Ginkgo Biloba: Wirkung auf das Gehirn, Konzentration und mehr

Ginkgo biloba, auch bekannt als Fächerblattbaum, ist eine der ältesten Baumarten der Welt und wird seit Jahrhunderten in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) verwendet. Besonders in Asien gilt der Baum als Symbol für Energie, Kraft und ein langes Leben. Der Extrakt aus den fächerförmigen Blättern des Ginkgo-Baums ist bekannt für seine vielfältigen positiven Wirkungen auf die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit, insbesondere auf das Gehirn.

Was ist Ginkgo Biloba?

Der Ginkgo-Baum, der vor allem in China beheimatet ist, existiert seit fast 300 Millionen Jahren. In der Medizin und Pflanzenheilkunde sind die Wirkungskräfte seiner Blätter seit langem bekannt. Allerdings werden die Blätter nicht direkt verwendet, sondern zu einem Extrakt verarbeitet. Dies hat zwei Hauptgründe: Die wirksamen Inhaltsstoffe der Ginkgo-Blätter sind schwer wasserlöslich und können vom Körper nur schwer aufgenommen werden. Zudem kann der direkte Verzehr der Blätter schädlich sein, da sie Stoffe enthalten, die Allergien auslösen können. Der Extrakt enthält daher nur die wirksamen und gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe in hoher Konzentration.

In Berlin hat der Ginkgo-Baum eine lange Tradition als Straßenbaum, da er äußerst resistent gegen Autoabgase und Streusalz ist.

Take-Home-Message #1: Ginkgo biloba hat in Asien eine lange Tradition als Heilpflanze. Dort ist bekannt, dass Ginkgo biloba den Körper widerstandsfähiger gegen Stress macht und gleichzeitig die mentale Leistungsfähigkeit verbessert.

Die positive Wirkung von Ginkgo auf das Gehirn

Ginkgo biloba ist vor allem für seine konzentrationssteigernde Wirkung bekannt. Dies liegt daran, dass Ginkgo biloba die Durchblutung im Gehirn verbessert. Blut spielt eine wichtige Rolle im Gehirn, da rote Blutkörperchen Moleküle, Mikronährstoffe und Sauerstoff zu den Nervenzellen transportieren. Dieser Prozess ist essentiell für die korrekte Funktion der Nervenzellen und die optimale Reiz- und Informationsweiterleitung.

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Eine schlechte Durchblutung des Gehirns beeinträchtigt die Konzentration und die gesamte mentale Leistungsfähigkeit. Ginkgo biloba versorgt die Kraftwerke der Zellen, die Mitochondrien, mit mehr Mikronährstoffen, was ihre Energieproduktion steigert. Eine Studie der University of Northumbria in England konnte dies kürzlich belegen.

In einer randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studie wurde die aufmerksamkeitssteigernde Wirkung von Ginkgo biloba gezeigt. 20 Probanden erhielten 120 mg, 240 mg oder 360 mg Ginkgo-Extrakt. Die kognitive Leistung wurde vor der Einnahme sowie eine, zweieinhalb, vier und sechs Stunden danach mit einem Computertest ermittelt. Die beiden höchsten Dosierungen zeigten auch sechs Stunden nach der Einnahme noch Verbesserungen.

Take-Home-Message #2: Ginkgo-biloba-Blätter wirken sich positiv auf die Gehirnleistung aus, da sie das Gehirn mit mehr Sauerstoff und Mikronährstoffen versorgen. Dies wirkt sich positiv auf die Energieversorgung des Gehirns aus, wodurch die Konzentrationsfähigkeit deutlich erhöht wird.

Die Wirkung von Ginkgo Biloba gegen Stress

Ginkgo-biloba-Blätter wirken nicht nur konzentrationsfördernd, sondern können auch gegen Stress wirken. Eine Studie des Laboratory of Pharmacological Neuroendocrinology in Bratislava untersuchte die stressreduzierende Wirkung von Ginkgo genauer. In dieser randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studie wurden die vielseitigen positiven Wirkungen von Ginkgo beschrieben.

70 junge Menschen zwischen 20 und 30 Jahren erhielten eine einmalige Dosis von 120 mg Extrakt. Der Blutdruck der Ginkgo-Gruppe war nach einer Stresssituation niedriger als bei Placebo-Gabe. Zudem senkte Ginkgo die Konzentration von freiem Cortisol im Speichel. Cortisol, auch das Stresshormon genannt, kann bei chronischem Stress extrem schädlich sein. Ein hoher Cortisolspiegel kann zu psychischen und körperlichen Krankheiten wie Bluthochdruck, Schlaflosigkeit und einem schwachen Immunsystem führen.

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Eine Studie des Department of Biological Sciences der Stanford University ergab, dass ein hoher Cortisolspiegel die Nervenzellen im Gehirn überstimuliert, was zu einer schnelleren Alterung und einer Hemmung der Neubildung von Zellen führt. Dies kann Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnisverlust zur Folge haben.

Eine Studie der University of HongKong fand heraus, dass Ginkgo in Kombination mit Rosenwurz den Trainingseffekt bei Sportlern verbessern kann. Rosenwurz ist ein adaptogenes Kraut, das für seine harmonisierende und stressreduzierende Wirkung bekannt ist. Die Studie ergab, dass Rosenwurz und Ginkgo den Cortisolspiegel senken und vor Müdigkeit bewahren können, was zu einem verbesserten Trainingseffekt führt.

In der Studie erhielten 70 gesunde junge Männer über sieben Wochen entweder vier Kapseln Ginkgo-Rosenwurz (je 270 mg) oder ein Placebo-Präparat. Vorher und nachher wurden Ausdauer, Testosteron und Cortisol im Blutplasma gemessen. In der Placebogruppe stieg der Cortisolspiegel während des Ausdauertests an, während er in der Ginkgo-Gruppe konstant blieb. Indem Ginkgo die Cortisolfreisetzung nach der Belastung reduziert, kann der Körper leichter Muskelgewebe aufbauen und so den Trainingseffekt verbessern. Da Cortisol ein kataboles Hormon ist, das den Abbau von Muskelgewebe fördert, wird das Training durch die Reduzierung dieses Prozesses effizienter.

Take-Home-Message #3: Studien haben gezeigt, dass Ginkgo-Extrakt, wenn er vor körperlichen oder mentalen Stresssituationen eingenommen wird, die dadurch bedingte Erhöhung des Cortisolspiegels verhindern bzw. reduzieren kann und so die mentale und körperliche Leistungsfähigkeit verbessert!

Die Vorteile von Ginkgo Biloba auf einen Blick

  1. Ginkgo verbessert die mentale Leistungsfähigkeit.
  2. Ginkgo senkt Blutdruck und Cortisolausschüttung bei Stress.
  3. Ginkgo verbessert den Trainingseffekt bei Sportlern.

Die richtige Anwendung und Nebenwirkungen von Ginkgo

Ginkgo biloba ist in Drogerien und Apotheken rezeptfrei als Supplement in Kapseln oder Tabletten erhältlich. Bei der Anwendung sollte jedoch auf die richtige Dosierung geachtet werden, da eine zu geringe Konzentration des Extrakts wirkungslos sein kann. Die Supplements sollten eine Mindestdosis von 100 mg Extrakt enthalten und über mindestens acht Wochen eingenommen werden, um ihre volle Wirkung zu entfalten.

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Die Nebenwirkungen von Ginkgo-Extrakt sind gering und treten selten auf. Mögliche Nebenwirkungen sind Magenbeschwerden und Schwindel, die jedoch nur bei extrem hoher Dosierung auftreten.

Wo kann man Ginkgo Biloba kaufen?

Beim Kauf von Ginkgo-biloba-Extrakt sollte auf ein hochwertiges Supplement geachtet werden, da herkömmliche Präparate oft minderwertigen Extrakt oder eine zu geringe Konzentration enthalten. Es ist auch zu berücksichtigen, dass Ginkgo seine volle Wirkung am besten in Kombination mit anderen Pflanzenstoffen entfalten kann.

Fazit

Ginkgo biloba ist seit Jahrhunderten ein Symbol für Kraft, Energie und ein langes Leben. Das Extrakt aus den Ginkgo-biloba-Blättern hat zahlreiche positive Wirkungen auf die mentale Leistungsfähigkeit, die Stressresistenz und den Trainingseffekt bei Sportlern. Beim Kauf sollte auf hochwertige Qualität und einen Mindestgehalt von 100 mg pro Dosierung geachtet werden.

Weitere Aspekte der Ginkgo Biloba Wirkung

Ginkgo Biloba als Anti-Aging-Mittel

Ginkgo biloba wird oft als Anti-Aging-Mittel bezeichnet. Der Ginkgo-Extrakt ist reich an Antioxidantien, hat entzündungshemmende und neuroprotektive Eigenschaften und regt die Durchblutung an. Mit zunehmendem Alter verschlechtert sich die Blutzirkulation, was zu einer schlechteren Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff und Nährstoffen führt. Ginkgo-Extrakt kann die Viskosität des Blutes verringern, die Verklumpung von Blutkörperchen hemmen und die Verformbarkeit der roten Blutkörperchen verbessern, wodurch das Blut leichter durch die kleinsten Kapillaren fließt.

Im Gehirn ist der Energie- und Sauerstoffverbrauch besonders hoch, was zur Bildung freier Radikale führt, die die Mitochondrien schädigen können. Ginkgo-Extrakt wirkt als Radikalfänger und erhöht die Aktivität der körpereigenen Antioxidantien, wodurch das Hirngewebe vor Schäden durch freie Radikale geschützt wird. Ginkgo wirkt sich auch positiv auf die Gehirnfunktion aus, indem er den Energiestoffwechsel in den Nervenzellen durch Verbesserung der Glukoseaufnahme und Hemmung der mitochondrialen Alterung fördert.

Anwendung bei kognitivem Abbau und Demenz

Die antioxidativen, neuroprotektiven und durchblutungsfördernden Eigenschaften von Ginkgo biloba machen den Ginkgo-Extrakt zu einer wertvollen Ergänzung für Menschen mit altersbedingtem kognitiven Abbau und Demenz. Ginkgo-Extrakt wird aber auch bei gesunden Jugendlichen und Erwachsenen eingesetzt, die ihr Gedächtnis, ihr Konzentrations- und Lernvermögen verbessern wollen. Ginkgo-Extrakt hat auch eine positive Wirkung auf die Stimmungslage. Bei Alzheimer-Patienten verbessert er die mit der Demenz verbundenen Symptome wie Gedächtnisprobleme, Verwirrung, Depressionen, Müdigkeit und Angstzustände und fördert so die Kompetenz dieser Patienten für die Aktivitäten des täglichen Lebens.

Stressabbauende und adaptogene Eigenschaften

Ginkgo-Extrakt hat stressabbauende und adaptogene (das Gleichgewicht wiederherstellende) Eigenschaften. Als Reaktion auf (anhaltenden) Stress wird die Stressachse des Körpers aktiviert, wodurch die Nebennierenrinde das Stresshormon Cortisol produziert. Bei chronischem Stress gerät dieses System aus der Bahn. Die angsthemmende Wirkung von Ginkgo-Extrakt beruht weitgehend auf der gesteigerten Freisetzung von GABA (Gamma-Aminobuttersäure), einer Aminosäure, die als Neurotransmitter im Gehirn wirkt. Die Hauptfunktion von GABA besteht darin, die Aktivität des Nervensystems zu bremsen und so für Ruhe und Ausgeglichenheit zu sorgen. GABA ist auch wichtig für einen guten und tiefen Schlaf.

Ginkgo Biloba bei Depressionen und ADHS

Menschen mit Depressionen leiden häufig unter Konzentrationsschwierigkeiten, Stress und Schlafstörungen. ADHS, die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, tritt häufig bei Kindern und Jugendlichen auf. Ein Defizit der Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin verursacht Symptome wie hyperaktives Verhalten, Impulsivität, Schlaf- und Lernstörungen. Ginkgo-Extrakt kann eine wertvolle Alternative zu ADHS-Medikamenten sein, die oft viele Nebenwirkungen haben.

Anwendung bei Tinnitus und Augenproblemen

Ohrensausen (Tinnitus) ist ein Zustand, bei dem Menschen ständig Geräusche wahrnehmen, ohne dass in der Umgebung eine erkennbare Schallquelle vorhanden ist. Dieser sehr lästige Zustand kann viele Ursachen haben; eine Heilung ist leider (noch) nicht möglich. Ginkgo-Extrakt kann eine günstige Wirkung auf Tinnitus haben, indem er die wahrgenommene Lautstärke des Tinnitus verringert, insbesondere wenn dieser durch eine verminderte Hirndurchblutung verursacht wird. Auch bei verschiedenen Augenproblemen kann Ginkgo-Extrakt eingesetzt werden.

Ginkgo Biloba und das prämenstruelle Syndrom (PMS)

Viele Frauen leiden in der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus unter körperlichen und psychischen Beschwerden wie Müdigkeit, Völlegefühl, schmerzenden Brüsten, Kopfschmerzen, Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen, die mit dem Einsetzen der Menstruation verschwinden. Die genaue Ursache des prämenstruellen Syndroms (PMS) ist nicht bekannt, aber hormonelle Veränderungen, falsche Ernährung und Stress tragen wahrscheinlich dazu bei.

Dosierung und Einnahme

Die übliche Dosis Ginkgo-Extrakt beträgt 120-240 mg pro Tag, aufgeteilt in 2 Portionen. Bei chronischen Beschwerden ist es sinnvoll, den Ginkgo-Extrakt mindestens 6-8 Wochen in Folge einzunehmen. Phytosomaler Ginkgo-Extrakt ist ein Nahrungsergänzungsmittel, bei dem Ginkgo-Extrakt mit Phosphatidylserin aus Sonnenblumenlecithin gemischt wird, um eine homogene Mischung aus kleinen, leicht zu resorbierenden Partikeln zu bilden. Diese Form wird deutlich besser resorbiert als ein normaler Ginkgo-biloba-Extrakt. Die Supplementierung mit Ginkgo-biloba-Extrakt und Phosphatidylserin führt zu besseren Ergebnissen für die Hirnfunktion als Ginkgo-Extrakt allein.

Vorsichtsmaßnahmen und Wechselwirkungen

Ginkgo-biloba-Extrakt kann die Blutgerinnung beeinflussen. Es wird empfohlen, die Einnahme von Ginkgo-Extrakt eine Woche vor einer Operation auszusetzen. Es gibt Hinweise darauf, dass Ginkgo-Extrakt die Wirkung von gerinnungshemmenden Medikamenten beeinflussen kann. Außerdem kann Ginkgo-Extrakt die Wirkung verschiedener Antidepressiva und Antipsychotika (wie MAO-Hemmern und Haloperidol) verstärken. Ginkgo-Extrakt kann die Wirksamkeit von Antiepileptika verringern.

Ginkgo Biloba bei Demenz: Studienlage und Empfehlungen

Bei leichter bis mittelgradiger Demenz - etwa bei Alzheimer- oder vaskulärer Demenz - geben die deutschen S3-Leitlinien eine vorsichtige, aber positive Empfehlung für Ginkgo in einer Tagesdosis von 240 mg eines standardisierten Spezialextrakts. In Studien zeigte sich bei einem Teil der Betroffenen eine messbare Verbesserung der geistigen Leistung und der Alltagsfähigkeiten. Das kann im täglichen Leben bedeuten, dass Dinge wie Anziehen, Einkaufen oder Termineplanen etwas leichter fallen und Verhaltenssymptome wie Antriebslosigkeit oder innere Unruhe weniger belasten. Wichtig ist, realistische Erwartungen zu haben: Ginkgo stoppt die Erkrankung nicht und ersetzt keine Basismaßnahmen wie Bewegung, kognitives Training, soziale Aktivität und eine gute Versorgung von Begleiterkrankungen.

Ginkgo Biloba zur Vorbeugung von Demenz

Zur Vorbeugung von Gedächtnisproblemen bei gesunden Menschen ist Ginkgo hingegen nicht geeignet. Große Studien fanden keinen Nutzen zur Demenz-Prävention.

Ginkgo Biloba bei Tinnitus

Beim chronischen Tinnitus ist die Studienlage klarer, aber leider ernüchternd: Ginkgo zeigt in guten Untersuchungen keinen verlässlichen Vorteil gegenüber Placebo. Deshalb empfehlen die deutschen Leitlinien Ginkgo bei Tinnitus nicht. Wer Tinnitus hat, profitiert eher von Aufklärung und Beratung zum Umgang mit den Ohrgeräuschen, von einem Hörtest und - bei nachgewiesener Schwerhörigkeit - von Hörgeräten.

Akuttherapie bei Tinnitus und Hörsturz

Ein akuter Tinnitus oder Hörsturz gehört möglichst zeitnah in HNO-ärztliche Behandlung. Häufig kommt dann eine Kortisontherapie in Betracht. Ginkgo spielt in dieser akuten Situation keine Hauptrolle und wird nicht als Standard empfohlen.

Produktauswahl und Qualität

Entscheiden Sie sich für ein zugelassenes Arzneimittel mit standardisiertem Spezialextrakt und nicht für Tee oder Nahrungsergänzung. Die beste Evidenz liegt bei 240 mg pro Tag; niedrigere Dosen zeigen deutlich seltener einen Effekt. Nehmen Sie das Präparat möglichst täglich zur gleichen Zeit ein, etwa morgens zum Frühstück oder abends zum Zubettgehen - wichtig ist die Regelmäßigkeit. Die Wirkung baut sich über Wochen auf. Nach acht bis zwölf Wochen ist der richtige Zeitpunkt, gemeinsam mit Angehörigen und gern auch mit uns in der Apotheke zu prüfen, ob Sie im Alltag einen Unterschied bemerken.

Wechselwirkungen und Nebenwirkungen

Ginkgo gilt insgesamt als gut verträglich, kann aber Wechselwirkungen haben. Vorsicht ist geboten bei Gerinnungshemmern (z. B. Phenprocoumon/Warfarin, DOAKs wie Dabigatran) und Thrombozytenhemmern (z. B. ASS). Weitere mögliche Wechselwirkungen sind u. a. mit Antidepressiva und Antipsychotika. Häufige Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden. Selten treten Allergien oder Blutungen auf.

Erstattung durch Krankenkasse

In der Demenz-Indikation kann der Arzt oder die Ärztin Ginkgo-Arzneimittel zulasten der gesetzlichen Krankenkasse verordnen. Für Tinnitus oder zur Vorbeugung von Gedächtnisproblemen gibt es diese Erstattung nicht.

Ginkgo kurz & knapp

Bei leichten bis mittelgradigen Demenzen kann ein standardisierter Ginkgo-Arzneiextrakt in einer Tagesdosis von 240 mg messbare Vorteile bringen, vor allem im Alltag und bei bestimmten Verhaltenssymptomen. Das ist kein Wundermittel, aber für einen Teil der Betroffenen ein sinnvoller Baustein. Entscheidend sind die richtige Qualität, die korrekte Dosis und ein geordneter Wirktest nach acht bis zwölf Wochen; ohne spürbaren Nutzen sollte man die Einnahme beenden. Für das Gehör - insbesondere beim chronischen Tinnitus - ist Ginkgo hingegen nicht zu empfehlen, weil gute Studien keinen verlässlichen Effekt zeigen.

Zusätzliche Maßnahmen zur Förderung der Gedächtnisleistung

Neben der Einnahme von Ginkgo können auch andere Maßnahmen die Gedächtnisleistung verbessern und die Konzentration fördern, wie z.B. Training fürs Gehirn, Bewegung an der frischen Luft und ausreichendes Trinken (am besten Wasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen).

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