Millionen Menschen in Deutschland leiden regelmäßig unter Migräneattacken. Für sie gibt es mit einer neuen Wirkstoffklasse von Medikamenten und bewährten Hausmitteln Möglichkeiten der Therapie und Linderung.
Das Migräne-Spektrum
Pulsierender, sehr starker Kopfschmerz, Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Übelkeit bis hin zum Erbrechen, dauerhafte Erschöpfung, Schwindel - das gesamte Spektrum dieser oft anfallsartig auftretenden neurologischen Erkrankung ist den Betroffenen nur allzu gut bekannt. Rund acht Millionen Menschen in Deutschland leiden regelmäßig an Migräneattacken, wobei Frauen deutlich häufiger betroffen sind als Männer. Laut Umfragen von Statista waren im vergangenen Jahr knapp 40 Prozent der Erwachsenen in Deutschland mehrmals von Migräne betroffen.
Gepante: Eine neue Wirkstoffklasse
Für viele Migränepatienten gibt es nun neue Hoffnung durch eine völlig neue Wirkstoffklasse von Medikamenten: die sogenannten Gepante. Diese sind nun auch in Deutschland verfügbar, und Experten versprechen sich viel von ihnen.
Individuelle Auslöser erkennen
Einige Trigger sind zwar wissenschaftlich nachgewiesen, andere werden immer wieder von Betroffenen als Übeltäter genannt. Allerdings ist der bisherige Stand der Forschung nicht eindeutig, was als Auslöser gewertet werden kann und was nicht. Was bei einem Migränepatienten konstant die Migräne triggert, muss bei der nächsten Patientin gar nichts bedeuten. Es ist wichtig zu betonen, dass nicht alle vermeintlichen Auslöser zwangsläufig bei jedem Betroffenen zu einer Migräneattacke führen.
Mögliche Trigger im Überblick
- Psychische und soziale Belastung: Stress ist ein geläufiger Grund für Migräne. Oft ist jedoch nicht der Stress an sich der entscheidende Faktor, sondern die Veränderung des Stressniveaus.
- Wetterumschwung: Die Wissenschaft ist sich bei dieser Art von Trigger uneinig, inwiefern das Wetter tatsächlich den Auslöser darstellt.
- Hormonelle Veränderungen: Gerade Patientinnen nennen während der Menstruation ihren Zyklus als einen Auslöser für Migräne. Ebenfalls immer wieder benannt ist die Migräne in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, da es hier ebenfalls zu hormonellen Veränderungen im Körper der Frau kommt.
- Veränderter Schlaf-Wach-Rhythmus: Dieser Faktor kann oftmals auch mit Stress in enger Verbindung stehen. Beispielsweise wenn die Arbeit den Aufsteh- und zu-Bett-geh-Rhythmus unter der Woche bestimmt, am Wochenende aber deutlich später ins Bett gegangen wird.
- Ernährung: Von der medizinischen Seite aus gibt es hier jedoch keine klare Bestätigung. Betont wird allerdings immer wieder, dass bei einer möglicherweise durch Lebensmittel ausgelösten Migräne die Tageszeit entscheidend sein kann.
- Körperliche Aktivität: Manchmal wirkt Bewegung einer Migräne entgegen, doch auch das Gegenteil kann der Fall sein. Daher ist es beim Sport besonders wichtig, die Signale des eigenen Körpers wahrzunehmen und nicht zu ignorieren. Empfehlenswert sind meist Ausdauersportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Nordic-Walking, wenn auf moderate Ausführung geachtet wird.
- Sinnesreize: Viele Migränepatienten haben ein Problem mit dem Abschalten und Entspannen. Das Gehirn steht ständig unter Hochspannung und kommt schlechter zur Ruhe. Da bei vielen Migränepatienten die Verarbeitung mancher Sinnesreize als ungewöhnlich anstrengend vernommen wird, kann man dies ebenfalls als Trigger einordnen.
Das Migränetagebuch
Um die eigenen Auslöser zu erfassen, empfiehlt es sich, den Alltag über einen konstanten Zeitraum zu beobachten und ein Migränetagebuch oder einen Migränekalender zu führen. Darin können Sie nicht nur Ihren Schlaf-Wachrhythmus festhalten, sondern auch beispielsweise den eigenen Alkohol- oder Koffeinkonsum sowie Ihre Mahlzeiten dokumentieren.
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Natürliche Helfer bei Migräne
Wirksame Migräne-Medikamente sind das Mittel der Wahl bei der Behandlung. Allerdings kann es nicht schaden, seine Trickkiste mit bewährten Hausmitteln gegen Migräne und Kopfschmerzen zu bestücken, die schon andere Betroffene als hilfreich erlebt haben.
Wichtiger Hinweis zur Anwendung von Hausmitteln
Wenn du dich dazu entscheidest, Hausmittel, beispielsweise Kräuter, gegen Migräne einzunehmen, solltest du dies nur unter Aufsicht eines Arztes tun. Auch pflanzliche oder vermeintlich harmlose Hausmittel zur Soforthilfe bei Migräne können mit anderen Arzneien wechselwirken und deinen Gesundheitszustand insgesamt verschlechtern.
Tee gegen Kopfschmerzen und andere Migräne-Beschwerden
Viel trinken, also circa zwei Liter pro Tag, gilt nicht nur für Migräne-Patienten, sondern auch insgesamt als positiv, denn dadurch verbessert sich die Durchblutung im Gehirn. Dabei kommt Tee eine besondere Bedeutung zu. Die darin enthaltenden Heilpflanzen entfalten wohltuende Effekte.
Geeignet als Tee gegen Kopfschmerzen sind:
- Gewürznelke: Verfeinere eine Kanne grünen Tee mit zwei Gewürznelken, etwas Zimt und Zitronensaft. Das Öl der Gewürznelke hat einen schmerzstillenden Effekt, während Grüntee das Immunsystem stärkt und entgiftend wirkt. Trinke über den Tag verteilt vier bis fünf Tassen. Achtung: Grüner Tee kann wach machen. Wenn du darauf reagierst, solltest du ihn nicht abends zu dir nehmen.
- Ingwer: Gib für einen Tee einen Teil kleingeschnittenen Ingwer und einen Teil Chrysantheme (aus der Apotheke) in eine Tasse (250 Milliliter) mit kochendem Wasser und lass den Tee 15 Minuten lang ziehen.
- Kamillenblüten: Kamillentee ist ein altbewährtes Migräne-Hausmittel, zudem lindert er Magenbeschwerden, die als Begleitsymptome auftreten können. Nimm zwei Teelöffel getrocknete Kamillenblüten für eine Tasse Tee und lass diese Mischung zehn Minuten ziehen. Anschließend kipp den Sud durch ein Sieb und genieße das Getränk.
- Mutterkraut (auch Fieberkraut genannt): Schon vielen Menschen konnte Mutterkraut helfen, einer Migräne vorzubeugen. Auch Untersuchungen haben dies bestätigt. Trink für eine Kur über mehrere Monate zwei bis dreimal täglich vor dem Essen einen Tee.
- Weidenrinde: Ein Tee aus Weidenrinde enthält unter anderem Salicylsäure, die schmerzlindernd wirkt. Damit eignet sie sich als Hausmittel gegen Kopfschmerzen. Versetze einen Teelöffel der feingeschnittenen Rinde (aus der Apotheke) mit 250 Millilitern Wasser. Anschließend koche die Mischung für fünf Minuten auf, und gib sie durch ein Teesieb.
- Waldmeister: Neben seiner beruhigenden Wirkung zeigt Waldmeister auch einen schmerzlindernden Effekt. Für einen Tee gib einen Teelöffel Waldmeister in eine Tasse mit 250 Millilitern kochendem Wasser. Lass das Getränk fünf Minuten ziehen, dann seih die Waldmeisterblüten ab. Trinke mehrere Tassen Tee täglich.
- Mädesüß: Mädesüß kann als Hausmittel gegen Migräne unterstützend zum Einsatz kommen. Der Tee sollte etwa zehn Minuten ziehen und mehrmals am Tag getrunken werden.
- Ginkgo: Die Blätter des Ginkgo-Baums enthalten gefäßerweiternde und durchblutungsfördernde Inhaltsstoffe und sind daher geeignet für einen Tee gegen Kopfschmerzen. Allerdings reagieren manche Personen auch auf Ginkgo mit Kopfschmerzen. Daher solltest du den Tee zunächst in einer Phase ohne Migräne testen.
- Weitere Tees, die gegen Migräne helfen sollen, sind Oregano, Zitronenmelisse, Lindenblüten und Rosmarin. Frage in deiner Apotheke nach deiner Wunschsorte.
Weitere Hausmittel
- Kaffee mit Zitrone: Koffein hat einen erweiternden Effekt auf die Blutgefäße.
- Cayennepfeffer: Löse einen halben Teelöffel Cayennepfeffer in einem Glas Wasser auf. Zusätzlich kannst du etwas Zitrone oder Honig beigeben.
- Basilikum: Basilikum enthält wertvolle ätherische Öle, die sich am besten beim Kauen der frischen Blätter entfalten.
- Johanniskraut: Die Arzneipflanze ist vor allem für ihre antidepressive Wirkung bekannt, kann aber auch gegen Migräne genutzt werden. Bereite dir dafür einen Tee zu.
- Vanille: Löse einen Teelöffel echte, geriebene Vanille in einem Glas Wasser auf.
Aromatherapie
Auch mit der Aromatherapie werden gute Erfolge erzielt. Zur sanften Behandlung von Migräne-Kopfschmerzen eignet sich beispielsweise zehnprozentiges Pfefferminzöl. Das ätherische Öl wird auf Stirn, Schläfen und Nacken aufgetragen und wirkt schmerzlindernd. Daneben gibt es weitere Essenzen, die du gegen Migräne nutzen kannst: Grüner Apfel, Lavendel, Eukalyptus, Rosmarin, Kamille, Majoran. Die ätherischen Öle tragen zu deinem Wohlbefinden bei und können Körper und Geist entspannen.
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Kälte und Wärme
- Salz-Eis-Packungen: Fülle bei einer akuten Migräne-Attacke einen Stoffbeutel mit einem Teil Salz und vier Teilen Eiswürfeln. Drücke diesen auf die pochenden, schmerzenden Schläfen oder leg ihn auf die Stirn. Das Salz stabilisiert das Eis und die Kälte betäubt den Schmerz.
- Ansteigendes Fußbad: Stelle deine Füße in eine kleine Wanne und bitte jemanden, diese mit etwa 32 Grad warmem Wasser aufzufüllen. Nimm hierzu ein Thermometer zur Hilfe. Im Laufe der nächsten 20 Minuten sollte die Wanne schubweise mit heißem Wasser aufgefüllt werden, bis die Temperatur auf 42 Grad ansteigt. Das warme Wasser wirkt beruhigend und erweitert die Blutgefäße, sodass es gut als Hausmittel gegen Migräne eingesetzt werden kann.
- Armgüsse: Lasse kühles Wasser über deine Unterarme laufen. Das kurbelt den Kreislauf an.
- Wechselduschen: Der Wechsel zwischen warm und kalt wirkt ebenfalls belebend und kann Kopfschmerzen vertreiben.
Weitere Anwendungen
Auch progressive Muskelentspannung, Homöopathie oder Akupunktur können eingesetzt werden, um die Beschwerden von Migräne sanft zu lindern. Wenn die Kopfschmerzen allerdings schon zu heftig sind, tut dir Ruhe und Dunkelheit gut. Eine entspannte Nackenmuskulatur und Halswirbelsäule beugen einer Migräne-Attacke vor.
Mutterkraut: Ein besonderes Kraut im Fokus
Mutterkraut verspricht Erfolg im Kampf gegen Migräne, gilt aber auch als wirksames Mittel gegen Fieber und Regelschmerzen. Wer sich nicht auf Fertigpräparate verlassen will, kann die Heilpflanze leicht selbst anbauen. Österreich hat es 2017 zur Arzneipflanze des Jahres erklärt. Insbesondere soll es dabei helfen, Migräneanfällen vorzubeugen. Damit füllt es für Patienten eine wichtige Lücke: Denn es gibt bisher kaum Medikamente, um Migräne vorzubeugen. Wegen seiner schmerzstillenden Eigenschaften wird Mutterkraut traditionell auch bei vielen anderen Beschwerden angewendet. Gerade gegen Schmerzen während der Menstruation oder der Wehen sieht die Kräuterheilkunde das Mutterkraut seit dem Mittelalter vor. Davon leitet sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch sein deutscher Name ab.
Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass Mutterkraut heilende Wirkung hat. Dass die Pflanze allgemein entzündungshemmend wirkt, ist anerkannt. Das HMPC (Herbal Medicinal Product Committee) erkennt Mutterkraut als traditionelles Arzneimittel an. Das bedeutet aber lediglich, dass die Inhaltsstoffe medizinisch unbedenklich sind. Es sagt nur wenig darüber aus, ob Mutterkraut gegen bestimmte Beschwerden tatsächlich wirksam ist.
Mutterkraut gilt prinzipiell als gesundheitlich unbedenklich. Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit solltest du allerdings ganz auf Produkte verzichten, die Mutterkraut enthalten. Dazu rät unter anderem die Europäische Gesellschaft für Phytotherapie (ESCOP).
Apotheken und Drogerien bieten fertige Mutterkrautpräparate in Form von Tee, Tinkturen oder Pulver an. Im Garten pflanzt du Mutterkraut idealerweise an einem sonnigen Standort an. Wenn das nicht möglich ist, gedeiht es aber auch im Halbschatten gut. Um wachsen zu können, brauchen sie genug Licht. Wenn du mehrere Pflanzen säst, solltest du außerdem darauf achten, dass sie später genug Platz haben. Als Alternative zu Samen kannst du Setzlinge beim Gärtner kaufen und direkt im Garten einpflanzen. Einmal ausgesät, ist das Mutterkraut einfach zu pflegen. Dünger ist nicht notwendig. Es empfiehlt sich, besonders die jungen Pflanzen regelmäßig zu gießen. Bevor du nachgießt, kannst du die Erde ruhig wieder etwas antrocknen lassen, damit sie insgesamt nicht zu nass wird. Zwei bis drei Wochen nach der Aussaat siehst du meist schon die ersten Keimlinge. Die Blüten zeigen sich ab Juni und blühen den ganzen Sommer über, oft bis zum frühen Herbst.
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Tipp: Einen Tee aus Mutterkraut bereitest du wie folgt zu: Übergieße einen Teelöffel getrocknetes Mutterkraut mit 200 bis 250 Millilitern kochendem Wasser.
Oxycodon-HCl-ratiopharm: Wichtige Hinweise zur Anwendung
Dieser Abschnitt behandelt die Anwendung von Oxycodon-HCl-ratiopharm. Bitte beachten Sie: Dieser Abschnitt dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Anwendung von Medikamenten sollte immer in Absprache mit einem Arzt erfolgen.
Gegenanzeigen
Oxycodon-HCl-ratiopharm darf nicht eingenommen werden, wenn:
- Sie allergisch gegen Oxycodonhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile sind.
- Sie eine Darmlähmung haben (starke Bauchschmerzen unbekannter Ursache, akutes Abdomen oder verzögerte Magenentleerung).
- Sie an einer Unterfunktion der Nebennierenrinden leiden.
- Sie Entzugserscheinungen im Zusammenhang mit der Einnahme von Alkohol, Arzneimitteln oder Drogen haben.
- Sie niedrigen Blutdruck oder vermindertes Blutvolumen haben.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn eine der folgenden Bedingungen auf Sie zutrifft:
- Schlafbezogene Atemstörungen: Oxycodon-HCl-ratiopharm kann schlafbezogene Atemstörungen wie Schlafapnoe (Atemaussetzer während des Schlafs) und schlafbezogene Hypoxämie (niedriger Sauerstoffgehalt des Blutes) verursachen.
- Abflachung und Verlangsamung der Atmung (Atemdepression): Die bedeutsamste Gefährdung einer Überdosierung von Opioiden ist eine Abflachung und Verlangsamung der Atmung (Atemdepression). Diese tritt am ehesten bei älteren und geschwächten Patienten auf.
- Abhängigkeit und Sucht: Dieses Arzneimittel enthält das Opioid Oxycodon. Es kann abhängig und/oder süchtig machen. Die Risiken für diese Nebenwirkungen können mit einer höheren Dosis und einer längeren Anwendungsdauer steigen.
- Psychische Probleme: Wenn Sie jemals psychische Probleme hatten (Depression, Angststörung oder Persönlichkeitsstörung) oder wegen einer anderen psychischen Erkrankung von einem Psychiater behandelt wurden.
Wenn Sie während der Einnahme von Oxycodon-HCl-ratiopharm eines der folgenden Anzeichen bemerken, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass Sie abhängig oder süchtig geworden sind:
- Sie müssen das Arzneimittel länger einnehmen als von Ihrem Arzt empfohlen.
- Sie müssen mehr als die empfohlene Dosis einnehmen.
- Sie nehmen das Arzneimittel aus anderen Gründen ein, als den Gründen wegen derer es Ihnen verschrieben wurde, z. B. „um sich zu beruhigen“ oder „um einschlafen zu können“.
- Sie haben mehrere erfolglose Versuche unternommen, das Arzneimittel abzusetzen oder die Anwendung des Arzneimittels zu kontrollieren.
- Wenn Sie das Arzneimittel nicht einnehmen, fühlen Sie sich unwohl, und Sie fühlen sich besser, wenn Sie das Arzneimittel wieder einnehmen („Entzugserscheinungen“).
Entzugssymptome
Bei abrupter Beendigung der Therapie können Entzugssymptome wie z. B. Gähnen, erweiterte Pupillen, Tränenfluss, Triefnase, Zittern, Schwitzen, Angstzustände, Unruhe, Krampfanfälle, Schlaflosigkeit oder Muskelschmerzen auftreten.
Behandlung von chronischen Schmerzen, die nicht mit einer Krebserkrankung zusammenhängen
Bei Schmerzen, die nicht mit einer Krebserkrankung zusammenhängen, sind Opioide nicht das Mittel der ersten Wahl und werden nicht als alleinige Behandlung empfohlen. Andere Medikamente sollten bei der Behandlung von chronischen Schmerzen zusammen mit Opioiden eingesetzt werden.
Weitere Vorsichtsmaßnahmen
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse und der Gallenwege: Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie starke Schmerzen im Oberbauch, die in den Rücken ausstrahlen können, Übelkeit, Erbrechen oder Fieber haben, da dies Zeichen einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) und der Gallenwege sein könnten.
- Erhöhte Schmerzempfindlichkeit: In seltenen Fällen kann sich eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie) entwickeln, die nicht auf Dosiserhöhungen anspricht.
- Missbräuchliche Injektion: Oxycodon-HCl-ratiopharm ist nur zum Einnehmen bestimmt. Im Falle einer missbräuchlichen Injektion (Injektion in eine Vene) können die sonstigen Bestandteile der Tabletten zu schwerwiegenden, möglicherweise tödlichen Ereignissen führen.
- Fehlerhafte Anwendung: Die Retardtabletten dürfen nicht zerteilt, zerstoßen oder zerkaut werden, da dies die verzögerte Freisetzung beeinträchtigt und zu einer schnellen Freisetzung von Oxycodon führt.
- Operationen: Oxycodon-HCl-ratiopharm wird nicht für die Anwendung vor einer Operation oder innerhalb von 24 Stunden nach einer Operation empfohlen.
- Hormonveränderungen: Ähnlich wie andere Opioide kann Oxycodon-HCl-ratiopharm die normale Produktion der körpereigenen Hormone (wie Kortisol oder Sexualhormone) beeinflussen.
- Kinder unter 12 Jahren: Die Anwendung von Oxycodon-HCl-ratiopharm bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Die gleichzeitige Anwendung von Oxycodon-HCl-ratiopharm und Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln erhöht das Risiko von Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression), Koma und kann lebensbedrohlich sein.
Einnahme von Oxycodon-HCl-ratiopharm zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
Trinken Sie keinen Alkohol, während Sie Oxycodon-HCl-ratiopharm einnehmen. Grapefruitsaft kann die Wirkung von Oxycodon verstärken. Daher sollte während der Behandlung mit Oxycodon-HCl-ratiopharm auf Grapefruitsaft verzichtet werden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Die Anwendung von Oxycodon-HCl-ratiopharm sollte während der Schwangerschaft so weit wie möglich vermieden werden. Sie sollten Oxycodon-HCl-ratiopharm nicht einnehmen, wenn Sie stillen, da Oxycodon in die Muttermilch übergehen kann und zu flacher und verlangsamter Atmung (Atemdepression) beim gestillten Kind führen kann.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Oxycodon kann Ihre Verkehrstüchtigkeit oder Ihre Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.
Doping
Die Anwendung von Oxycodon-HCl-ratiopharm kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.