Ozzy Osbourne und seine Parkinson-Erkrankung: Ein Leben mit dem „Prince of Darkness“

Der „Prince of Darkness“, Ozzy Osbourne, hat Musikfans weltweit mit seiner Musik und Bühnenpräsenz begeistert. Doch hinter der Rock-Ikone verbirgt sich auch ein Mensch, der seit Jahren mit gesundheitlichen Problemen kämpft, darunter seine Parkinson-Erkrankung. Dieser Artikel beleuchtet Osbournes Kampf mit Parkinson, seine öffentliche Auseinandersetzung mit der Krankheit und die Auswirkungen auf seine Karriere und sein Leben.

Die Diagnose: Parkinson im Leben eines Rockstars

Im Januar 2020 gaben Ozzy und seine Frau Sharon Osbourne in der US-amerikanischen Talkshow „Good Morning America“ bekannt, dass bei Ozzy im Jahr 2019 Parkin 2, eine Form von Parkinson, diagnostiziert wurde. Osbourne erklärte, dass er bereits seit 2003 wusste, dass er an einer genetisch seltenen Form von Parkinson erkrankt ist. „Ich sterbe nicht an Parkinson. Ich kämpfe damit schon einen großen Teil meines Lebens“, so der Musiker. Die Diagnose war ein Schock, doch Osbourne entschied sich, die Krankheit nicht länger geheim zu halten. „Ich kann Geheimnisse schlecht für mich behalten“, sagte der frühere Black Sabbath-Sänger mit sichtbarer Anstrengung. „Ich kann nicht mehr damit herumlaufen, weil mir die Ausreden ausgehen.“

Was ist Parkinson?

Morbus Parkinson ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die vor allem das zentrale Nervensystem betrifft. Sie äußert sich unter anderem durch Bewegungsprobleme und Kontrollverlust über den Körper. Die Krankheit schreitet schleichend voran und ist bis heute unheilbar. Es gibt verschiedene Arten von Parkinson, und die Symptome können von Person zu Person variieren.

Osbournes Symptome und Behandlung

Ozzy Osbourne sprach offen über seine Symptome, darunter Lähmungserscheinungen und Taubheitsgefühle in den Extremitäten. „I got a numbness down this arm for the surgery, my legs keep going cold.“ Er erwähnte auch, dass er Schwierigkeiten hatte, zwischen den Folgen eines Unfalls und der Krankheit zu unterscheiden. „Ich hab eine Taubheit im Arm von der Operation, meine Beine werden immer wieder kalt. Ich weiß nicht, ob das Parkinson ist oder was, aber das ist das Problem. Denn die haben bei der Operation Nerven getrennt.“

Seit 2020 unterzieht sich Osbourne einer Stammzellentherapie, die laut seiner Tochter Kelly Osbourne zu einer Verbesserung seiner Gesundheit beigetragen hat. „Ich komme gerade vom Arzt zurück, nachdem er mir einige Stammzellen eingesetzt hat“, sagte er. „Die Sache ist die, dass man sie bekommt und sich stets danach sagt: ‚Ich fühle mich nicht so gut‘. Dieses Zeug, das ich habe, ist wie eine verdammte Superstammzelle, weißt du? Sie haben mir heute Morgen drei Flaschen eingeflößt.“

Lesen Sie auch: Einblick in die embryonale Gehirnentwicklung

Die Auswirkungen auf seine Karriere

Die Parkinson-Diagnose hatte erhebliche Auswirkungen auf Osbournes Karriere. Bereits zweimal hatte er seine Abschiedstournee wegen gesundheitlicher Probleme verschoben und als Grund dafür die Folgen eines Unfalls angegeben. 15 Metallschrauben mussten in seine Wirbelsäule eingesetzt werden, was ihn lange Zeit ans Bett fesselte und es für ihn unmöglich machte, seine Konzerttour fortzusetzen.

Trotz seiner Beschwerden zeigte sich Osbourne entschlossen, auf die Bühne zurückzukehren. Am 21. Februar veröffentlichte er sein neues Album „Ordinary Man“, auf dem unter anderem Elton John und Guns N'Roses-Gitarrist Slash als Gaststars zu hören sind. Sharon Osbourne äußerte sich überzeugt, dass Ozzy auch seine Tournee wie geplant nachholen wird. „Er wird wieder da raus gehen“, sagte die 67-Jährige. „Und er wird das machen, was er liebt.“

Am 5. Juli beendete Osbourne seine Karriere, als er mit seinen Bandkollegen Iommi, Butler und Ward im Stadion des Fußballclubs Aston Villa in Birmingham auftrat. Es war das erste Mal seit 20 Jahren, dass die legendäre Band in Originalbesetzung auf der Bühne war.

Osbournes Umgang mit der Krankheit

Ozzy Osbourne hat sich seiner Parkinson-Erkrankung mit Mut und Offenheit gestellt. Er sprach öffentlich über seine Erfahrungen und ermutigte andere, sich nicht von der Krankheit unterkriegen zu lassen. „Ich denke über den Tod nach, aber ich mache mir keine Sorgen darüber. In 15 Jahren werde ich nicht mehr hier sein, wahrscheinlich werde ich überhaupt nicht mehr lange hier sein", sagte Osbourne. Der Tod, so der Rockstar weiter, habe ihn allerdings viel mehr beschäftigt, als er noch jünger war. Nun versuche er, alles zu genießen.

Er betonte, dass Parkinson kein Todesurteil sei, sondern eine Herausforderung, mit der man leben kann. „There’s so many different types of Parkinson’s. It’s not a death sentence by any stretch of the imagination, but it does affect certain nerves in your body.“

Lesen Sie auch: Parkinson-Krankheit und Mobilitätshilfen

Gerüchte um seinen Tod

Am 22. Juli verbreitete sich die Nachricht vom Tod Ozzy Osbournes wie ein Lauffeuer. Die Familie des Musikers äußerte sich mit folgenden Worten: „Mit tiefer Trauer (…) müssen wir bekannt geben, dass unser geliebter Ozzy Osbourne heute Morgen verstorben ist“. Der an Parkinson leidende Osbourne starb im Alter von 76 Jahren. Nach der Todesnachricht äußerten sich Musiker und Weggefährten. Osbourne sei im Kreise seiner Familie „und umgeben von Liebe“ gestorben, so die Erklärung seiner Angehörigen. Offiziell wurde bisher keine Todesursache bekannt gegeben. Es wurde spekuliert, dass sein Ableben mit seiner Parkinson-Erkrankung zusammenhängen könnte.

Lesen Sie auch: Symptome, die einen Neurologenbesuch erfordern

tags: #wann #bekam #ozzy #osbourne #parkinson