Das Klinikum Mittelbaden Rastatt, insbesondere die Klinik für Neurologie, steht im Fokus dieses Artikels. Ziel ist es, ein umfassendes Bild der neurologischen Versorgung in Rastatt zu vermitteln, basierend auf Erfahrungsberichten, Fakten und verfügbaren Informationen. Dabei werden sowohl positive Aspekte als auch Kritikpunkte beleuchtet, um ein möglichst objektives Gesamtbild zu zeichnen.
Die Neurologische Abteilung in Rastatt: Einblicke und Erfahrungen
Die neurologische Abteilung des Klinikums Mittelbaden Rastatt unter der Leitung von Dr. Timpe und Dr. Lachenicht erfreut sich bei einigen Medizinstudierenden und Patienten großer Beliebtheit. PJ-Studierende (Praktisches Jahr) berichten von einer herzlichen Aufnahme und schneller Integration in den Klinikalltag.
Ausbildungsperspektiven für Medizinstudierende
Das Klinikum Mittelbaden Rastatt bietet Medizinstudierenden die Möglichkeit, ihr Praktisches Jahr (PJ) in der Neurologie zu absolvieren. Im Rahmen des Notfallmedizin PJ-Abschnittes besteht die Möglichkeit, sich der neurologischen Abteilung in der ZNA (Zentrale Notaufnahme) anzuschließen. Auch kurzfristige Anfragen werden positiv aufgenommen. PJ-ler dürfen in der ZNA eigenständig Patienten aufnehmen und die Fälle mit dem zuständigen Oberarzt besprechen, um diagnostische und therapeutische Schritte zu erlernen. Assistenz- und Oberärzte nehmen sich Zeit für Erklärungen und ermöglichen Einblicke in verschiedene Untersuchungsmethoden wie EEG, US, FEES und Thrombektomien. Der respektvolle Umgang mit Patienten wird positiv hervorgehoben. Das Team zeichnet sich durch eine gute Stimmung, kollegiale Zusammenarbeit und gemeinsames Essen aus.
Positive Erfahrungen von Patienten
Ein Patient schildert, wie er in der Notaufnahme von einem Arzt umgehend untersucht und eine CT-Untersuchung angeordnet wurde. Des Weiteren wurde eine stationäre Aufnahme für weitere zielführende Untersuchungen bei diesem Erstgespräch angeordnet. Die Untersuchungen fanden zeitnah statt, und die Ergebnisse wurden umgehend mitgeteilt. Der Patient lobt die Freundlichkeit, Ruhe und Bestimmtheit der Assistenzärzte und bezeichnet sie als "SCHMUCKSTÜCKE" des Hauses.
Ein anderer Patient berichtet von einer umfassenden und zuvorkommenden Behandlung. Nach der Aufnahme über die Notaufnahme erfolgte eine schnelle stationäre Aufnahme in der neurologischen Abteilung. Notwendige Untersuchungen wurden zügig durchgeführt. Die ärztliche Betreuung und Aufklärung durch Herrn Dr. Timpe und Frau Kuravsky wird als hervorragend und kompetent beschrieben. Auch das Pflegepersonal wird als freundlich, hilfsbereit und kompetent wahrgenommen, obwohl es stark gefordert ist.
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Ein weiterer Patient lobt die Kompetenz und Freundlichkeit der Ärzte und Schwestern. Ein anderer Patient schildert eine positive Erfahrung in der Notaufnahme, wo er nach Überweisung durch den Hausarzt ohne Wartezeit von einem Arzt untersucht wurde. Die Diagnostik wurde zügig fortgeführt.
Dr. Bazarow wird von einem Patienten gelobt, der wegen Kopfschmerzen und Taubheit in der Hand zunächst in Baden-Baden und dann in Rastatt behandelt wurde. Dr. Bazarow erkannte sofort eine Migräne und leitete die entsprechende Behandlung ein.
Kritik und Verbesserungspotenzial
Neben den positiven Berichten gibt es auch kritische Stimmen, die nicht ignoriert werden dürfen. Diese beziehen sich vor allem auf organisatorische Mängel, mangelnde Kommunikation und in einigen Fällen auf die medizinische Versorgung selbst.
Negative Erfahrungen und Vorwürfe
Ein besonders tragischer Fall ist der einer Patientin, die mit Verdacht auf Schlaganfall eingeliefert wurde, aber an Herzrhythmusstörungen verstarb. Die Angehörigen werfen dem Krankenhauspersonal vor, Herzsymptome ignoriert und eine rechtzeitige Behandlung versäumt zu haben. Sie kritisieren mangelnde Empathie und fehlendes Interesse am Befinden der Patienten.
Ein anderer Patient berichtet von einer Mutter mit Multipler Sklerose, die mit hohem Fieber ohne Information der Angehörigen nach Hause geschickt wurde, obwohl sie ein Pflegefall war. Der Arzt habe gebrochen Deutsch gesprochen und Nachfragen seien unerwünscht gewesen.
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Ein weiterer Fall schildert eine Patientin, die mit neurologischen Problemen aufgenommen wurde, aber fälschlicherweise als Simulantin abgestempelt und an die Psychosomatik weiterempfohlen wurde. Die Kommunikation mit dem Pflegepersonal sei mangelhaft gewesen.
Ein Patient kritisiert die Sozialkompetenz einiger Schwestern und wirft ihnen vor, unfreundlich und keifend zu sein. Ein anderer bemängelt, dass ein Patient ohne Einwilligung der Angehörigen sediert wurde.
Ein Patient berichtet von Problemen mit der Anmeldung als Privatpatient und fehlenden Wahlleistungen. Trotzdem sei Druck ausgeübt worden, die Privatbehandlung nicht zu stornieren.
Ein Patient bemängelt ein unfreundliches Praxisteam und Schwierigkeiten bei der Terminvereinbarung.
Ein Patient kritisiert, dass bei einer Lumbalpunktion trotz zwei Versuchen kein Treffer erzielt wurde und dass im Wartebereich die Daten anderer Patienten mitgehört werden mussten.
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Ein Patient bemängelt, dass trotz klarer Aussage nach dem mutmaßlichen Willen der Mutter, der in der Patientenverfügung auch hinterlegt wurde ohne Absprache oder Aufklärung ein zentraler Venenkatheder gelegt wurde. Ärzte untersuchten sie ohne zu grüßen oder zu sprechen auch als Angehöriger wird man nicht gesehen.
Ein Patient berichtet von gestressten Schwestern, einem fehlenden Entlassbrief und kaltem Essen.
Ein Patient bemängelt zu wenig Personal und eine Degradierung älterer Menschen.
Ein Patient berichtet von einer Schlaganfallpatientin, bei der die Entlassungspapiere auf den falschen Arzt ausgestellt und ein Attest nicht ausgefüllt wurde. Die Kommunikation sei mangelhaft gewesen.
Ein Patient berichtet von chaotischen Zuständen auf Station 6 nach einem Schlaganfall. Es habe keine Absprachen gegeben, Schwestern hätten sich auf dem Flur angeschrien und das Familienmitglied sei sich selbst überlassen worden. Man habe keine Auskunft über Blutdruckwerte erhalten und sei wie Luft behandelt worden.
Ein Patient berichtet von einer ungeheuerlichen Behandlung nach epileptischen Anfällen. Er habe den ganzen Nachmittag bis in die Abendstunden mit Anfällen in einem Raum gelegen und sei von unmenschlichen und inkompetenten "Fachleuten" "betreut" worden. Die Neurologin habe beharrt, er simuliere die Anfälle.
Ein Patient berichtet von einer sehr schlechten medizinischen Versorgung in der Notaufnahme, wo nach einem Pkw-Unfall mit Schädelfraktur nichts erkannt wurde.
Ein Patient berichtet von einer Abweisung in der Notaufnahme, obwohl eine neurologische Behandlung angebracht gewesen wäre. Ein Neurologe in Karlsruhe diagnostizierte später einen Schlaganfall.
Organisatorische Mängel und Kommunikationsprobleme
Mehrere Berichte weisen auf organisatorische Mängel und Kommunikationsprobleme hin. Dazu gehören fehlende oder fehlerhafte Entlassungspapiere, Schwierigkeiten bei der Terminvereinbarung, mangelnde Information der Angehörigen und fehlende Absprachen zwischen den verschiedenen Abteilungen. Auch die Wartezeiten in der Notaufnahme werden kritisiert.
Das Klinikum Mittelbaden Rastatt im Überblick
Um die Neurologie in Rastatt besser einordnen zu können, ist ein Blick auf das gesamte Klinikum Mittelbaden Rastatt hilfreich.
Struktur und Fachabteilungen
Das Klinikum Mittelbaden Rastatt umfasst verschiedene Fachabteilungen, darunter:
- Klinik für Kardiologie und Angiologie
- Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Gastroenterologie
- Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
- Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
- Klinik für Gefäßchirurgie
- Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerzmedizin
- Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
- Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
Ausstattung und Services
Das Klinikum bietet verschiedene Ausstattungsmerkmale und Services, darunter:
- Einzelzimmer mit eigenem Bad
- Unterbringung von Begleitpersonen
- Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerechte Sanitäranlagen
- Rollstuhlgerechter Zugang zu Serviceeinrichtungen
- Service für Patienten aus dem Ausland
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