosmetikzusatz verwendet werden, um den Appetit und vor allem Gelüste auf Süßes zu regulieren.

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Weitere Hausmittel gegen Kopfschmerzen

Neben Vanilleextrakt gibt es noch weitere bewährte Hausmittel, die bei Kopfschmerzen Linderung verschaffen können:

  • Viel Wasser trinken: Dehydration kann Kopfschmerzen verursachen oder verstärken. Es hat sich als lindernd erwiesen, bei den ersten Anzeichen von Kopfschmerzen mindestens einen halben Liter Wasser zu trinken.
  • Massage mit ätherischen Ölen: Pfefferminzöl und Zimtöl sind anerkannte Mittel gegen Kopfschmerzen. Pfefferminzöl kann den Körper daran hindern, Schmerzsignale an das zentrale Nervensystem zu senden. Zimt wird nachgesagt, Kopfschmerzen zu lindern, die durch kalte Luft entstanden sind.
  • Wärme und Entspannung: Verspannungen in Nacken und Schultern können zu Kopfschmerzen führen. Wärme, wie heiße Bäder, Wärmflaschen oder warme Wickel, kann die Muskeln entspannen und die Durchblutung fördern.
  • Kräutertee: Rosenblüten, Lavendel, Weidenrinde, Melisse oder Mädesüß können als Tee zubereitet werden und bei Kopfschmerzen helfen.
  • Ingwer: Ingwer wirkt entzündungshemmend und schmerzstillend und kann bei Kopfschmerzen und Migräne helfen.
  • Koffein: Eine Tasse starker Kaffee kann bei Kopfschmerzen helfen, da das Koffein die Prostaglandine hemmt, die an der Schmerzentstehung beteiligt sind.
  • Bewegung: Ein Spaziergang an der frischen Luft kann die Durchblutung verbessern und Spannungskopfschmerzen lindern.

Aromatherapie bei Nervenstörungen

Ätherische Öle können durch verschiedene Inhaltsstoffe und Wirkmechanismen bei Nervenstörungen Beschwerden lindern. Insbesondere Duftmoleküle, die modulierend auf das Schmerzempfinden wirken, können enorm zur Verbesserung des Schmerzerlebens führen.

Isoprenmoleküle und Monoterpene

Viele Naturdüfte bestehen vorwiegend aus Stoffen, die auf dem Isoprenmolekül aufbauen. Monoterpene, einfache Kohlenwasserstoffe, können durch den sogenannten Counterirritant-Effekt eine beruhigende Wirkung auf das Schmerzgeschehen ausüben.

Schmerzlindernde Spezialisten-Öle

Einige ätherische Öle enthalten spezielle Inhaltsstoffe zur Schmerzlinderung, wie Menthol (z. B. Pfefferminzöl), Eugenol (z. B. Gewürznelkenöl) und Methylsalicylat (z. B. Wintergrünöl). Wintergrünöl hat den höchsten Methylsalicylatanteil und wird daher oft als Synonym zu Methylsalicylat verwendet. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Wintergrünöl sehr sorgfältig und nur von gut geschulten Personen angewendet werden sollte, da Überdosierungen zu Vergiftungserscheinungen führen können.

Rezept Neuro-Peace

Ein Beispiel für eine Aromatherapie-Mischung zur Linderung von Nervenschmerzen ist das Rezept Neuro-Peace:

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  • 20 ml Johanniskrautöl
  • 6 Tropfen Lavendelöl
  • 3 Tropfen Ylang-Ylang-Öl
  • Optional: 5 Tropfen Bio-Vanille-Extrakt (für eine wärmere, lieblichere Duftnote und eine entspannende, tröstende Wirkung)

Die Zutaten werden in einer Braunglasflasche gut vermischt und bei Bedarf bis zu 8 Mal täglich sanft aufgetragen.

Aromatherapie bei neuropathischen Schmerzen

Neuropathische Schmerzen, die häufig bei Diabetes mellitus oder als Begleiterscheinung von Krebstherapien auftreten, können durch Aromatherapie gelindert werden. Johanniskrautöl kann oft etwas lindern, insbesondere bei stechenden und blitzenden Schmerzen. Lavendelöl kann die Wirkung verstärken. Auch Ylang-Ylang-Öl kann neuropathische Schmerzen lindern, da es Methylsalicylat enthält.

Hilfe bei Hand-Fuß-Syndrom

Das Hand-Fuß-Syndrom, eine fast unvermeidliche Folge einiger Chemotherapien, kann durch rückfettende und antioxidative Maßnahmen gelindert werden. Ein pflegendes Peeling kann präventiv die Durchblutung fördern und das Auftreten der Schmerzen verlangsamen.

Unruhige Beine beruhigen

Beim Restless-Legs-Syndrom (RLS) kann Vanille dazu beitragen, den Dopaminhaushalt wieder in Balance zu bringen. Abendlich anzuwendende Ölmischungen können immer mit etwas Vanille ergänzt werden. Auch Eugenolhaltige ätherische Öle wie Zimtblätter, Gewürznelkenknospe, Tulsi, Piment und Bay können bei RLS-Patienten leichte bis enorme Linderung bewirken.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Nicht alle Kopfschmerzen lassen sich durch Hausmittel behandeln. Es ist ratsam, einen Arzt aufzusuchen, wenn:

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  • Weitere Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Schwindel, Gelenkschmerzen, Sehstörungen, Gedächtnis- oder Konzentrationsstörungen auftreten.
  • Der Verdacht besteht, dass die Schmerzen durch eine Sehschwäche oder durch eine Fehlbelastung des Kiefers entstehen.
  • Die Kopfschmerzen immer stärker werden und immer häufiger auftreten.
  • Es durch Stürze, Schläge gegen den Kopf oder Ähnliches zu den Beschwerden kommt.
  • Zusätzlich ein steifer Nacken und/oder Fieber auftreten (Hinweis auf Hirnhautentzündung).
  • Es zum "Donnerschlagskopfschmerz" kommt (plötzlich auftretender, extrem starker Kopfschmerz).

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