Klaus-Jürgen Neumärker: Ein Leben für die Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters

Einführung

Die Psychiatrie erfuhr im 19. Jahrhundert eine bedeutende Wandlung, weg von mystisch-romantischen Vorstellungen hin zu einer naturwissenschaftlichen Betrachtung. Wegweisend war Wilhelm Griesinger, der 1845 postulierte: "Geisteskrankheiten sind Gehirnkrankheiten". Dieses Credo wurde von Karl Bonhoeffer und seinen Mitarbeitern durch klinische und experimentelle Forschung weiter untermauert, um die Ursachen und Therapien psychischer Erkrankungen zu ergründen. In dieser Tradition steht auch das Wirken von Prof. Dr. med. Klaus-Jürgen Neumärker, dessen berufliche Laufbahn eng mit der Charité in Berlin verbunden ist.

Akademische Laufbahn und Wirken an der Charité

Klaus-Jürgen Neumärker wurde 1940 geboren und absolvierte sein Medizinstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Promotion erfolgte 1966 bei Prof. Karl Leonhard, dem damaligen Direktor der Psychiatrischen und Nervenklinik der Charité. Dort erlangte er 1970 die Facharztanerkennung für Neurologie und Psychiatrie.

Nach seiner Habilitation im Jahr 1975 wurde Neumärker 1981 zum Professor berufen und übernahm den Lehrstuhl für Neuropsychiatrie des Kinder- und Jugendalters an der Humboldt-Universität zu Berlin. Diese Spezialisierung markierte einen wichtigen Schwerpunkt in seinem weiteren Wirken.

1986 übernahm Neumärker die Direktion der Nervenklinik der Charité, die von 1990 bis 1992 als Zentrum für Nervenheilkunde firmierte. Nach einer Umstrukturierung wurde er erneut berufen und leitete bis 2003 die Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kinder- und Jugendalters der Charité, Universitätsmedizin Berlin, Campus Mitte. Bis 2006 war er an den DRK-Kliniken Berlin-Westend tätig.

Beitrag zur Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters

Klaus-Jürgen Neumärkers Engagement galt insbesondere der Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters. Er widmete sich der Erforschung und Behandlung psychischer Erkrankungen in dieser Altersgruppe und trug maßgeblich zur Entwicklung dieses Fachgebiets bei. Seine Arbeit umfasste Lehre, Forschung und klinische Versorgung. Durch seine Tätigkeit an der Charité prägte er Generationen von Ärzten und Psychologen.

Lesen Sie auch: Die Karriere von Klaus Meine

Weitere neurologische Einrichtungen und Ärzte

Neben der Würdigung von Klaus-Jürgen Neumärker soll an dieser Stelle auch auf weitere neurologische Einrichtungen und Ärzte eingegangen werden, die in Deutschland einen wichtigen Beitrag zur Patientenversorgung leisten.

Neurologische Praxis Dr. med. Jürgen Prestel

Die Neurologische Praxis Dr. med. Jürgen Prestel in Eppelheim bietet ein breites Spektrum zur Abklärung und Behandlung neurologischer Erkrankungen. Dr. Prestel übernahm die Praxis im April 2016 von Dr. med. Klaus Martin.

Jürgen Kraus, Neurologe

Jürgen Kraus ist seit Oktober 2011 als Neurologe Partner in einem Medizinischen Versorgungszentrum. Er deckt das gesamte Spektrum an neurologischen Erkrankungen hinsichtlich Diagnostik und Therapie ab. Dabei legt er Wert darauf, die Patienten und ihre Beschwerden umfassend zu verstehen, um eine adäquate Diagnose und Behandlung zu gewährleisten.

Neurologische Klinik und Poliklinik, Universitätsklinikum Bonn

An der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn existiert eine Neurologische Klinik und Poliklinik. Hier war Jürgen Kraus von 1992 bis 1993 als Arzt im Praktikum und von 1998 bis 2002 als Wissenschaftlicher Assistent tätig.

Klinik für Neurologie mit Klinischer Neurophysiologie, Alfried-Krupp Krankenhaus Essen

Am Alfried-Krupp Krankenhaus in Essen arbeitete Jürgen Kraus von 1995 bis 1997 als Assistenzarzt in der Klinik für Neurologie mit Klinischer Neurophysiologie.

Lesen Sie auch: Die Rolle der Gentherapie in der Parkinson-Behandlung

Psychiatrische Klinik und Poliklinik, Ludwig-Maximilians-Universität München

Von 1997 bis 1998 war Jürgen Kraus als Assistenzarzt an der Psychiatrischen Klinik und Poliklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München tätig.

Neurologische Klinik, Klinikum Bremen-Ost

Im Klinikum Bremen-Ost arbeitete Jürgen Kraus von 2002 bis 2004 als Oberarzt in der Neurologischen Klinik.

Klinik für Neurologie, Klinikum Sønderborg, Dänemark

Von Januar 2010 bis September 2011 war Jürgen Kraus als Oberarzt an der Klinik für Neurologie im Klinikum Sønderborg in Dänemark tätig.

Forschungsprojekte im Bereich Kardiologie und Neurologie

Die enge Verbindung zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und neurologischen Beeinträchtigungen wird in verschiedenen Forschungsprojekten untersucht. Einige Beispiele hierfür sind:

  • Digitale kardiovaskuläre Präventionsintervention: Im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojektes wird die Machbarkeit und Wirksamkeit einer digitalen kardiovaskulären Präventionsintervention auf die kardiovaskuläre und neurovaskuläre Gesundheit untersucht.
  • KARLA (KARdiologische LandAssistenz): Dieses EU-EFRE Projekt evaluiert und verbessert die Versorgung von Patient*innen mit chronischen Herzerkrankungen in hausärztlicher Versorgung in Sachsen-Anhalt.
  • Herz-Kreislaufstillstand: Es werden Smartphone-basierte Ersthelfer-Alarmierungssysteme erprobt, um die Überlebenschancen bei Herz-Kreislaufstillständen außerhalb von Kliniken zu verbessern.
  • MEDEA (Münchner Untersuchung der Verzögerung bei Patienten mit akutem Herzinfarkt): Die Ursachen für prähospitale Verzögerungszeiten bei Patienten mit akutem Herzinfarkt werden untersucht.
  • Multimodale Bewertung zur Optimierung des Ergebnisses von perkutanen Koronarinterventionen: Es wird ein Multisensorsystem zur extrakorporalen Aufnahme von Herzrhythmus, Atemfrequenz, Bewegungsaktivität sowie hämodynamischen Kenngrößen entwickelt.
  • Aortenklappenstenose: Es wird ein echokardiographisches Verfahren zur Ermittlung aller implantationsrelevanten Parameter bei der transvaskulären Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) etabliert.
  • Atherosklerose: Die Rolle der DNA-abhängigen Proteinkinase (DNA-PK) und des NF-κB Essential Modifier (IKKγ/NEMO) bei der Atheroskleroseentstehung wird untersucht.
  • Immunmodulation und Kollateralwachstum: Die Auswirkung einer immun-modulatorischen Zell-Therapie zur Förderung des Kollateralenwachstums wird weiter differenziert.
  • Telemedizinische Strukturen: Es wird geprüft, ob telemedizinische Interventionen geeignet sind, Patienten mit akutem Myokardinfarkt zu selektionieren, um eine schnelle Zufuhr zu Akutkliniken zu gewährleisten.

Hygienemaßnahmen in Kliniken

In Anbetracht der aktuellen Gesundheitslage ist es wichtig, auf die Bedeutung von Hygienemaßnahmen in Kliniken hinzuweisen. Um Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende bestmöglich vor Atemwegs- bzw. Influenza-/Corona-Infektionen zu schützen, wird empfohlen, innerhalb des Klinikums einen Mund-Nasen-Schutz (MNS), gerne auch eine FFP2-Maske, zu tragen. Zusätzlich sollten die bekannten Hygieneregeln beachtet werden: regelmäßiges Händedesinfizieren, Abstand halten, Körperkontakt vermeiden und in die Armbeuge husten oder niesen.

Lesen Sie auch: Gesundheitliche Probleme von Klaus Meine

tags: #klaus #jurgen #neurologe