Kopfschmerzen sind ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen betrifft. Die neurologische Behandlung von Kopfschmerzen in Obermenzing konzentriert sich auf das Verständnis der Ursachen und die Entwicklung eines individuellen Behandlungsplans, der auf die spezifischen Bedürfnisse des Patienten zugeschnitten ist. Dieser Artikel bietet einen Überblick über die verschiedenen Aspekte der neurologischen Behandlung von Kopfschmerzen, einschließlich der diagnostischen Verfahren, der konservativen und operativen Therapieoptionen sowie der ganzheitlichen Betreuung.
Einführung
In der Neurologie ist das Verständnis der Funktion des Nervensystems von entscheidender Bedeutung. Ein gestörter Informationsfluss kann sich vielfältig auf Körper und Psyche auswirken. Die neurologische Behandlung in Obermenzing zielt darauf ab, die Ursachen von Kopfschmerzen zu erkennen und nicht nur die Symptome zu lindern. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der die individuellen Bedürfnisse des Patienten berücksichtigt.
Diagnostische Verfahren
Eine umfassende Diagnose ist der erste Schritt zur erfolgreichen Behandlung von Kopfschmerzen. In Obermenzing stehen verschiedene diagnostische Verfahren zur Verfügung, um die Ursachen der Kopfschmerzen zu ermitteln.
Anamnese und körperliche Untersuchung
Die Grundlage jeder neurologischen Untersuchung bildet die ausführliche Anamnese (Vorgeschichte) des Patienten. Dabei werden Art, Häufigkeit, Dauer und Begleitsymptome der Kopfschmerzen erfragt. Die körperliche Untersuchung mit Reflexhammer, Stimmgabel und anderen Hilfsmitteln dient dazu, neurologische Defizite festzustellen. Die neurologische Untersuchung umfasst die Prüfung der Hirnnerven, der Muskeleigenreflexe, die Untersuchung von Kraft und Gefühl sowie eine Prüfung der Koordination.
Elektroenzephalographie (EEG)
Die Elektroenzephalographie (EEG) wird zur Untersuchung von Funktionsstörungen des Gehirns eingesetzt. Sie wird v.a. durchgeführt nach Schädelverletzungen, plötzlicher Bewusstlosigkeit, epileptischen Anfällen, vermehrter Tagesschläfrigkeit, Gedächtnisstörungen und Kopfschmerzen. Bei der Untersuchung wird eine Haube aus Gummischläuchen auf den Kopf aufgesetzt, unter der Oberflächenelektroden geklemmt werden, die die hirneigene elektrische Aktivität aufnehmen. Der Patient sollte während der Untersuchung entspannt und ruhig sitzen und die Augen locker geschlossen halten.
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Elektroneurographie (ENG) und Elektromyographie (EMG)
Bei der Elektroneurographie (ENG) wird die Geschwindigkeit der Nervenleitung bestimmt, um Erkrankungen der Nerven zu erkennen. Die Elektromyographie (EMG) misst die elektrische Aktivität von Muskeln, indem eine dünne Nadel-Elektrode in einen Muskel gestochen wird. Dieses ist manchmal einen kurzen Moment schmerzhaft, vergleichbar dem Schmerz bei einer Blutentnahme, kann aber auch ganz schmerzlos sein, weil Haut und Muskeln nicht an jeder Stelle gleich schmerzempfindlich sind.
Evozierte Potentiale (VEP, AEP, SSEP)
Erkrankungen insbesondere des Sehnervs können durch die Messung visuell evozierter Potenziale (VEP) sehr gut erfasst werden. Für diese Untersuchung setzt sich der Patient vor einen Monitor mit einem wechselnden Schachbrettmuster und sollte konzentriert auf einen markierten Punkt in der Mitte gucken. Bei der Messung der akustisch evozierten Potentiale (AEP) wird die Nervenbahn vom Innenohr über den Hörnerv bis zu den für das Hören zuständigen Gehirnzentren untersucht. Die Messung der somatosensorisch evozierten Potentiale (SSEP) untersucht die Leitung im Sensibilitätssystem. Dieses umfasst die für die Sensibilität (Gefühl, z.B. Berührung, Temperatur, Schmerz) zuständigen Nervenbahnen.
Konservative Therapie
Die konservative Therapie steht in der Regel am Anfang der Behandlung von Kopfschmerzen. Sie umfasst verschiedene nicht-operative Maßnahmen, die darauf abzielen, die Schmerzen zu lindern und die Lebensqualität des Patienten zu verbessern.
Medikamentöse Therapie
Die medikamentöse Therapie ist ein wichtiger Bestandteil der konservativen Behandlung von Kopfschmerzen. Es gibt verschiedene Medikamente, die zur Behandlung von akuten Kopfschmerzen und zur Vorbeugung von chronischen Kopfschmerzen eingesetzt werden können. Die Auswahl des geeigneten Medikaments hängt von der Art der Kopfschmerzen, der Häufigkeit und Intensität der Schmerzen sowie von individuellen Faktoren wie Begleiterkrankungen und Medikamentenunverträglichkeiten ab.
Körperpsychotherapeutische Behandlung
Es gibt verschiedene Methoden, um chronische Schmerzen und festgefahrene Bewegungsmuster körperpsychotherapeutisch zu behandeln. Der psychische Aspekt dabei ist, dass eine Umorganisation körperlicher Haltungs- und Bewegungsmuster immer auch Lern- und Umorganisationsprozesse im Gehirn bedingt. Durch die Nutzung der sensomotorische Rückkopplungsschleife zwischen Gehirn und Körper kann man - mit Hilfe eines Therapeuten - lernen, unbewusst dauerverspannte Muskeln (Muskeln, welche man bewusst nicht gut spürt und nicht entspannen kann, vgl. auch „sensomotorische Amnesie“) im ersten Schritt mehr anzuspannen um sie dann nach und nach mehr und immer bewusster und kontrollierter zu entspannen. Bei dieser Art der Behandlung arbeitet der Therapeut punktuell an den verhärteten, und meistens schmerzenden Muskelsträngen, welche betroffen sind. Ebenso kann diese Methode bei Verhärtungen des Bindegewebes (Faszien oder Unterhautbindegewebe) angewendet werden. Manche Muskeln sind so stark verspannt, dass ein Lösen der Verspannungen durch Methoden wie die Triggerpunktebehandlung oder das Pandiculieren gar nicht möglich ist. In diesem Fall kann man dem zentralen Nervensystem (Gehirn), welches die Spannung in der Muskulatur erzeugt, die Arbeit durch kinetisches Spiegeln abnehmen. Wenn das Gehirn verstanden hat, dass zur Aufrechterhaltung des Schutzmusters nun „Hilfe von außen da ist“, löst es die Muskelspannung ein Stück weit. Durch die drei genannten Methoden lassen sich im Normalfall punktuell (direkt an verspannten Partien arbeitend) sehr schnell Verbesserungen erreichen, sodass der Schmerz schnell gelindert wird oder verschwindet. Ist zunächst mal punktuell die Spannung in der Muskulatur gelöst, ist es natürlich für den Patienten wichtig, dass er nachhaltig etwas von der Therapie hat und nicht - durch die nächste Stresssituation oder alte Gewohnheiten - sofort wieder in seinen Schmerzkreislauf zurückfällt.
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Integrative Atemtherapie
Bei der Arbeit mit Patienten, bei denen psychische Belastungen hinter den Schmerzen stecken, wird meist die integrative Atemtherapie den konventionellen schmerztherapeutischen Verfahren bevorzugt. Bei der integrativen Atemtherapie wird - gemeinsam mit dem Patienten - durch sanfte Berührungen und kleine, achtsame Bewegungen, erforscht, wo diese Muskeln sind, welche die Atmung einengen, und zwar in beide Richtungen. Wenn der Patient zunächst mal wieder spürt, wo er unbewusst Spannung erzeugt, und dazu noch lernt, wie diese Spannung mit seiner Atmung zusammen hängt, öffnen sich diese Schutzmuster nach und nach und der Damm ist gebrochen. Der Atem kann wieder fließen und Körper und auch die Psyche kommen dadurch zwangsläufig wieder in ein verbessertes Gleichgewicht. Therapie ist hier also ein forschender, spielerischer Prozess, der allen Patienten, mit denen bisher zusammen gearbeitet wurde, richtig Spaß gemacht hat, weil er mit der uns angeborenen, kindlichen Neugierde arbeitet und nicht „erzieherisch“ wirkt. Dieses Vorgehen entspricht im Großen und Ganzen auch der Philosophie als Therapeut.
Operative Therapie
In einigen Fällen, in denen die konservative Therapie nicht ausreichend wirksam ist, kann eine operative Therapie in Betracht gezogen werden. Dies ist insbesondere bei Kopfschmerzen der Fall, die durch strukturelle Probleme wie Tumore oder Gefäßanomalien verursacht werden. In München Nymphenburg wird ein umfassendes Behandlungsspektrum angeboten, einschließlich der spinalen Chirurgie. Die Wirbelsäulenerkrankungen werden sowohl ambulant als auch operativ durch die Kooperationen mit den umgebenden Kliniken behandelt. In der spinalen Neurochirurgie wird mit neuesten Technologien der Diagnostik und bei Operationen gearbeitet.
Ganzheitliche Betreuung
Neurologische Erkrankungen betreffen oft mehrere Lebensbereiche. Daher ist eine ganzheitliche Betreuung wichtig, die nicht nur die körperlichen Symptome, sondern auch die psychischen und sozialen Aspekte berücksichtigt. In Obermenzing wird eine enge Zusammenarbeit mit zuweisenden Hausärzten und anderen Fachärzten sowie den neurologischen Fachabteilungen der umliegenden Krankenhäuser und überregionalen Spezialeinrichtungen angestrebt, um die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. Ein individueller Versorgungsansatz schließt auch eine regelmäßige Zusammenarbeit mit therapeutischen Berufsgruppen (Logopäden, Ergotherapeuten und Krankengymnasten) ein. Auf der Grundlage einer individuellen Aufklärung über Krankheitsbild und Behandlungsmöglichkeiten sollen Patienten in die Entscheidungsprozesse um ihre Gesundheit eingebunden werden.
Spezialisierung auf geschlechtliche Besonderheiten
In der neurologischen Behandlung werden auch geschlechtliche Besonderheiten berücksichtigt. Es gibt Unterschiede in den Symptomen, Verlaufsformen und Behandlungen von neurologischen Erkrankungen bei Frauen und Männern. Gemeinsam mit der Frauenärztin wird ein Schwerpunkt auf diese geschlechtlichen Besonderheiten gelegt.
Neurozentrum Pasing
Das Neurozentrum Pasing bietet ein breites Spektrum an neurologischen Leistungen an. Die Ärzte nehmen sich Zeit für ihre Patienten, hören aufmerksam zu und behandeln sie mit Respekt. Viele Patienten berichten von positiven Erfahrungen und fühlen sich gut aufgehoben.
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