Q10, Spray und Parkinson: Wirkung und Anwendung

Dieser Artikel beleuchtet die Rolle von Coenzym Q10 (Ubiquinon Q10) im Zusammenhang mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson, wobei insbesondere auf die Darreichungsform als Spray und deren potenzielle Wirkung eingegangen wird. Zudem werden allgemeine Informationen zu Q10, seiner Funktion im Körper und seiner Bedeutung für die Gesundheit gegeben.

Was ist Coenzym Q10?

Coenzym Q10 (CoQ10), auch bekannt als Ubichinon, ist eine vitaminähnliche Substanz, die natürlicherweise im menschlichen Körper vorkommt. Der Begriff "Ubichinon" stammt vom lateinischen „ubique“ - was „überall“ bedeutet - und beschreibt treffend seine universelle Verbreitung im menschlichen Organismus. Es befindet sich in jeder Körperzelle, vor allem aber in Organen mit hohem Energiebedarf wie dem Herz, der Leber oder den Nieren. Der Körper kann Coenzym Q10 selbst herstellen, allerdings nimmt diese Fähigkeit mit dem Alter und unter bestimmten Einflussfaktoren ab. Zusätzlich kann Q10 über die Nahrung aufgenommen werden.

Coenzym Q10 existiert in zwei biologisch aktiven Formen:

  • Ubichinon (oxidierte Form): dient als Überträger von Elektronen in der Atmungskette.
  • Ubichinol (reduzierte, antioxidativ wirksame Form): spielt eine entscheidende Rolle bei der Neutralisierung von freien Radikalen im Körper.

Der Körper kann zwischen beiden Formen wechseln, je nachdem, ob gerade Energie produziert oder oxidative Schäden abgewehrt werden müssen.

Aufgaben und Wirkmechanismen im Körper

Coenzym Q10 ist ein Schlüsselelement für verschiedene Körperfunktionen:

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  1. Energiegewinnung in den Mitochondrien: Q10 ist unverzichtbar für die zelluläre Energieproduktion. Dort überträgt es Elektronen von Komplex I und II zu Komplex III - ein essenzieller Schritt bei der Bildung von ATP. Ohne Q10 würde dieser Energiefluss kollabieren. Die Mitochondrien benötigen für die Energiebildung sowie zum Schutz vor schädlichen Freien Radikalen oder Umweltgiften bestimmte Vitalstoffe, auch Mitoceuticals® genannt. Als Schlüsselsubstanz der Mitochondrien steht Ubiquinol Q10 im Mittelpunkt.
  2. Antioxidativer Zellschutz: Neben seiner Funktion in der Atmungskette agiert Q10 auch als effektives Antioxidans. Es schützt Zellmembranen und Lipide vor oxidativer Zerstörung durch freie Radikale. Besonders die reduzierte Form - Ubichinol - kann direkt oxidative Schäden neutralisieren und zur Regeneration von Vitamin E beitragen.
  3. Stabilisierung der Zellmembran: Q10 ist struktureller Bestandteil der Zellmembranen und trägt zur Stabilität und Fluidität dieser wichtigen Barriere bei. Dies ist insbesondere für Herzmuskelzellen und Nervenzellen von Bedeutung.
  4. Unterstützung des Immunsystems: Ein ausgeglichener Q10-Spiegel kann Immunzellen in ihrer Funktion unterstützen, insbesondere bei älteren Menschen, deren Energieproduktion natürlicherweise sinkt.

Q10-Mangel: Ursachen und Symptome

Ein Q10-Mangel kann verschiedene Ursachen haben:

  1. Alter: Bereits ab dem 30. Lebensjahr nimmt die körpereigene Q10-Produktion ab.
  2. Medikamente: Statine hemmen die körpereigene Cholesterinsynthese - und damit auch die Bildung von Mevalonat, einer Vorstufe von Q10.
  3. Erkrankungen: Kardiovaskuläre Erkrankungen, Diabetes, neurodegenerative Erkrankungen und chronische Entzündungsprozesse sind häufig mit verringerten Q10-Spiegeln assoziiert.
  4. Mangelhafte Ernährung: Eine stark verarbeitete, fettarme oder vegetarische Ernährung kann zu einer niedrigen Q10-Zufuhr führen.
  5. Stress und Umweltgifte: Chronischer oxidativer Stress durch Umweltgifte, UV-Strahlung oder Rauchen erhöht den Verbrauch von antioxidativ wirkendem Ubichinol und lässt die Q10-Speicher schneller erschöpfen.

Symptome eines Q10-Mangels können sein:

  • Müdigkeit und Energiemangel
  • Muskelschwäche oder Muskelschmerzen
  • Konzentrationsprobleme
  • Leistungsabfall (körperlich und mental)
  • Erhöhte Infektanfälligkeit

Q10 und Neurodegenerative Erkrankungen: Parkinson im Fokus

Die Parkinsonkrankheit ist eine neurodegenerative Erkrankung mit fortschreitendem Verlust der Dopamin-produzierenden Nervenzellen in der Substantia nigra im Mittelhirn. Die Ursachen der Erkrankung sind nach wie vor nicht vollständig geklärt; neben seltenen genetischen Ursachen scheinen Umweltfaktoren, Pestizide und Entzündungsreaktionen eine Rolle zu spielen.

Da Q10 eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel der Zellen spielt und antioxidative Eigenschaften besitzt, wird die Substanz im Zusammenhang mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson untersucht. Einige Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Q10 neuroprotektive Eigenschaften hat und möglicherweise bei der Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson von Nutzen sein könnte.

Q10 und Parkinson: Mögliche Wirkmechanismen

  • Schutz der Mitochondrien: Bei Parkinson ist die Funktion der Mitochondrien in den Nervenzellen beeinträchtigt. Q10 kann die Mitochondrienfunktion unterstützen und so die Energieversorgung der Zellen verbessern.
  • Antioxidative Wirkung: Q10 kann freie Radikale neutralisieren und so die Nervenzellen vor oxidativen Schäden schützen.
  • Entzündungshemmende Wirkung: Chronische Entzündungsprozesse spielen bei Parkinson eine Rolle. Q10 kann Entzündungen reduzieren und so die Nervenzellen schützen.

Q10 als Spray: Vorteile und Anwendung

Q10 ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich, darunter Kapseln, Tabletten und Flüssigkeiten. Eine relativ neue Darreichungsform ist Q10 als Spray. Der Vorteil eines Sprays liegt in der einfachen Anwendung und der potenziell schnelleren Aufnahme des Wirkstoffs über die Mundschleimhaut.

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SanoMit® Q10 flüssig und SanoMit® Q10 Spray

SanoMit® Q10 flüssig enthält Ubiquinon Q10 in ultrakleinen Flüssigpartikeln. Mit dieser speziellen Darreichungsform wurde ein enormer Fortschritt in der Bioverfügbarkeit von Q10 erzielt. Wir haben neben dem Tropfaufsatz (SanoMit®Q10 flüssig) nun auch einen einen Sprühkopf (SanoMit® Q10 Spray), um die Dosierung bequemer zu gestalten. In beiden Produkten liegt Ubiquinon in ultrakleinen Tropfen vor, allerdings enthält SanoMit® Q10 flüssig Alkohol (12,5 % vol.) und SiaMit Q10-Komb ist alkoholfrei. In SiaMit Q10-Komb ist zusätzlich Vitamin B3 enthalten.

QuinoMit Q10® fluid

QuinoMit Q10® fluid enthält Ubiquinol, die aktive Form von Q10 in ultrakleinen Tropfen. Zudem kann QuinoMit Q10® fluid direkt über die Mundschleimhaut schnell aufgenommen werden.

Anwendung

  • SanoMit® Q10 flüssig: Über den Tag verteilt 12 Tropfen SanoMit® Q10 flüssig auf der Zunge zergehen lassen.
  • QuinoMit Q10® fluid: Vor der ersten Anwendung das Hubventil mehrmals drücken, bis der erste Tropfen erscheint. Die Flasche dabei senkrecht halten. Das Hubventil bis zum Anschlag durchdrücken und zwischen den einzelnen Hüben eine kurze Pause machen.

Weitere Aspekte im Umgang mit Parkinson

Da das Parkinson-Syndrom nicht heilbar ist, ist das oberste Ziel der Behandlung, die Lebensqualität möglichst lange zu erhalten. Vor allem im Frühstadium lindern Medikamente die Beschwerden zuverlässig.

Ergänzend zu den Medikamenten erhalten viele Betroffene Physiotherapie, Logopädie und/oder Ergotherapie. Diese Maßnahmen wirken sich positiv auf die Lebensqualität aus.

Mit der richtigen Ernährung kann die Parkinson-Erkrankung zwar nicht geheilt werden, jedoch kann sie einen positiven Effekt auf den Verlauf haben. Vor allem mediterrane Ernährungsweisen rücken dabei immer mehr in den Fokus der Forschung.

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