Ein Hirntumor ist eine Wucherung im Gehirn, die gutartig (benigne) oder bösartig (maligne) sein kann. Primäre Hirntumore entstehen im Gehirngewebe oder den Hirnhäuten, während sekundäre Hirntumore Metastasen von Krebs in anderen Körperregionen sind. Die Symptome hängen von der Größe, Art und Lage des Tumors ab und können starke Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen, Sprach-, Seh- und Bewegungsstörungen, Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche und epileptische Anfälle umfassen. In schweren Fällen kann ein Hirntumor auch zu einem Koma führen.
Arten von Hirntumoren
Hirntumore werden nach der Art der Zellen unterschieden, aus denen sie entstehen. Die häufigsten sind Gliome, die von den Gliazellen (Stützzellen im Gehirn) ausgehen. Das Glioblastom ist ein bösartiger Tumor, während das Hypophysenadenom ein typischer gutartiger Hirntumor ist. Andere Arten umfassen Meningeome (aus den Hirnhäuten), Neurinome (aus den Hirnnerven) und Lymphome (aus Lymphozyten). Zwei Drittel aller Hirntumore sind gutartig, etwa ein Drittel ist bösartig.
Ursachen und Risikofaktoren
Die Ursachen und Risikofaktoren von Hirntumoren sind weitgehend unbekannt. Einige seltene Erbkrankheiten wie Neurofibromatose erhöhen das Risiko. Bestimmte Behandlungsmethoden wie Strahlentherapie können ebenfalls das Risiko erhöhen. Weitere diskutierte Faktoren sind bestimmte bildgebende Verfahren wie Computertomografie (CT) im Kindesalter.
Symptome von Hirntumoren
Die Symptome eines Hirntumors sind vielfältig und hängen von der Lage des Tumors ab. Häufige Symptome sind:
- Kopfschmerzen: Besonders nachts und morgens, oft verbunden mit Übelkeit und Erbrechen.
- Neurologische Ausfälle: Halbseitige Lähmung, Sehstörungen, Gleichgewichtsprobleme, Gefühlsstörungen.
- Psychische Veränderungen: Wesensveränderungen, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen.
- Hirndruckzeichen: Übelkeit, Erbrechen, Bewusstseinsstörung bis hin zum Koma.
- Epileptische Anfälle: Können das erste Symptom sein.
Diagnose von Hirntumoren
Die Diagnose erfolgt durch neurologische Untersuchungen und bildgebende Verfahren wie Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT). Eine Biopsie ist notwendig, um die Art des Tumors festzustellen. Eine Positronen-Emissions-Tomographie (PET) kann Informationen über den Stoffwechsel des Tumors liefern und helfen, gutartige von bösartigen Veränderungen zu unterscheiden.
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Malignitätsgrade von Hirntumoren
Die Bösartigkeit und das Wachstumsverhalten von Hirntumoren werden durch die Malignitätsgrade beschrieben, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in die Grade I bis IV eingeteilt werden:
- Grad I: Gutartiger Tumor, der langsam wächst.
- Grad II: Infiltratives Wachstum, Rückfälle möglich.
- Grad III und Grad IV: Bösartige Tumoren mit schnellem Wachstum.
Therapie von Hirntumoren
Die Behandlung von Hirntumoren umfasst Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie. Die genaue Behandlung hängt von der Art, Lage und Größe des Tumors ab.
- Operation: Hirntumore, die operativ gut zugänglich sind, werden entfernt. Ziel ist es, so viel Tumorgewebe wie möglich zu entfernen, ohne das gesunde Hirngewebe zu schädigen.
- Strahlentherapie: Kann vor oder nach einer Operation eingesetzt werden, um den Tumor zu zerstören oder zu verkleinern.
- Chemotherapie: Spezielle Medikamente (Zytostatika) werden eingesetzt, um den Tumor zu zerstören. Oft mit Strahlentherapie kombiniert (Radiochemotherapie).
Koma als Folge von Hirntumoren
Ein Koma kann als Folge eines Hirntumors auftreten, wenn der Tumor das Gehirn stark schädigt und den Hirndruck erhöht. Dies kann durch direkte Schädigung des Gehirngewebes, durch Verdrängung von Hirnstrukturen oder durch die Bildung von Hirnödemen geschehen. Der wachsende Druck im Gehirn kann schließlich zum Koma führen.
Glioblastom: Eine aggressive Form
Das Glioblastom ist ein sehr aggressiver Hirntumor, der schnell in das gesunde Gewebe hineinwuchert. Eine vollständige Entfernung ist oft nicht möglich, und die Prognosen sind schlecht. Die Überlebenszeit nach der Diagnose beträgt meist nur wenige Monate. Symptome treten früh auf und umfassen heftige Kopfschmerzen, epileptische Anfälle, Lähmungen und Sprach- und Sehstörungen.
Diagnose und Behandlung des Glioblastoms
Die Diagnose erfolgt durch bildgebende Verfahren wie CT und MRT. Die Behandlung umfasst eine Operation zur Verringerung der Tumormasse, gefolgt von Chemotherapie und Bestrahlung. Eine vollständige Heilung ist bisher nicht möglich.
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Formen des Glioblastoms
Man unterscheidet zwischen:
- Primäres Glioblastom (IDH-Wildtyp): Tritt bei etwa 90% der Patient:innen auf, entwickelt sich ohne Vorläufer und wächst sehr aggressiv.
- Sekundäres Glioblastom: Entsteht meist aus einem niedriggradigen Astrozytom, betrifft eher jüngere Menschen und hat eine etwas günstigere Prognose.
Ursachen und Risikofaktoren des Glioblastoms
Die Ursachen sind nicht ausreichend erforscht. Risikofaktoren sind:
- Alter: Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko.
- Strahlenexposition: Ionisierende Strahlung erhöht das Risiko.
Symptome des Glioblastoms
Die Symptome sind vielfältig und hängen von der Lage des Tumors ab. Häufige Symptome sind:
- Kopfschmerzen
- Epileptische Anfälle
- Lähmungen
- Übelkeit und Erbrechen
- Gedächtnisstörungen
- Gefühlsstörungen
- Sehstörungen
- Sprachstörungen
- Veränderungen der Persönlichkeit
Behandlungsmethoden beim Glioblastom
- Operation: Wichtigste Methode, um die Tumormasse zu verringern.
- Strahlentherapie: Zur gezielten Abtötung verbliebener Tumorzellen.
- Chemotherapie: Mit Temozolomid während und nach der Bestrahlung.
- Tumor Treating Fields (TTF): Elektrische Felder, die die Zellteilung der Tumorzellen stören.
- Palliativmedizin und supportive Therapie: Zur Linderung von Beschwerden und Erhaltung der Lebensqualität.
Rehabilitation nach Hirntumortherapie
Eine medizinische Rehabilitation dient dazu, den Erfolg der Hirntumortherapie zu sichern und die körperlichen Folgen der Erkrankung zu mildern. Sie umfasst Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Ernährungsberatung und psychoonkologische Beratung.
Umgang mit der Diagnose Hirntumor
Eine psychosoziale Betreuung von Patient und Angehörigen sollte einen festen Stellenwert in der Therapie eines Hirntumors haben. Es ist wichtig, sich über die Erkrankung zu informieren, Unterstützung zu suchen und реальные Ziele zu setzen.
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