Dinge, die Autofahrer und Beifahrer nerven: Eine umfassende Liste

Als Beifahrer hat man es nicht immer leicht. Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact ergab, dass sich 77 Prozent der Deutschen schon einmal neben dem Fahrer unwohl gefühlt haben. Mehr als ein Viertel traut sich jedoch nicht, dies dem Fahrer mitzuteilen. Frauen (82 Prozent) sind dabei stärker betroffen als Männer (69 Prozent). Es gibt viele Auslöser für dieses Unbehagen, und die nervigsten Angewohnheiten von Fahrern sind vielfältig. Aber auch als Fahrer kann man sich über so manches im Auto ärgern.

Nervige Angewohnheiten von Fahrern aus Beifahrersicht

Eine von Autoscout24 beauftragte Studie hat die folgenden belastenden Verhaltensweisen von Fahrern identifiziert:

  1. Riskante Überholmanöver: Gefährliche Fahrmanöver, die die Sicherheit aller gefährden.
  2. Rauchen ohne zu fragen: Rücksichtsloses Verhalten gegenüber Nichtrauchern im Fahrzeug.
  3. Müll und Dreck im Auto: Ungepflegter Innenraum, der Unbehagen verursacht.
  4. Rasante Kurvenfahrt ohne Bremsen: Riskante Fahrweise, die Angst auslöst.
  5. Unerträglich laute Musik: Belästigung durch übermäßige Lautstärke.
  6. Drängeln und Ausbremsen: Aggressives Verhalten gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern.
  7. Extreme Temperatureinstellungen: Unangenehmes Klima im Fahrzeug durch übertriebene Klimaanlage oder Heizung.
  8. Pausenloses Schimpfen und Drohen: Negative Stimmung und aggressive Äußerungen während der Fahrt.
  9. Extrem defensives und langsames Fahren: Behinderung des Verkehrsflusses und unnötige Verzögerungen.

Technische Mängel und Softwareprobleme

Neben dem Verhalten des Fahrers können auch technische Mängel und Softwareprobleme im Auto für Ärger sorgen. Einige Beispiele hierfür sind:

  • Software-Updates und Inkompatibilitäten: Häufige Updates, die Funktionen entfernen oder inkompatible Nachfolgerversionen schaffen.
  • Merkwürdige Automatikgetriebe: Schaltverhalten, das als ungewöhnlich oder weniger komfortabel empfunden wird.
  • Fehlende Schalteinheit und Bedienknöpfe: Erschwerte Bedienung durch fehlende haptische Bedienelemente.
  • Navigationsprobleme: Unvollständige oder veraltete Kartendaten, die zu Fehlleitungen führen.
  • Ausfälle des Radios: Funktionsstörungen, die den Musikgenuss während der Fahrt beeinträchtigen.
  • Verbindungsprobleme mit Smartphones: Schwierigkeiten beim Verbinden oder Aufrechterhalten der Verbindung zum Smartphone.
  • Fehlende Erinnerung an vergessene Gegenstände: Unzureichende Warnung vor im Auto vergessenen Gegenständen.

Neue Assistenzsysteme und ihre Tücken

Ab dem 7. Juli 2024 sind in Neuwagen neue Assistenzsysteme Pflicht. Diese sollen die Sicherheit erhöhen, können aber auch nerven und die Kosten für günstige Autos unnötig in die Höhe treiben. Zu diesen Systemen gehören:

  1. Intelligent Speed Assistance (ISA) / Geschwindigkeitswarner: Warnt bei Überschreitung der zulässigen Geschwindigkeit, kann aber auch fälschlicherweise Alarm auslösen oder nicht abschaltbar sein.
  2. Unfalldatenspeicher (Blackbox): Zeichnet Daten im Falle eines Unfalls auf.
  3. Notbremsassistent: Bremst automatisch bei drohender Kollision.
  4. Notfall-Spurhalteassistent: Lenkt aktiv gegen, wenn das Fahrzeug die Fahrspur verlässt.
  5. Müdigkeits- und Aufmerksamkeitswarner: Erkennt Müdigkeit des Fahrers und warnt, kann aber auch Fehlalarme auslösen.
  6. Notbremslicht: Warnt nachfolgende Fahrzeuge durch Flackern der Bremslichter bei starker Bremsung.
  7. Vorrichtung zum Einbau einer alkoholempfindlichen Wegfahrsperre: Ermöglicht die Nachrüstung einer Alkohol-Wegfahrsperre.
  8. Rückfahrassistent: Hilft beim Rangieren und vermeidet Kollisionen.
  9. Reifendrucküberwachung: Überwacht den Reifendruck und meldet Abweichungen.

Weitere Kritikpunkte an modernen Autos

Moderne Autos bieten zwar viele Vorteile, können aber auch durch folgende Aspekte negativ auffallen:

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  • Hypersensible Parksensoren: Fehlalarme durch Grashalme oder andere harmlose Objekte.
  • Eingeschränkte Sicht nach hinten: Schwierigkeiten beim Einparken durch schlechte Sicht.
  • Komplizierte Multifunktionslenkräder: Überforderung durch zu viele Knöpfe und Funktionen.
  • Touchscreens mit umständlicher Bedienung: Erschwerte Bedienung wichtiger Funktionen während der Fahrt.
  • Zu viele Assistenzsysteme: Überfrachtung mit Systemen, die nicht immer sinnvoll sind.
  • Spiegelnde Flächen: Irritationen durch Reflexionen im Innenraum.
  • Eingeschränkte Möglichkeiten zur Selbsthilfe: Schwierigkeiten bei Reparaturen und Wartungsarbeiten in Eigenregie.

Was im Auto nicht fehlen darf

Unabhängig von persönlichen Vorlieben gibt es einige Gegenstände, die in keinem Auto fehlen sollten:

  1. Parkscheibe: Für gebührenfreie Parkplätze mit zeitlicher Begrenzung.
  2. Sonnenbrille: Schutz vor Blendung durch die Sonne.
  3. Wärmende Decke: Für Staus an kalten Tagen.
  4. Ersatzrad: Für den Fall einer Reifenpanne.
  5. Eiskratzer, Scheibenenteiser und Handfeger: Für die kalte Jahreszeit.
  6. Starthilfekabel: Für den Fall einer leeren Batterie.
  7. Motoröl: Für den Fall eines Ölverlusts.
  8. Notfallhammer: Zum Durchtrennen des Sicherheitsgurtes und Zertrümmern der Scheiben.
  9. Taschenlampe: Für nächtliche Pannen.
  10. Luftkompressor: Für undichte Reifen.
  11. Warndreieck, Warnweste und Verbandkasten: Gesetzlich vorgeschriebene Ausrüstung.
  12. Führerschein und Fahrzeugschein: Ebenfalls gesetzlich vorgeschrieben.

Aktive und passive Sicherheitssysteme

Sicherheitssysteme im Auto lassen sich in aktive und passive Systeme unterteilen:

  • Aktive Sicherheitssysteme:
    • Verhindern Unfälle oder minimieren deren Folgen.
    • Beispiele: ABS, ESP, Notbremsassistent, Spurhalteassistent, Müdigkeitswarner.
  • Passive Sicherheitssysteme:
    • Schützen die Insassen bei einem Unfall.
    • Beispiele: Sicherheitsgurte, Airbags, Kopfstützen, Knautschzonen.

Fahrsicherheitstrainings

Um das Fahrverhalten in kritischen Situationen zu verbessern, bieten sich Fahrsicherheitstrainings an. Dort können Fahrer lernen, wie sie auf glatten Fahrbahnen reagieren, Hindernissen ausweichen und Notbremsungen durchführen.

Konstruktionsmängel und nervige Details

Auch Konstruktionsmängel und nervige Details können Autofahrer zur Verzweiflung bringen. Beispiele hierfür sind:

  • Schwer zugängliche Ölkontrolle: Unpraktische Anordnung von Bauteilen, die die Wartung erschwert.
  • Teure Navigationssysteme ohne Knöpfe: Umständliche Bedienung durch fehlende haptische Bedienelemente.
  • Unzuverlässige Sitzerkennung: Fehlfunktionen der Sitzerkennung, die mit der Lüftung verbunden sind.
  • Heckscheibe, die in Waschanlagen nicht sauber wird: Konstruktionsbedingte Probleme bei der Reinigung.
  • Verschmutzte Rückfahrkamera: Beeinträchtigung der Sicht durch Verschmutzung.
  • Getränkehalter in ungünstiger Position: Behinderung durch ungünstig platzierte Getränkehalter.
  • ECO-Einstellung, die nicht deaktiviert werden kann: Unangenehme Klimatisierung bei Alleinfahrten.

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