Einführung
Chronische Schmerzen, definiert als Schmerzen, die länger als drei Monate andauern, werden heute als eigenständige Krankheit anerkannt. Der Zusammenhang zwischen Schmerzen und kardiovaskulären Erkrankungen (CVD) ist komplex und noch nicht vollständig geklärt. Dieser Artikel beleuchtet die Auswirkungen von Nervenschmerzen auf das Herz, indem er verschiedene Studien und Forschungsergebnisse zusammenfasst. Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis der Zusammenhänge zwischen Nervenschmerzen, verschiedenen Herzerkrankungen und den zugrunde liegenden Mechanismen zu vermitteln.
Chronische Schmerzen und kardiovaskuläre Ereignisse: Eine Analyse der UK Biobank
Eine umfangreiche Datenanalyse der UK Biobank, einer bevölkerungsbasierten Kohorte mit über einer halben Million Teilnehmern, untersuchte den Zusammenhang zwischen verschiedenen Schmerzmodalitäten und der Entstehung von CVD. Die Studie berücksichtigte spezifische kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzinsuffizienz und kardiovaskuläre Mortalität.
Methodik
Die Teilnehmer wurden je nach Schmerzdauer und -ausdehnung in drei Modalitäten eingeteilt:
- Kurzfristige Schmerzen
- Chronisch lokalisierte Schmerzen
- Chronisch ausgedehnte Schmerzen
Personen ohne Schmerzen dienten als Kontrollgruppe. Mittels multivariabler Cox-Regression wurde der Zusammenhang zwischen chronischen Schmerzen und dem Auftreten von Myokardinfarkt, Herzinsuffizienz, Schlaganfall und kardiovaskulärer Mortalität untersucht.
Ergebnisse
Die Analyse umfasste 475.171 Probanden ohne CVD. Die Ergebnisse zeigten, dass Teilnehmer mit chronisch lokalisierten Schmerzen ein signifikant erhöhtes Risiko für CVD hatten (Hazard Ratio (HR): 1,14; 95%-Konfidenzintervall (KI): 1,08-1,21, p<0,001). Bei Probanden mit chronisch generalisierten Schmerzen war das Risiko noch höher (HR: 1,48; 95%-KI: 1,28-1,73, p<0,001). Der Anteil der Bevölkerung mit attributivem Risiko für chronische Schmerzen als Risikofaktor für CVD (8,6%) war vergleichbar mit dem für Diabetes (7,3%).
Lesen Sie auch: Wie Zucker unser Denken beeinflusst
Schlussfolgerung
Die Studie deutet darauf hin, dass das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse mit zunehmender Schmerzdauer und -ausbreitung steigt. Dieser Zusammenhang blieb auch nach Bereinigung um etablierte Risikofaktoren, sozioökonomische Faktoren, Komorbiditäten und Medikamente statistisch signifikant. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Studie auch gesunde Probanden berücksichtigte und die Schmerzintensität nicht erfasst wurde, was zu Verzerrungen führen könnte.
Symptome von Herzproblemen
Wer Herzprobleme rechtzeitig erkennen möchte, muss auf verschiedene Symptome achten. Schmerzen im Brustkorb, Atemnot, Leistungsverlust, Rhythmusstörungen und Ödeme können Anzeichen für Herzprobleme sein.
Schmerzen im Brustkorb
Hinter Schmerzen im Brustkorb können sich verschiedene Herzprobleme verbergen:
- Koronare Herzkrankheit: Verengungen der Herzkranzgefäße können Schmerzen verursachen.
- Herzinfarkt: Enge- oder Druckgefühl hinter dem Brustbein, das in Hals, Unterkiefer, Oberbauch und den linken Arm ausstrahlt.
- Herzmuskelentzündung (Myokarditis): Herzstolpern, Herzrasen oder ein Stechen im Brustkorb in Verbindung mit Kurzatmigkeit und Schwellung der Beine.
- Herzbeutelentzündung: Stechende Schmerzen, die sich im Liegen und in Linksseitenlage verstärken.
- Riss in der Hauptschlagader: Starke Brustschmerzen, die in den Rücken, den Bauch und die Beine ausstrahlen.
- Lungenembolie: Starke Brustschmerzen und Kurzatmigkeit.
Atemnot und Herzprobleme
Atemnot unter Belastung kann auf Herzprobleme wie Herzschwäche, Verengungen der Herzkranzgefäße, eine Herzmuskelentzündung oder einen Herzklappenfehler hinweisen. Betroffene empfinden dieses Gefühl zumeist als sehr bedrohlich und haben Angst, zu ersticken.
Leistungsverlust
Das Auftreten von allgemeiner Schwäche und rascher Ermüdung verbunden mit schnellem Gewichtsverlust oder Gliederschmerzen kann auf eine Herzmuskelentzündung hindeuten. In der Folge kommt es zu einem Leistungsabfall und zur Herzschwäche (Herzinsuffizienz).
Lesen Sie auch: Bewusstsein und Neuro-Yoga: Eine Verbindung
Rhythmusstörungen
Herzprobleme wie Pulsunregelmäßigkeit und Rhythmusstörungen können unabhängig von einer Erkrankung des Herzens vorkommen, treten aber auch häufig bei Herzklappenfehlern, Bluthochdruck, einem früheren Herzinfarkt, einer koronaren Herzkrankheit oder einer Herzschwäche auf. Patienten reagieren auf ein solches Herzproblem in vielen Fällen mit Schwindel, schlimmstenfalls mit Ohnmacht.
Ödeme
Ödeme sind Wassereinlagerungen aus dem Gefäßsystem im Gewebe. Sie deuten vor allem auf Herzprobleme wie Herzschwäche und Herzinsuffizienz hin. Bei einer Schwäche der rechten Herzkammer können Ödeme an Beinen und Füßen entstehen. Die Linksherzinsuffizienz ist die häufigste Ursache eines Lungenödems.
Ursachen von Schmerzen im Brustbereich
Herzbedingte Schmerzen sitzen typischerweise mittig, hinter dem Brustbein und werden oft als dumpfes Druck- oder Engegefühl beschrieben. Die Schmerzen können in den linken Arm, beide Arme, den Hals, den Kiefer oder den Rücken ausstrahlen. Seltener äußern sich Herzschmerzen als Stechen oder Brennen.
Auslöser
Beschwerden treten klassischerweise bei körperlicher Belastung auf, etwa beim Sport, beim Treppensteigen oder bei anstrengenden Alltagstätigkeiten. Weitere mögliche Auslöser sind emotional belastende Situationen, Kälte, plötzliche Temperaturwechsel, reichhaltige oder fettige Mahlzeiten, Alkohol, Nikotin und sonstiger Drogenkonsum.
Wann sind Schmerzen in der Brustgegend ein Grund, sich Sorgen zu machen?
Bei der instabilen Form der Angina pectoris kommen die Schmerzen plötzlich, oft auch in Ruhe, sie sind stärker oder halten länger an. Insgesamt geht die Symptomatik mit einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität einher.
Lesen Sie auch: Gehirnaktivität unter Hypnose: Eine wissenschaftliche Analyse
Unterschiede zwischen Männern und Frauen
Bei Frauen sieht man häufiger eine Ausstrahlung in den Hals- und Kieferbereich. Auch Rückenschmerzen sind bei ihnen relativ häufig.
Andere Erkrankungen als Ursache
Orthopädische Erkrankungen im oberen Brust- oder Schulterbereich und des Verdauungstrakts, aber auch Lungenerkrankungen können ähnliche Schmerzen auslösen.
Notfall
Plötzlich auftretende, starke Brustschmerzen - insbesondere in Ruhe - sind immer ein Alarmzeichen, vor allem wenn sie von Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Kaltschweißigkeit, Blässe, niedrigem Blutdruck oder schnellem Puls begleitet werden. Frauen suchen oft später Hilfe, da sie ihre Beschwerden zunächst selbst einordnen oder unspezifische Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Übelkeit verspüren.
Herzschmerzen: Beschreibung, Untersuchungen und Vorbeugung
Schmerzen im unmittelbaren Bereich des Herzens nehmen viele Menschen als Herzschmerzen wahr. Sie gehen aber nicht zwingend vom Herzen aus. Auch Stress, Verspannungen oder Erkrankungen der Lunge beziehungsweise des Magen-Darm-Trakts verursachen unter Umständen ein Stechen in der Herzgegend.
Wie fühlen sich Herzschmerzen an?
Die Symptome reichen von leichtem Ziehen in der Herzgegend über einen stechenden Schmerz bis hin zu sehr starken Schmerzen in Kombination mit Angstgefühlen, Übelkeit und Atemnot. Viele Betroffene beschreiben auch ein dumpfes Drückgefühl hinter dem Brustbein.
Untersuchungen und Diagnose
Um die Ursache für die Herzschmerzen abzuklären, führt der Arzt verschiedene Untersuchungen durch:
- Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese): Fragen nach Art, Dauer, Auslösern und Begleitumständen der Schmerzen.
- Körperliche Untersuchung: Abhören von Herz und Lungen, Messen von Puls und Blutdruck.
- Weitere Untersuchungen: Elektrokardiogramm (EKG), Ultraschall-Untersuchung des Herzens (Echokardiografie), Darstellung der Herzkranzgefäße (Koronarangiografie), Laboruntersuchungen, Lungenfunktionsprüfung, Untersuchung der Wirbelsäule und Muskulatur.
Vorbeugung
Ein gesunder Lebensstil, der das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich reduziert, ist hilfreich:
- Gesunde und ausgewogene Ernährung
- Verzicht auf Alkohol und Nikotin
- Regelmäßige Bewegung
- Reduzierung von Stress
Ursachen von Herzschmerzen
Herzschmerzen können verschiedene Ursachen haben. Nicht immer ist das Herz die Ursache. Lungen, Zwerchfell, Speiseröhre, Magen oder auch Gelenkbeschwerden können Herzschmerzen auslösen.
Angina pectoris
Eine der wichtigsten Krankheitsbilder mit Herzschmerz-Symptomatik ist die Angina pectoris, auch „akute Brustenge“ genannt. Verantwortlich dafür ist eine vorübergehende Minderdurchblutung (Ischämie) des Herzmuskels, meistens auf Grund einer Verengung der Herzkranzgefäße (Koronargefäße) durch verhärtete Fettablagerungen (Plaques, Arteriosklerose) in den Gefäßwänden.
Was tun bei akuten Schmerzen?
Bei einem akuten, vernichtenden Schmerz in der Brust und Atemnot sollte dringend der Ärztliche Notruf (112) gewählt werden.
Behandlung
Der akute Angina pectoris-Anfall ist gut anhand eines Nitroglycerin-Sprays behandelbar. Weitere Herzerkrankungen können anhand verschiedenster medikamentöser und chirurgischer Therapieansätze behandelt werden.
Vorbeugende Maßnahmen
- Regelmäßiger Sport
- Gesunde, ausgewogene, vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung
- Reduzierung des Stresslevels
- Aufgeben des Rauchens
Zusammenspiel von Nerven und Blutgefäßen im alternden Herzen
Jüngste Forschungsergebnisse geben neue Einblicke in Alterungsprozesse des Herzens. Im alternden Herzen kommt es an der Schnittstelle von Blutgefäßen und Nervensystem zu Veränderungen: die Nerven bilden sich zurück. Ausgelöst wird diese Reaktion dadurch, dass Blutgefäße im Herzen mit zunehmendem Alter u.a. den Botenstoff Semaphorin-3A in ihre Umgebung freisetzen, der das Wachstum und die Aussprossung von Nervenzellen im Herzmuskelgewebe hemmt. Die Folge der verringerten Nerven im Herzen selbst ist, dass die Herzmuskelzellen nicht mehr von Impulsen der Nervenzellen „informiert“ werden.
Experimentelle Verhinderung des Nervenzellrückgangs
Verhindert man experimentell die Anzahl dieser ‚seneszenten‘ Zellen durch gezielte Medikamente (sogenannte Senolytica), wachsen die Nervenzellen wieder nach und das Herz gewinnt die autonome Kontrolle über die Pulsregulation wieder zurück.
Kardiale mikrovaskuläre Dysfunktion (CMD)
Bei einer kardialen mikrovaskulären Dysfunktion (CMD) sind die regulatorischen Vorgänge gestört aufgrund struktureller oder/und funktioneller Abnormalitäten. Strukturelle Faktoren sind zum Beispiel eine verringerte Kapillardichte oder ein verengter Durchmesser von Arteriolen und Kapillaren. Funktionelle Faktoren umfassen Störungen der Dilatation (Gefäßerweiterung) oder eine erhöhte Neigung mit einer Verengung zur reagieren.
Psychische und soziale Belastungen
Die Entstehung vieler Herzerkrankungen wird durch psychische und soziale Belastungen sowie durch das Verhalten der Patienten mitbestimmt. Zugleich kann eine Herzkrankheit ihrerseits Ängste, Stress und Depressionen auslösen, die sich wiederum in vermehrten Herzbeschwerden äußern und zu vermehrten Komplikationen führen können.
Auswirkungen von Stress und Depression
Stress und Depression können zu ungesunder Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen und anderen gesundheitsschädlichen Verhaltensweisen führen. Unter Stress oder der Belastung einer Depression vernachlässigen manche Menschen medizinische Vorsorgemaßnahmen und haben Mühe, notwendige Medikamente regelmäßig einzunehmen. Stress wirkt aber auch direkt auf das vegetative Nervensystem und kann z. B. zu Bluthochdruck oder Schlafstörungen führen.
Psychokardiologische Krankheitsbilder
- Wiederholte Blutdruckentgleisungen in Stresssituationen
- Funktionelle Herzbeschwerden bzw. somatoforme Störung
- Stressbedingte Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen
- Stress-Kardiomyopathie, auch „Takotsubo-Kardiomyopathie“ oder „Broken-Heart-Syndrom“ genannt
- Angststörungen und Depressionen sowie sogenannte Anpassungsstörungen
- Posttraumatische Belastungsstörungen
Behandlung
Grundlage ist eine gute Behandlung der Herzkrankheit einschließlich evtl. weiterer Maßnahmen wie z. B. körperlichen Trainings. Ein wesentlicher Bestandteil der guten Behandlung sind dabei die Beratung und Unterstützung durch den behandelnden Arzt oder ggfs. eine speziell geschulte Krankenschwester.
Broken Heart Syndrom
Das Broken Heart Syndrom, medizinisch als stressbedingte Kardiomyopathie bezeichnet, ist eine vorübergehende Herzerkrankung, die durch starken emotionalen oder physischen Stress ausgelöst wird. Typische Auslöser sind belastende Ereignisse wie der Verlust eines geliebten Menschen, eine Trennung, schwere Krankheiten oder andere traumatische Erlebnisse.
Diagnose
Die Diagnose des Broken Heart Syndroms stellt eine besondere Herausforderung dar, da die Symptome denen eines Herzinfarkts sehr ähnlich sind. Daher ist eine gründliche medizinische Untersuchung unerlässlich:
- Bluttests: Identifizierung von Markern im Blut, die auf eine Schädigung des Herzmuskels hinweisen könnten.
- Echokardiographie: Herzultraschall, der es ermöglicht, die Bewegung und Funktion des Herzmuskels zu visualisieren.
- Koronarangiographie: Bildgebende Untersuchung der Herzkranzgefäße, die hilft, Verstopfungen oder Blockaden auszuschließen.
Mechanismen
Intensive emotionale Belastungen können das sympathische Nervensystem aktivieren, das für die „Kampf-oder-Flucht“-Reaktion verantwortlich ist. Der plötzliche Anstieg dieser Stresshormone kann eine vorübergehende Schwächung des Herzmuskels verursachen. Stresshormone wie Adrenalin bewirken eine Verengung der Blutgefäße und einen Anstieg des Blutdrucks, was das Herz zusätzlich belastet.
Behandlung
Die Behandlung des Broken Heart Syndroms erfordert einen umfassenden Ansatz, der sowohl die physische als auch die psychische Gesundheit des Patienten berücksichtigt:
- Medikamente: Betablocker und ACE-Hemmer werden häufig verschrieben, um den Blutdruck zu senken und die Herzbelastung zu reduzieren.
- Psychotherapie: Arbeit mit einem Therapeuten, um die zugrunde liegenden emotionalen Probleme zu bewältigen.
- Entspannungstechniken: Meditation, Yoga und Atemübungen.
Prävention
- Selbstfürsorge: Ausgewogene Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität und ausreichend Schlaf.
- Stressmanagement: Stressoren identifizieren und Strategien entwickeln, um mit ihnen umzugehen.
- Soziale Unterstützung: Beziehungen zu Familie und Freunden pflegen und Unterstützung suchen, wenn sie benötigt wird.
Nervenschmerzen
Nervenschmerzen sind sehr starke Schmerzen, die von neurologischen Ausfällen begleitet sein können. Dann leiden die Betroffenen unter Gefühlsstörungen wie Missempfindungen (z. B. Kribbeln) oder Taubheit. Auch Fehlfunktionen der von den Nerven versorgten Muskeln sind mögliche Auswirkungen mit Schwäche bis hin zu Lähmungen.
Ursachen
- Erkrankungen des Bewegungsapparats: Fehlstellungen der Wirbelkörper, Bandscheibenvorfälle, Verspannungen oder altersbedingte Abnutzungen.
- Neuropathische Schmerzen: Erkrankungen der Nerven selbst oder der sie versorgenden Blutgefäße (Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose, Diabetes mellitus, Alkoholmissbrauch, Infektionen oder Verletzungen).
- Gürtelrose: Spätfolge der Windpocken, bei der sich der betroffene Nerv entzündet.
- Diabetische Polyneuropathie: Durchblutungsstörungen kleiner Blutgefäße durch Ablagerungen, die zu Nervenschädigungen führen.
Behandlung
- Kombination mehrerer Behandlungskonzepte bei Erkrankungen des Bewegungsapparats
- Medikamentöse Schmerztherapie (Antiepileptika, Lokalanästhetika) bei neuropathischen Schmerzen
- Psychotherapie
- Virusstatika und kühlende Zinksalbe bei Gürtelrose
- Normalisierung des Blutzuckerspiegels bei diabetischer Polyneuropathie