Migräne verstehen und behandeln: Ein umfassender Überblick mit Doc Esser

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die viele Menschen betrifft. Sie ist nicht heilbar, aber es gibt viele Möglichkeiten, die Häufigkeit und Intensität der Attacken zu reduzieren. In diesem Artikel werden wir uns mit den Ursachen, Symptomen, Formen, Triggern und Behandlungsmöglichkeiten von Migräne befassen, basierend auf den Erkenntnissen von Doc Esser und anderen Experten.

Was ist Migräne?

Migräne ist mehr als nur ein starker Kopfschmerz. Es handelt sich um eine neurologische Erkrankung, die sich durch wiederkehrende, anfallsartige Kopfschmerzen äußert. Diese Kopfschmerzen sind oft von Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit begleitet. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) leiden 14,8 Prozent der Frauen und 6 Prozent der Männer in Deutschland unter Migräne. Allerdings wird die Krankheit oft nicht erkannt, sodass die tatsächlichen Zahlen wahrscheinlich höher liegen.

Ursachen und Entstehung einer Migräneattacke

Die genauen Ursachen von Migräne sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass eine vorübergehend stärkere Durchblutung bestimmter Gefäße im Gehirn oder schmerzhafte kleine Entzündungen in den Gefäßwänden eine Rolle spielen. Hormonelle Störungen können ebenfalls zu Durchblutungsschwankungen führen.

Ist Migräne vererbbar?

Migräne kann vererbbar sein. Wenn ein Elternteil an Migräne leidet, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass auch die Kinder betroffen sind.

Symptome und Formen von Migräne

Migräne äußert sich nicht bei jedem gleich. Die Symptome können variieren, aber einige der häufigsten sind:

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  • Starke, pulsierende Kopfschmerzen, meist auf einer Seite des Kopfes
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Licht- und Geräuschempfindlichkeit
  • Sehstörungen (Aura)
  • Schwindel

Es gibt verschiedene Formen von Migräne, darunter Migräne mit Aura und Migräne ohne Aura. Bei Migräne mit Aura treten vor den Kopfschmerzen neurologische Symptome wie Sehstörungen auf.

Häufige Trigger für Migräneattacken

Migräneattacken können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, die sogenannten Trigger. Zu den häufigsten Triggern gehören:

  • Stress
  • Schlafmangel
  • Hormonelle Veränderungen (z.B. Menstruation)
  • Bestimmte Lebensmittel und Getränke (z.B. Alkohol, Käse, Schokolade)
  • Wetterwechsel
  • Gerüche
  • Lärm

Was hilft gegen Migräne?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Migräne zu behandeln und die Häufigkeit und Intensität der Attacken zu reduzieren. Die Behandlungsmöglichkeiten lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Akutbehandlung und Prophylaxe.

Akutbehandlung von Migräne

Die Akutbehandlung zielt darauf ab, die Symptome einer akuten Migräneattacke zu lindern. Dazu können folgende Maßnahmen gehören:

  • Schmerzmittel: Frei verkäufliche Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure (Aspirin) können bei leichten bis mittelschweren Migräneattacken helfen.
  • Triptane und Ditane: Diese speziellen Medikamente werden bei stärkeren Migräneattacken eingesetzt. Sie blockieren den Ausstoß von Botenstoffen, die Migräneattacken auslösen.
  • Neu zugelassene Akutmedikamente: Es gibt auch neu zugelassene Medikamente zur Akutbehandlung von Migräne.
  • Neuromodulationsgerät: Ein Neuromodulationsgerät kann ebenfalls zur Behandlung von Migräne eingesetzt werden.

Prophylaxe von Migräne

Die Prophylaxe zielt darauf ab, die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken zu reduzieren. Dazu können folgende Maßnahmen gehören:

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  • Nahrungsergänzungsmittel: Magnesium, Riboflavin und Coenzym Q10 können bei einigen Menschen die Häufigkeit von Migräneattacken reduzieren.
  • Medikamentöse Prophylaxe: Es gibt verschiedene Medikamente, die zur Prophylaxe von Migräne eingesetzt werden können, darunter Betablocker, Antidepressiva und Antiepileptika.
  • Antikörperspritzen: Für viele Menschen sind Antikörperspritzen ein Gamechanger in der Migräneprophylaxe.
  • Botox: Botox kann auch zur Behandlung von Migräne eingesetzt werden.
  • Behandlung ohne Medikamente: Akupunktur, Biofeedback und Entspannungstechniken können ebenfalls helfen, Migräneattacken vorzubeugen. Ein Migränepiercing kann ebenfalls in Betracht gezogen werden.

Weitere Tipps zur Behandlung und Vorbeugung von Migräne

  • Migräne verstehen: Der erste Schritt zur Behandlung von Migräne ist, die Erkrankung zu verstehen und die eigenen Trigger zu identifizieren.
  • Sport: Regelmäßiger Sport kann helfen, Stress abzubauen und Migräneattacken vorzubeugen.
  • Umgang mit Triggern: Es ist wichtig, die eigenen Trigger zu kennen und zu vermeiden oder zu reduzieren.
  • Änderung des Lebensstils: Eine Änderung des Lebensstils mit regelmäßigem Ausdauersport, Entspannungstechniken und Dehn- und Kräftigungsübungen kann helfen, Migräneattacken vorzubeugen.

Kopfschmerzen: Formen, Therapien und wann man zum Arzt sollte

Kopfschmerzen sind ein weit verbreitetes Problem, das fast jeder schon einmal erlebt hat. Es gibt verschiedene Formen von Kopfschmerzen, die sich in ihren Ursachen, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten unterscheiden.

Formen von Kopfschmerzen

Die häufigsten Formen von Kopfschmerzen sind:

  • Spannungskopfschmerzen: Diese äußern sich meist durch einen drückenden, beidseitigen Kopfschmerz, der oft nicht genau lokalisiert werden kann. Weitere Symptome wie Übelkeit treten meistens nicht auf und körperliche Aktivität verschlimmert den Schmerz in der Regel nicht.
  • Migräne: Anders als bei den "gewöhnlichen" Kopfschmerzen äußert sich Migräne meistens durch einen Schmerz, der nicht den ganzen Kopf, sondern nur einen Teil betrifft. Die Intensität der Schmerzen ist meistens höher als bei Nicht-Migräne-Patienten. Hinzu kommen oft häufig Begleitsymptome wie Übelkeit, Erbrechen sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit.

Therapien bei Kopfschmerzen

Die Behandlung von Kopfschmerzen richtet sich nach der Art und Intensität der Schmerzen. Bei leichten bis mittelschweren Kopfschmerzen können frei verkäufliche Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure (Aspirin) helfen. Bei Spannungskopfschmerzen kann es sogar ausreichen, die Schläfen mit einfachem Pfefferminzöl einzureiben. Bei Migräne gibt es spezielle Medikamente, sogenannte Triptane oder Ditane, die zur akuten Behandlung eingesetzt werden.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Gelegentliche Kopfschmerzen, die keine schweren Einschränkungen der Lebensqualität verursachen und sich mit einfachen Schmerzmitteln lindern lassen, müssen in der Regel nicht behandelt werden. Treten sie jedoch regelmäßig auf oder sind die Schmerzattacken besonders intensiv, sollte man auf jeden Fall seinen Hausarzt oder seine -ärztin aufsuchen. In den Unikliniken im Land gibt es außerdem Kopfschmerz-Ambulanzen, die in Sachen Diagnose und Behandlung hochspezialisiert sind. Hier kann auch ausgeschlossen werden, dass andere, versteckte Krankheiten für die Kopfschmerzen verantwortlich sind. Je früher man sich Hilfe holt, desto besser.

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