Epilepsie und Magersucht: Eine komplexe Wechselbeziehung

Wenn eine Grunderkrankung mit einer weiteren Krankheit einhergeht, spricht man von einer Komorbidität. Essstörungen, wie Magersucht, Bulimie und Binge-Eating-Störung, treten häufig zusammen mit anderen psychischen und körperlichen Erkrankungen auf. Dieser Artikel beleuchtet den potenziellen Zusammenhang zwischen Epilepsie und Magersucht, wobei auch andere Begleiterkrankungen von Essstörungen betrachtet werden.

Komorbidität bei Essstörungen: Ein Überblick

Der Begriff Komorbidität setzt sich aus den lateinischen Wörtern „com“ (zusammen) und „morbus“ (Krankheit) zusammen. Bei Menschen mit Essstörungen liegt häufig mindestens eine weitere psychische Erkrankung vor, wie Depressionen, Angststörungen, Anpassungs- oder Belastungsstörungen oder Zwangserkrankungen. Auch körperliche Beschwerden durch seelisches Leid (körperbezogene Störungen) können auftreten.

Die Wechselbeziehung zwischen Essstörungen und anderen psychischen Erkrankungen ist komplex und noch nicht vollständig verstanden. Es ist unklar, ob Essstörungen die Ursache oder eine Folge von psychischen Begleiterkrankungen sind oder ob gemeinsame Risikofaktoren vorliegen. Zudem ist es schwierig zu erkennen, ob neben einer Essstörung eine weitere psychische Erkrankung vorliegt, da Essstörungen oft selbst mit seelischen Symptomen wie Stimmungsschwankungen, depressiver Stimmungslage, Ängsten oder Zwängen einhergehen. Eine psychische Komorbidität kann nur von Fachleuten festgestellt werden, wobei bestimmte Diagnosekriterien erfüllt sein müssen.

Neben psychischen Begleiterkrankungen können im Zusammenhang mit Essstörungen auch körperliche Komorbiditäten auftreten. Beispielsweise besteht bei der Binge-Eating-Störung eine enge Verbindung mit starkem Übergewicht (Adipositas). Es ist unklar, ob das Übergewicht Auslöser für die Essstörung oder eine Auswirkung davon ist.

Wechselseitige Beeinflussung von Essstörungen und Begleiterkrankungen

Wenn zwei Erkrankungen gleichzeitig auftreten, können sie sich wechselseitig beeinflussen. Das Gefühl, der Essstörung ausgeliefert und in ihr gefangen zu sein, kann depressive Symptome oder Ängste auslösen. Im Gegenzug können psychische Beschwerden problematisches Essverhalten verstärken. Beispielsweise leiden Menschen mit Depressionen häufig unter Appetitstörungen oder neigen zu übermäßigem Essen.

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Komorbiditäten spielen auch für die Behandlung eine wichtige Rolle, da sich Symptome im Therapieverlauf oft in verschiedene Richtungen verändern können. Die Anzeichen der Essstörung können geringer, die der Begleiterkrankung stärker werden - und umgekehrt. Damit die Behandlung gelingt, muss sie immer wieder an das aktuelle Beschwerdebild in seiner Gesamtheit angepasst werden. Dies ist nur möglich, wenn die therapeutische Begleitung sowohl die Essstörung als auch vorliegende Begleiterkrankungen im Blick behält.

Häufige psychische Begleiterkrankungen bei Essstörungen

Depressionen

Eine Depression ist durch eine anhaltend gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit, Interessensverlust, Antriebsmangel und Energielosigkeit gekennzeichnet. Hinzukommen können Konzentrationsschwierigkeiten, Schlaf- und Appetitstörungen, vermindertes Selbstwertgefühl und -vertrauen, Schuldgefühle und negative Zukunftsgedanken. In ihrer tiefen Hoffnungslosigkeit entwickeln Betroffene nicht selten lebensmüde Gedanken, die zu Selbstverletzung oder Suizidhandlungen führen können.

Menschen mit Magersucht sind häufig von einer Depression betroffen. Auf die gesamte Lebenszeit gesehen erkranken sie im Vergleich zur Bevölkerung etwa 2,5-fach so häufig daran. Auch bei Bulimie und Binge-Eating-Störung zählen Depressionen zu den häufigsten Komorbiditäten.

Angststörungen

Bei einer Angststörung erleben manche Betroffene eine nicht nachvollziehbare Angststimmung, die ständig vorhanden ist. Andere haben regelmäßig Attacken von starker ängstlicher Anspannung oder Panik. Die Anfälle können ohne ersichtliche Ursache auftreten oder durch bestimmte Dinge und Situationen ausgelöst werden, die andere Menschen als nicht oder wenig bedrohlich empfinden. Angst kann sich zudem in körperlichen Symptomen wie Schwitzen, Herzklopfen, Muskelverspannungen oder Magenbeschwerden zeigen.

Bei Magersucht sind etwa zwei Drittel der Patientinnen und Patienten von Angststörungen betroffen. Meist gehen sie der Magersucht voraus oder bestehen bereits in der Kindheit. Die größte Bedeutung hat die soziale Phobie, bei der Betroffene fürchten, dass andere Menschen sie beobachten und negativ bewerten. Bei Menschen mit Bulimie gelten Angststörungen als die häufigste psychische Begleiterkrankung.

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Stressbezogene Störungen

Zu einer stressbezogenen Störung kann es kommen, wenn Menschen einschneidende Ereignisse erleben oder traumatische Erfahrungen machen, die sie psychisch nicht ausreichend verarbeiten können. Besondere Umstände wie der Verlust nahestehender Personen, ein Umzug, Kummer oder Stress können seelisch stark belasten und vorübergehend krank machen. In diesem Fall sprechen Fachleute von einer Anpassungsstörung, die sich zum Beispiel durch tiefe Trauer, Ängste, Unzufriedenheit, Verbitterung oder Aggressivität äußern kann. Eine Anpassungsstörung vergeht meist innerhalb von 6 Monaten von selbst wieder, aber es ist wichtig, sich bei emotionaler Überforderung therapeutische Unterstützung zu holen. Eine Anpassungsstörung kann in eine Depression übergehen und damit zu einem Risikofaktor für Essstörungen werden. Gerade die Pubertät ist ein Lebensabschnitt, der mit vielen Veränderungen einhergeht und in dem das seelische Gleichgewicht leicht aus dem Lot gerät, wodurch sich nicht nur das Risiko für gestörtes Essverhalten erhöht, sondern auch Anpassungsstörungen im Jugendalter gehäuft auftreten.

Eine besonders schwere Form der stressbezogenen Störung ist die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), die sich nach Ereignissen entwickelt, die tiefe Wunden in der Seele hinterlassen, wie bedrohliche Unfälle, Gewalterfahrungen und Kriegserlebnisse. Auch Mobbing oder Missbrauch können Auslöser einer PTBS sein. Sie kann direkt nach einer Extrembelastung in Erscheinung treten, aber auch erst Monate oder Jahre danach. Anders als eine Anpassungsstörung ist die PTBS keine vorübergehende Belastungsreaktion, sondern hält in der Regel länger als 6 Monate an und bedarf stets der Behandlung durch Fachleute. Insbesondere bei Menschen mit Bulimie oder Binge-Eating-Störung liegt eine begleitende PTBS häufig vor.

Zwangsstörungen

Bei einer Zwangsstörung werden Betroffene von bedrohlichen Gedanken verfolgt. Sie haben immer das Gefühl, dass etwas nicht stimmt oder Schlimmes passieren könnte. Die Zweifel und Befürchtungen sind so aufdringlich, dass sie Zwangshandlungen auslösen. Betroffene müssen zum Beispiel ständig elektrische Geräte, Türen oder Unterlagen prüfen, sich waschen, Dinge ordnen oder Gegenstände zählen. Diese Zwangshandlungen beruhigen jedoch nur kurzfristig, sodass sie laufend wiederholt werden müssen und dadurch den Alltag beherrschen können.

Insbesondere Menschen mit Magersucht leiden vergleichsweise häufig an einer Zwangserkrankung, die bereits vor der Essstörung vorliegen, zeitgleich mit ihr auftreten oder sich auch erst zu einem späteren Zeitpunkt im Leben entwickeln kann. Besonders ausgeprägt ist der Zusammenhang zwischen Zwängen und der Magersucht bei Jungen und Männern.

Suchterkrankungen

Wie die Namen Magersucht und Ess-Brech-Sucht bereits andeuten, haben Essstörungen und Suchterkrankungen viel gemeinsam: In beiden Fällen können Betroffene ihr Verhalten nicht einfach ändern - selbst, wenn sie sich dafür schämen und ihnen klar ist, dass es ihnen schadet. Durch Suchtstoffe oder bei Verhaltenssüchten kommt es im Gehirn zur Ausschüttung von „Glückshormonen“. Dieser kurzzeitige Belohnungseffekt führt dazu, dass sich das Verhalten mit der Zeit verselbstständigt und unkontrollierbar wird.

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Eine Sucht im klassischen Sinn sind Essstörungen nicht. Sowohl der Nahrungsverzicht bei einer Magersucht als auch das übermäßige Essen bei der Bulimie oder Binge-Eating-Störung kann jedoch negative Emotionen in den Hintergrund drängen und Hochgefühle auslösen. Damit hat das gestörte Essverhalten zumindest anfangs eine ähnlich „betäubende“ oder euphorisierende Wirkung wie Drogen. Allerdings verliert sich der Effekt im Krankheitsverlauf. Dann besteht die Gefahr, dass Betroffene zu Alkohol oder anderen Suchtmitteln greifen, um sich von ihren Problemen abzulenken. Vor allem an Magersucht Erkrankte, die neben Hungerphasen auch Heißhungerattacken erleben, und Menschen mit Bulimie befürchten, durch ihre Essanfälle zuzunehmen. Sie gelten daher als besonders gefährdet für den Missbrauch und eine Abhängigkeit von appetitzügelnden Substanzen wie Nikotin, Amphetamine oder Kokain.

Die Kombination von Essstörungen und Suchterkrankungen tritt gehäuft im Jugendalter auf. In der Pubertät, die das Risiko für gestörtes Essverhalten ohnehin erhöht, werden mit dem Konsum von Alkohol oder Drogen oft Grenzen ausgetestet. Das Gehirn Jugendlicher ist noch in der Entwicklung und reagiert daher besonders empfindlich auf eingenommene Substanzen, die unter anderem das Gefühl für Hunger und Sättigung nachhaltig verändern und dadurch direkt die Entstehung einer Essstörung begünstigen können. Die Behandlung von Essstörungen wird durch eine begleitende Suchterkrankung erschwert.

Persönlichkeitsstörungen

Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung sind in starren Denk- und Handlungsmustern gefangen. Ihnen gelingt es nicht oder nur bedingt, flexibel mit wechselnden Situationen umzugehen. Das Verhalten oder Empfinden Betroffener weicht deutlich von den Erwartungen ihrer Mitmenschen ab, wodurch es häufig als unangemessen, befremdlich oder störend empfunden wird, was nicht selten zu Problemen und Konflikten mit dem persönlichen Umfeld führt.

Bei Jugendlichen kann auffälliges, extremes Verhalten ein normales Zeichen der Pubertät sein, daher ist die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung in der Regel erst im Erwachsenenalter sinnvoll und sicher möglich. Fachleute unterscheiden verschiedene Arten von Persönlichkeitsstörungen. Im Zusammenhang mit Essstörungen sind einige besonders häufig anzutreffen. Bei der Magersucht ist dies vor allem die zwanghafte Persönlichkeitsstörung, die durch Überkorrektheit, Perfektionismus und übertriebene Genauigkeit gekennzeichnet ist. Die Bulimie geht besonders oft mit einer Form der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung einher, die als Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) bezeichnet wird. Betroffene leiden an heftigen Stimmungsschwankungen, tun sich schwer, stabile Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen und dabei Nähe und Distanz zu regulieren, und neigen häufig zu selbstverletzendem Verhalten. Des Weiteren kann eine ängstlich-vermeidende, selbstunsichere Persönlichkeitsstörung auftreten.

Autismus-Spektrum-Störung

Autismus-Spektrum-Störung ist der Überbegriff für eine Reihe tiefgreifender neurologischer Entwicklungsstörungen, wie frühkindlicher Autismus und Asperger-Syndrom. Autismus-Spektrum-Erkrankungen beruhen auf einer gestörten Informations- und Wahrnehmungsverarbeitung im Gehirn, die unter anderem die Fähigkeit zu sozialer Interaktion beeinträchtigt. Betroffenen fällt es schwer, Kontakte zu anderen aufzubauen und zwischenmenschliche Situationen zu verstehen. Sie wirken oft emotions- und teilnahmslos, haben Probleme mit Veränderungen, halten an festen Tagesabläufen fest und zeigen starre Verhaltensmuster. Zudem können sprachliche Besonderheiten und Einschränkungen auftreten.

Es besteht eine Verbindung zwischen Ess- und Autismus-Spektrum-Störungen. Autistische Kinder neigen zu auffälligen, oft sehr wählerischen Ernährungsgewohnheiten und haben offenbar ein erhöhtes Risiko für Essstörungen. Im Kindes- und Jugendalter zeigen bis zu 10 Prozent der an einer Essstörung Erkrankten autistische Züge oder leiden an einer Autismus-Spektrum-Störung. Bei Erwachsenen weisen zwischen 20 und 30 Prozent der Patientinnen und Patienten diese Komorbidität auf. Vor allem scheinen Menschen mit Magersucht betroffen zu sein.

Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom

Das Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) gehört zu den häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter. Hauptkennzeichen sind Konzentrationsprobleme mit rascher Ablenkbarkeit, motorische Unruhe (Hyperaktivität) und unüberlegtes Handeln (Impulsivität). Mit zunehmendem Alter werden die Symptome meist schwächer, dennoch bleiben bei vielen Betroffenen noch im Erwachsenenalter typische Merkmale oder Beeinträchtigungen bestehen.

Menschen mit Essstörungen leiden häufiger als Gleichaltrige ohne Essstörung auch unter ADHS. Umgekehrt haben Personen mit ADHS ein deutlich erhöhtes Risiko für eine Essstörung. Besonders auffällig ist der Zusammenhang bei Essstörungen mit regelmäßigen Essattacken. Als gemeinsamer Risikofaktor oder mögliches Bindeglied zwischen ADHS und der Bulimie sowie Binge-Eating-Störung gilt eine erhöhte Impulsivität. So sind Menschen, die zu unüberlegtem Handeln neigen, offenbar anfälliger für eine Stimmungskontrolle durch übermäßiges Essen.

Wie oft ADHS und Essstörungen zusammentreffen, lässt sich allerdings nur schwer genau beziffern, da ADHS vor allem im Kindesalter auffällt, während gerade die Binge-Eating-Störung meist erst im späteren Jugendalter und bei jungen Erwachsenen auftritt, wodurch beide Diagnosen selten gleichzeitig gestellt werden.

Epilepsie und Essstörungen: Ein möglicher Zusammenhang

Ein Krampfanfall, auch epileptischer Anfall genannt, entsteht, wenn sich Nervenzellen im Gehirn unkontrolliert und plötzlich elektrisch entladen. Die Folge ist ein Anfall mit Krämpfen einzelner oder vieler Muskelgruppen. Auch Änderungen von Sinneswahrnehmungen und Bewusstsein sind möglich. Es gibt verschiedene Arten von Anfällen bzw. Epilepsie, wobei die Ursachen und Symptome unterschiedlich sein können. Bei der Epilepsie, d. h., wenn Anfälle wiederholt auftreten, erhält die Patientin oder der Patient in der Regel eine medikamentöse Behandlung.

Bisher wurde nur an wenigen Patienten beschrieben, dass Epilepsie ein erhöhtes Risiko für Essstörungen nach sich zieht. Eine Studie der Universität Basel und der Ruhr-Universität Bochum hat jedoch festgestellt, dass Kinder und Jugendliche an manchen körperlichen Krankheiten auffällig häufig erkranken, wenn sie bereits unter bestimmten psychischen Störungen leiden. Umgekehrt treten manche psychischen Störungen öfter nach bestimmten körperlichen Erkrankungen auf. Die Ergebnisse könnten Hinweise darauf liefern, wie psychische Störungen und körperliche Erkrankungen auch ursächlich miteinander zusammenhängen.

Fallbeispiel: Hyponatriämie durch exzessives Wassertrinken bei Magersucht

Ein Fallbeispiel aus Polen zeigt, wie eine 13-jährige Magersüchtige aufgrund exzessiven Wassertrinkens eine Hyponatriämie (Natriummangel im Blut) entwickelte und Krampfanfälle erlitt. Die Jugendliche trank literweise Wasser, um ihr Gewicht vor den wöchentlichen Wiegeterminen zu erhöhen, was zu einer gefährlichen Wassereinlagerung im Gehirn führte. Dieser Fall verdeutlicht, wie Essstörungen zu lebensbedrohlichen körperlichen Komplikationen führen können, die sich in neurologischen Symptomen wie Krampfanfällen äußern.

Ursachen von Anfällen

Das zentrale Nervensystem im Gehirn besteht aus Milliarden von Nervenzellen, die elektrische Signale erzeugen, empfangen und übertragen. Bei Störungen kommt es zu plötzlichen elektrischen Entladungen, die im Körper weitergeleitet werden und krampfartige Zuckungen von Muskelgruppen auslösen können. Jede Schädigung von Hirngewebe kann zu einer spontanen Entladung von Nervenzellen und damit zu einem Krampf führen. Prinzipiell kann ein epileptischer Anfall oder eine Epilepsie in jedem Lebensalter auftreten. Manchmal bleibt die Ursache unbekannt, bei einigen Patientinnen und Patienten erhöhen Trigger das Risiko für einen Krampf.

Krampfanfälle wirken sich auf Bewegungen, Empfindungen und Bewusstsein aus. Grundsätzlich wird zwischen fokalen und generalisierten Anfällen unterschieden. Beim fokalen Anfall befindet sich die Störung in einem kleinen Bereich in einer der beiden Hirnhälften. Wenn der Anfall nur einmalig auftritt, muss sich daraus keine Epilepsie entwickeln. Erst bei mehreren Anfällen handelt es sich um eine solche. Es gibt auch nicht epileptische Anfälle, bei denen keine unkoordinierten Entladungen von Nervenzellen zu finden sind, sondern andere Ursachen zugrunde liegen.

Diagnose von Anfällen

Für die Diagnose wird die Patientin oder der Patient ausführlich befragt und körperlich untersucht. Das Elektroenzephalogramm (EEG) misst die Hirnströme und zeigt an, ob eine Neigung zu epileptischen Anfällen besteht. Weitere neurologische Veränderungen im Gehirn lassen sich zum Beispiel mittels der Computertomografie (CT) oder der Magnetresonanztomografie (MRT) darstellen. Auch die Blutuntersuchung kann dabei helfen, mögliche Ursachen für einen Krampfanfall oder eine Epilepsieerkrankung aufzuspüren. Manchmal wird eine genetische Testung veranlasst.

Therapie von Essstörungen

Essstörungen werden als Ausdruck von seelischen Nöten, mangelndem Selbstbewusstsein und extremem Leistungsstreben verstanden. Die Behandlung verfolgt ein ganzheitliches Konzept, das nicht nur das Essverhalten normalisieren, sondern auch das Selbstwertgefühl der Betroffenen stärken soll. Es wird mehr Sicherheit beim Aufbau von Beziehungen und im Umgang mit Konflikten und sozialen Belastungen vermittelt.

Die Therapie-Bausteine umfassen Einzelpsychotherapie, Gruppengespräche, Training der sozialen Kompetenz, Kunsttherapie, Schreibtherapie, Musikgruppe, Konzentrative Bewegungstherapie, Sport- und Bewegungstherapie, Physiotherapie, Wassergymnastik, Yoga und Entspannungsverfahren.

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