Die subchondrale Sklerose der Schulter ist ein Zustand, der durch eine erhöhte Knochendichte unterhalb des Gelenkknorpels gekennzeichnet ist. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Diagnose und verschiedene Behandlungsansätze für diese Erkrankung.
Einführung
Die subchondrale Sklerose ist ein Kennzeichen von Arthrose, einer degenerativen Gelenkerkrankung, die durch den Abbau des Gelenkknorpels gekennzeichnet ist. Der Verschleiß unserer Gelenke ist ein natürlicher Prozess, der mit zunehmendem Alter auftritt. Die subchondrale Sklerose kann jedoch auch durch andere Faktoren verursacht werden.
Was ist subchondrale Sklerose?
Subchondrale Sklerose bezieht sich auf die Verdichtung des Knochens direkt unterhalb des Knorpels in einem Gelenk. Bei Arthrose geht die natürliche Pufferfunktion des Knorpels verloren, was zu einer erhöhten Belastung des darunterliegenden Knochens führt. Dies führt zur verstärkten Einlagerung von Kalksalzen und zur Verdickung der Knochenplatte, was als subchondrale Sklerose bezeichnet wird.
Ursachen der subchondralen Sklerose der Schulter
Die Ursachen für die subchondrale Sklerose der Schulter sind vielfältig. Hier sind einige der Hauptursachen:
Arthrose
Die Arthrose des Glenohumeralgelenks (Omarthrose) ist eine der häufigsten Ursachen für subchondrale Sklerose in der Schulter. Bei Arthrose kommt es zu einem fortschreitenden Verlust des Gelenkknorpels, was zu Entzündungen der Gelenkinnenhaut, Verdickungen und Randwülsten des Knochens und letztendlich zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führt.
Lesen Sie auch: MS-Medikamente im Detail erklärt
Mechanische Risikofaktoren
Mechanische Faktoren spielen eine wesentliche Rolle bei der Entstehung der subchondralen Sklerose. Dazu gehören:
- Akute Verletzungen des Schultergelenks: Frakturen des Humeruskopfes oder der Gelenkpfanne können den Gelenkknorpel direkt schädigen und zur Entwicklung von Arthrose und subchondraler Sklerose führen. Auch das Auskugeln des Schultergelenks kann durch das Zerreißen von Bändern und Kapsel dauerhafte Schäden verursachen.
- Überlastungen des Schultergelenks: Gesunder Gelenkknorpel benötigt regelmäßige, aber begrenzte Belastung für seine Ernährung. Eine Überlastung, insbesondere durch stark belastende sportliche Tätigkeiten, kann den Knorpel schädigen. Es scheint weniger auf die Intensität der sportlichen Tätigkeit anzukommen, sondern vielmehr auf die Dauer der Belastung über mehrere Jahre.
- Schultereckgelenksarthrose (ACG-Arthrose): Der Verschleiß des Verbindungsgelenks zwischen Schulterdach (Akromion) und Schlüsselbein (Klavikula) kann ebenfalls zu Veränderungen im Schultergelenk und zur Entstehung einer subchondralen Sklerose beitragen.
Konstitutionelle Risikofaktoren
- Alter und Geschlecht: Mit steigendem Lebensalter nimmt die Häufigkeit von Arthrosen zu. Frauen entwickeln aufgrund hormoneller Veränderungen nach der Menopause häufiger degenerative Gelenkerkrankungen als Männer.
- Genetische Veranlagung: Ein gehäuftes Auftreten von Arthrosen in bestimmten Familien deutet auf eine genetische Komponente hin.
- Generalisierte Arthrose: Patienten, die neben den Symptomen eines Schultergelenkschadens auch über Abnutzungsveränderungen der Hände klagen, weisen ebenfalls auf eine genetisch bedingte Empfänglichkeit für die Arthrose-Entstehung hin.
Erkrankungen der Rotatorenmanschette
Erkrankungen der Rotatorenmanschette (Ruptur, muskuläre Atrophie und fettige Degeneration der Muskulatur) führen im Endstadium zu einem besonderen Arthrosebild, der Rotatorenmanschetten-Defektarthropathie (CTA). Die Knorpelschäden werden gemäß der Outerbridge-Klassifikation bzw. der ICRS-Klassifikation eingeteilt.
Weitere Ursachen
- Systemische Sklerose: Bei der systemischen Sklerose verhornt und verhärtet sich die obere Hautschicht und wird als Schuppen abgestoßen.
- Arthrofibrose: Bei einer Arthrofibrose bildet sich Narbengewebe innerhalb eines Gelenks.
- Osteochondrosis dissecans (OD): Die Osteochondrosis dissecans im Sprunggelenk ist eine Erkrankung der Gelenkfläche und beschreibt das Absterben begrenzter Bezirke zwischen Knorpel und Knochen im Gelenk.
Symptome der subchondralen Sklerose der Schulter
Die Symptome der subchondralen Sklerose der Schulter variieren je nach Stadium und Ausmaß der Erkrankung. Häufige Symptome sind:
- Schmerzen: Schmerzen, die zunächst bei Belastung (Heben, Tragen) und im weiteren Verlauf auch in Ruhe auftreten. Die Schmerzen können in der Leiste lokalisiert sein, aber auch an der Außenseite oder im Verlauf der Gesäßmuskulatur auftreten.
- Gelenksteifigkeit: Ein Gefühl der Gelenksteifigkeit, besonders nach längeren Ruhephasen (z. B. morgendliches Aufstehen).
- Bewegungseinschränkungen: Einschränkungen der Hüftbeweglichkeit, insbesondere bei Dreh-, Abspreiz- und Streckbewegungen.
- Funktionsstörungen im Alltag: Probleme bei der Körperpflege, beim Fortbewegen und bei sportlichen Tätigkeiten.
- Muskelverspannungen: Muskelverspannungen, insbesondere in den Anspreizern, Abspreizern und Hüftbeugern.
- Muskelatrophie: Abnahme von Muskelmasse und Kraft im betroffenen Bein.
Diagnose der subchondralen Sklerose der Schulter
Die Diagnose der subchondralen Sklerose der Schulter umfasst in der Regel die folgenden Schritte:
- Anamnese: Der Arzt erfragt die Krankengeschichte des Patienten, einschließlich der Art und Dauer der Beschwerden, Vorerkrankungen und möglicher Risikofaktoren.
- Körperliche Untersuchung: Der Arzt untersucht die Schulter auf Schwellungen, Druckschmerzhaftigkeit, Bewegungseinschränkungen und Muskelverspannungen.
- Bildgebung:
- Röntgenaufnahmen: Röntgenaufnahmen können Veränderungen wie eine Verschmälerung des Gelenkspalts, subchondrale Sklerose und Osteophytenbildung sichtbar machen.
- Magnetresonanztomographie (MRT): Ein MRT kann detailliertere Bilder von Knorpel, Knochen und Weichteilen liefern und frühe Anzeichen von Arthrose erkennen.
- Ultraschall: Ultraschalluntersuchungen können Reizzeichen wie Flüssigkeitsansammlungen und Verdickung der Weichteile darstellen.
- Arthroskopie: In unklaren Fällen kann eine Arthroskopie durchgeführt werden, um das Gelenk direkt zu визуализировать und zu beurteilen.
Behandlung der subchondralen Sklerose der Schulter
Die Behandlung der subchondralen Sklerose der Schulter zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu verbessern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Die Behandlungsoptionen umfassen:
Lesen Sie auch: Aortensklerose: Was Sie wissen müssen
Konservative Behandlung
- Schmerzlinderung: Schmerzmittel wie nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) können zur Linderung von Schmerzen und Entzündungen eingesetzt werden.
- Physiotherapie: Physiotherapie kann helfen, die Muskeln zu stärken, die Beweglichkeit zu verbessern und die Gelenke zu stabilisieren.
- Gewichtsabnahme: Bei Übergewicht kann eine Gewichtsabnahme helfen, die Belastung der Gelenke zu reduzieren.
- Orthesen und Einlagen: Orthesen und Einlagen können helfen, die Gelenke zu stabilisieren und die Belastung zu reduzieren.
- Hyaluronsäureinjektionen: Hyaluronsäureinjektionen können helfen, die Gelenke zu schmieren und Schmerzen zu lindern.
- Chondroitin- und Glukosamin-Präparate: Die orale Gabe von Chondroitin- und Glukosamin-Präparaten kann symptomatische Effekte erzielen, evidenzbasierte Langzeitdaten liegen jedoch nicht vor.
- Zytokine und Wachstumsfaktoren aus autologen Thrombozyten (PRP) und Stammzellsuspensionen: Diese scheinen auch im Bereich der Schulter wirksam zu sein, wissenschaftliche Studien mit hoher Evidenz stehen jedoch nicht zur Verfügung.
Operative Behandlung
- Arthroskopie: Eine Arthroskopie kann verwendet werden, um beschädigtes Knorpelgewebe zu entfernen und das Gelenk zu reinigen.
- Subchondroplastie: Bei schmerzhaften Knochenzysten im Rahmen einer Arthrose kann die Subchondroplastie eine Option sein. Dabei wird eine Kalzium-Phosphat-Paste in die Zysten injiziert, die sich später in Knochengewebe umwandelt.
- Gelenkersatz (Endoprothese): In schweren Fällen kann ein Gelenkersatz erforderlich sein, um das beschädigte Gelenk durch ein künstliches Gelenk zu ersetzen. Die Art der Operation ist grundsätzlich von dem betroffenen Gelenk abhängig. Das Gelenk kann versteift oder eine Endoprothese eingebaut werden.
Prävention der subchondralen Sklerose der Schulter
Einige Maßnahmen können dazu beitragen, das Risiko einer subchondralen Sklerose der Schulter zu verringern:
- Vermeidung von Überlastungen: Vermeiden Sie repetitive Belastungen und Überlastungen des Schultergelenks.
- Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung kann dazu beitragen, die Gesundheit der Gelenke zu erhalten.
- Regelmäßige Bewegung: Regelmäßige Bewegung kann helfen, die Muskeln zu stärken und die Gelenke zu stabilisieren.
- Frühzeitige Behandlung von Verletzungen: Verletzungen des Schultergelenks sollten frühzeitig behandelt werden, um langfristige Schäden zu vermeiden.
Lesen Sie auch: Laura Papendick: Mehr als nur eine Moderatorin
tags: #subchondrale #sklerose #schulter