Wie lange krankgeschrieben nach Schlaganfall: Statistik, Prognose und Rehabilitation

Ein Schlaganfall ist ein einschneidendes Ereignis, das das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen stark beeinflussen kann. Der Krankheitsverlauf und die Heilungschancen hängen in erster Linie vom Ort und der Größe der dauerhaften Hirnschädigungen ab. Einer von fünf Patienten stirbt innerhalb der ersten vier Wochen. Jeder zweite Überlebende bleibt aufgrund der Schädigungen pflegebedürftig und schwerbehindert. Die Chancen auf eine vollständige oder teilweise Rückbildung der Folgen sind umso größer, je schneller der Patient im Krankenhaus behandelt wird.

Akutversorgung und Rehabilitation

Optimal eingerichtet sind sogenannte „Stroke Units“ - Spezialstationen für Diagnostik, Behandlung und Überwachung nach einem akuten Schlaganfall. Die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus variiert stark von Fall zu Fall. In den meisten Fällen schließt sich eine Rehabilitation an, in der sich ein Team aus Krankengymnasten, Sprach- und Ergotherapeuten um den Patienten kümmert. Eine wichtige Aufgabe der Rehabilitation ist es, den Betroffenen zu helfen, mit bleibenden Beeinträchtigungen zu leben und sich im Alltag zurechtzufinden. Die Motivation des Patienten spielt dabei eine entscheidende Rolle: Je aktiver er bei den Übungen mitwirkt, desto größer sind die Chancen auf Fortschritte. Dazu gehört auch die Behandlung von Depressionen, die nach Schlaganfällen häufig auftreten. In den meisten Fällen findet die Rehabilitation stationär in einer spezialisierten Klinik statt, für leichtere Fälle gibt es ambulante Tageseinrichtungen. Ein Aufenthalt in einer Reha-Klinik dauert meist vier bis sechs Wochen.

Risikofaktoren und Prävention

Prof. Dr. med. Schäbitz erklärt, dass ein Schlaganfall häufiger im fortgeschrittenen Alter auftritt, wobei über 50 Prozent der Fälle Menschen über 65 betreffen, aber auch rund 15 Prozent der Betroffenen jünger als 40/45 Jahre sind. Zu den Hauptrisikofaktoren zählen Bluthochdruck und Vorhofflimmern, aber auch Diabetes, Rauchen, Bewegungsmangel und Fettstoffwechselstörungen spielen eine Rolle. Daher sind eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und die Vermeidung von Risikofaktoren die besten Tipps zur Prävention. Die Deutsche Schlaganfall Gesellschaft bietet einen Schlaganfall-Risikotest an, um das persönliche Risiko einzuschätzen.

Erste Hilfe und Akuttherapie

Bei Verdacht auf einen akuten Schlaganfall muss sofort der Rettungsdienst (112) gerufen werden. Die Erstversorgung in einer Stroke Unit ist essentiell, da dort die diagnostische und therapeutische Expertise sehr hoch ist. Spezialtherapien wie die Lyse-Therapie oder die katheterbasierte Thrombektomie können hier durchgeführt werden. Zudem erfolgt ein Herz-Kreislauf-Monitoring und die Ursachenforschung des Schlaganfalls. Im Bereich der Thrombektomie gibt es tatsächlich Heilungserfolge, die an Wunderheilung grenzen können.

Folgen und Beeinträchtigungen

Die Folgen eines Schlaganfalls hängen immer von Art und Ausmaß ab. Schwerwiegende Lähmungen und Sprachstörungen sind die häufigsten Beeinträchtigungen. Auch "stille Schlaganfälle" können auftreten, die milde Symptome wie Schwindel oder Kribbeln verursachen, aber oft nicht als solche erkannt werden. Nach einem schweren Schlaganfall kann Unterstützung oder Pflege notwendig sein.

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Rezidivrisiko und Lebenserwartung

Es gibt eine Reihe von Rezidiv-Schlaganfällen, und die Zahl liegt bei rund 50.000 bis 70.000 pro Jahr. Nach dem ersten Schlaganfall ist es daher wichtig, die genauen Ursachen zu erforschen, um eine gute Sekundärprävention aufzubauen. Die Mortalität von Patienten nach einem ersten Schlaganfall liegt bei 25 bis 30 Prozent, betrifft aber vor allem die Subgruppe der sehr schweren Schlaganfälle.

Berufliche Wiedereingliederung

Für Menschen im Berufsleben kann ein Schlaganfall eine große Belastung darstellen. Mit verschiedenen Angeboten zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation ist jedoch ein erfolgreicher Wiedereinstieg ins Arbeitsleben möglich. Nach der Krankenhausbehandlung, die etwa 7 bis 10 Tage dauert, folgt je nach Bedarf eine ambulante oder stationäre Reha-Maßnahme. Ziel ist die Erhaltung der Erwerbsfähigkeit. Im Anschluss an die Krankenhausbehandlung folgt für gesetzlich Versicherte meistens eine Anschlussheilbehandlung (AHB). Während der Arbeitsunfähigkeit besteht Anspruch auf Entgeltfortzahlung und Krankengeld. Eine stufenweise Wiedereingliederung (Hamburger Modell) kann den Übergang zur vollen Berufstätigkeit erleichtern.

Langzeitprognose und Komplikationen

Die Prognose nach einem Herzinfarkt hängt stark von möglichen Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche ab. Ein gesunder Lebensstil, regelmäßige Nachsorge und körperliche Aktivität sind entscheidend für die Erholung. Etwa 5-10 % der Patienten sterben innerhalb von zwei Jahren nach der Entlassung aus dem Krankenhaus, besonders ältere Menschen sind gefährdet. Eine gute Nachbehandlung ist sehr wichtig für eine gute Prognose nach Herzinfarkt. Körperliche Aktivität bringt den Kreislauf wieder in Schwung, beugt weiteren Gefäßverschlüssen vor und sorgt dafür, dass sich das Herz nach einem Herzinfarkt wieder erholt. Meist verbringen Herzinfarkt-Patienten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus einige Zeit in einer Reha-Einrichtung. Dort lernen sie, ihr Leben so umzustellen, dass das Risiko für einen weiteren Herzinfarkt sinkt.

Sekundärprävention nach Herzinfarkt

Die derzeitigen Leitlinien empfehlen eine Reihe nichtmedikamentöser und medikamentöser Maßnahmen nach akutem Herzinfarkt. Ein wesentlicher Bestandteil ist die antithrombotische Therapie. Hier ist die lebenslange Gabe von Acetylsalicylsäure (ASS) immer noch der Standard. Zur Senkung des LDL auf einen Wert unter 70 mg/dl ist in aller Regel die Gabe eines Statins notwendig.

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