Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenz. In Deutschland sind aktuell mehr als eine Million Menschen davon betroffen. Die Ursache der Erkrankung ist noch nicht vollständig geklärt, aber ein Proteinfragment, das sogenannte Beta-Amyloid, spielt eine wichtige Rolle. Es lagert sich im Gehirn ab, bildet sogenannte Plaques und greift die Nervenzellen an.
Genetische Grundlagen der Alzheimer-Krankheit
Alzheimer wird nur in seltenen Fällen vererbt. Bisher ging die Wissenschaft davon aus, dass nur in weniger als drei Prozent der Fälle eine Alzheimer-Erkrankung ausschließlich auf die erbliche Veranlagung zurückzuführen ist. Meistens sind dann jüngere Menschen ab 35 Jahren betroffen. Die Genvarianten, die diese frühe Alzheimer-Demenz auslösen können, sind der Forschung schon länger bekannt: Presenilin und APP.
Die meisten Patienten, rund 90 Prozent, erkranken jedoch am sogenannten Alters-Alzheimer. Dieser wird durch andere Gene zwar begünstigt, aber eben nur begünstigt, nicht zwingend ausgelöst. Eines dieser Risikogene heißt ApoE4.
Eine spanische Forschungsgruppe um Juan Fortea hat sich dieses Gen einmal genauer angeschaut und dabei festgestellt: Tritt diese Erbgutvariante doppelt auf, ist die Gefahr besonders groß, an Alzheimer zu erkranken. Das bedeutet: Wer die Genvariante APOE4 also von Vater und Mutter erbt, erkrankt ziemlich sicher, nämlich mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer. "Eine doppelte Kopie dieser Variante gilt nicht mehr nur als Risiko, sondern als Ursache für eine Alzheimer-Erkrankung", bestätigt Johannes Levin, Demenzforscher am Uni-Klinikum Großhadern in München. "In diesem Fall fängt die Erkrankung auch früher an, bereits ab Mitte oder Ende sechzig, früher als normale sporadische Erkrankungen."
Die Rolle von Gentests bei Alzheimer
Das Thema Gendiagnostik rückt immer stärker in den Fokus - besonders, wenn es um Erkrankungen wie Demenz geht, bei denen auch die genetische Veranlagung eine Rolle spielen kann. Unter Gendiagnostik versteht man grundsätzlich die Untersuchung des Erbguts, um Hinweise auf genetische Veränderungen zu finden. Diese Tests können dabei helfen, Veranlagungen für bestimmte Krankheiten aufzudecken - oder die Ursachen bereits aufgetretener Symptome besser einzuordnen. Dabei wird meist eine Blut- oder Speichelprobe analysiert.
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Im Zusammenhang mit der Alzheimer-Demenz und anderen Demenzformen wird bei genetischen Untersuchungen nach Abweichungen in Genen gesucht, die eine Anhäufung von schädlichen Proteinen im Gehirn verursachen. Auch wenn ein genetischer Befund Hinweise auf ein erhöhtes Risiko oder eine bestimmte Ursache geben kann, ist die Aussagekraft der Tests begrenzt. Ein auffälliger Befund bedeutet nicht zwangsläufig die Entwicklung einer Krankheit. Umgekehrt garantiert ein unauffälliger Test nicht, dass man sicher verschont bleibt.
Allgemein unterscheidet man bei der Demenz zwischen zwei Arten genetischer Tests:
- Testung auf sogenannte Ursachen-Gene, wie APP, PSEN1 oder PSEN2, deren Veränderungen direkt mit der erblichen, bzw. familiären Form von Alzheimer-Demenz verbunden sein können.
- Testung auf Risiko-Gene wie ApoE4.
Die Sinnhaftigkeit dieser Gentests haben die Autorinnen und Autoren der S3-Leitlinie Demenzen genauer betrachtet. Die Fachexperten empfehlen die Testung auf die Ursachen-Gene unter der Voraussetzung, dass ein Verdacht auf die familiäre Form besteht. Um Betroffene vor vorschnellen oder belastenden Entscheidungen zu schützen, ist eine ausführliche genetische Beratung in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Das sogenannte Gendiagnostikgesetz regelt genau, unter welchen Bedingungen genetische Untersuchungen erlaubt sind und schreibt vor, dass Betroffene vor und nach der Untersuchung über Chancen und Risiken aufgeklärt werden. Vor allem bei prädiktiven Tests - also solchen, die Aussagen über ein zukünftiges Erkrankungsrisiko machen - ist eine fundierte Aufklärung entscheidend.
Genetische Tests werden bei Demenz vor allem dann eingesetzt, wenn der Verdacht auf eine familiäre Form der Alzheimer-Demenz besteht. Dieser Verdacht besteht vor allem bei einem sehr frühen Krankheitsbeginn (unter 65 Jahren) oder bei direkten Angehörigen von bereits erkrankten Personen. Das heißt, dass sich Geschwister und Kinder (ab dem 18. Lebensjahr) testen lassen können, wenn ein direktes Familienmitglied an der familiären Form der Demenz erkrankt ist - auch wenn sie selbst noch keine Symptome zeigen.
Die APOE4-Variante und ihr Einfluss
Für die Studie wurden die Daten von mehr als 10.000 Menschen in Europa und den USA analysiert, darunter auch die von 519 Personen mit doppelter ApoE4-Belastung. Bei ihnen konnten die Wissenschaftler schon ab einem Alter von 55 Jahren verdächtige Laborwerte feststellen, sogenannte "Alzheimer-Biomarker". Ab 65 Jahren wiesen fast alle abnorme Werte für das Alzheimer-typische Protein Amyloid im Hirn-Nerven-Wasser auf, bei 75 Prozent konnten im Gehirn Protein-Ablagerungen nachgewiesen werden.
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Das Ergebnis der Studie ist unter anderem deshalb relevant, weil die Forscher davon ausgehen, dass APOE4 bei rund zwei Prozent der Bevölkerung doppelt vorkommt. Das macht die genetische Konstellation relativ häufig. Bisher war sie nicht aufgefallen, weil bei Testpersonen in Studien nicht unterschieden wurde, ob jemand das Gen einmal oder zweifach trägt.
Experten raten von Gentest ab
Mithilfe eines Gentests könnte man nachschauen lassen, ob man selbst diese Genvariante zweifach trägt. Demenzforscher Johannes Levin rät jedoch davon ab: "Die aktuelle Leitlinie empfiehlt, es nicht zu tun, weil es keine therapeutischen Konsequenzen hat."
Das bedeutet: Nach wie vor gibt es keine Möglichkeit, die Krankheit zu verhindern oder zu heilen. Was ändert diese neu gewonnene Erkenntnis also für Betroffene? "In der Praxis erst mal nichts", sagt Nicolai Franzmeier, Alzheimer-Forscher an der Ludwig-Maximilian-Universität München. Für die Wissenschaft sei diese Entdeckung aber dennoch wichtig. "Beispielsweise für künftige Therapiestudien", erklärt der Wissenschaftler. "Wie rekrutiert man dafür, welche Patienten schaut man sich genauer an, was für Kohorten bilden wir?" Diese genetischen Formen der Erkrankung seien im wissenschaftlichen Sinne wertvoll, um die Mechanismen dahinter besser verstehen zu können. Aber für die Behandlung folge daraus erstmal nichts.
Wann ist ein Gentest sinnvoll?
Ein Gentest bei familiärer Alzheimer-Demenz zeigt mit hoher Sicherheit, ob eine Person erkranken wird. Ein Test auf das ApoE4-Gen dagegen weist nur auf ein erhöhtes Risiko für die häufige, nicht vererbte Form der Alzheimer-Krankheit hin - eine sichere Vorhersage ist damit nicht möglich.
Ein Gentest ist nur möglich, wenn in der Familie die ursächliche Genmutation bei einem Betroffenen bereits gefunden wurde. Pauschal ist die Frage der Sinnhaftigkeit eines Tests nicht zu beantworten. Ein Test kann beispielsweise sinnvoll sein, um Ängste zu nehmen, wenn Symptome vorhanden sind. Dann lässt sich zwischen „eingebildeten“ und frühen Anzeichen einer möglichen, genetisch bedingten Alzheimer-Erkrankung unterscheiden. Eine Testung gesunder Angehöriger von Betroffenen wird aber nur selten gewünscht.
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Ein Alzheimer Gen Test ist nur in bestimmten Situationen sinnvoll:
- Wenn mehrere nahe Verwandte vor dem 65. Lebensjahr - insbesondere vor dem 60. Lebensjahr - an Demenz erkrankt sind, könnte eine familiäre Form vorliegen. In diesem Fall ist ein diagnostischer Test auf PSEN1-, PSEN2- oder APP-Mutationen zu erwägen.
- Auch bei Familienplanung kann ein Test relevant sein.
Nicht sinnvoll ist ein Test bei:
- sporadischen Fällen in der Familie (Erkrankung nach 65)
- diffusen Ängsten ohne konkrete Indikation
- wenn Sie psychisch nicht auf ein positives Ergebnis vorbereitet sind.
Der APOE-Gentest, der nur Risikofaktoren bestimmt, wird von vielen Experten nicht empfohlen, da er oft mehr Unsicherheit als Klarheit schafft. Wichtig: Ein Gentest sollte immer im Rahmen einer professionellen genetischen Beratung erfolgen.
Durchführung und Kosten eines Gentests
Der Test wird in humangenetischen Testzentren oder in einer humangenetischen Sprechstunde anhand einer Blutprobe durchgeführt. Die Kosten für einen Alzheimer-Gentest werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. In Deutschland sind Selbsttests zu Hause aufgrund des Gendiagnostikgesetzes nicht möglich. Das Gesetz schreibt vor, dass vor dem Test ein Beratungsgespräch stattfinden muss und auch das Ergebnis nur von einer Humangenetikerin oder einem Humangenetiker mitgeteilt werden darf.
Die Kosten für einen diagnostischen Gentest bei begründetem Verdacht auf familiäre Demenz werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Prädiktive Risikotests (APOE) müssen meist selbst bezahlt werden und kosten etwa 200-500 Euro.
Umgang mit einem positiven Testergebnis
Die Entscheidung für oder gegen einen Gentest ist nicht einfach. Deshalb gehört eine ausführliche humangenetische Beratung immer dazu. Sie hilft, die Chancen und Belastungen eines Tests realistisch einzuschätzen - für die getestete Person und die Familie. Denn auch wenn ein Gentest helfen kann, Ängste zu lindern, kann ein positives Ergebnis äußerst belastend sein. Eine fundierte Beratung hilft dabei, alle Aspekte dieser schwierigen Entscheidung zu durchdenken.
Wurde eine erbliche Ursache identifiziert, dann „betrifft“ das die ganze Familie. Eine individuelle Beratung ist notwendig, denn Testergebnisse können bei den Familienmitgliedern unterschiedlich ausfallen. Deshalb sollte ein psychologischer Kontakt bereits vorher bestehen. Im Rahmen der Testplanung wird ausführlich erwogen, ob der Patient psychologischen Rat erhalten sollte, um die Testsituation und deren Ergebnis besser zu bewältigen. Ein erfahrener Berater hat den Anspruch, Ratsuchenden zur individuell optimalen Entscheidung für oder gegen einen Test zu verhelfen.
In Deutschland schützt das Gendiagnostikgesetz (GenDG) Ihre genetischen Informationen. Diese Schutzrechte sind wichtig, sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein positives Testergebnis psychisch sehr belastend sein kann.
Familiäre Alzheimer-Demenz: Seltene Genmutationen als Ursache
Die familiäre Alzheimer-Demenz ist eine seltene Form der Alzheimer-Krankheit, die durch die Weitergabe eines mutierten Gens von den Eltern auf die Kinder vererbt werden kann. Derzeit sind drei Gene bekannt, die in mutierter Form für das Entstehen der familiären Alzheimer-Krankheit verantwortlich sind: APP, PSEN1, PSEN2. Man nennt die drei auch Alzheimer-Gene.
Liegt bei Vater oder Mutter eine Mutation dieser Gene vor, erben die Kinder das mutierte Gen mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent. Und wer es erbt, wird erkranken. Meist sind Familienmitglieder mehrerer Generationen betroffen. Typisch für die familiäre Form ist ihr relativ früher Beginn („early onset“) vor dem 65. Lebensjahr.
Ein Verdacht auf familiären Alzheimer liege vor, wenn die Betroffenen zu Beginn nicht älter als 60 sind und wenn es in der Familie weitere Erkrankungen gibt oder gab, die auch im Alter von 60 oder darunter begannen. Gerade Letzteres müsse streng geprüft werden - denn ein früher Beginn der Demenz sei allein kein ausreichender Hinweis für eine genetisch bedingte Erkrankung. Sind die Kriterien für einen Verdacht auf familiären Alzheimer erfüllt, lasse sich mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 50 Prozent bei diesen Patienten eine Mutation in einem der drei bekannten Alzheimergene nachweisen: im Gen für das Amyloid-Precursor-Protein (APP), für Präsenilin1 oder für Präsenilin 2. Diese drei Gene sind bislang die einzigen bekannten, bei denen Einzelmutationen Alzheimer auslösen könnten, so Finckh.
Die Rolle der Gene APP, PSEN1 und PSEN2
Alle drei bekannten Alzheimergene sind in die Beta-Amyloid-Produktion involviert. Aus dem Amyloid-Vorläuferprotein APP werden durch Enzyme, so genannte Sekretasen, Beta-Amyloid-Fragemente herausgeschnitten. Diese können zu Amyloid-Aggregaten verklumpen, wie sie in Amyloid-Plaques gefunden werden. Mutationen im Gen für APP erleichtern offenbar diesen Prozess. Die Gene für Präsenilin1 und Präsenilin2 produzieren Teile des Gamma-Sekretase-Enzymkomplexes, Mutationen in diesen Genen verändern die Aktivität der Sekretase und damit die Verarbeitung von APP.
Was tun, um das Demenz-Risiko zu mindern?
Auch auf die Frage, was man selbst tun kann, um das Demenz-Risiko zu mindern, um möglichst gesund zu bleiben, bleiben die Empfehlungen gleich: Sport, genug Schlaf und eine gesunde Ernährung senken das Risiko, an Demenz zu erkranken. "Man kann andere Risikofaktoren, die das Gehirn auch noch schädigen, gering halten", erklärt Nicolai Franzmeier. Beispielsweise indem man nicht raucht, wenig trinkt, auf das Gewicht achtet und Bluthochdruck reduziert.
Die gute Nachricht: Selbst wenn Alzheimer genetisch bedingt sein kann, spielen beeinflussbare Faktoren eine mindestens ebenso große Rolle.
- Herz-Kreislauf-Gesundheit: Was gut für Ihr Herz ist, ist gut für Ihr Gehirn. Halten Sie Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker im Normalbereich.
- Körperliche Aktivität: Mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche - oder 75 Minuten intensive Aktivität. Besonders effektiv: Kombinationen aus Ausdauer- und Krafttraining.
- Geistige Aktivität: Fordern Sie Ihr Gehirn kontinuierlich heraus - durch Lesen, Rätsel, neue Sprachen, Musikinstrumente oder anspruchsvolle Hobbys.
- Soziale Einbindung: Pflegen Sie aktiv soziale Kontakte, engagieren Sie sich ehrenamtlich, nehmen Sie an Gruppenaktivitäten teil. Einsamkeit ist ein unterschätzter Risikofaktor.
- Hörverlust behandeln: Lassen Sie Ihr Gehör regelmäßig testen und tragen Sie bei Bedarf konsequent Hörgeräte.
- Schlafqualität: 7-8 Stunden erholsamer Schlaf sind essentiell. Behandeln Sie Schlafstörungen und Schlafapnoe konsequent.
- MIND-Diät: Diese Kombination aus mediterraner und DASH-Ernährung reduziert das Demenzrisiko um bis zu 53% bei konsequenter Befolgung.
Selbst bei genetischer Hochrisiko-Konstellation (z.B. zwei APOE-ε4-Kopien) kann ein gesunder Lebensstil das Risiko halbieren.
Aktuelle Entwicklungen in der Alzheimer-Forschung
Bis die Forschung eine wirksame Heilmethode findet, wird allerdings noch viel Zeit vergehen. "Am Ende wird es nicht ein Medikament sein, sondern es wird eine Kombi-Therapie", erklärt der Wissenschaftler. "Weil das Gehirn komplex ist und sich verändert, ergo muss man auf verschiedenen Ebenen eingreifen."
Die Demenzforschung macht kontinuierlich Fortschritte.
- Neue Medikamente: Antikörper wie Lecanemab und Donanemab zeigen erstmals eine Verlangsamung des kognitiven Abbaus bei früher Alzheimer-Demenz. Leqembi wurde in Deutschland am 15.04.2025 zur medikamentösen Behandlung von Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen und im Frühstadium der Alzheimer-Demenz zugelassen.
- Präventionsstudien: Weltweit laufen Studien, die Menschen mit genetischem Hochrisiko präventiv behandeln - noch bevor Symptome auftreten.
- Biomarker-Diagnostik: Neue Bluttests können Alzheimer-Veränderungen bereits Jahre vor Symptombeginn erkennen.
Ein deutsch-niederländisches Forscherteam hat einen Bluttest entwickelt, der die Fehlfaltung des Amyloid-Beta Proteins erkennt. Diese Fehlfaltung des Proteins ist für die Alzheimer-Krankheit charakteristisch. Der Früh-Test des Forscherteams sei mit einer Sensitivität von mindestens 90 Prozent sehr aussagekräftig.
Irrtümer und Missverständnisse
Viele Menschen machen sich Sorgen, an Alzheimer zu erkranken - insbesondere, wenn bereits Verwandte erkrankt sind oder es waren. Es ist wichtig, einige häufige Irrtümer und Missverständnisse zu vermeiden:
- Irrtum: "Wenn meine Eltern Alzheimer hatten, bekomme ich es auf jeden Fall auch." Richtig: Nur etwa 1-5% aller Demenzfälle sind direkt genetisch determiniert. Selbst bei nachgewiesener genetischer Veranlagung spielen Lebensstilfaktoren eine entscheidende Rolle.
- Irrtum: "Ein Gentest gibt mir absolute Sicherheit." Richtig: Gentests können Aufschluss über eine Alzheimer-Veranlagung geben, aber ein auffälliger Befund bedeutet nicht zwangsläufig die Entwicklung einer Krankheit. Umgekehrt garantiert ein unauffälliger Test nicht, dass man sicher verschont bleibt.
- Irrtum: "Es gibt nichts, was ich tun kann, um mein Risiko zu beeinflussen." Richtig: Selbst bei nachgewiesener genetischer Veranlagung spielen Lebensstilfaktoren eine entscheidende Rolle. Studien zeigen: Menschen mit APOE-ε4-Genen, die einen gesunden Lebensstil pflegen, haben ein ähnliches Demenzrisiko wie Menschen ohne diese Genvariante, die ungesund leben.