Die Alzheimer-Krankheit ist eine der größten Herausforderungen im Bereich der neurodegenerativen Erkrankungen. Weltweit sind Millionen Menschen betroffen, und die Suche nach wirksamen Präventions-, Diagnose- und Therapieansätzen ist von entscheidender Bedeutung. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die neuesten Entwicklungen in der Alzheimer-Forschung, wobei besonderes Augenmerk auf aktuelle Studien, vielversprechende Therapieansätze und die Arbeit führender Experten auf diesem Gebiet gelegt wird.
Die Alzheimer-Krankheit: Eine wachsende Herausforderung
Der Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit betrifft deutschlandweit derzeit 1,6 Millionen meist ältere Menschen - Tendenz steigend. Die häufigste Ursache einer Demenzerkrankung ist die Alzheimer-Krankheit. Bei dieser neurodegenerativen Erkrankung kommt es durch Eiweißablagerung zu einem Verlust von Nervenzellen im Gehirn. Derzeitige Behandlungsmöglichkeiten können die Demenzerkrankung zwar nicht heilen, aber deren Verlauf verzögern. Doch der Anreiz, ein Mittel gegen die Alzheimer-Krankheit zu finden, ist groß. Auch nach dem Scheitern der Therapie-Ansätze, die eine Bildung der ursächlichen Eiweißablagerungen verhindern sollen, gibt es noch viele andere zu erforschende Behandlungsideen.
Patientenkolloquium „Uni-Medizin für Sie - Mitten im Leben“
Im Rahmen des regelmäßig stattfindenden Patientenkolloquiums „Uni-Medizin für Sie - Mitten im Leben“ lädt das Universitätsklinikum Bonn in Kooperation mit dem General-Anzeiger Bonn zu einem Informationsabend ein. Unter dem Motto „Prävention, Diagnostik und Therapie der Demenz“ geben Vorträge einen Überblick über Ursachen, Prävention, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten von Alzheimer, der häufigsten Demenzform. Die kostenlose Veranstaltung findet am Donnerstag, 17.
Expertenmeinungen und aktuelle Fragen
„Es ist wichtig, dass wir bessere Therapien entwickeln und in Studien erproben. Denn keines der zurzeit verfügbaren Medikamente kann die Erkrankung stoppen“, sagt Prof. Dr. Anja Schneider, Direktorin der Gerontopsychiatrie am Universitätsklinikum Bonn. Zusammen mit Prof. Schneider geben Prof. Dr. Dr. Monique Breteler, Leiterin der Rheinland-Studie am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn, und Privatdozent Dr. Klaus Fließbach, Oberarzt an der Klinik für Neurodegenerative Erkrankungen und Gerontopsychiatrie des Universitätsklinikums Bonn, auf der Informationsveranstaltung einen Überblick über Ursachen, Prävention, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten von Alzheimer. Unter anderem gehen die drei Experten folgenden Fragen nach: „Ist eine Frühdiagnostik, also bevor erste Symptome auftreten, außerhalb eines Forschungskontexts sinnvoll und ethisch vertretbar?“, „Wie kann man Alzheimer vorbeugen?“, „Welche therapeutischen Optionen gibt es jetzt?“, „Warum gibt es noch keine besseren Therapien?“, „Was hat man aus dem Scheitern der bisherigen Therapiestudien gelernt?“, sowie „Welche Therapien könnten in Zukunft kommen?“.
Aktuelle Forschungsprojekte in Deutschland
Deutschlandweit werden zahlreiche Forschungsprojekte durchgeführt, die sich mit verschiedenen Aspekten der Alzheimer-Krankheit befassen. Diese Projekte zielen darauf ab, die Ursachen der Krankheit besser zu verstehen, neue Diagnosemethoden zu entwickeln und innovative Therapieansätze zu erproben. Im Folgenden werden einige ausgewählte Projekte an verschiedenen Standorten vorgestellt:
Lesen Sie auch: Die Karriere von Klaus Meine
Köln
In Köln konzentrieren sich die Forschungsprojekte auf verschiedene Schwerpunkte:
- CogStim24: Kognitive Stimulation im Pflegealltag zur Verbesserung der Lebensqualität bei Demenz.
- Untersuchung, wie eine erhöhte Plastizität des Hippocampus zu einem milderen Verlauf der Alzheimer-Krankheit beitragen kann.
- Erforschung, ob Immunzellen giftige Tau-Ablagerungen rechtzeitig entfernen können.
- Analyse des Einflusses von alternden Immunzellen auf die Alzheimer-Krankheit.
- Untersuchung, wie das Protein Tau zum Funktionsverlust von Nervenzellen beiträgt.
- Behandlung von Schlafstörungen als präventive Maßnahme gegen die Alzheimer-Krankheit.
- Entwicklung eines Bluttests für die Grundversorgung zur Risiko-Ermittlung für die Alzheimer-Krankheit.
- Analyse geschlechtsspezifischer Unterschiede bei der Alzheimer-Krankheit.
- Quantitative Untersuchung des Bewegungsverhaltens bei Alzheimer.
- Erforschung der Rolle der Expression von Insulinrezeptor-Substrat-2 bei der Entstehung der Alzheimer-Erkrankung.
Leipzig
In Leipzig werden folgende Forschungsprojekte durchgeführt:
- Untersuchung, ob subjektiv wahrgenommene Gedächtnisprobleme ein frühes Anzeichen für Demenz sind.
- Erforschung, ob die Blutgefäße des Gehirns durch die Beeinflussung des Vitamin-A-Stoffwechselweges geschützt werden können.
- Korrektur gestörter GABA-Rezeptoren bei der Alzheimer-Krankheit.
- Wirkstoffsuche gegen Ablagerung des Tau-Proteins.
- Untersuchung, wie perineuronale Netze vor Alzheimer schützen.
- Vergleich von chromosomalen Abweichungen bei der Alzheimer-Krankheit.
- Entwicklung eines neuen Mechanismus zur Beeinflussung von Immunzellen.
- Erforschung, ob eine Frühdiagnose von Alzheimer durch einen Bluttest möglich ist.
- Analyse geschlechtsspezifischer Einflüsse auf den Stoffwechsel bei Alzheimer.
- Untersuchung der Neuroprotektion bei der Alzheimer-Krankheit durch perineuronale Netze.
- Entwicklung neuer Behandlungsstrategien der Alzheimer-Krankheit durch Gentherapie.
- GSK3- und Cdk5-Hemmung als therapeutisches Mittel gegen Neurodegeneration.
- Untersuchung des vaskulären endothelialen Wachstumsfaktors (VEGF) bei der ß-Amyloidogenese.
- Erforschung der Rolle der Glyoxalase bei der Hirnalterung und der Pathogenese von Alzheimer-Demenz.
- Analyse, ob gliale Wachstumsfaktoren der Grund für den falschen Wiedereintritt von Neuronen in den Zellzyklus sind.
- Untersuchung von COX-2 und der Zellzyklusaktivierung in Alzheimer-Neuronen.
- Analyse der Spezifizität der Hippokampusatrophie bei Alzheimer.
- Untersuchung der Wirkung von aktivierten Gliazellen auf die neuronale Energieproduktion.
- Analyse von Activation and intracellular signal transduction in lymphocytes in relation to Alzheimer disease.
Bonn
In Bonn werden folgende Forschungsprojekte durchgeführt:
- Erforschung, ob ein einziger Bluttest das Risiko auf eine Alzheimer-Erkrankung vorhersagen kann.
- Entwicklung einer Gentherapie zur Prävention sporadischer Alzheimer-Erkrankungen.
- Untersuchung, welche Risikofaktoren im Erbgut die Frontotemporale Demenz begünstigen.
- Analyse, ob chronischer Stress ein Risikofaktor für die Alzheimer-Krankheit ist (mit Bezug zur Covid-19 Pandemie).
- Untersuchung der Hemmung von Beta-Amyloid durch das Gen TREM2.
- Analyse der Wirkung von Braunalgenextrakten auf Entzündungsprozesse und Kognition.
- Erforschung der Rolle von Entzündungen nach Schädel-Hirn-Trauma bei der Alzheimer-Krankheit.
- Die Programmierung von Mikrogliazellen für eine verbesserte Aktivität im Gehirn.
- Kann Alzheimer mit Glucocorticosteroiden behandelt werden?
- Mit Algen gegen Alzheimer
- Untersuchung von giftigem Protein: Phosphoryliertes Beta-Amyloid im Fokus
- Ein neues Risiko-Gen wird unter die Lupe genommen
- Symptome der Alzheimer-Krankheit bekämpfen durch Regulierung des Cholesterin-Transports im Gehirn
- Hyperaktivität der Sternzellen bei Alzheimer
- A2A-Rezeptor-Antagonist gegen Alzheimer-Plaques
- Phosphorylierte Amyloid-Beta-Proteine als mögliche Biomarker
- Untersuchung von Adenosin-A2A-Rezeptorantagonisten in einem transgenen Alzheimer-Tau-Mausmodell
- FDG-PET bei Patienten mit subjektiven Gedächtnisstörungen
- Cholesterinmetabolismus im Gehirn: Relevanz für die Alzheimer-Krankheit
- Beteiligung von alpha-Synuclein bei der Entstehung von Amyloid-Ablagerungen
München
In München werden folgende Forschungsprojekte durchgeführt:
- Erforschung, ob ein Einwirken auf TREM2 die Alzheimerkrankheit stoppen kann.
- Umprogrammierte Mikrogliazellen als Therapieansatz gegen die Alzheimer-Krankheit.
- Beschleunigen Herpes-Viren den Verlauf der Alzheimer-Krankheit?
- Was beschleunigt die Ausbreitung von Tau bei der Alzheimer-Krankheit?
- Die Rolle von Entzündungsprozessen bei der Entstehung von Alzheimer bei Menschen mit Down-Syndrom
- Untersuchung ungewöhnlicher Alzheimer-Fälle mittels Tau-PET
- Welche Mechanismen verhindern den Abbau des giftigen Tau-Proteins?
- Tragen nervöse Astrozyten zum Gedächtnisverlust bei?
- Zusammenhang zwischen der Alzheimer-Krankheit und dem kortikobasalen Syndrom
- Mikrogliazellen für den Kampf gegen Alzheimer fitmachen
- Verbesserte Diagnostik bei Alzheimer Demenz und gefäßbedingter Demenz
- Untersuchung von gestörten Schlafwellen bei Alzheimer-Patienten
- Diagnoseverfahren zur Früherkennung der Alzheimer-Krankheit
- Das Verteilungsmuster der Amyloid-Plaques im Gehirn bei der Alzheimer-Krankheit
- Verändern mikroRNAs die DNA-Hydroxymethylierung bei Alzheimer?
- Reduktion von Amyloid-Beta durch Veränderung der Zellmembran
- Gehirnprozesse der kognitiven Reserve: eine fMRT Studie
- Aufmerksamkeit und Gehirnnetzwerke bei Vorstufe…
- Comment by European Alzheimer’s Disease Consortium (EADC) investigators on the negative recommendation of the CHMP on the marketing authorization of donanemab for early Alzheimer’ s disease.
- Comment by European Alzheimer’s Disease Consortium (EADC) investigators on the negative recommendation of the CHMP on the marketing authorization of donanemab for early Alzheimer' s disease.
Neue Erkenntnisse über "Super-Ager"
Während eine leichte Abnahme des Erinnerungsvermögens mit zunehmendem Alter normal ist, gibt es auch Menschen, die noch im hohen Alter jenseits der 80 geistig fit sind und in Gedächtnistests Werte wie ein durchschnittlich 50-jähriger Mensch erreichen. Diese werden von Forschenden auch als “Super-Ager” bezeichnet.
Lesen Sie auch: Die Rolle der Gentherapie in der Parkinson-Behandlung
Tau-Ablagerungen und Reservemechanismen
Tau ist ein Protein, dass sich in den Nervenzellen unseres Gehirns befindet und in seinem physiologischen Zustand zu ihrer Stabilität und Funktion beiträgt. Bei der Alzheimer Krankheit aggregieren (“verklumpen”) Tau Proteine zu Tau Fibrillen, was die Funktion der Nervenzelle schädigt und schließlich zu ihrem Absterben führt. Obwohl vermehrte Tau Ablagerungen in kortikalen Hirnregionen charakteristisch für die Alzheimer Krankheit sind, können Tau Fibrillen im Medialen Temporallappen des Gehirns bei den meisten kognitiv normalen älteren Menschen gefunden werden. Der Mediale Temporallappen, eine Hirnregion in der sich auch der Hippocampus befindet, ist essentiell für das erfolgreiche Einspeichern neuer Erlebnisse in unser Langzeitgedächtnis. Tau Ablagerungen in dieser Region gehen mit Verminderungen im Langzeitgedächtnis einher. Ob sich die Menge oder regionale Ausbreitung von Tau Proteinen bei Super-Agern unterscheidet, ist bislang nicht klar. Es wäre möglich, dass Super-Ager weniger Tau Fibrillen im Gehirn ablagern, und dementsprechend “resistent” gegen diese altersbedingte Pathologie sind. Eine andere Möglichkeit ist, dass Super-Ager trotz des Vorhandenseins von Tau Ablagerungen kognitiv fit bleiben, weil sie Reservemechanismen nutzen oder ihr Gehirn die Tau Pathologie kompensieren kann. Hierbei deuten schon frühere Studien darauf hin, dass z.B. ein höherer Bildungsgrad oder ein gesunder Lifestyle mit „Reserve“mechanismen (wie z.B. einem größeren Hirnvolumen) und „Resilienz“ gegen Pathologie assoziiert sind.
Positronen-Emissions-Tomographie (PET)
Positronen-Emissions-Tomographie (PET) ist ein etabliertes, risikoarmes Bildgebungsverfahren, um Proteine wie das Tau Protein im Gehirn sichtbar zu machen. Dabei wird eine schwach radioaktiv markierte Substanz (Radiopharmakon) in die Armvene injiziert, die im Gehirn an das Zielprotein (in unserem Fall Tau Fibrillen) bindet und diese durch die Ausstrahlung von Gammastrahlen sichtbar macht. Das zur Untersuchung verwendete Radiopharmakon ist gut verträglich. Wir planen, einen Teil der Proband*innen in unserer Studie mit Tau PET zu untersuchen. Dafür kollaborieren wir mit der Nuklearmedizin des Universitätsklinikum Leipzig (geleitet von Prof.
Studie zu Super-Agern
In einer großen Kohorte von kognitiv gesunden älteren Probandinnen möchten wir die molekularen, funktionellen und strukturellen Eigenschaften des Gehirns im Alter untersuchen. Dazu rekrutieren wir über einen Zeitraum von 4 Jahren Probandinnen, die 60 Jahre und älter sind. Diese werden je nach kognitiver Leistungsfähigkeit und nach Alter verschiedenen Untergruppen zugeordnet. Dabei liegt ein Fokus unserer Studie auf der Gruppe der Super-Ager, die mindestens 80 Jahre alt sind und eine (für ihr Alter) überdurchschnittliche kognitive Leistungsfähigkeit aufweisen. Alle Probandinnen durchlaufen eine 3 Tesla MRT Untersuchung, um die Hirnstruktur und Funktion zu untersuchen. Ein Teil der Probandinnen wird auch mittels PET weiter auf Tau Ablagerungen untersucht. Darüber hinaus werden verschiedene Proteine, inklusive Alzheimer-assoziierte Proteine, im Blut untersucht. Dies erfolgt unter anderem in Kollaboration mit dem DZNE Göttingen (Prof. Jens Wiltfang). Wir möchten besser verstehen, wie sich Super-Ager in ihrer Kognition, Genetik, Hirnfunktion/-struktur, Lifestyle, und Fitness unterscheiden. Auch in den anderen Probandinnen möchten wir herausfinden, wie diese Faktoren mit gesundem kognitiven Altern zusammenhängen. Weiterhin werden die Probandinnen in weiteren Teilprojekten des SFBs weiter untersucht, die z.B.
Rolle der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG)
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG) ist der Dachverband von mehr als 130 örtlichen Alzheimer-Gesellschaften und Landesverbänden, bei denen Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen wertvolle Hilfe vor Ort erfahren. Mitglied der DAlzG können Landesverbände, Alzheimer-Gesellschaften und Vereine werden, die sich den Zielen und Grundsätzen des Dachverbands verpflichten. Einzelpersonen können nicht selbst Mitglied der DAlzG werden, dies jedoch durch eine Mitgliedschaft bei den örtlichen Alzheimer-Gesellschaften ausgleichen. Mitglieder haben die Möglichkeit, sich aktiv in die Arbeit auf Bundesebene einzubringen und die Schwerpunkte der Arbeit mitzugestalten.
Die DAlzG unterstützt das Engagement ihrer Mitgliedsgesellschaften vor Ort erfolgreich seit 1989 in ganz unterschiedlicher Weise:
Lesen Sie auch: Gesundheitliche Probleme von Klaus Meine
Unterstützung durch Informationen
In monatlichen Rundschreiben informiert die DAlzG die Mitgliedsgesellschaften regelmäßig über die Tätigkeiten des Bundesverbandes, anstehende Veranstaltungen, neue Gesetzentwürfe, Förderprogramme und vieles mehr. Die Nachrichten der DAlzG - das Alzheimer Info - erscheinen zwei Mal im Jahr. Mitgliedsgesellschaften erhalten, entsprechend ihrer Mitgliederzahl, kostenfreie Druckexemplare zugeschickt und auf Wunsch auch in elektronischer Form als PDF. Auf INDAG, der Informations- und Austauschplattform der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, werden kontinuierlich wichtige und interessante Informationen eingestellt.
Unterstützung bei Vernetzung und Austausch
Mit INDAG gibt der Bundesverband den Mitgliedsgesellschaften außerdem die Möglichkeit, sich untereinander schnell und datengeschützt zu vernetzen, sich zu informieren und sich untereinander auszutauschen. Die DAlzG lädt regelmäßig zum (virtuellen) Erfahrungsaustausch der Alzheimer-Gesellschaften ein. Im Rahmen der jährlichen Delegiertenversammlung sind Mitgliedsgesellschaften eingeladen, durch ihre Stimmenabgabe maßgeblich den Weg und die weitere Arbeit des Bundesverbandes mitzugestalten. Bei Bedarf werden Themen durch den Dachverband weiterbearbeitet - zum Beispiel in seinen Arbeitsausschüssen.
Unterstützung bei der politischen Arbeit
Hand in Hand wird auf Bundes-, Landes- und Ortsebene zusammengearbeitet, um eine gemeinsame Stimme gegenüber der Politik zu vertreten. Politische Anliegen der Mitgliedsgesellschaften bringt die DAlzG auf Bundesebene ein. Mitgliedsgesellschaften wird die Möglichkeit zur aktiven Beteiligung eingeräumt: zum Beispiel durch Rückmeldungen zu Stellungnahmen bei Gesetzesänderungen oder der gemeinsamen Ansprache von politisch Verantwortlichen. Wenn möglich, unterstützt die DAlzG ihre Mitgliedsgesellschaften u. a. mit Musterbriefen.
Unterstützung durch Fortbildungsmöglichkeiten
Gruppentraining für Moderatorinnen und Moderatoren von Angehörigengruppen, die eine Gruppe gründen oder die sich über ihre Rolle in der Gruppe austauschen wollen. „Wir sind für Sie da!“ - das Beratungsseminar für (ehrenamtliche) Beraterinnen und Berater. In dem Seminar „Geld und gute Worte“ geht es um Finanzierungsmöglichkeiten, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit. Speziell für die Vorstandsmitglieder gibt es das Seminar „Leiten und Gestalten“. Weitere Veranstaltungen werden nach Bedarf organisiert und umgesetzt. Mitgliedsgesellschaften und ihre Mitglieder erhalten für den alle zwei Jahre stattfindenden Kongress der DAlzG ermäßigten Eintritt.
Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit
Die Mitgliedsgesellschaften werden auf der Internetseite der DAlzG nach Bundesländern sortiert aufgelistet. Auch können auf der Internetseite der DAlzG besondere Gruppenangebote und Veranstaltungen veröffentlicht werden. Mitgliedsgesellschaften ist die Nutzung des DAlzG-Logos erlaubt. Logo-Vorlagen und die Nutzungsbedingungen gibt es in INDAG. Präsentations- und Druckvorlagen sowie Styleguides für Flyer können aus INDAG heruntergeladen werden. Kostenpflichtige Broschüren können von Mitgliedsgesellschaften zu günstigeren Konditionen bestellt werden. (Gilt nicht bei Bestellungen über den Online-Shop.) Bei der Bestellung von kostenlosen Broschüren in größeren Mengen wird keine Versandkostenpauschale erhoben. Materialien zum Welt-Alzheimertag werden jedes Jahr für die Mitgliedsgesellschaften kostenlos bereitgestellt. Für die eigene aktive Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliedergewinnung stehen kostenlos passende Werbemittel in angemessener Menge zur Verfügung.
Unterstützung bei der Umsetzung von Schulungen und Veranstaltungen
Die von der DAlzG entwickelten Schulungsmaterialien „Hilfe beim Helfen“ und die Materialien zur Umsetzung der Demenz Partner-Kurse stehen Mitgliedsgesellschaften kostenfrei zur Verfügung. Für die Schulungsreihe „Hilfe beim Helfen" wurden mit zwei Krankenkassen Rahmenverträge geschlossen, denen Mitgliedsgesellschaften beitreten können. Damit können Kurse und Vorträge bei diesen Krankenkassen abgerechnet werden. Jährlich besteht die Möglichkeit projektbezogen eine Förderung von bis zu 1.000 Euro bei der DAlzG zu beantragen.
Unterstützung bei der Versicherung
Mitgliedsgesellschaften haben die Möglichkeit der Sammelhaftpflichtversicherung der DAlzG für ihre Mitarbeitenden und ehrenamtlich Aktiven beizutreten.
Valaciclovir-Therapie bei leichter Alzheimerdemenz
Eine Therapie mit Valaciclovir bringt bei leichter Alzheimerdemenz keine Vorteile - damit beschleunigt sich vielmehr der kognitive Abbau.
Umgang mit Medienkonsum bei Kindern
Medien sind überall - und Kinder kommen oft schon früh mit Smartphone, Tablet und Fernseher in Berührung. Eine deutsche Leitlinie versucht dem Wunsch nach Orientierung gerecht zu werden. Doch welche Empfehlungen sind überhaupt realistisch? Medienexpertin Dr.