Erfahrungen mit der Behandlung von Migräne: Ein umfassender Überblick

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, von der in Deutschland etwa neun Millionen Menschen betroffen sind. Starke Kopfschmerzen, oft begleitet von Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit, prägen das Krankheitsbild. Obwohl Migräne nicht heilbar ist, gibt es verschiedene Therapieansätze, um die Anfallshäufigkeit und -intensität zu reduzieren. Dieser Artikel beleuchtet unterschiedliche Erfahrungen und Behandlungsansätze im Umgang mit Migräne.

Neurologisch-verhaltensmedizinische Schmerzklinik Kiel: Ein Therapieansatz

Die Neurologisch-verhaltensmedizinische Schmerzklinik Kiel unter der Leitung von Prof. Dr. med. Dipl. Psych. Hartmut Göbel bietet eine spezielle Therapie für Migräne mit und ohne Aura, Migräne-Komplikationen und andere Kopfschmerzarten an. Das Therapieangebot umfasst unter anderem:

  • Chronische Spannungskopfschmerzen
  • Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch
  • Clusterkopfschmerz
  • Nervenschmerz (neuropathischer Schmerz)
  • Rückenschmerz

Für die Planung eines Aufnahmetermins sind folgende Schritte erforderlich:

  1. Verordnung von Krankenhausbehandlung durch den behandelnden Arzt.
  2. Ausfüllen der Aufnahme-Checkliste durch den Arzt.
  3. Ausfüllen des Schmerzkalenders und des Schmerzfragebogens.
  4. Einsendung aller Unterlagen und relevanter Arztbriefe, Röntgenbilder etc. an die Klinik.

Die Kostenübernahme erfolgt in der Regel durch die Krankenkasse. Zahlreiche Krankenkassen haben eine integrierte Versorgung ihrer Versicherten mit dem Behandlungsnetz der Klinik vertraglich geregelt, darunter die AOK Schleswig-Holstein, die Techniker Krankenkasse, die Deutsche Angestelltenkrankenkasse, die Hanseatische Krankenkasse HEK, die Landwirtschaftliche Krankenkasse Schleswig-Holstein und Hamburg, die Knappschaft Bahn See, die BKK vor Ort und die E.ON Betriebskrankenkasse.

Konventionelle Behandlungsmethoden

Dr. med. Eckhard Möbius, Oberarzt an der Klinik für Neurologie in Rüttenscheid, betont, dass Migräne bisher nicht heilbar ist. Dennoch können vorbeugende Maßnahmen die Anfälle lindern. Dazu gehören:

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  • Körperliche Übungen, wie die progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen
  • Vorbeugende Medikation
  • Führen eines Kopfschmerztagebuchs, um Auslöser zu identifizieren und zu vermeiden

Alternative Therapieansätze: Powertube

Einige Anwender berichten von positiven Erfahrungen mit der Powertube, einem handlichen Frequenzgerät zur Selbstbehandlung. Sanfte elektronische Impulse sollen Nervenpunkte stimulieren und das Energieniveau beeinflussen. Die Powertube arbeitet mit drei Frequenzen im Megahertz-Bereich und wird mit zwei Elektroden auf die Haut aufgelegt. Die Anwendungsdauer beträgt 3 bis 21 Minuten.

Die Powertube ist in zwei Varianten erhältlich: Powertube Gold mit vergoldeter Oberfläche und Powertube Silber mit versilberter Oberfläche. Beide Edelmetalle sollen für optimalen Kontakt sorgen und antimikrobielle Eigenschaften besitzen. Laut Hersteller sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Die Powertube wurde von dem Schweizer Visionär Martin Frischknecht entwickelt, der sein Wissen in Elektrotechnik, Schwingungen und Frequenzen sowie sein Interesse an alternativen Therapien vereinte.

Brain-Zaps: Ein Phänomen im Zusammenhang mit Migräne

Brain-Zaps werden oft als kurze, elektrische Schläge im Kopf beschrieben. Einige Betroffene erleben dieses Phänomen im Zusammenhang mit dem Absetzen von Psychopharmaka, insbesondere von Antidepressiva wie Venlafaxin oder Citalopram. Es gibt jedoch auch Berichte von Brain-Zaps ohne vorherige Medikamenteneinnahme.

Mögliche Ursachen für Brain-Zaps:

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  • Medikamentenentzug: Das plötzliche Absetzen von Antidepressiva kann zu Brain-Zaps führen.
  • Stress und Überlastung: Hoher Stresspegel kann eine spontane Überlastung der Hirnzellen verursachen.
  • Probleme mit der Halswirbelsäule (HWS): Verspannungen oder Fehlstellungen im HWS-Bereich können Nervenreizungen auslösen und Brain-Zaps verursachen.
  • Mangelerscheinungen: Ein Mangel an Jod, Eisen, Kalzium oder Vitamin D kann möglicherweise zu Brain-Zaps beitragen.
  • Grippe oder Infektionen: Im Zusammenhang mit einer Grippe oder anderen Infektionen können Brain-Zaps auftreten.

Einige Betroffene beschreiben Brain-Zaps als ein kurzes Gefühl, als ob der Strom kurz wegbleibt oder gedimmt wird. Andere empfinden ein ekeliges Gefühl im Kopf, gefolgt von Panik. Die Häufigkeit und Intensität von Brain-Zaps können variieren.

Erfahrungen von Betroffenen

  • Einige Betroffene berichten, dass ihre Brain-Zaps im Zusammenhang mit Stress oder Problemen mit der Halswirbelsäule auftreten.
  • Andere haben festgestellt, dass die Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen (Jod, Eisen, Kalzium, Vitamin D) die Symptome lindern kann.
  • Einige Ärzte vermuten, dass eine dauerhafte Überspannung im Gehirn das Problem sein könnte und verschreiben Antidepressiva wie Venlafaxin. Allerdings kann das Absetzen dieser Medikamente auch wieder zu Brain-Zaps führen.
  • Einige Betroffene berichten von Brain-Zaps nach dem Mittagsschlaf oder im Zusammenhang mit einer Grippe.

Umgang mit Migräne: Tipps und Ratschläge

  • Führen Sie ein Kopfschmerztagebuch: Notieren Sie sich die Häufigkeit, Intensität und Dauer Ihrer Migräneanfälle. Identifizieren Sie mögliche Auslöser wie Stress, bestimmte Nahrungsmittel oder Wetteränderungen.
  • Achten Sie auf einen gesunden Lebensstil: Regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und eine ausgewogene Ernährung können helfen, Migräneanfälle zu reduzieren.
  • Vermeiden Sie Stress: Entspannungstechniken wie progressive Muskelrelaxation, Yoga oder Meditation können helfen, Stress abzubauen.
  • Suchen Sie professionelle Hilfe: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einem Neurologen über Ihre Migräne. Es gibt verschiedene Medikamente und Therapien, die Ihnen helfen können.
  • Informieren Sie sich: Informieren Sie sich über Migräne und ihre Behandlungsmöglichkeiten. Je besser Sie informiert sind, desto besser können Sie mit Ihrer Erkrankung umgehen.

Falsche Ratschläge und Mythen über Migräne

Es gibt viele falsche Ratschläge und Mythen über Migräne, die Betroffene oft hören. Hier sind einige Beispiele:

  • "Migräne ist nur ein stressbedingter Kopfschmerz." Migräne ist eine neurologische Erkrankung und entsteht nicht nur durch Stress.
  • "Migräne wird durch Allergien verursacht." Migräne ist eine eigenständige neurologische Erkrankung, die nicht durch Allergien bedingt ist.
  • "Diäten können Migräne heilen." Diäten sind in der Regel wirkungslos bei Migräne. Wichtig ist vielmehr eine vollwertige Mischkost.
  • "Wenn du dies oder jenes nicht versuchst, kann man dir auch nicht helfen." Solche Ratschläge sind für Betroffene oft wenig hilfreich.

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